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avatar    miluks
Status:
schrieb am 29.09.2014 10:54
Hallo Liebe Forum Leserinen.

Ich weiss, das mir keiner meine Frage beantworten kann, aber mich würde Eure Meinung interesieren.
Ich weiss einfach nicht weiter. Es ist fast ein Jahr vergangen seit letzten (dritten ) ICSI. Ich war ein sehr gesunder Mensch, auser mein Diabetes Typ 1( seit 5 Jahren ) und Haschimoto , hatte nie Gesundheitliche probleme. Zucker war perfekt, nur mit den Hormonen war es viel zu hoch. Mein Immunsystem ist so stark, das ich fast nie krank war. Nach 10 Jahren hatte eine leichte erkältung und seit dem sind schon wieder 3 Jahre vergangen bis wir mit ICSI angefangen haben. Bei mir ist so weit alles in Ordnung, aber die schwimmer von meinem Mann sind leider sehr schlekt, so das auf normalen wege wäre mehr wie 6er im Lotto. Wir hatten kein Glück mit unserer Klinik. Uns hat nicht richtig aufgeklärt, damals war ich noch nicht im Forum und wusste vieles was ich jetzt weiss nicht. Wir hatten 3 ICSI neg.in 4,5 Monaten. Nicht mal ein hauch von Einistung. Seit dem habe nur noch Gesundheitliche probleme. Den aufschlag auf die Oberarme kriege gar nicht mehr weg, die nasennebenhölen sind mit schleim voll, hoffe das baut sich ab. Dann klinik wechsel, alles anders und besser, aber mussten 4 ICSI im Mai abbrechen, weil mein Gelenk sich entzündet hat und es würde keine schwimmer gefunden. ( mitlerweile haben wir paar proben mit schwimer eingefroren )Gelenk ist bis jetzt immer noch entzündet und wie gedacht im Herbst weiter zu machen, geht jetzt nicht. Ich erkenne mein Körper nicht mehr, es ist alles irgendwie anders. mein Blutdruck ist auch erhöht und puls kriege nicht unter 90. Unserer Leben dreht sich ums KIWU, es wird gesparrt, alles geplannt usw. und dann dürfen wir doch nicht weiter machen. Ich denke vielleicht ist es ein zeichen, das es nicht sein muss. Ich weiss hier gibts viele Frauen die noch viel mehr durchgemacht haben, aber ich weiss einfach nicht ob wir es einfach annehmen mussen und damit leben mussen keine kinder zu haben. ( adoption oder Samenspende ist nicht unserer weg. )
Das weinen ist ständiger begleiter, ich versuche Kinder aus dem weg zu gehen, aber das geht nicht immer,wie Heute muss zum 1Jährigen von Sohn von meiner besten Freundin. Wenn ich wusste das die 6,7 oder 8 ICSI wird klappen, dann häte auch kraft weiter zu kämpfen. Aber was ist wenn ich eine von den Frauen bin die nie den Glück erleben wird und so vergehen die Jahre die wir leben könnten wenn wir nicht alles KIWU ausrichten würden. Damit abfinden keine Kinder zu haben und damit leben wird hart, aber bestimmt irgendwann kann ich wieder lachen, aber was ist wenn es zu spät ist bereuhe ich das wir doch nicht weiter gemacht haben. Der KIWU ist so gross, aber das macht mich auch kaputt. Ich habe einbischen das gefühl ich kämpfe gegen den Schicksal.
Sorry so lang geworden.
Mich würde interessieren wie es anderen geht, was ist Eure Grenze bis wann Ihr kämpft?
LG


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.14 10:55 von miluks.


  Re: Wann ist der Punkt aufzuhören und es anzunehmen?
no avatar
   Chorus
Status:
schrieb am 29.09.2014 11:26
Ich denke die Anzahl deiner Versuche waren noch im Rahmen, den . Versuch kann man ja gar nicht richtig zählen, und wer weiß ob der 2. Versuch positiv gelaufen wäre, wenn man schon früher ein Transfer gemacht hätte?

Ausschläge, Nasenhöhlenentzündungen und ähnliches gehören nicht unbedingt zu den Nebenwirkungen von künstlichen Befruchtungen, eigentlich erholt sich der Körper gut. Ich hab auch sehr selten Erkältungen, und das ist bei KiWu gar nicht mal sooo gut, denn sie nisten sich gerne dann ein, wenn der Körper mit der Abwehr beschäftigt ist... Aber trotz viel beruflichem Kontakt sind die Ansteckungen ausgeblieben... Gut oder nicht gut, das ist hier die Frage...

Ich frage mich, ob man nicht eine höhere Stiumulation bei dir wählen könnte, die Anzahl der Eizellen ist bei dir schon recht niedrig. Nach jeder neg. IVF musste ich auch weinen, das ist sicher eine normale Reaktion, und eigentlich musste ich auch schon in normalen Zyklen heulen, wenn die Mens kam.... Aber ich hab immer wieder die Kurve gekratzt, weil man bekommt ja deswegen keinen Urlaub, muss arbeiten etc, nützt ja nichts... Sprich, das Leben geht weiter, ob negativ oder positiv....

Meine Grenze hab ich noch nicht gefunden, ich denke mal, mehr als 6 Versuche werde ich nicht machen. Aber das sei dahingestellt. Wir haben beschlossen, dass ICH die Grenze bestimmen darf, und immer wieder verschieben darf. Ich finde, das soll hauptsächlich die Frau bestimmen und man soll sich keinen Stress machen, dass dies "der letzte Versuch" ist.... klar, falls Geld dann noch eine Rolle spielt, ist es was anderes.

Kinder gehe ich nicht aus dem Weg, aber manchmal nervt es mich, wenn Frauen mit Kinder darüber jammern (vor allem, wenn sie geplant waren und es sofort geklappt hat) und von manchen Aussagen kommen wie "Wenn ich gewusst hätte, wie anstrengend Kinder sind, hätten wir keine bekommen" (Aussage des Mannes einer Freundin).

Ich hoffe, du findest die Kraft für einen neuen Versuch. Durchhalten heißt hier eben das Motto.....


  Re: Wann ist der Punkt aufzuhören und es anzunehmen?
avatar    Dana Scully
Status:
schrieb am 29.09.2014 15:45
Liebe Miluks,

lass dich erst mal
es ist wirklich alles sehr schwierig. Du hast in einer sehr kurzen Zeit die drei Versuche druchgezogen. Das war deinem Körper scheinbar zu viel. Wir hatten unsere ersten drei bis vier Versuche innerhalb eines Jahres (wegen den damals 50% Zuschuss der Kasse). Ich muss sagen, im Nachhinein war es auch mir zu viel. Ich habe nur noch funktioniert, nicht mehr gelebt. Habe keine Babys sehen können, ohne fast heulen zu müssen. Die letzten drei Versuche hatten viel größere Abstände. Letztes Jahr zwei, dieses Jahr nur einer, in dem ich momentan in der WS stecke.
Diese längeren Pause tun sehr gut. Der Körper kann ein wenig zur Ruhe kommen, die Gedanken und das Leben fangen wieder an, einigermaßen normal zu laufen. Über Silvester haben wir uns eine Auszeit in Dubai gegönnt. (Ging einfacher, da die Behandlungen jetzt im Auslang günstiger sind) Die Einstellung hat sich seither komplett geändert.
Was ich einfach sagen möchte, schaltet einfach einen Gang zurück. Lasst es euch gut gehen nebenbei. Wenn du noch nicht bereit bist, aufzuhören, dann könnt ihr weiter machen. Lass ein paar Tage vergehen, dann sieht wieder alles ganz anders aus.

Ich wünsche dir alles gute,
Dana


  Re: Wann ist der Punkt aufzuhören und es anzunehmen?
no avatar
   silberstuhl
schrieb am 29.09.2014 20:55
Ach Mensch

Du hast deine 3 Versuche wirklich sehr schnell durchgezogen. Vielleicht war das zuviel für deinen Körper. Irgendwas muss da aus dem Gleichgewicht gekommen sein. Gönn deinem Körper erstmal ein wenig Erholung, Ruhe und eine Pause.
Ich bin mittlerweile seit einem Jahr in Pause und habe erst die Hälfte rum. Klar ist mirmauch manchmal zum Heulen zumute, aber im Großen und Ganzen muss ich mir eingestehen, dass mir das wirklich gut tut. Auch und vor allem mit dem Wissen, dass es noch nicht zu Ende ist, sondern irgendwann weitergehen wird.
Meine persönliche Grenze ist 40. Wie alt bist du denn?

Ich wünsch dir gute Besserung! Krankenschwester
streichel


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  Re: Wann ist der Punkt aufzuhören und es anzunehmen?
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   barbados
schrieb am 29.09.2014 23:28
Hallo Miluks!

Es tut mir leid für dich. Ich habe mich hier registriert, weil ich an dasselbe denke. 5 Jahre Kinderwunsch, 5 icsii Versuche , 2 mal Klinik gewechselt, TCM etc. Zu viele Hoffnungen, leere Versprechungen und nichts passiert.
Ich bin zwar erst 36, aber fühle mich wie 70. Mit 30 hat man mir noxh gesagt, dass ich beim ersten mal schwanger werde.

Ich habe zwar keine physischen Beschwerden, ich bin einfach psychisch am Ende. Ich bin hysterisch.

Noch vor 2 Stunden wollte ich die positive Statistik suchen, um eine dritte Klinik auszuprobieren, aber vielleicht ist wirklich die Zeit gekommen aufzuhören.
Ich gehöre nicht zu den Menschen, die geduldig sind und 8 oder 10 Versuche durchführen, irgendwann soll man einen Strich ziehen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.14 23:31 von barbados.


  Re: Wann ist der Punkt aufzuhören und es anzunehmen?
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   gelöschter User
schrieb am 30.09.2014 00:36
Hallo Miluks,

ich habe gestern erst einen Hilferuf ans Forum geschickt mit einem sehr sehr ähnlichen Thema.
Das Hamsterrad IVF- ist das Aufhören an einem gewissen Punkt das einzig Vernünftige, oder betrügt man damit sich selbst und das ungebohrene Kind um eine potentielle Zukunft...
Ich weiß es nicht, keiner weiß das.

Gestern habe ich negativ getestet, heute den negativen Bluttest bekommen. Wie soll ich sagen, ich war nach jedem negativen Test niedergeschlagen und traurig, aber diesmal ist es anders. Klar jammere und zetere ich und ich werde auch noch viel weinen.
Aber diesmal habe ich das Gefühl, dass die Hoffnung weg ist.
Wir haben noch 2 PN eingefroren und die werde ich mir schnellstmöglich einsetzen lassen, aber irgendwie nicht mehr um meine Hoffnung darauf zu richten, sondern um den Druck los zu werden, dass mit 2 Schneemännern mindestens noch ein Versuch verbunden wäre -> wegschmeissen fände ich grauenhaft. Also sollen sie ihre Chance bekommen.

Keine Ahnung, ob nach diesem erneuten, fast schon verzweifelten Kryo-Versuch dann Schluss ist. Wir werden auf jeden Fall versuchen eine längere Auszeit durch zu ziehen mit der (vor einiger Zeit für mich noch unvorstellbaren) Hoffnung, dass unser Leben dann wieder so erfüllt sein wird, dass wir den Kinderwunsch ruhen lassen können. Falls nicht müssen wir irgendwann einen letzten Versuch starten. Wer weiß was die Zukunft bringt und wie man mit etwas Abstand und auch etwas älter denkt und fühlt.

Das mit den körperlichen Nebenwirkungen kenne ich auch. Nach jeder Behandlung fühle ich mich immer noch ca eine bis zwei Wochen wie vergiftet, bade viel und mich zieht es in die Sauna. Seit meiner ersten IVF im März habe ich auf viele graue Haare bekommen, leichte Falten im Gesicht und Besenreiser an den Schenkeln- ja, ich werde älter aber es ist auch schon verdächtig, dass das so plötzlich und auch alles miteinander kommt. Ausserdem bin ich tendenziell öfter krank, das wird wahrscheinlich vom Stress kommen.

Mir dämmert, dass es mit dem Abschied vom Kinderwunsch genauso ist wie zu Beginn: Irgendwas in dir sagt dir, dass es jetzt genug ist. Wann das eintritt und welche "Symptome" und Gedankengänge dafür notwendig sind wird wohl von Frau zu Frau unterschiedlich sein.

Der Gedanke der mich umtreibt ist: Ich kann und will die nächsten ca 15-20 Jahre bis zu den Wechseljahren so nicht weitermachen.

Viel Glück weiterhin, viel Kraft für deinen Weg.


  Re: Wann ist der Punkt aufzuhören und es anzunehmen?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 30.09.2014 00:43
Ich habe mir dazu übrigens ein Buch aus der Bücherei ausgeliehen zum Thema "Abschied vom Kinderwunsch".

Folgende Anzeichen, dass der Abschied bevor steht werden dort genannt:
- Wenn der Gang zur KIWU immer anstrengender wird
- Wenn man Arzttermine verpasst, oder Medikamente falsch oder gar nicht einnimmt (selbstsabotage)
- Wenn die Partnerschaft Schaden genommen hat oder man sich zunehmend vom Partner allein gelassen fühlt
- Wenn die Aussicht auf eine Schwangerschaft immer unwahrscheinlicher wird (tätäää, und woran soll man das bitte fest machen?- Naja, Theorie halt)
- wenn man sich isoliert und keine Lust mehr auf nichts hat
- wenn Nebenwirkungen der Medikamente so stark sind, dass die Gesundheit beeinträchtigt wird.

Ich finde, dass das eine sehr sehr persönliche Sache ist, die jede Frau für sich selbst klären muss.
Das Zitat hier nur der Vollständigkeit halber, vielleicht hilft es dir ja weiter streichel


  Re: Wann ist der Punkt aufzuhören und es anzunehmen?
avatar    miluks
Status:
schrieb am 30.09.2014 10:01
Lieben Dank für Eure Antworten und Ratschläge. Ihr habt schon sehr viel hinter Euch.

Das es drei Versuche in so kürzer zeit gabs, hatte die Klinik so gelegt, ich habe da mir noch keine Gedanken gemacht und auf die Ärzte verlassen. Wären da nicht Weichnachten gewesen und die Praxis wäre nicht zu, hätte ich gleich weiter mit 4 machen können. Habe auch Plan bekomen, keine änderungen, die gleichen Medis nur wieder langes Protokoll. Zu dem Zeitpunkt habe schon viel mich informiert und dachte da stmmt was nich. Deswegen Klinik wechsel.

Ich bin 35, ich weiss, einbischen zeit habe noch. Nur das was es jetzt ist, ist kein Leben mehr, deswegen habe mich die Frage gestellt wie es weiter gehen soll. Und ich kann mich immer noch nicht entscheiden wie es weiter gehen soll. Mein Mann sagt das ein Versuch in der neue Klinik mit änderungen könnten wir noch machen, aber ich soll entscheiden, er unterstüzt mich bei jeder Entscheidung, weil das ist mein Körper der das durchmachen muss.
Von eine seite will ich das es sofort weier geht, von der andere weiss ich nicht ob ich das nochmal durchstehen kann auch wen der Wunsch nach eigenem Kind so gross ist.
Ich weiss mir kann keiner sagen was ich tun soll, es tut nur gut drüber zu reden, weil ich habe das gefühl sonst ( auser meinem Mann) versteht mich keiner. Und den Satz " sei doch Glücklich mit dem was du hast " kann ich nicht mehr hören. Nur weil es gibts Leute denen schlekter geht wie uns, muss ich mein KIWU vergessen und glücklich sein mit dem was ich habe.


  Re: Wann ist der Punkt aufzuhören und es anzunehmen?
no avatar
   *Pippilotta
Status:
schrieb am 30.09.2014 11:17
Hi Miluks.. tut mir leid, dass gerade so kämpfen musst mit der Gesundheit.. aber mir geht es ähnlich gesundheitlich. Seit einem Monat hab ich extremen Haarausfall. Meine Schulter tut weh und meine Finger schlafen nachts oft ein. Ich habe derzeit auch extreme Probleme mit dem Zahnfleisch (Schmerzen usw)... ich denke, das sind alles Nachwirkungen der Behandlung.. ich hatte sowas noch nie!!!

und was ich zum "Abschliessen" sagen möchte... man merkt einfach wirklich selber wann es soweit ist, wann man wirklich genug von alle dem hat... und dann tut man sich etwas leichter damit, einfach zu sagen "es ist Schluss"... aber von heute auf morgen geht das nicht so einfach...


  Re: Wann ist der Punkt aufzuhören und es anzunehmen?
no avatar
   Lobelia
Status:
schrieb am 30.09.2014 11:32
Liebe Miluks,

es tut mir sehr leid zu lesen, wie sehr Dich dieses Thema mitnimmt und wie schlecht es Dir derzeit geht!
Ich wünsche Dir, dass Du bald Deinen Weg finden wirst.
Natürlich können wir Dir alle die Frage "Wann ist es Zeit zum Aufhören?" nicht beantworten. So auch ich nicht. Das ist alleine Deine / Eure Entscheidung.
Trotzdem möchte ich Dir ein paar Zeilen dalassen.

Ich hoffe, ich darf das hier schreiben, auch wenn ich jetzt mit 35 Mutter wurde ohne IUI, ICSI und co. (Mein Problem war mein Expartner der keine Kinder wollte und das damit verbundene Seelenleid).

Du schreibst so abfällig über den Ratschlag, sich dessen zu erfreuen, was man hat. Und das ist auch Grund meines Schreibens. Ja der Spruch mag platt klingen, aber er ist auch wahr. Es kann soviel passieren. Eine infauste Krebsprognose eines nahen Angehörigen, eine schwere Krankheit, die einen selbst trifft, der Tod von Eltern oder Geschwistern, Arbeitslosigkeit, schwere finanzielle Turbulenzen, Trennung vom Partner etc. Und ja, dann erkennt man, wie gut es einem geht. Mir erging es so nach dem plötzlichen und viel zu frühen Tod meines Vaters, als ich grade mal 31 Jahre alt war.
Ich schreibe Dir das nicht mit dem moralisch erhobenen Zeigefinger so nach dem Motto " Warum bist Du jetzt nicht glücklich?" Auch ich verstehe den drängenden Schmerz des Kinderwunsches. Aber glaube mir, als mein Vater gestorben ist, hat es vieles so relativiert und es hat mir so leid getan, dass ich mein Leben vorher zu wenig "genossen" (auch wenn es dieses Wort nicht hundertprozentig trifft) habe. Und man kann es nicht nachholen. Unser Leben ist so einzigartig, aber auch so verletzlich und zerbrechlich.

Ich wünsche Dir, dass Du die Besonderheit und Schönheit Deines Lebens erkennst, aber auch wie verletzlich und zerbrechlich es ist.

Liebe Grüße aus Wien,
Beli winkewinke


  Re: Wann ist der Punkt aufzuhören und es anzunehmen?
no avatar
   Joblin
Status:
schrieb am 30.09.2014 12:34
Hallo. knuddel

Es hört sich sehr so an, als bräuchtet Ihr unbedingt mal eine Pause um wieder klar denken zu können, das Leben an sich schätzen zu lernen und auch mal zu schaun wie es wäre wenn es wirklich nicht klappen solllte!
Und es hört sich so an, als ob Dein Körper definitiv eine Pause braucht!!

Wann Zeit ist komplett aufzuhören wirst Du selber merken! Und selbst dann kann es sein, dass Ihr aufhört und dann in ein paar Jahren doch wieder darüber nachdenkt.

Für mich war es so, dass ich ALLES was möglich ist probieren wollte und wenn all das dasnicht klappt dann sind wir fertig! An dem Punkt sind wir gerade!
ABER wir haben für uns schon ganz früh beschlossen, dass wir nicht kinderlos bleiben wollen und von daher gehen wir nun den Weg der Adoption. Vor 5 Jahren konnte ich mir das auch noch nicht vorstellen aber irgendwann kam das ganz von alleine und mittlerweile glaube ich fest daran, dass dies unser Weg sein soll!

Durch die Entscheidung mit der Adoption bin ich dann auch leichter und mit nicht ao viel Druck in die letzten Behandlungen gegangen was die Behandlung an sich so viel verträglicher gemacht hat!


  Re: Wann ist der Punkt aufzuhören und es anzunehmen?
avatar    miluks
Status:
schrieb am 01.10.2014 11:39
Danke für die Lieben Worte und Antworten. Wahnsinn was Ihr alles shon durchgemacht habt.




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