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  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
avatar    radaukatze
Status:
schrieb am 29.07.2013 17:08
was ich merkwürdig finde.
Für mich ist es ein viel größerer Schritt ein Kind in die Welt zu setzen als zu heiraten.
das bindet doch viel mehr aneinander.


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
avatar    Nudeldickedeern
Status:
schrieb am 29.07.2013 17:16
Zitat
radaukatze
was ich merkwürdig finde.
Für mich ist es ein viel größerer Schritt ein Kind in die Welt zu setzen als zu heiraten.
das bindet doch viel mehr aneinander.

Das sehe ich auch so. Aber merkwürdig oder vielmehr widersprüchlich fände ich das nur dann, wenn ein Paar mit der Begründung nicht heiratet, man wolle frei und ungebunden bleiben, dann aber dennoch gemeinsame Kinder hat oder plant.


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
avatar    auraya
schrieb am 29.07.2013 21:39
Zitat
chipie83
Zitat
Paula27
Zitat
Schokofreak
Naja, die Ehegemeinschaft als eine Institution von Staat und Kirche zu dämonisieren ist totaler Quatsch. Die Ehe ist eine Gemeinschaft von 2 Menschen, die sich offiziell und vertraglich dazu verpflichtet haben eine Verantwortung füreinander zu übernehmen mit allen Rechten und Pflichten. Die Ehe ist auch keine Garantie, dass sie ewig hält, nur ist der Schritt, um eine Ehe durchzuführen und diese auch wieder zu scheiden wesentlich schwieriger als in einer Freund-Freundin-Beziehung. Ich kenne wesentlich mehr gescheiterte uneheliche Beziehungen als gescheiterte Ehen.

Was ich auch so interessant finde: die homosexuelle Ehe wird ja hier im Forum hochgelobt und stark unterstützt nur die heterosexuelle Ehe sei nutzlos. Das muss jetzt einmal einer verstehen.....Treffer

*unterschreib*

Nur rein interessehalber: Ihr meint also ernsthaft, dass ich (die ich 12 Jahre mit meinem Freund zusammen bin) mich schneller und leichter zur Trennung entscheide als z. B. ein anderes Paar, dass vielleicht erst 2 Jahre zusammen, aber dafür verheiratet ist? Klingt für mich total unlogisch und ist absolut kein Argument pro Ehe. Wenn ich mich trennen wollen würde, dann wären die Gründe so wohl überlegt, dass mich ein Stück Papier nicht davon abhalten könnte. Auch, wenn es ein "Vertrag" ist. Sorry ...smile

Nein, das ist nicht gemeint. Nicht die Entscheidung sondern die Handlung geht schneller und einfacher.


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
no avatar
   salta
schrieb am 29.07.2013 22:07
Zitat
radaukatze
was ich merkwürdig finde.
Für mich ist es ein viel größerer Schritt ein Kind in die Welt zu setzen als zu heiraten.
das bindet doch viel mehr aneinander.

Sorry, aber in den meisten "Contra"-Hochzeits-Beiträgen geht es nicht darum, dass man keine Bindungen eingehen will! Da muss man schon mal genauer lesen.


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  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
no avatar
   Paula27
Status:
schrieb am 30.07.2013 13:09
Zitat
Granatapfel
Daher besteht in meiner Gedankenwelt auch kein Anlass fuer Ausgleichsleistungen und Absicherung fuer Frauen (oder auch Maenner), die nicht berufstaetig sein wollen, sondern sich auf Absicherung durch Ehe verlassen moechen.

Ich finde, wenn ein Ehepartner sich durch den anderen bedienen laesst (Hausfrauenmodell) sollte er auch ohne Subventionen wie Splitting fuer diese Person und die erbrachen Dienstleistungen aufkommen. Wer es sich nicht leisten kann, soll sich die Hausfrau nicht durch die Gesellschaft subventionieren lassen, sondern sich selbst um seinen Kram kuemmern.

Ich finde es bemerkenswert, dass du gleich von "nicht berufstätig sein wollen" und "auf Absicherung ... verlassen möchten" redest.

Ich weiß, es gibt viele, die sich hier gerne auf die faule Haut legen und nix tun, aber es ist tatsächlich nicht nur bezahlte Arbeit etwas wert und anspruchsvoll, auch wenn das die wirtschaftszentrierte Gesellschaft gerne suggeriert. Es gibt Menschen - derzeit noch viele Frauen, leider leider - die deutlich härter und länger arbeiten als viele Bürokräfte und dafür eben kein Gehalt bekommen. Da ist es nur fair, wenn das gemeinsame Einkommen entsprechend verteilt berechnet wird. Ich fände es gut, wenn das abhängig von der Kinderanzahl zB wäre (und null bei null Kindern), um hier anzuerkennen, dass mit Kindern auch Arbeiten anfallen, die nicht bezahlt werden, aber Zeit kosten und von der die Gesellschaft profitiert.

Das hat nichts mit Bedienenlassen zu tun, sondern mit der Aufteilung anfallender Arbeiten in einer Gemeinschaft. Frauen ziehen da zu oft den Kürzeren, da sie eher bereit sind, der Kinder zuliebe zu verzichten, aber sie sollten dann auf bestmögliche Absicherung achten.

Die Gesellschaft unterstützt/subventioniert diese Modelle, da sie daran interessiert ist, dass Menschen Kinder bekommen. In der Tat sollte die Unterstützung mehr auf die Kinder und weniger auf die Ehe konzentriert sein, also verbesserungsfähig ist da einiges. Aber im Großen und Ganzen trifft es sicherlich meistens die Richtigen.

Darf ich mal blöd fragen, wie Ihr das mit den Kindern (wieviele?) regelt? Hat einer von Euch einen Job, bei dem Überstunden die Regel sind? Reisen? Wer bleibt bei den Kindern, wenn sie krank sind? Wer kontrolliert Hausaufgaben? Wer fährt das Kind zum Sport/Musikunterricht? Ich persönlich finde, praktisch ist das mit beidseitiger Vollzeit dann doch nicht so einfach...

Mein Traumziel wäre auch, wenn beide 30 Stunden arbeiten und sich alles teilen. Leider entspricht die Arbeitswelt dem nicht, Karrieren werden nach 17:00 Uhr gemacht. Das mag sich ändern, aber sehr zäh.... vielleicht könnte eine Frauenquote dies ändern, aber auch das ist ja nicht gewollt. Die Politik hat hier praktisch keinen Einfluß, kann also nur den aktuellen Stand unterstützen.

viele Grüße
Paula


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
no avatar
   Granatapfel
Status:
schrieb am 30.07.2013 14:21
Ich habe das bewusst so formuliert, denn von der Heiratsfraktion wurde ja so getan, als waere jede Frau dumm die auf die Absicherung durch Ehe verzichtet. Manchmal muss man da drastisch bleiben damit es endlich in die Koepfe reinpasst.

Ich denke Du gehst zu sehr vom deutschen Modell aus. Ich halte es zum Besipiel fuer einen gefaehrlichen Irrweg, der mehr Schaden in jeder Hinsicht einrichtet als er nuetzt. Ich denke anderswo werde ja schon laengst sehr erfolgreich weit bessere Loesungen gelebt.

Wie gesagt finde ich dass es die Aufgabe der Gemeinschaft ist, fuer die Schwachen zu sorgen, nix was auf Frauen abgewaelzt werden sollte.

Ebenso finde ich alle Regelungen falsch, die beinhalten dass ein gesunder Erwachsener von der Beziehung und dem Geld eines anderen Erwachsenen dauerhaft abhaengig ist.

Ich finde auch nicht, dass das Hausfrauendasein jetzt mit einer ernstzunehmenden berufstaetigkeit verglichen werden darf - Hausfrauen machen ihr leben lang das, was fuer Berufstaetige reinster Urlaub ist. Klar ist das fuer viele Frauen bequem, nicht viel leisten zu muessen, solte aber keineswegs von der Gemeinschaft subventioniert werden. Und klar ist es fuer einen Alleinverdiener praktisch, jederzeit im Job verfuegbar zu sein - Hausfrau regelt ja den Rest. Es sit aber falsch, denn gerade weil dieses Modell in D bisher so subventioniert wurde gibt es ueberhaupt das Problem, dass Karrieren erst nach 17:00 gemacht werden. Darunter leiden alle Paare, die sich die Berufstaetigkeit und Kinderbetreuung gleichberechtigt aufteilen.

In anderen Laendern, wo es keine Hausfrauensubventionierung und somit keine Hausfrauen gibt, lassen halt alle gegen 17:00 den Stift fallen und holen ihre Kinder ab - da ist das NORMAL. Das Leben ist viel familienfreundlicher, Gleichberechtigung ist weiter - nur Vorteile.

Auch fuer die Kinder, denn sie profitieren ja eben keineswegs von der ach so aufopferungsvollen Hausfrau, genauso wie schwerkranke Angehoerige mehr davon haetten, wenn ein ordentlicher Pflegedienst kaeme und nicht die "aufopferungsvolle Frau" sich so gut oder eben eher so schlecht sie unqualifizierterweise kann drum kuemmern wuede...

Hier funktioniert vieles leider nicht. Und korrigieren kann man das nur, wenn man die Subventionierung des Alleinverdienermodells rueckgaengig macht und Frauen nicht fuers zu Hause bleiben bezahlt.

Muss hier nicht jeder mit einverstanden sein, aber ich sehe es so.

Wir haben uebrigens ein Kind, fuer das wir beide je 7 monate voll zu Hause geblieben sind und beide in den ersten 3 Jahren 30h Elternteilzeit hatten. Die Kita hat hier leider nur 6h pro Tag auf, wir arbeiten voll. Mit etwas Gleitzeit, Moeglichkeit gelegentlich von zu Hause zu arbeiten, Putzfrau und intaktem sozialen Umfeld in der Naehe kriegen wir das gut gebacken. Musikunterricht und Sport gibt es in der Einrichtung. Ueberstunden machen wir nicht. Klar bedeutet das Einschraenkung (kein Umzug wegen lukrativerem Job, voruebergehend stagnierende Karriere). aber es geht.

Und es wuede weit besser gehen, wenn wir beruflich nicht mit den Masstaeben eines Alleinverdieners der sich gar nicht selbst um irgendwas kuemmern muss konkurrieren muesten, und wenn die Kindergaerten nicht davon ausgingen, dass die Frau hoechstens in Teilzeit was dazuverdient.

Ich persoenlich finde am Rande auch, dass 30h als generelle Arbeitszeit (also 30h woche statt 35 St. Woche wie frueher) die beste Loesung waeren - fuer alle. Da hat jeder der will einen job und durch die dann geringeren Sozialabgaben haetten die Berufstaetigen weniger Arbeit bei fast gleichem Gehalt zwinker


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
avatar    stechin79
Status:
schrieb am 30.07.2013 14:27
@ Granatapfel
Jetzt drängt sich mir schon länger eine Frage auf und die muss ich jetzt stellen: warum wanderst du nicht aus?
Ich mein das als ernst gemeinte Frage


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
avatar    Nudeldickedeern
Status:
schrieb am 30.07.2013 18:11
Herrje, da weiß ich jetzt gar nicht, wem ich mehr beipflichten möchte, Paula27 oder granatapfel. Ihr merkt hoffentlich, wie nah ihr da beieinander seid? Ich wars nicht


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.10.13 14:03 von Pernille.


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
no avatar
   Granatapfel
Status:
schrieb am 30.07.2013 21:19
Zitat
stechin79
@ Granatapfel
Jetzt drängt sich mir schon länger eine Frage auf und die muss ich jetzt stellen: warum wanderst du nicht aus?
Ich mein das als ernst gemeinte Frage

a. bin ich schon mal ausgewandert, nach Deutschland zwinker
b. ich wandere nicht wegen einem einzigen Aspekt aus, solange der Rest passt. Dann lasse ich eben das heiraten, regel das Zusammenleben ueber Vollmachten etc. und nehme in Kauf, dass ich mehr muehe habe ein gleichberechtigtes Lebensmodell zu verwirklichen. Uebrigens klappt es ja trotzdem - es koennte eben bloss unendlich einfacher sein, wenn die Umstande nicht so unguenstig waeren.

Also, falls der Unterschied nicht klar rauskam: ich habe nicht behauptet, dass in D alles schlecht ist. Aber das Bild von Familie, Ehe und Frau ist schon ein sehr antiquiertes, und das darf man auch dann kritisieren, wenn es einem hier ansonsten gut gefaellt.




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