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  Durchblutungssteigerung Endometrium wie? Hypomenorrhoe
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   Schokofreak
schrieb am 30.08.2016 18:29
Hallo,
ich habe nach einer Ausschabung das Asherman bekommen. Ca 40-50% der unteren Uterusfläche waren betroffen und die Verklebungen/Vernarbungen wurden vom Spezialisten in HH entfernt. Es hat sich bisher wieder überall Endometrium ausgebreitet. Vor meiner Asherman Vorgeschichte hatte ich zwischen 3-4 Tagen ordentliche Menstruationsblutungen (alle 3-4 Stunden Bindenwechsel nötig die ersten beiden Tage), ich war auch gynäkologisch gesund.
Momentan habe ich nun 1 Jahr nach Sanierung des Ashermans ca 1 Tag leichte Blutungen (1 Binde würden theoretisch ausreichen, aus hygienischen Gründen wird aber öfters gewechselt) und dann für weitere 3-4 Tage minimale schmierblutungen (ähnlich wie bräunlichem Zervixxschleim).
Nun lese ich, dass der Uterus größtensteils durch die A.uterina versorgt wird, welche im unteren Uterinssegment ansetzt. Hieraus entspringen dann letztendlich die Spiralaterien des Endometriums. Wenn sich nun über den vernarbten Stellen Endometrium ausbreitet, könnte sich dennoch der Widerstand der Spiralarterien durch das Trauma erhöht haben? Das heisst, es kann Endometrium wachsen (was man bei mir im Ultraschall sieht:6-8mm ohne Triple Line vor Eisprung), welches aber relativ minderversogrt wird und daher kaum rezeptiv wird? Meine Ärztin ist leider für solche Überlegungen nicht zugänglich, sie sieht nur, dass da noch Endometrium ist und würde ab 6mm Endometrium ohne Struktur transferieren.
Wie könnte man die Perfusion des subendometrialen Raumes steigern? Viagra, Cialis, Heparin, ASS100?

Danke!

PS: hormonell wurde ich Anfang August durchgecheckt, alles im Normbereich!


  Re: Durchblutungssteigerung Endometrium wie? Hypomenorrhoe
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   Paula Mondschein
Status:
schrieb am 30.08.2016 21:35
Liebe Schokofreak,
da bin doch ich Expertinsmile Nach einer Fg, auf die zwei Ausschabungen folgten, baute sich meine Gebärmutterschleimhaut nicht mehr als 4 mm auf und hatte statt der erwünschten Dreischichtigkeit nur eine Schicht. Meinem Kiwu-Prof zufolge werden ja durch Ausschabungen häufig zu viele schleimhautproduzierende Zellen ausgeräumt, sodass sich die Gebärmutterschleimhaut vorübergehend oder dauerhaft unzureichend aufbaut. Ich habe mir damals die Viagra-Zäpfchen-Studie besorgt: Bei diesem Versuch gab es neben der Viagra-Gruppe mit ihren fragwürdigen Nebenwirkungen zwei Kontrollgruppen, bei denen sich die Gebärmutterschleimhaut ebenfalls besser aufgebaut hatte als ohne Hilfe. Die eine Gruppe hatte Vitamin E bekommen, die andere Gruppe hochdosiertes L-Arginin. Daraus habe ich mein eigenes Protokoll kreiert und meine Gebärmutterschleimhaut wuchs bereits im ersten Einnahmezyklus dreischichtig auf 7mm und ich wurde gleich schwanger. Fünf weitere Frauen mit Gebärmutterschleimhautproblemen inzwischen ebenso...

Also, täglich in mehreren Einzeldosen ab Zyklustag 1 bis zum Schwangerschafts-test einnehmen:

Vitamin E (600mg täglich)
L-Arginin (6 GRAMM! täglich)
Ginko (120mg täglich)
Ass 100 (100mg täglich)

Viel Erfolg und liebe Grüße,
Paula


  Re: Durchblutungssteigerung Endometrium wie? Hypomenorrhoe
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   Schokofreak
schrieb am 30.08.2016 22:31
Danke dir! Juna hat mich ebenfalls auf dein Protokoll aufmerksam gemacht und nehme schon hochdosiert L Arginin (6500mg von Ironmaxx) plus Vit E 600mg. In diesen Zyklen ist die Schleimhaut oft über 8mm, aber homogen. Ohne die Kombi knapp bei 6mm. Nur die Blutungsmenge ist gleich.
Wie war deine Blutungsstärke nach den Ausschabungen? Wurde diese durch die Kombi besser? Hast du Viagra auch in den Spontanzyklen genommen? Habe hier noch Cialis 5mg stehen und überlege ob ich es mal für den nächsten Versuch nehmen soll.
Bei so wenig Mensblutung verzweifelt man ob es jemals wieder zur intakten Schwangerschaft kommt.
LG


  Re: Durchblutungssteigerung Endometrium wie? Hypomenorrhoe
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 31.08.2016 09:08
Liebe Schokofreak,

die Blutungsstärke ist nicht notwendigerweise direkt mit der Höhe oder gar der Durchblutung der Schleimhaut korrelierend. Sie haben sich ja schon intensiv mit dem Thema beschäftigt und daher wird die Stärke der Blutung nicht durch erhöhten Druck der Arterien zunehmen..

Auch wird erhöhter Perfusionsdruck nicht zu einem besseren Schleimhaut-Aufbau führen. Die Durchblutung des Endometriums wird zwar über diese Arterien versorgt, die Arteriolen (Spiralaterien) haben aber die Fähigkeit, ihren Durchfluss selbst zu regeln, unabhängig von Druck der Arteria uterine, so wird ja auch die Menstruation angestoßen.

Es geht also bei der Verbesserung der Durchblutung um Möglichkeiten, den Fluss des Blutes zu verbessern. Entweder durch Erweiterung der Gefäße (Viagra [www.wunschkinder.net] ) oder durch Beeinflussung der Gerinnung (ASS). Dazu gibt es gute Studien, die zumindest einen Versuch sinnvoll erscheinen lassen. L-Arginin ist letztlich Trial and Error: Schaden kann es nicht, gute und beweisende Studien gibt es (Korrektur: Kenne ich nicht).

Heparin wird eher bei der Einnistung der Embryonen, weniger bei der Verbesserung der Durchblutung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



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  Re: Durchblutungssteigerung Endometrium wie? Hypomenorrhoe
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   SusannePanne
schrieb am 31.08.2016 10:08
Hallo Schokofreak, hallo Team,

diese Thematik interessiert mich auch sehr. Was ist der Unterschied zwischen ASS und Heparin in Bezug auf das Endometrium?

Macht es vielleicht Sinn vom 1. ZT bis zum Eisprung ASS 100mg zu nehmen und ab dem Eisprung bis zum Schwangerschaftstest dann Heparin?

Vielen Dank und viele Grüße
Susanne


  Re: Durchblutungssteigerung Endometrium wie? Hypomenorrhoe
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   Schokofreak
schrieb am 31.08.2016 13:46
Soweit ich es in den Studien gelesen habe und wie es die Kiwu Ärztin mir auch erläutert hat: Heparin hilft den Trophoblasten bei der Invasion in das Endometrium unabhängig davon ob eine Blutgerinnungsstörung vorliegt. [www.sciencedirect.com] .

Auch würde es die Anzahl der Killerzellen im Endometrium senken und antiinflammatorisch wirken.
[www.sciencedirect.com]
[www.ncbi.nlm.nih.gov]
[www.thieme-connect.com]

Sie empfiehlt bei mir auch ab positiven SST Heparin zu spritzen (hatte jedoch auch in der Vorgeschichte eine oberflächliche Thrombose während der Pilleneinnahme, sodass die Ärzte während der Stimu sensibler sind, habe jedoch keine Blutgerinnungsstörung).

Danke nochmals!




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