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  Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
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   happyminki
schrieb am 04.09.2016 18:16
Hallo Ihrs,

habt ihr Erfahrung mit glutenfreier Ernährung? Die hat mir Prof. Reichel-Fens empfohlen, bei einer aktuellen Thyreoditis Hashimoto?

Danke vielmals vorab.

lg


  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 05.09.2016 10:15
Liebe Happyminki,

glutenfreie Ernährung ist m. E. dann sinnvoll, wenn eine Unverträglichkeit vorliegt. Aber eben auch nur dann. Ein Zusammenhang mit einer Autoimmunthyreopathie ist mir nicht bekannt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
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   gelöschter User
schrieb am 05.09.2016 10:50
In den USA - wo Gluten ja die Rolle des Antichristen einhenommen hat - wird in zahlreichen Foren und von vielen Alternativmedizinern ein Zusammenhang zwischen Hashimoto und anderen Schilddrüsenerkrankungen und Zölliakie und Glutenempfindlichkeit diskutiert, da beides Autoimmunkrankheiten sind. Gluten würde zu einer gesteigerten Immunreaktion auf das eigene Gewebe führen und damit die Krankheit verschlimmern/ auslösen. Es gibt Berichte, dass Schilddrüsenwerte bei einer radikal glutenfreien Ernährung in den normalen Bereich übergingen. Diese Aussagen sind aber schwierig zu bewerten da es an seriösen Studien komplett fehlt. Es sind derzeit lediglich Heilsversprechen. Man kann natürlich versuchen, sich so einem Regime für ein halbes Jahr zu unterwerfen, um zu schauen, was passiert. Als Therapievorschlag schmeckt es mir aber sehr nach Hilflosigkeit mangels anderer Diagnosen.


  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 05.09.2016 11:39
@ stubbornstar: Wir haben hier ja keinen "Daumenhoch" wie bei Facebook, daher auf diesem Wege Das ist super

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



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  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
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   schwertlilie
Status:
schrieb am 05.09.2016 15:35
Jetzt kann ich auch noch Schlaumeiern😜Wissenschaftlich belegt ist, dass eines der bei Zöliakie vorkommenden HLA-Subtypen, die gleiche ist die bei Hashimoto vorliegt. Heißt auch jeder Hashimoto -Patient in sollte laut Leitlinien einmal in seinem Leben auf eine Zöliakie getestet werden, weil eben häufig vergesellschaftet. Beispiel in unserer Familie ich habe eine Hashimoto, aber keine Zöliakie mein Kind hat eine Zöliakie. Das HLA bewirkt eine erhöhte Anfälligkeit, warum die Zöliakie dann beim Einen ausbricht, beim Anderen nicht ist ungeklärt. Ich persönlich würde mich nur glutenfrei ernähren, wenn die Zöliakie oder eine Glutensensitivität belegt ist, die entsprechenden AK zu bestimmen ist kein Aufwand und kann jeder Hausarzt. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung weißt darauf hin, dass glutenfreie Ernährung ohne Zöliakie oder eben Glutensensitivität sogar ungesund ist, weil in vielen der Gf Produkte um die Geschmacks-/ und oder Backeigenschaften zu verbessern viel mehr Zucker oder Fett drin ist als normal und Ballaststoffe fehlen. Also vielleicht einfach mal nochmal nachfragen ob R.-F. den Verdacht auf eine Zöliakie hat, oder da in Leitlinien empfohlen einfach beim Hausarzt Zöliakiemarker abnehmen lassen. Zöliakie kann auch komplett asymptomatisch verlaufen oder eben mit Symptomen die nicht einzuordnen sind, die klassischen Durchfälle und Malabsorption wird wohl in den letzten 15a immer seltener.
Viel Erfolg


  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 05.09.2016 19:48
Liebe Schwertlilie,

Danke für den INput. Meines Wissens gehört die Untersuchung auf Zöliakie bei Fr. Reichel-Fenz zum Standard, wie übrigens auch in vielen anderen Labors, die Einnistungsstörungen abklären. Wie Sie schon sagen: Richtig kompliziert ist diese Bestimmung nicht zwinker

Wenn also der Ratschlag erfolgte ohne konkreten Hinweis auf entsprechende Antikörper, dann wird es sich vermutlich eher um einen "Schuss ins Blaue handeln zwinker

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
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   happyminki
schrieb am 05.09.2016 21:05
Vielen Dank für die Information.
Welcher Test müsste da genau gemacht werden?
Ich war bei Frau Dr. Reichel-Fens, aber ich weiss nicht, welcher Test das bei Ihr war. Da müsste ich ja die Werte dann finden..

Danke vorab für die Hilfe,
Viele Grüße,
minki


  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
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   happyminki
schrieb am 05.09.2016 21:08
Vielen Dank für die Information.
Was ist der Unterschied zw. Zölliakie und Glutenempfindlichkeit und was für ein Test müsste da gemacht werden?

Grossen Dank vor für die sehr ausführliche Antwort und die Hilfe,
VG,
minki


  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
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   gelöschter User
schrieb am 05.09.2016 22:02
Je nach Quelle leiden 2-5 % der Hashimotoerkrankten auch an Zölliakie. Das ist nicht viel.
Wenn Du keine Symptome hast, welche auf Zöliakie hinweisen und es bei den bisherigen Blutanalysen keine Hinweise darauf gab, dann wage ich es doch zu bezweifeln, dass sich ein gesunder Embryo von einer Entwicklung dadurch abhalten ließe. Glutenunverträglichkeit schreiben sich Menschen zu, welche Verdauungsprobleme (oder x andere Probleme wie Müdigkeit, Depression, Allergien, Kopfweh, etcpp) ungeklärter Ursache haben, bei denen aber weder im Bluttest noch bei einer Darmbiopsie (welche die meisten eh nicht durchführen lassen) Hinweise auf Zöliakie gefunden werden konnten. Es gibt darauf keine Tests, nur eine zweifelhafte Ausschlussdiagnostik über Eliminationsdiäten.

Aber wie geschrieben, wenn die Schilddrüse gut eingestellt ist, die Immunologie unauffällig ist und es keine Hinweise auf Zöliakie gibt, dann fällt das vermutlich in den Bereich "idiopathische Sterilität" aka "wir haben keinen blassen Schimmer warum." Als Diagnose für alle Seiten unbefriedigend, da der Arzt keine Therapie anbieten kann und das Patientenpaar auch nicht weiter weiß. Der Patientin dann zu raten, an der Ernährung zu schrauben erscheint da als ein gut gemeinter, harmloser Rat, um ein Gefühl von Therapie und Kontrolle zu erzeugen. Schiebt die "Verantwortung" aber wieder der Frau zu, ohne dafür Belege zu haben. Weshalb ich davon wenig halte.

Wir wissen einfach viel zu wenig über die frühe embryonale Entwicklung im Uterus und welche Parameter der Partner eine Rolle bei den komplexen Vorgängen spielen. Leider.
Meine Ärztin meinte mal zu mir, dass sie viele Patientinnen habe, denen eine idiopathische Sterilität diagnostiziert wurde, welche als "austherapiert" galten und die schwuppdiwupp von einem anderen Partner schwanger wurden. Ich gehöre dazu. Man könne aber Paaren so schlecht raten, einfach mal ein anderes Sperma auszuprobieren.

Ich würde nicht in einer Glutendiät die Lösung suchen. Lieber noch mal die Kiwu wechseln, eine ICSI versuchen.


  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
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   henriette
schrieb am 06.09.2016 07:42
es geht halt alles in die richtung: je mehr ich mich anstrenge, je mehr ich mich kasteie, desto mehr hab ich doch verdient, schwanger zu werden. und das ist schade, denn so eine schöne pizza, ein knackiges brötchen, weizennudeln mit leckerer sauce sind doch schliesslich auch seelentröster, oder?


  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
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   Bettina35
schrieb am 06.09.2016 20:50
Liebe Minki,

Du hast ja wirklich schon alle "üblichen Verdächtigen" abklären lassen.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß Frauen, bei denen die Diagnostik nichts ergeben hat, trotzdem aber immer wieder Implantationsversagen hatten, von einem anderen Partner oder nach Spermaspende schwanger wurden. Den Ansatz dee idiopath. Sterilität finde ich bei Dir bedenkenswert.
Spendersperma kommt nicht infrage? Wenn die EL durchlässig sind, wäre eine HI möglich.

Bei Hashimotothyreoiditis würde ich auch an einen Progesteronmangel denken, der bei dieser Erkrankung häufiger - auch unter Progesteronsubstitution auftritt.

Alles Gute!!!


  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
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   happyminki
schrieb am 06.09.2016 20:54
Liebe Bettina,

danke für Deine Antwort. DAs kingt ja total interessant...
Was ist HI?
Ist eine Spermaspende schwierig oder ist das unkompliziert in Deutschland - kenne mich damit gar nicht aus.

MIt Progesteron ist sehr interessant, da ich tatsächlich letztens bei einem Einsetzen zu wenig hatte....was kann man da generell machen?
WEisst Du das?

GAnz herzlichen DAnk vorab,
Minki


  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
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   Eisbärenmama
schrieb am 06.09.2016 21:04
Liebe Bettina

Happyminki ist 39 Jahre alt...da kann man nicht guten Gewissens zu einer Insemination (auch nicht mit Fremdsperma) raten. Da wird es wohl eher die Qualität der Eizellen sein.

@Happyminki: Du weißt dass man ab 30 als spätgebärend gilt und dass der optimale reproduktive Zeitraum zwischen 20 und 25 Jahren den Frau liegt? Ich sage das nicht um Dich zu entmutigen. Sondern nur, bevor ich die Ursachensuche auf "Gluten", Sperma (Du schreibst ja das Spermiogramm ist sehr gut), Vit D Mangel lenke...würde ich eher an das Naheliegendste denke...altersgemäß schlechte Eizellqualität...ja ab 40 sind schon viele Eizellen genetisch defekt. Die Eizelle ist so alt wie Du. Auch Top Blastos die super aussehen, können genetisch defekt sein.

Der Forendoc hat mal in einem Newsartikel geschrieben dass der wichtigste Parametee das Altee der Frau ist. Und ab 40 wird es verdammt schwer. Lies mal im dt IVF Registee nach.

Daher meine wohlmeinende Frage: gibt es einen Plan B?



Also Pflegekind, Eizellspende, Embryonenspende?


Wenn nein würde ich Dir ans Herz legen einen zu schmieden.

Und ich kann Euch nur raten...ICSIs...also Maximaltherapie...kein zurückschwenken zu Insemination oder Verkehr nach Plan. Dafür ist einw Zeit mehr. Sh oben.

Alles Gute!!!


  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
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   Eisbärenmama
schrieb am 06.09.2016 21:23
Ps: Sorry für die Tippfehler...aber ich schreibe von meinem Smartphone.

Ich hatte nur den Impuls dringend zu antworten. Bei mir gab es auch keine Diagnosen. Ebensowenig bei meinem Mann...auch wir sind auf die absurde Fremdsperma Idee gekommen. Fazit: war nur teuer und Zeitverschwendung. Dadurch haben wir viel Zeit verloren und Geld (Samenhalme sind teuer) und letztendlich sind wir doch wieder bei den ICSIs gelandet. Mit viel Geduld und Spucke bin ich dann noch mit 40 schwanger geworden...nach vielen ICSIs....ein unglaubliches Wunder...

Daher Minki...bitte bitte verschwende keine Zeit...die Eizellqualität schwindet rapide.

Lg


  Re: Glutenfrei ernähren - lt. Prof. Reichel-Fens - Erfahrungen?
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   Bettina35
schrieb am 06.09.2016 21:26
@minki: HI ist eine heterologe Insemination, also Insemination mit Spendersperma. Wenn Du verheiratet bist, ist das in D grds möglich.

@ Eisbärenmama: das Alter hatte ich nicht nachgeguckt und jünger in Erinnerung. Es kann daher gut sein, daß dss Alter hier der limitierende Faktor ist.
Allerdings ist 39 nicht so alt, als daß eine HI aussichtslos ist. Ich bin in diesem Alter ( fast 40) gleich mit der 1. HI schwanger geworden.
Ggf kann man auch die icsi mit Spendersperma durchführen, dann ist es aber eine Selbstzahlerleistung.
Daher fi deich max 3 HI (mit clomifen) in dem Alter schon bedenkenswert.

Progesteronmangel würde durch zusätzliches Progesteron ( vaginal, oral oder subcutan zugeführt
) therapiert werden. Alletdings muss mam bei niedrigen Werten auch sehen, dass gerade vaginal zugeführtes Prog nur in Spuren im serum nachgewiesen werden kann.

.ich wurde vorhin beim Schreiben unterbrochen,und vergessen: glutenunverträglichkeit ist aus meiner Sict sehr weit hergeholt. Manchwe Ansätze von Fr. Reichel-Fentz finde ich sehr exogidch und wenig zielführend




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