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  Re: Kinder in der Praxis =(
avatar    Susma
schrieb am 20.11.2014 14:02
Zitat
silvesterkind
Trotzdem finde ich es Schade, wie OATCookie schon schrieb, dass man sich als Mutter überhaupt entschuldigen muss, weil ein Kind im Warteraum mitsitzt.

Ich glaube hier liegt der Knackpunkt, der diese Diskussion aus dem Ruder hat laufen lassen.

Keiner hat gefordert, dass sich Mütter entschuldigen oder schämen sollen!

Oder hab ich was überlesen? Es wurde lediglich etwas Rück-/Nachsicht gefordert.


  Re: Kinder in der Praxis =(
no avatar
   Maigloeckchen11
schrieb am 20.11.2014 14:14
Sylve, das unterschreibe ich alles!

Ich lese hier haufenweise Beiträge von Müttern, die der TE Lebenshilfe erteilen wollen à la "Du musst an Dir arbeiten und das alles aushalten, Kinder gibt es überall". Ich denke, dass weiß sie selber, das ist doch klar?

Der Ausgangsbeitrag war doch bis auf den letzten Satz und insb. dem sicherlich verunglückten Ausdruck ("respektlos") ausgewogen: Die TE bat darum, an die Patientinnen zu denken, denen es gerade sehr schlecht geht und das Glück mit Kind nicht zu sehr zur Schau zu stellen. Und die Bitte, nach Möglichkeit (und nur dann), Kinder nicht mitzubringen. Darüber kann man diskutieren, anderer Meinung sein. Und sogar eine Umfrage daraus machen. Die TE belehren zu wollen, wie sie zu fühlen hat bzw. hätte zeugt meiner Meinung nach nicht von Empathie und schon gar nicht von Solidarität unter KiWu-Patientinnen.


Maiglöckchen


  Re: Kinder in der Praxis =(
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   Marieke
schrieb am 20.11.2014 14:36
Zitat
Abry
Diese Sorte Eltern gibt es natürlich immer, aber genau die meine ich und um die ging es der TE auch, denke ich.

Wenn du selbst seit Monaten oder Jahren keinen ausreichenden Schlaf mehr bekommen hast und du -da ja in der Kiwu-Praxis- womöglich schon wieder im Hormonsturm hängst; vielleicht nach der Arbeit schnell zur Kita gehetzt bist, um dein Kind in's Auto zu verfrachten, weil heute ja noch Ultraschall für's Geschwisterchen dran ist, dann womöglich stundenlang im Auto ein nörgelndes Kind bespaßt hast ... (du kannst dir da bestimmt so einiges mehr vorstellen).

Vielleicht bist du dann die eine oder andere Minute nicht ganz so stark und Bilderbuch-Erzieherin und lässt fünfe auch mal g'rade sein, wenn dein Kind so gar nicht dezent kooperieren will, sondern eher impulsiv auf die fremde Umgebung reagiert. Und auch das ist ok und gehört mit dazu. Der erhobene Zeigefinger kommt dann doch meist von Leuten, die da noch keine Berührungspunkte hatten oder auch sich nicht mehr richtig erinnern wollen LOL (die lieben Eltern und Schwiegereltern, die da so viele Ratschläge haben ...)

Will sagen: Es liegt wohl immer im Auge des Betrachters, wie nervig oder störend kindliches Verhalten eingeschätzt wird. Das ist glaube ich auch der Kern der Entrüstung hier.

Mein Job ist es mit Müttern daran zu arbeiten, dass ihre Kinder sich angemessen verhalten, das sie lernen Regeln aufzustellen und einzuhalten und so weiter. Von daher kenne ich deine Kommentare nur zu gut und grinse darüber. Ich weiß, dass man viel mit Kindern erreichen kann ohne ihnen etwas abzuverlangen, was sie nicht leisten können. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es an den Eltern liegt, wenns nicht so gut klappt, die Kinder können nichts dafür. Das kommt erst später. zwinker

Schade dass trotz den schweren Weges zum Erfolg einige vergessen haben, wie die andere Seite sich fühlt.


  Re: Kinder in der Praxis =(
no avatar
   Silvesterkind
Status:
schrieb am 20.11.2014 14:43
Zitat
Luciasagts
Aber meiner Meinung nach gehören sie nicht grundsätzlich in eine Praxis in der die viele Frauen ins Gesicht gesagt bekommen, dass das was die Sitznachbarin hat nicht ohne eine große Portion Hilfe zu schaffen ist.
Ich...und ich spreche hier NUR für mich, finde das respektlos.
Punkt.

Ich habe jetzt ihren Satz zitiert. Ihrer Meinung nach gehören also Kinder grundsätzlich nicht in die Kiwupraxis. Das sehe ich (und viele andere) anders, mit allem Respekt für den Schmerz, den man als ungewollt Kinderlose empfindet und den jeder hier gespürt hat.

Was bedeutet Konkret "Rücksicht nehmen"? Das Kind zu Hause lassen? Das würden garantiert alle Eltern, die im Wartezimmer in der Praxis sitzen, liebend gern machen. Das ist schon mehrfach von vielen geschrieben worden. Geht bitte davon aus, dass keine Mutter freiweillig ihr Kind in eine gynäkologische Praxis mitnimmt, um dort ein Mutter-Kind-Treffen zu veranstalten, wofür es tausend bessere Orte gibt. Die Kinder die da sind, sind also da, weil es nicht anders geht, daher finde ich die Bitte um Rücksichtnahme überflüssig bzw. verstehe nicht, wie man sonst, wenn man gezwungen ist, das Kind mitzunehmen, anders Rücksicht nehmen soll.
Hätte sie einfach geschrieben "Es tut mir so weh, andere Kinder anzuschauen", hätte sie von allen Verständnis gehabt. Das Problem ist aber leider nicht lösbar.


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  Re: Kinder in der Praxis =(
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   Maigloeckchen11
schrieb am 20.11.2014 16:07
Silvesterkind, "Das Problem ist aber leider nicht lösbar."

Das finde ich zu einfach. Dass Kinder mitkommen, ist klar, dass die TE (und alle anderen) damit umgehen müssen, auch. Aber ich denke, die TE und einige andere Diskutantinnen hatten den Eindruck, dass das Verhalten mancher Familien für das Wartezimmer einer KiWu-Praxis nicht angemessen war und bitten doch einfach nur um Rücksichtnahme.

Du fragst, was Rücksichtnahme heißt - vielleicht ist das genau so, wie Du Dich sowieso immer verhältst, natürlicherweise. Was ich bspw. nicht gut finde, ist, plötzlich ein anderes Kind halb auf dem Schoß zu haben, solche Sachen. Kinder unter meinem Stuhl rumkrabbeln zu lassen, mir dauernd an die Füße zu dängeln. Nein, ich habe keine Kinder, dennoch denke ich, dass man es schaffen müsste, so etwas zu verhindern.

Zumindest würde ich würde mich bemühen, darum geht es. Um Verständnis, um Empathie. Wo, wenn nicht unter KiWu-Patientinnen?

Laut Umfrage (Stand jetzt) finden ca. die Hälfte der Patientinnen andere Kinder in der Praxis aufbauend, die andere Hälfte belastend. Diese Gefühle den Frauen abzusprechen ist nicht in Ordnung, auch wenn man selber vllt. nie so emfpunden hat.

Sollten wir nicht alle daraus und aus der Diskussion lernen?
Dass Familien ihre Kinder mitbringen, weil sie keine andere Möglichkeit haben.
Dass wir alle in einem Boot sitzen, alle gerade einen sehr schweren Weg gehen, auch wenn es unterscheidliche Empfindungen gibt.
Dass es für die Hälfte der Anwesenden schwierig ist, Kinder zu sehen.
Dass ich als Familie dies im Hinterkopf habe und mich bemühe.



  Re: Kinder in der Praxis =(
avatar    Susma
schrieb am 20.11.2014 16:33
Zitat
silvesterkind
... daher finde ich die Bitte um Rücksichtnahme überflüssig ...

Und genau das finde ich widerum sehr verletztend und egoistisch. Es geht um GEGENSEITIGE Rücksichnahme. Genauso wie ich Müttern Verständnis und Rücksichtnahme entgegenbringe, erwarte ich es vom Gegenüber - zumindest in der KiWu-Praxis. Im Supermarkt weiß niemand von meinem "Leiden", daher erwarte ich da keine Rücksichtnahme.

Das heißt nicht zwingend, das Kind zu Hause unbeaufsichtigt zu lassen. Das ein Kind mal umherrennt oder eine Mama Ihrem Nachwuchs was vorliest, um die Wartezeit zu überbrücken, ist doch vollkommen ok. Aber das "übertriebene Mama-Getue" im KiWu-Wartezimmer muss nicht sein.

Also wie wäre es, wenn Du im Wartezimmer Dich nicht lautstark über Kindergeburtstage oder das große Mutterglück mit der Sitznachbarin unterhälst? Oder wie wäre es, wenn Du mit dem Rumzeigen der neuesten US-Bilder wartest, bis Du auf dem Spielplatz bist? Oder wie wäre es, wenn Du Deinem Mann verbietest, im Wartezimmer der Praxis endlos über Deinen Kugelbauch zu streicheln?

Oder ist das auch schon zu viel verlangt?


  Re: Kinder in der Praxis =(
no avatar
   Abry
schrieb am 20.11.2014 19:37
Zitat
Marieke
Mein Job ist es mit Müttern daran zu arbeiten, dass ihre Kinder sich angemessen verhalten ...

Dann dürfte dir ja hinlänglich bekannt sein, dass mitunter sehr wenige der erzieherischen Theorien fruchten. Es ist dann auch immer noch etwas komplett anderes, die pädagogischen Grundrezepte am eigenen Kind umzusetzen. Da ist schon so mancher gestandenen Pädagogin oder Sozialarbeiterin das Grinsen restlos vergangen.

Zitat
Marieke
Schade dass trotz den schweren Weges zum Erfolg einige vergessen haben, wie die andere Seite sich fühlt.

traurig Schade, dass du das so siehst. Ich dachte, ich habe mich in meinem ersten Post auf Seite 3 durchaus versucht, in die TE hineinzuversetzen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.11.14 19:40 von Abry.


  Re: Kinder in der Praxis =(
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   voyageurworld
schrieb am 20.11.2014 20:15
Der TE gehts glaube ich garnicht um das oftmals schwer kontrollierbare Verhalten der Kinder, sondern um das demonstrative Verhalten der Mütter. Von uns ist ja keine dabei gewesen. Es war bestimmt nicht ganz astrein, sonst denke ich nicht, dass die TE gegangen wäre! Hormone hin oder her.

Zur Psychologischen Hilfe Debatte fällt mir ein, dass ich selbst enorm davon profitiert hätte und dass ich weiss, dass ich in der Zeit tief depressiv war. Und das war obwohl ich diese Gefühle so nicht hatte - ich habe mich damals als freiwillige Nachmittagsbetreuerin in einer 'inner city school' engagiert und auch sonst eher den Kontakt mit Kindern nicht gescheut sondern gesucht. Dieses Engagement war auch das, was mir letztendlich geholfen hat, mich trotz der Gefahr 'leer' auszugehen, nicht nutzlos zu fühlen. DAS IST ABER BEI JEDER ANDERS!! Ich wollte auch damals immer die Geschichten hören 'Trotz mieser tests hats spontan geklappt, nach nur zwei Monaten Regelmäßigem handstand oder so' und das ist allgemein in KIWU Kreisen nicht beliebt. Neid, ja den hatte ich auch. Und Wut, na klar, auf jeden unorganisierten zeitverplaempernden Mann der mir in meinem langen Leben untergekommen ist und das Problem erst nur kreiert hat. Und das ist geblieben, leider, obwohl der KIWU erfolgreich abgeschlossen wurde.

Die TE moechte ja lediglich ein bisschen Diskretion, im Rahmen des möglichen. Wie das zu organisieren ist, ist mir allerdings nicht klar. So ist ja ein Schild im Wartezimmer bestimmt auch nicht einfach. Vielleicht eine kurze Erklärung auf dem Formular, das man zu Beginn ausfüllt.


  Re: Kinder in der Praxis =(
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   koka
Status:
schrieb am 20.11.2014 22:11
Hallo,

schade das solche Diskussionen immer so entarten müssen. Ich habe auch 5 Jahre Kinderwunsch hinter mir (7 IVF/zahlreiche Kryoversuche). Ich habe die Mütter o. Schwangeren immer sehr neidisch angeschaut und natürlich gehofft nur einmal einen Mutterpass in der Hand zu halten. Gott sei Dank hatte ich noch das Glück. Nun werde ich mit den noch restlichen eingefrorenen Eizellen versuchen ein Geschwisterchen zu bekommen und muss meine Tochter auch mitnehmen. Der Termin ist in 2 Wochen und es ist mir sehr unangenehm, aber es geht nicht anders. Ich werde mich etwas zurückhaltender Verhalten. Ich denke das es immer einzelne Personen gibt, in allen Lebensbereichen die sich nicht benehmen können. Das gibt es in der Bahn, im Supermarkt usw.. Das kann man eben nicht pauschalisieren.

Ich denke ich habe ein Recht stolz auf mein Kind zu sein, für das ich solange gekämpft habe, für das ich viele negative Erlebnisse ausgehalten habe. Aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir auch wann ein bisschen Feingefühl angebracht ist.

Also vielleicht war es einfach eine Ausnahme die Du erlebt hast.
Vielleicht würde es Dir helfen, wenn Du in solch einer Situation Dir einfach vorstellst was diese Frau durchgemacht hat bis sie Ihr Kind in der Hand gehalten hat. Vielleicht genau die gleiche Geschichte, wie Deine eigene und würdest Du Dich dann nicht eher für sie freuen?

Ich drücke Dir die Daumen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.11.14 22:58 von koka.


  Re: Kinder in der Praxis =(
no avatar
   Silvesterkind
Status:
schrieb am 20.11.2014 23:37
Zitat
Abry
Zitat
Marieke
Mein Job ist es mit Müttern daran zu arbeiten, dass ihre Kinder sich angemessen verhalten ...

Dann dürfte dir ja hinlänglich bekannt sein, dass mitunter sehr wenige der erzieherischen Theorien fruchten. Es ist dann auch immer noch etwas komplett anderes, die pädagogischen Grundrezepte am eigenen Kind umzusetzen. Da ist schon so mancher gestandenen Pädagogin oder Sozialarbeiterin das Grinsen restlos vergangen.

Zitat
Marieke
Schade dass trotz den schweren Weges zum Erfolg einige vergessen haben, wie die andere Seite sich fühlt.

traurig Schade, dass du das so siehst. Ich dachte, ich habe mich in meinem ersten Post auf Seite 3 durchaus versucht, in die TE hineinzuversetzen.

Ach Abry, den Schuh musst du dir wirklich nicht anziehen.streichel Allein dass eine Erzieherin behauptet, dass bei ihr alles reibungslos funktioniert, gibt mir schon zu denken. Entweder ist sie nicht lange im Beruf oder sie redet sich etwas schön. Und natürlich sind die bösen Eltern Schuld, wenn die Kinder nicht stramm stehen und funktionieren. Allein wie hier die Worte verdreht werden, ist sehr merkwürdig. Auch jede kritische Stimme (und die darf es in einem Forum geben) hat erstmal sein Mitgefühl ausgedrückt und lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass es bei vielen nicht anders geht, als die Kinder mitzunehmen. Und sofort ist man die böse Mutter, die keine Empathie besitzt und auf Gefühlen rumtrampelt. Und das bei dem, was manche von uns durchgemacht haben. Nein, den Schuh musst du dir nicht wirklich anziehen.


  Re: Kinder in der Praxis =(
no avatar
   Silvesterkind
Status:
schrieb am 20.11.2014 23:47
Zitat
Sylve
Zitat
silvesterkind
... daher finde ich die Bitte um Rücksichtnahme überflüssig ...

Und genau das finde ich widerum sehr verletztend und egoistisch. Es geht um GEGENSEITIGE Rücksichnahme. Genauso wie ich Müttern Verständnis und Rücksichtnahme entgegenbringe, erwarte ich es vom Gegenüber - zumindest in der KiWu-Praxis. Im Supermarkt weiß niemand von meinem "Leiden", daher erwarte ich da keine Rücksichtnahme.

Das heißt nicht zwingend, das Kind zu Hause unbeaufsichtigt zu lassen. Das ein Kind mal umherrennt oder eine Mama Ihrem Nachwuchs was vorliest, um die Wartezeit zu überbrücken, ist doch vollkommen ok. Aber das "übertriebene Mama-Getue" im KiWu-Wartezimmer muss nicht sein.

Also wie wäre es, wenn Du im Wartezimmer Dich nicht lautstark über Kindergeburtstage oder das große Mutterglück mit der Sitznachbarin unterhälst? Oder wie wäre es, wenn Du mit dem Rumzeigen der neuesten US-Bilder wartest, bis Du auf dem Spielplatz bist? Oder wie wäre es, wenn Du Deinem Mann verbietest, im Wartezimmer der Praxis endlos über Deinen Kugelbauch zu streicheln?


Oder ist das auch schon zu viel verlangt?

Ich hab ne Frage
Wer lesen kann, ist wie immer klar im Vorteil. Ich schrieb, dass das Verlangen nach Rücksichtnahme überflüssig ist, weil die meisten es schon machen, in dem sie die Kinder nur mitnehmen, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Wenn du mich schon zitierst, dann vollständig und bitte nicht einzelne Sätze aus dem Kontext rausreißen.

Ich habe übrigens nie in der Kinderwunschpraxis
1. Ultraschallbilder gezeigt
2. Mich mit der Sitznachbarin über Geburtstage unterhalten
3. Meinen Bauch streicheln lassen

einfach weil ich ab der 9. Woche beim normalen Frauenarzt und aus der Klinik entlassen war, wie die meisten ICSI-Schwangeren. Und nein, mein Kind rannte damals nicht herum, sprang niemandem auf den Schoss usw. , da er bei der letzten ICSI schon 5 war und sich angemessen verhalten konnte.

Verletzend und rücksichtslos finde ich übrigens im allgemein diesen anklagenden, bissigen Ton, zumal wir wirklich alle im selben Boot sitzen.


  Re: Kinder in der Praxis =(
no avatar
   Schokofreak
schrieb am 21.11.2014 00:40
Wieso sitzen in der Kiwu hochschwangere Frauen?Ich hab ne Frage


  Re: Kinder in der Praxis =(
avatar    Susma
schrieb am 21.11.2014 08:35
Zitat
silvesterkind
Zitat
Sylve
Zitat
silvesterkind
... daher finde ich die Bitte um Rücksichtnahme überflüssig ...

Und genau das finde ich widerum sehr verletztend und egoistisch. Es geht um GEGENSEITIGE Rücksichnahme. Genauso wie ich Müttern Verständnis und Rücksichtnahme entgegenbringe, erwarte ich es vom Gegenüber - zumindest in der KiWu-Praxis. Im Supermarkt weiß niemand von meinem "Leiden", daher erwarte ich da keine Rücksichtnahme.

Das heißt nicht zwingend, das Kind zu Hause unbeaufsichtigt zu lassen. Das ein Kind mal umherrennt oder eine Mama Ihrem Nachwuchs was vorliest, um die Wartezeit zu überbrücken, ist doch vollkommen ok. Aber das "übertriebene Mama-Getue" im KiWu-Wartezimmer muss nicht sein.

Also wie wäre es, wenn Du im Wartezimmer Dich nicht lautstark über Kindergeburtstage oder das große Mutterglück mit der Sitznachbarin unterhälst? Oder wie wäre es, wenn Du mit dem Rumzeigen der neuesten US-Bilder wartest, bis Du auf dem Spielplatz bist? Oder wie wäre es, wenn Du Deinem Mann verbietest, im Wartezimmer der Praxis endlos über Deinen Kugelbauch zu streicheln?

Ich hab ne Frage
Wer lesen kann, ist wie immer klar im Vorteil. Ich schrieb, dass das Verlangen nach Rücksichtnahme überflüssig ist, weil die meisten es schon machen, in dem sie die Kinder nur mitnehmen, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Wenn du mich schon zitierst, dann vollständig und bitte nicht einzelne Sätze aus dem Kontext rausreißen.

Ich habe übrigens nie in der Kinderwunschpraxis
1. Ultraschallbilder gezeigt
2. Mich mit der Sitznachbarin über Geburtstage unterhalten
3. Meinen Bauch streicheln lassen

einfach weil ich ab der 9. Woche beim normalen Frauenarzt und aus der Klinik entlassen war, wie die meisten ICSI-Schwangeren. Und nein, mein Kind rannte damals nicht herum, sprang niemandem auf den Schoss usw. , da er bei der letzten ICSI schon 5 war und sich angemessen verhalten konnte.

Verletzend und rücksichtslos finde ich übrigens im allgemein diesen anklagenden, bissigen Ton, zumal wir wirklich alle im selben Boot sitzen.

Dann scheinst Du ja nicht zu den Frauen zu gehören, die die TE gemeint hat und ist alles gut. Dürfte Dir doch klar sein, wenn Du perfekt bist, das Du nicht gemeint bist. Da bisher keiner meiner Versuche erfolgreich war, weiß ich nicht, wann Entlassungstermin in der KiWu ist. Oben angeführt waren spontane Beispiele, wie Rücksichtnahme aussehen könnte.

Wenn das eh alles nicht auf Dich zutrifft (wie übrigens auf die meisten Frauen!!!), verstehe nur nicht, warum Du Dich dann so angegriffen fühlst?

Ich bin immer noch der Meinung, es läuft auf gegenseitige Rücksichtnahme hinaus.

Kinderlose sollen Verständnis für Mütter haben, dass die Kinder dabei sind und vesuchen, die Kinder als "Erfolgsgeschichte" im Wartezimmer zu sehen - Mütter sollten Verständnis für Kinderlose haben, dass der Anblick von Kindern schwer sein kann und sich nach Möglichkeit bisschen zurückhalten.

Das war jetzt mein abschließender Kommentar. Hier sind wirklich so viele tolle Frauen, dass ich nicht über Wortdeutungen streiten oder endlos Posts zitieren möchte. Du hast Recht, wir sollten unsere Energie auf die wichtigen Dinge lenken und hoffe, wir sehen uns in einem anderen Forum unter anderen Umständen wieder.

Ich hoffe, bald weder Dich noch eine andere von uns mehr in einem KiWu-Wartezimmer, sondern nur noch auf dem Spielplatz zu treffen. Dann ist ALLES erlaubt vertragen


  Re: Kinder in der Praxis =(
avatar    Ronja1983
Status:
schrieb am 21.11.2014 12:03
Ich würde weder schwanger noch mit Kind hingehen. Rein aus Rücksicht auf die anderen Leute.

Bei mir war es beim Versuch für das zweite Kind sogar so, dass ich, obwohl ich schon einen Sohn habe, es als nicht okay empfunden habe, wenn die Leute ihre Kinder in der Klinik mithatten. Es war so ein Gefühl von: Schaut was wir haben und ihr nicht. Total irrational von mir, vor allem da wir ja schon ein Kind haben. *gg*

Man hat auch bei einigen Frauen gemerkt, dass sie in solchen Situationen extrem mit den Tränen kämpfen mussten. Wir haben unseren Sohn einmal mitgehabt und selbst da waren wir mit ihm nicht im Wartezimmer - einfach aus Rücksicht auf die anderen. Und auch wenn es 20 darin egal ist und 1 sich daran stört. Die 1 braucht nicht noch mehr Schmerz aushalten als sie eh schon tut. Ist meine persönliche Meinung.


  Re: Kinder in der Praxis =(
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 21.11.2014 13:05
Zitat
koka
Vielleicht würde es Dir helfen, wenn Du in solch einer Situation Dir einfach vorstellst was diese Frau durchgemacht hat bis sie Ihr Kind in der Hand gehalten hat. Vielleicht genau die gleiche Geschichte, wie Deine eigene und würdest Du Dich dann nicht eher für sie freuen?
Ich glaube, dass hier liegt genau der Unterschied. Die Kinderlosen müssen sich etwas vorstellen, sie kennen die andere Seite nicht. Die Mütter kennen beide Seiten und haben beide Erfahrungen gemacht, kinderlos zu sein und Mutter zu sein. Sie müssen sich nicht vorstellen, sie wissen. Und sie sind emotional im Vorteil, denn keine Mutter würde behaupten, dass ihr Mutterdasein genauso traurig ist, wie das kinderlose Dasein in der Vergangenheit.

Die Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der kinderlosen Frauen, damit nicht zu Recht kommen. Weit über der Hälfte, wenn man berücksichtigt, dass die Mütter natürlich die Antwort gewählt haben, dass sie keine Probleme damit haben. Es ist ein psychologisches Phänomen der Kinderlosen, dass weder wegdiskutiert noch wegtherapiert werden kann. Noch sollte man sich dafür schämen. Die Kinderlosen nehmen immer und überall, nicht nur in KiWu, Rücksicht auf die Mütter. Die Mütter, was in der Natur der Sache liegt, logischerweise nehme keine Rücksicht, denn dann müssten sie ihre Kinder leugnen oder verstecken müssen, was furchtbar wäre.




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