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  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
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   wolke15
Status:
schrieb am 29.07.2013 10:38
Man sieht, dass die Meinungen doch sehr weit auseinander gehen, was auch gut so ist.
Jeder sollte für sich entscheiden, ob er heiraten will oder nicht und aus welche Gründen. Nur um Gesellschaftlich anerkannt zu werden, sollte kein Grund sein.
Ich habe als erstes aus Liebe geheiratet und es war bisher wirklich der schönste Tag meines Lebens. Die Beziehung zu meinen Mann war schon immer gut, aber solche Erlebnisse schweissen einen zusammen (der Kiwu und die Behandlungen allerdings noch intensiver).
Was mir immer wichtig war, dass beide abgesichert sind und auch hoffentlich noch folgende Kinder.
Wenn einen von uns was passiert ist eben nicht nur die Private Vorsirge da sondern auch der Staat in Form von z.B. Witwen und Waisenrente.

Ich bin der Meinung leben und leben lassen Hauptsache man ist glücklich zwinker


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
avatar    Nudeldickedeern
Status:
schrieb am 29.07.2013 10:45
Zitat
munis
Und genau das ist ja der Punkt: Homosexuellen Paaren wird vorgeworfen, Kindern zu "schaden". In meinen Augen ist das völliger Schwachsinn, aber wie will man das jemandem erklären, der genau vom Gegenteil überzeugt ist?

Genau so übel ist ja, dass einige davon ausgehen, ein Ehe zwischen homosexuellen Paaren würde die heterosexuelle Ehe selbst, also als gesellschaftliche Institution, beschädigen und quasi ihren Wert mindern. So nach dem Motto: "Ugh, wenn _die_ das auch dürfen, ist es nix Besonderes mehr...!"

Die Logik dahinter hinkt so derbe, dass ich mich frage, wie sie es überhaupt in die heutige Zeit geschafft hat.


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
no avatar
   malanonym
schrieb am 29.07.2013 11:07
Sehr sehr sehr interessant. Vielen lieben Dank für eure zahlreichen Antworten.

Leider haben es zwei drei Personen doch fälschlicherweise in den falschen Hals bekommen und dachte, ich als "Lehrerin" wäre dem gegenüber skeptisch oder voreingenommen eingestellt. Doch wer richtig gelesen hat, der weiß, dass ich das absolut nicht bin. Ich verurteile niemanden, wirklich nicht. Ich bin einer der offensten Menschen, die es gibt, ganz ehrlich.

Mich hatten ja nur die "Gründe" interessiert, warum die Ehe scheinbar an Wert verloren hat und die genannten Gründe finde ich durchaus sehr interessiert und nachvollziehbar und sehe das nun auch anders, bzw. kann unverheiratete Paare besser verstehen. All die Gründe, die genannt wurden, habe ich so noch nie gesehen. Also von dem Gesichtspunkt her, wie die Ehe überhaupt entstanden ist und was sie früher bedeutet hat. Da habe ich nie drüber nachgedacht und ganz ehrlich: Es ist mir auch völlig wurscht, wie "beengend" oder was auch immer eine Ehe früher war. Für mich zählt einzig und allein, dass uns unsere Heirat noch enger zueinander gebracht hat, wir eben "eine Einheit" sind und wir schlichtweg aus LIEBE geheiratet haben. Und dies haben wir mit einer standesamtlichen sowie einer kirchlichen großen Hochzeit mit vielen Menschen gefeiert. Nämlich unsere Beziehung, der wir für außen ein Zeichen setzen wollten, sich noch "enger" zu binden und das, bis dass der Tod uns scheidet!

Ich konnte beide Seiten nun viel besser kennenlernen und ICH VERURTEILE NIEMANDEN oder würde nie schlecht über unverheiratete Paare denken. Gerade als Lehrerin hätte man so wohl wirklich den Beruf verfehlt.

An lala99: Genau, fahr vorher zu den Schulen und befrage dort alle Lehrer persönlich, was sie für eine Einstellung dem Leben gegenüber haben. Das ist eine ganz tolle Idee! Sorry, aber da musste ich wirklich ein wenig schmunzeln. Aber mal im Ernst. Es gibt leider so viele schlechte Lehrer und jeder von uns möchte doch, dass die Kinder nur die besten bekommen. Wenn deine Kinder in die Schule gehen, wirst du dich noch tausende Stunden über das Verhalten der Lehrer ärgern und bist dem einfach machtlos ausgesetzt. So machst du dir nur das Leben schwer. Sicher haben Lehrer auch einen Erziehungsauftrag, aber nicht in der Hinsicht, Werte zu vermitteln, das ist allein DEINE Aufgabe und zwar so, wie du es für richtig hälst. Ich weiß ja nicht, wie zerrüttet dein Bild über Lehrer ist, aber glaubts du, dass Lehrer nichts besseres zu tun haben, als Kindern klar zu machen, dass die Ehe die einzig wahre Institution ist? :-D Das kommt mir ein bisschen eingefahren deinerseits vor. Wenn du diese Einstellung nicht änderst, wird es doch noch viele Nerven kosten, deine Kinder überhaupt in die Schule zu schicken, anstatt auszuwandern und auf Homeschooling zu bestehen.

An mave9: Ja, ich habe das Gefühl, aber WO steht, dass ich denke, dass es daran liegt, dass Eltern nicht verheiratet sind? Ich habe es möglicherweise ein wenig verwirrend geschrieben, weil ich tausend Gedanken im Kopf hatte, die ich sortiert niederbringen musste. Gut, es hatte vielleicht wirklich nichts mit dem Thema zu tun und war ein ganz anderes Problem, aber das ist nun leider Fakt. Ich denke nur, dass es daran liegt, dass die Familienverhältnisse nicht stimmen. Und zwar ob Eltern zusammen wohnen oder nicht, ob sie sich oft streiten oder sich gut verstehen, ob sie in Scheidung leben...nicht ob da ein Ring am Finger steckt oder nicht. Das ist mir klar, dass dies vollkommen unabhängig davon ist.

Fazit: Es gibt verschiedene Meinungen, jede hat ihre Gründe, jeder sollte leben und leben lassen. Das einzige was zählt ist doch, dass man in der Partnerschaft glücklich ist und es vor allem auch die Kinder sind, egal in welcher Institution. Ob in einer glücklichen Partnerschaft ohne Trauschein, ob in einer glücklichen homosexuellen Beziehung (ich bin Befürworter der Homo-Ehe) oder in der guten alten/altmodischen (wie man es auch sehen mag) Ehe. Jeder sollte seinen eigenen Weg finden, einfach nur GLÜCKLICH und im Reinen mit sich selbst zu sein! Es gibt einfach zu viele Definitionen von einer glücklichen Familie. Die Zeiten ändern sich nun mal smile Daher gibt es heute mehrere Ansichten darüber als noch vor 40 Jahren.


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
avatar    corali
Status:
schrieb am 29.07.2013 11:10
Mein Freund hat mir noch keinen Antrag gemacht Ich bin sehr sauer Ich wars nicht

Wenn ich ihn gefragt hätte, dann wären wir sicher schon verheiratet, aber ich bin da altmodisch. Ich möchte dann auch ein hübsches Hochzeitskleid und eine schöne Feier.
Ich kann euch nicht einmal sagen, warum ich das alles so will, das ist einfach mein Gefühl dazu. Vielleicht ist es diese romantische Vorstellung von einmal im Leben Prinzessin sein und meinen Prinzen heiraten tanzen knutsch
Naja, ganz schön kitschig, sonst bin ich nie so und trag nicht mal Kleider oder Röcke.. vielleicht gerade deswegen smile


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  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
no avatar
   Granatapfel
Status:
schrieb am 29.07.2013 12:01
Zitat
wolke15
Was mir immer wichtig war, dass beide abgesichert sind und auch hoffentlich noch folgende Kinder.
Wenn einen von uns was passiert ist eben nicht nur die Private Vorsirge da sondern auch der Staat in Form von z.B. Witwen und Waisenrente.

Waisenrente haengt nicht davon ab, ob die Eltern verheiratet waren, soweit mir bekannt. Uneheliche Kinder haben inzwischen gluecklicherweise keinerlei Nachteile dadurch.

Was die Witwenrente angeht, so finde ich dass es sie nicht geben duerfte. Rente fuer Behinderte, Minderjaehrige, sonstige Leute die nicht fuer sich selbst sorgen koennen - klar. In meinem Weltbild sind Frauen aber nicht per se behindert, nicht minderwertig, nicht unmuendig und daher ist sowas wie Witwenrente ersatzlos abzuschaffen. Ich bin der Ansicht, dass jeder gesunde Erwachsene uabhaengig vom Geld seines Partners sein sollte und nicht aus der Pflicht entlassen werden sollte, fuer sich selbst zu sorgen, wie das frueher noch per Hausfrauenmodell moeglich war.

Und da ich dieses Konstrukt der Witwenrente boykottiere, ist irgendwo auch klar dass die deutsche Ehe fuer mich keine akzeptable Vertragsabsprache ist...

Wie gesagt, Ehe ist ein Vertrag dessen Regeln andere nach dem gerade gueltigen Mehrheitsweltbild bestimmen. Nicht jedermanns Sache.

Uebrigens gibt es in meiner sehr grossen Familie tatsaechlich keine einzige Scheidung - was aber wenig an meinem Bild der Frau und der Ehe aendert.

Ich schliesse uebrigens nicht aus, dass ich geheiratet haette, wenn ich nicht gerade in einem Land leben wuede, das so rueckstaendig ist was das Bild der Frau, Ehe und Familie angeht, wie Deutschland. Da ist auch fast jedes andere europaeische Land deutlich weiter....


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
no avatar
   Paula27
Status:
schrieb am 29.07.2013 12:58
Zitat
Granatapfel
In meinem Weltbild sind Frauen aber nicht per se behindert, nicht minderwertig, nicht unmuendig und daher ist sowas wie Witwenrente ersatzlos abzuschaffen.

Witwenrenten bekommen auch Männer, die ist - natürlich - nicht geschlechtsgebunden!
Vermutlich ist das unter den heutigen Rentnern noch selten, insbesondere da Männer meist früher sterben, aber möglich ist es natürlich.

In deinem Weltbild kommen vielleicht manche Lebensformen nicht vor, nämlich dass sich ein Ehepartner (M oder W) mehr um Kinder und Haus oder pflegebedürftige Eltern kümmert und daher seine eigene Versorgung vernachlässigt. Da er/sie aber für den anderen mitarbeitet, ist es nur fair, wenn dass dann auch als unbezahlte Arbeit anerkannt wird.
Ich kenne durchaus schon mehrere Ehen, in denen der Mann diesen Part übernimmt, weil die Frau mehr verdient. Auch dieses Modell wird von der Ehe abgedeckt.

Die Ehe schützt die Lebensformen, wo halt nicht jeder sagt "Ich Ich Ich", sondern wo ein "Wir" entsteht und einer auch mal längerfristig finanzielle und berufliche Abstriche macht zum Wohl der Gemeinschaft. Das kann man alles auch privat regeln und "braucht" die Ehe dann natürlich nicht, aber jedem von uns ist wohl klar, dass das nicht jeder hinkriegt und zum Schutz dieser - meist gutgläubigen Frauen - gibt es hier ein paar Grundregeln. Mit altem Hausfrauenmodell hat das alles schon lange nichts mehr zu tun, aber nicht in jeder Familie arbeiten beide Eltern Vollzeit + Überstunden direkt nach der Geburt des Kindes nonstop weiter. Meist nimmt sich einer etwas Zeit für das Kind, oft will man dann später auch noch Zeit mit dem Kind/den Kindern verbringen und schwups arbeitet einer Teilzeit und DAS ist heutzutage von den Eltern gewollte Realität in Deutschland. Und wird von der Ehe abgefangen. Teilzeit ohne Ehe würde ich zB niemals machen.

Es muss ja keiner heiraten und von mir aus könnt ihr es auch lassen. Aber als Grund quasi die Emanzipation aufzuführen finde ich etwas merkwürdig.

Mich stört die Ehe jedenfalls nicht in meiner Emanzipation und Selbstbestimmung. Ich bin froh darüber, mit dem Mann meines Lebens hier eine Einheit zu bilden und gemeinsam ein Leben aufzubauen - unabhängig davon, wer wieviel arbeitet. DAS ist meine Selbstbestimmung!

viele Grüße
Paula


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
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   Paula27
Status:
schrieb am 29.07.2013 13:12
Zitat
KronprinzessinCecilie
Und was ich ganz klar sagen muß: Ein Mann, der möchte, das unser Kind heißt wie Er, muß halt auch dafür sorgen, das ich auch so heiße. Das geht- richtig- durch Heirat.
Ich verstehe immer nicht, warum Frauen zulassen, das die Kinder den Nachnahmen des Mannes annehmen, ohne Heirat.

Haha, das kapiere ich auch nie. Ich kenne wenige nicht verheiratete, aber viele, die ihren Namen behalten haben. In ALLEN Fällen heisst das Kind wie der Papa. Warum? Wo ist da der emazipatorische Hintergedanke? Niemals würde ich anders heissen wollen, als mein Kind. Dafür nehme ich die Ehe gerne in Kauf zwinker


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
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   Paula27
Status:
schrieb am 29.07.2013 13:14
Zitat
Schokofreak
Naja, die Ehegemeinschaft als eine Institution von Staat und Kirche zu dämonisieren ist totaler Quatsch. Die Ehe ist eine Gemeinschaft von 2 Menschen, die sich offiziell und vertraglich dazu verpflichtet haben eine Verantwortung füreinander zu übernehmen mit allen Rechten und Pflichten. Die Ehe ist auch keine Garantie, dass sie ewig hält, nur ist der Schritt, um eine Ehe durchzuführen und diese auch wieder zu scheiden wesentlich schwieriger als in einer Freund-Freundin-Beziehung. Ich kenne wesentlich mehr gescheiterte uneheliche Beziehungen als gescheiterte Ehen.

Was ich auch so interessant finde: die homosexuelle Ehe wird ja hier im Forum hochgelobt und stark unterstützt nur die heterosexuelle Ehe sei nutzlos. Das muss jetzt einmal einer verstehen.....Treffer

*unterschreib*


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
avatar    mave9
Status:
schrieb am 29.07.2013 13:18
An mave9: Ja, ich habe das Gefühl, aber WO steht, dass ich denke, dass es daran liegt, dass Eltern nicht verheiratet sind? Ich habe es möglicherweise ein wenig verwirrend geschrieben, weil ich tausend Gedanken im Kopf hatte, die ich sortiert niederbringen musste. Gut, es hatte vielleicht wirklich nichts mit dem Thema zu tun und war ein ganz anderes Problem, aber das ist nun leider Fakt. Ich denke nur, dass es daran liegt, dass die Familienverhältnisse nicht stimmen. Und zwar ob Eltern zusammen wohnen oder nicht, ob sie sich oft streiten oder sich gut verstehen, ob sie in Scheidung leben...nicht ob da ein Ring am Finger steckt oder nicht. Das ist mir klar, dass dies vollkommen unabhängig davon ist.


Gerade als Lehrerin solltest Du wissen, dass das geschriebene Wort vielfach interpretiert werden kann.
Wie Du auch selbst eingesehen hast....aber der Beitrag hatte den Tenor..

Wahr ist was A sagt, wahr ist aber auch was B versteht zwinker


Und das Gefühl haben, dass es so ist...ist ein rein subjektives Gefühl und entspricht nicht einem erwiesenen Hintergrund


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.13 13:19 von mave9.


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
no avatar
   Granatapfel
Status:
schrieb am 29.07.2013 13:22
Zitat
Paula27
d
In deinem Weltbild kommen vielleicht manche Lebensformen nicht vor, nämlich dass sich ein Ehepartner (M oder W) mehr um Kinder und Haus oder pflegebedürftige Eltern kümmert und daher seine eigene Versorgung vernachlässigt. Da er/sie aber für den anderen mitarbeitet, ist es nur fair, wenn dass dann auch als unbezahlte Arbeit anerkannt wird.
Ich kenne durchaus schon mehrere Ehen, in denen der Mann diesen Part übernimmt, weil die Frau mehr verdient. Auch dieses Modell wird von der Ehe abgedeckt.

Hallo Paula,

ich finde, dass es die Aufgabe der Gemeinschaft ist, sich um die Schwaecheren zu kuemmern, und finde es nicht richtig, dass das in D auf private Schultern abgewaelzt wird. Ich finde es auch nicht richtig wenn nur einer sich um die Familie kuemmert, ich finde die geht beide Eltern an. Ich weiss dass das in Deutschland oft nur schwer moeglich ist, aber da sollte man die Umstaende verbessern statt das zu Hause bleiben zu subventionieren.

Daher besteht in meiner Gedankenwelt auch kein Anlass fuer Ausgleichsleistungen und Absicherung fuer Frauen (oder auch Maenner), die nicht berufstaetig sein wollen, sondern sich auf Absicherung durch Ehe verlassen moechen.

Ich finde, wenn ein Ehepartner sich durch den anderen bedienen laesst (Hausfrauenmodell) sollte er auch ohne Subventionen wie Splitting fuer diese Person und die erbrachen Dienstleistungen aufkommen. Wer es sich nicht leisten kann, soll sich die Hausfrau nicht durch die Gesellschaft subventionieren lassen, sondern sich selbst um seinen Kram kuemmern.

Das hat nix mit ich ich ich zu tun, wie du mir unterstellst, sondern mit meinem Bild von Menschen. Ich finde alle gesellschaftlichen Konstrukte, die finanzielle Abhaengigeit in Beziehungen erzwingen, sehr ungesund. Drastisch gesagt: sanktionierte Prostitution.

Ich weiss dass man dieses bild nicht teilen muss, aber eben, es erklaert wieso Ehe fuer mich keinerlei Alternative ist.

Dahinter steht ein Menschenbild das ich abstossend finde.

In Skandinavien sind die gesetze uebrigens so, dass es sich nicht lohnt dass einer zu Hause bleibt. Dort ist sowas wie Hausfrauenehe voellig unbekannt. Es ist also keineswegs Frage der Moral oder so, sondern des gesetzlichen Rahmes. Und dieser foerdert in D eine Art von ehelichem Zusammenleben, die ich falsch finde. In skandinavien haette ich vermutlich geheiratet smile

Heisst nicht, dass Du das genauso sehen musst. Sollte aber deutlich erklaeren, wieso Ehe fuer mich inakzeptabel ist.


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
no avatar
   Paula27
Status:
schrieb am 29.07.2013 13:25
Zitat
Snoooopy
Ich persönlich verbinde mit der Ehe noch ein wenig das alte Klischee. Frau zu Hause mit den Kindern. Mann geht arbeiten. Im Falle einer Trennung oder Tod des "Versorgers" ist das Frauchen mit Unterhaltszahlungen oder Witwenrente abgesichert.

Aber da kann doch die Ehe als solches nichts dafür, dass es halt vor 50 Jahren ein anderes Frauenbild gab? Heute gibts doch viele Ehen, wo die Frau der Versorger ist und wo Männer Unterhaltsforderungen einreichen... alles ist möglich!! Udn wird zukünftig auch sicher anders und mehr erlebt werden!

Ich finde, es ist egal, welches Modell man hat, jeder kann da seins finden. Das andere aber zu dämonisieren (tolles Wort) ist Unsinn, es kommt darauf an, wie es gelebt wird!
Und das Glück der Kinder hängt ohne Zweifel von letzterem ab, nicht vom formellen Status.


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
avatar    Nature-one
Status:
schrieb am 29.07.2013 13:29
Hallo ich wollte auch mal meine Meinung dazu sagen ,also mein Mann und ich haben super früh Kinder bekommen ich war gerade 18 und da war ich Schwanger für unsere Familien war klar wir sollten doch heiraten ,aber wir haben unseren stur Kopf durch gesetzt und haben dies nicht getan und ich denke Kinder sind auch kein Grund für eine Ehe wir waren gerade mal 3 Monate zusammen als ich schwanger wurde und da haben wir weiß gott andere Sachen im Kopf als dem Ideal Bild der Gesellschaft zu entsprechen und wir haben wirklich 13 Jahre lang in wilder Ehe gelebt und das mit Kind und es störte uns nicht die Bohne und nach 13 Jahren haben wir den schritt gewagt und haben geheiratet und soll ich mal was sagen es ist genauso wie vorher ich habe meinen Mann 13 Jahre ohne Papiere geliebt und tue es mit papieren immer noch und meinen Jungs geht es gut egal ob mit Ring oder Ohne ..Ich denke jeder sollte das für sich entscheiden und ich finde es einfach traurig das man Heiraten muß um eine Kinderwunschbehandlung Bezuschusst zubekommen auch eine ehe kann nach einem Jahr aus sein .


lg


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
avatar    chipie83
Status:
schrieb am 29.07.2013 13:36
Zitat
Paula27
Zitat
Schokofreak
Naja, die Ehegemeinschaft als eine Institution von Staat und Kirche zu dämonisieren ist totaler Quatsch. Die Ehe ist eine Gemeinschaft von 2 Menschen, die sich offiziell und vertraglich dazu verpflichtet haben eine Verantwortung füreinander zu übernehmen mit allen Rechten und Pflichten. Die Ehe ist auch keine Garantie, dass sie ewig hält, nur ist der Schritt, um eine Ehe durchzuführen und diese auch wieder zu scheiden wesentlich schwieriger als in einer Freund-Freundin-Beziehung. Ich kenne wesentlich mehr gescheiterte uneheliche Beziehungen als gescheiterte Ehen.

Was ich auch so interessant finde: die homosexuelle Ehe wird ja hier im Forum hochgelobt und stark unterstützt nur die heterosexuelle Ehe sei nutzlos. Das muss jetzt einmal einer verstehen.....Treffer

*unterschreib*

Nur rein interessehalber: Ihr meint also ernsthaft, dass ich (die ich 12 Jahre mit meinem Freund zusammen bin) mich schneller und leichter zur Trennung entscheide als z. B. ein anderes Paar, dass vielleicht erst 2 Jahre zusammen, aber dafür verheiratet ist? Klingt für mich total unlogisch und ist absolut kein Argument pro Ehe. Wenn ich mich trennen wollen würde, dann wären die Gründe so wohl überlegt, dass mich ein Stück Papier nicht davon abhalten könnte. Auch, wenn es ein "Vertrag" ist. Sorry ...smile


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
no avatar
   KronprinzessinCecilie
Status:
schrieb am 29.07.2013 13:57
Zitat
Paula27
Zitat
Granatapfel
In meinem Weltbild sind Frauen aber nicht per se behindert, nicht minderwertig, nicht unmuendig und daher ist sowas wie Witwenrente ersatzlos abzuschaffen.

Witwenrenten bekommen auch Männer, die ist - natürlich - nicht geschlechtsgebunden!
Vermutlich ist das unter den heutigen Rentnern noch selten, insbesondere da Männer meist früher sterben, aber möglich ist es natürlich.

In deinem Weltbild kommen vielleicht manche Lebensformen nicht vor, nämlich dass sich ein Ehepartner (M oder W) mehr um Kinder und Haus oder pflegebedürftige Eltern kümmert und daher seine eigene Versorgung vernachlässigt. Da er/sie aber für den anderen mitarbeitet, ist es nur fair, wenn dass dann auch als unbezahlte Arbeit anerkannt wird.
Ich kenne durchaus schon mehrere Ehen, in denen der Mann diesen Part übernimmt, weil die Frau mehr verdient. Auch dieses Modell wird von der Ehe abgedeckt.

Die Ehe schützt die Lebensformen, wo halt nicht jeder sagt "Ich Ich Ich", sondern wo ein "Wir" entsteht und einer auch mal längerfristig finanzielle und berufliche Abstriche macht zum Wohl der Gemeinschaft. Das kann man alles auch privat regeln und "braucht" die Ehe dann natürlich nicht, aber jedem von uns ist wohl klar, dass das nicht jeder hinkriegt und zum Schutz dieser - meist gutgläubigen Frauen - gibt es hier ein paar Grundregeln. Mit altem Hausfrauenmodell hat das alles schon lange nichts mehr zu tun, aber nicht in jeder Familie arbeiten beide Eltern Vollzeit + Überstunden direkt nach der Geburt des Kindes nonstop weiter. Meist nimmt sich einer etwas Zeit für das Kind, oft will man dann später auch noch Zeit mit dem Kind/den Kindern verbringen und schwups arbeitet einer Teilzeit und DAS ist heutzutage von den Eltern gewollte Realität in Deutschland. Und wird von der Ehe abgefangen. Teilzeit ohne Ehe würde ich zB niemals machen.

Es muss ja keiner heiraten und von mir aus könnt ihr es auch lassen. Aber als Grund quasi die Emanzipation aufzuführen finde ich etwas merkwürdig.

Mich stört die Ehe jedenfalls nicht in meiner Emanzipation und Selbstbestimmung. Ich bin froh darüber, mit dem Mann meines Lebens hier eine Einheit zu bilden und gemeinsam ein Leben aufzubauen - unabhängig davon, wer wieviel arbeitet. DAS ist meine Selbstbestimmung!

viele Grüße
Paula

DANKE für diesen Beitrag!


  Re: Warum heiraten Paare heutzutage nicht mehr?
no avatar
   Illiana
schrieb am 29.07.2013 15:01
Zitat
lala99
Es ist traurig, dass es solche Ansichten gibt-gegenteilig könnte man dann ja behaupten, die verheirateten Paare tun dies nur, um ja nicht individuell, also ja schön zur Masse zu gehören?

Natürlich gibt es Leute die Heiraten damit das Umfeld sich nicht beklagt, Frau schwanger ist, der andere vermögender ist etc., aber auch eben die, die die Ehe nur ablehnen, weil es Ihnen negativ vorgelebt wurde. Wenn mir Klienten (ich meine auch keine Einzelfälle) erzählen sie wollen nicht heiraten und keine Kinder, weil ihr Vater gewaltätig war und die Mutter zu viel Angst vor ihm hatte ihn zu verlassen und es zulies, dass auch sie geschlagen werden, wieso sollte ich nicht den Eindruck haben, dass manche nur deshalb die Ehe ablehnen? Ich finde es traurig, dass die Kindheit für sie so traumatisierend war, dass sie auch nicht wirklich entschieden haben was sie wollen, sondern bei der Entscheidung (keine Familie) die negativen Erlebnisse im Vordergrund standen.
Oder wenn manche Frauen der Meinung sind sie wären nur emanzipiert, wenn sie frei und ungezwungen in wilder Ehe leben und es von ihrem Umfeld wiederrum erwartet wird (ja, das gibts auch zwinker ), wieso ist das besser, als einen Kerl zu heiraten den man kaum kennt, nur weil man schwanger ist?

Ich finde es auch traurig, dass manche die Ehe nur als finanzielle Absicherung sehen (ich meine v.a. die Ehegegner). In meiner Familie haben beide Großmütter mehr verdient wie Ihre Männer. Genauso wie die meisten Ihrer Töchter. Ist das jetzt emanzipiert gewesen oder dämlich, weil sie Ihre Männer mitversorgt haben?




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