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  Krankenkasse, ICSI, Psyche
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   Krescentia
schrieb am 17.09.2014 09:20
Hallo Ihr Lieben,
ich habe noch eine Frage.
Ich habe bereits meine Krankenkasse gekündigt, um in die Krankwenkasse meines Mannes zu wechseln, zunächst als selbst Versicherte, da berufstätig laut befristetem Vertrag bis Jahressende.
Da ich psychisch angeschlagen bin (posttraumatische Belastungsstörung), überlege ich im kommenden Jahr (wo auch hoffentlich die Behandlungen positiv beginnen können) ein paar Monate (hoffentlich bis zur Schwangwetrschaft) beruflich auszusetzen. Mein mann ist einverstanden, vom Staat wollen wir nix, eben sparen.

Wenn ich aber nicht berufstätig wäre, wäre ich bei meinem Mann nur mitversichert. Würde die Krankenkasse dann überhaupt die Kosten der ICSI übernehmen (es sind ja meine Kosten, und als Mitversicherte?).
Ich traue mich gar nicht zu fragen, da das ganze so vorsätzlich klingt. Ist es aber gar nicht, sondern aus der Not heraus und ich habe eher jetzt schon Angst, wie mein Vater reagiert, dem ich gatr nix von der ICSI erzählen will. Ich habe wie gesagt psychische Probleme und ohnehin Schwierigkeiten mit der Alltagsbewältigung,
da fürchte ich unter den Hormonen, der Behandlung der Arbeitswelt gar nicht gewachsen zu sein.
Und ich würde mich auch nicht trauen im Bedarfsfall krankzuschreiben und mich rechtfertigen zu müssen (das habe ich immer immer vermieden außer wo ich mal in KUR musste, da bliebe ich lieber gleich ganz daheim.
Bevor jetzt komische Kommentare kommen, ich weiss, wie sich das ganze vielleicht anhören mag, aber ich habe mich intensiv mit mir auseinandergesetzt und ich denke, dass mein Kinderwunsch UNABHÄNGIG von mweinem Bedürfnis auch nach einenm zuugegebenermaßen erwünschtem Rückzug aus der Arbeit und beruflicher Neuorientierung besteht, es wird nur jetzt alles potenziert, da die Anforderungen noch größer werden.
Die Überlegung zu pausieren, war schon vorher da, ich hätte es aber bei Aussicht auf normale Schwangerschaft nicht durchgezogen, da ich Angst vor den Reaktionen der Umwelt habe-was Du bist faul? Ich will auch draußen nicht jedem meine Diagnose erzählen.
Ich denke auch, dass ich der "Belastung" mit einem Kind gewachsen bin, mit Unterstützung, die ich plane und annehme. Der Wunsch ist wirklich da, ich bin in Therapie und verarbeite meine Erfahrungen, um eine gute Mom zu sein.
Also, ich hoffe auf einfühlsamen Rat. Wenn etwas nicht verständlich ist, BITTE erstmal nachfragen, nicht gleich losschießen, vielleicht erschließt sich manches durch nachfragen, erklären.
Habt vielen Dank. Liebe Grüße
Eure Krescentia


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.02.15 12:46 von Krescentia.


  Re: Krankenkasse, ICSI, Psyche
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   TrueSmiley nicht angemeldet
schrieb am 17.09.2014 09:31
Keine Sorge, wenn Du familienversichert bist, dann zahlt die KK auch genau dasgleiche. Es gibt keine Ausnhamen.

Und wegen Job, KK, Vorsätzlichkeit und was auch immer für Kramm.... Du brauchst Dich überhaupt nicht zu entschuldigen, rechtfertigen oder schämen. Die KKs schwimmen im Geld - das ist Fakt, da nimmst Du keinem was weg. Dein Arbeitgeber wird Deinen Einsatz nie schätzen können (es sei denen er geht selbst durch KiWu durch). Und Deine Psyche hat überhaupt keinen Einfluß auf die Behandlung, das ist schon mehrmals in verschiedenen Studien bewiesen worden.

Also, wechseln, kündigen und sich entspannen. Das schlimmste, was dabei passieren kann - ist Langweile. Denn KiWu-Behandlung ist nicht so spannend, wie es sich manchmal anhört. Es besteht die meiste Zeit aus Warten und da ist eine Ablenkung, auch wenn es Job ist, goldwert. Ansonsten könnte Dir die Decke auf den Kopf fallen. Nur das würde ich berücksichtigen, der Rest ist völlig Schnuppe.


  Re: Krankenkasse, ICSI, Psyche
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   risa74Berlin
Status:
schrieb am 17.09.2014 09:46
Hi,

Mit der Krankenversicherung gibt es keine Probleme, ich war bei den ICSIs auch mitversichert, die Genehmigung geht sogar schneller Ja. Ich habe mal bei einer Studie mitgemacht zum Thema unerfüllter Kinderwunsch, und habe dort erfahren, dass die wenigsten Frauen, die mehrere künstliche Befruchtungen machen müssen, Vollzeit arbeiten, die meisten reduzieren langfristig Stunden oder hören auf zu arbeiten. Außerdem bin ich sicher, dass viele Frauen, die spontan schwanger werden, eine Schwangerschaft nutzen, um mal aus dem Beruf heraus zu kommen und sich neu zu orientieren. In so fern musst Dich für gar nichts entschuldigen. Ich finde es toll, dass Du Deine Probleme angehst, Du kommst mir sehr reflektiert vor, falls Du nach der Entbindung Probleme bekommst, weißt Du schon, wo Du Hilfe bekommst, bei anderen Frauen mit Postnataler Depression, dauert das ja unter Umständen sehr lange. Und vielleicht hast Du auch keine Probleme mit den Hormonen.

Das einzige, was ich Dir raten möchte: such Dir dennoch eine Beschäftigung für die Zeit der Behandlung. Das lenkt Dich ab und rettet Dich vielleicht vor dem Gefühl, "zu gar nichts nütze zu sein". Vielleicht gibt es eine schöne Weiterbildung oder ein Studium, das Dich interessiert?

Liebe Grüße!


  Re: Krankenkasse, ICSI, Psyche
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   Maigloeckchen11
schrieb am 17.09.2014 10:42
Hallo Krescentia,

zum Thema Arbeit: meinen Vorposterinnen möchte ich mich anschließen. Ich arbeite auch erheblich weniger. Das ist auch gut, weil ich dafür Zeit habe, z.B. zu googlen, organisieren, wo ich Medikamente billiger bestellen kann (bin Selbstzahler). Und in den Hochphasen meiner Behandlungen bin ich auch sehr dankbar, wenig Arbeitsstress /Druck zu haben. Aber ich sehe aus Erfahrung auch Gefahren: zum einen, die Gefahr ist, zu viel bzgl. des KiWu zu googeln, sich zu sehr reinzusteigern, wenn man zu viel Zeit hat. Und leider bin ich ein Bsp., bei der eine Lösung, die nur für kurz gedacht war (ich dachte auch mal, dass ich ganz schnell ss würde), nun schon eine 6-Jahres-Lösung ist - und das ist finanziell und für meine Rückkehrchancen in meinen eigentlichen Bereich gar nicht gut. Denn - ich wünsche Dir natürlich, dass es ganz schnell klappt, aber was, wenn Du mehrere Jahre brauchst, um ss zu werden? Ich möchte Dir keine Angst machen, aber wenn Du mit jedem Monat, den es länger dauert, dann zusätzlich noch das Gefühl hast, nichts zum Lebensunterhalt beizutragen, dann kann auch das das Selbstwertgefühl angreifen. Ich denke auch, dass etwas Ablenkung gut täte. Vielleicht überlegst Du Die Möglichkeit, 2 oder 3 Tage die Woche arbeiten und/oder Dich fortzubilden?

Dann müsstest Du auch der Umwelt nicht so genau erzählen, dass Du weniger arbeitest, Du könntest den Schein nach außen wahren.

@Risa: das ist ja spannend, dass Du erfahren hast, dass Viele nicht mehr VZ arbeiten - ich fühle mich nämlich deshalb schon immer schlecht, weil ich das Gefühl habe, nicht belastbar zu sein, andere schaffen es doch auch...

Gute Entscheidungsfindung!
Maiglöckchen


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  Re: Krankenkasse, ICSI, Psyche
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   gelöschter User
schrieb am 17.09.2014 10:51
Hallo
auch ich kann nur raten, entweder auf Teilzeit umzusteigen oder Dir wirklich etwas tagesfüllendes zu suchen.
Auf mein erstes Kind habe ich 5 Jahre gewartet...... die psychische Belastung war durch die vielen Fehlschläge und die FG enorm. Ich wäre durchgedreht, wenn ich nicht gearbeitet hätte. ICSIs haben wir immer im Urlaub gemacht, anders war es nicht möglich. Kryos gingen irgendwie immer zu organisieren während des Arbeitens, zur Not war ich einen Tag krank oder einen Tag Urlaub.

Für mein zweites Kind jetzt habe ich drei Monate vor der ICSI die Arbeitszeit auf 80% reduziert, weil ich so ausgelaugt war durch die Trauer um mein erstes Kind und die vier Negativs davor. Das war eine gute Sache!

Bei so viel Geld, wie wir bisher in die Behandlungen gesteckt haben, war es gut, dass ich immer mitgearbeitet habe. Da war in der Hinsicht wenigstens kein Druck da.

LG Nozilla


  Re: Krankenkasse, ICSI, Psyche
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   risa74Berlin
Status:
schrieb am 17.09.2014 11:24
Liebe Maiglöckchen, ja, ich fand das damals auch toll zu hören und fand es auch entlastend. Es war eine Studie zur Frage, ob religiöse Einstellungen den Umgang mit unerfülltem Kinderwunsch erleichtern. Dass die meisten Frauen irgendwann reduzieren war nicht Inhalt der Studie, sondern kam in den Interviews nebenbei heraus.


  Re: Krankenkasse, ICSI, Psyche
avatar    Diina
schrieb am 17.09.2014 12:54
Schämen muss man sich für überhaupt nichts was das Thema KiWu betrifft!

Ich kann nur von mir sprechen. Ich war psychisch leider auch sehr sehr angeschlagen, Vollzeit arbeiten, die ganzen Termine in der KiWu-Klinik, der weite Weg dorthin, die Niederschläge, usw.
Musste immer entweder später zur Arbeit oder aber früher gehen und wie erklärt man das bitte seinen kollegen und Chefs? Tja da bleiben nicht viele Ausreden über. Mein Arzt merkte das ich psychisch am Boden bin und sagte mir das wir erst wieder starten wenn es meiner Psyche besser geht! Das war ganz schlimm für mich, dann war ich wegen einer Überstimulierung 7 Wochen krank und habe mir ein Attest von meiner Hausärztin geholt das ich aus medizinischer Sicht nur noch Teilzeit arbeiten kann.
Gsagt getan, meine Arbeit musste es akzeptieren da wir ein riesen Konzern sind ging es auch relativ schnell und konnte dann tatsächlich nach der langen Krankheit direkt Teilzeit arbeiten.

Ich fühle mich tausend mal besser so!!! Ich kann die Termine ganz in Ruhe schon ab 15 Uhr legen und kann noch den Haushalt meistern und bin abends nicht fix und fertig wie mit Vollzeit.

Also ich würde das jeder Frau empfehlen, natürlich wenn es finanziell machbar ist.

smile Ganz viel Erfolg!


  Re: Krankenkasse, ICSI, Psyche
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   Illiana
schrieb am 17.09.2014 14:58
Ich kenne 2 die PTBS haben wenn auch aus anderen (beruflichen) Gründen. Du kannst ruhig mit deinem Hausarzt sprechen ob er dir fürs Arbeitsamt was schreiben würde, dass du auch Arbeitslosengeld bekommst, wg psychischer Belastung. Das steht dir letztendlich zu, aber ich würde dir trotzdem empfehlen was in Teilzeit oder 450-eur-job zu suchen sonst fängst du an ständig im inet nach kiwu zu suchen und es fehlt einem die Abwechslung um im versuch nicht am Rad zu drehen smile

Das die KK trotzdem zahlt wurde ja schon geschrieben.


  Re: Krankenkasse, ICSI, Psyche
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   Krescentia
schrieb am 18.09.2014 16:31
Hallo Ihr Lieben!
Vielen herzlichen Dank für Eure Einfühlsamkeit und Eure Überlegungen!
Das zu lesen hat mir schon geholfen. Ich muss da erst mal in aller Ruhe drüber nachdenken, bevor ich mich evtl. noch
drüber äußere. Manches habe ich nämlich noch nicht so gesehen-sind einige Denkanstöße dabei-über Zeitvertreib.. Wollt mich nur endlich bedanken (sorry bin auch das Tempo noch nicht gewöhnt), ihr habt Euch viel Mühe gemacht und überlegt. Melde mich sicher nochmal zu dem Thema. Euch alles Liebe, hoffentlich geht es Euch auf Eurem Weg gerade gut!!! Eure Krescentia


  Re: Krankenkasse, ICSI, Psyche
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   Chorus
Status:
schrieb am 19.09.2014 12:13
Hallo!

Ich habe eine Freundin, die ebenfalls Kindergärtnerin war und dadurch viele psychische Probleme. Jetzt hat sie einen ganz anderen Job und es geht ihr viel besser. Vielleicht wäre ein anderer Job (Teilzeit!) die Lösung für dich!

Der Kinderwunsch und die Behandlungen gehen ziemlich auf die Psyche, aber eine Ablenkung mit einer leichten Tätigkeit (kein Job im Sozialbereich und keiner im Pädagogikbereich!) ist schon angenehm. Ich selber habe 2 Halbzeitjobs, und ich kenne den Unterschied (ich bin nebenbei Lehrerin und das ist viel belastender als mein anderer Job in Verkauf/Produktion). Auch ich habe meine Stunden an der Schule reduziert.


  Re: Krankenkasse, ICSI, Psyche
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   XXXXXXX
schrieb am 19.09.2014 19:02
Es wurde ja schon eine Menge gesagt, aber weil ich dasselbe Problem hatte wie Du (PTBS), will ich mich auch noch zu Wort melden. Ich finde es toll, dass Du das Projekt "Familie" gestartet hast - es hat bei mir ewig gedauert, bis ich das konnte. Auszeit finde ich auch gut, aber wie ja schon einige gesagt haben, würde ich die Zeit mit Fortbildung oder Nebenjob füllen. Ich selbst arbeite Vollzeit und schon damit bleibt mir viel zu viel Zeit, zum x-ten mal meine Schwangerschaftschancen auszugoogeln. Wenn ich nicht arbeiten würde, würde ich nichts anderes mehr tun.
Was Umgebung, Vater usw. sagt, ist ja überhaupt nicht relevant gegenüber Deinem Wunsch, ein Kind zu bekommen. In zehn Jahren werden Dir die Reaktionen aus Deiner heutigen Umgebung völlig egal sein. Was dann zählt, ist das Kind, das Du bis dahin hoffentlich bekommen haben wirst.
Ich wünsch Dir alles Gute!




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