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   Marita82
schrieb am 15.07.2013 13:15
Hallo, ich bin neu hier im Forum. Ich habe gerade meinen dritten Versuch (2 mal ICSI, 1 mal Kryostransfer) hinter mir und habe nach gut 1,5 Jahren Behandlung etwas das Vertrauen in meinen Arzt/ die Praxis verloren. Ich möchte jetzt nicht alle Vorfälle aufzählen, aber ich würde gern einen kleinen Überblick über den Behandlungsverlauf, die aufgetretenen Probleme und ungeklärten Fragen geben und hoffe von Euch guten Rat zu bekommen. Der Text wird bestimmt etwas lang – Sorry.
Die Ursache für unseren unerfüllten Kinderwunsch liegt wohl in der sehr schlechten Spermienqualität (je unter 1% beweglich genug bzw. funktionsfähig). Bei mir wurden nicht viele Untersuchungen gemacht, nur Blutwerte/ Hormonwerte, die alle gut waren und die Gebärmutterschleimhaut baut sich auch immer sehr gut auf.
Das hört sich als Vorrausetzung für die Behandlung vielleicht gar nicht so schlecht an, das Problem ist aber, dass ich auf die stimulierenden Medikamente extrem stark reagiere (über 20 Eizellen bei den ICSIs). Ich vermute jetzt, dass sich diese Überstimulation negativ auf die Chance einer Schwangerschaft auswirkt. Für uns ist deswegen wichtig zu wissen, auf welchem Weg es zu schaffen ist, dass ich nicht so viele Eizellen produziere, und welcher der beste/ körperlich am wenigsten belastende Weg ist.
Dazu jetzt ein kleiner Überblick der bisherigen Behandlung mit anschließenden Fragen:
- März 2012 erste Stimulation für eine einfache Hormonbehandlung (Medikamente: 75 Einheiten Gonal, Synarela 2 mal pro Tag) Der Arzt sagte gleich, dass er kein positives Ergebnis erwartet, aber es wäre gut um zu testen, wie mein Körper auf die Medikamente reagiert. Ich hatte 8 Eizellen – die Behandlung wurde abgebrochen. Er sagte noch, dass das ein gutes Ergebnis gewesen wäre für eine ICSI.
- Juli 2012 Vorbereitung auf ICSI wieder mit Gonal (150 Einheiten) und Synarela. Ich hatte viel zu viele Eizellen (fast 40). Die Behandlung musste abgebrochen werden.
- Oktober 2012 erste ICSI wieder mit Gonal (100 Einheiten) und Synarela. Ich hatte 25 Eizellen – immer noch zu viele, aber es konnte weitergemacht werden. 9 Eizellen waren weit genug entwickelt, 6 konnten befruchtet werden. Ich hatte extreme Schmerzen nach der Punktion (brauchte Infusion und Schmerzmittel) und auch in der ersten Woche nach dem Transfer hatte ich Schmerzen im Unterleib und einen extrem aufgeblähten Bauch – aber aushaltbar mit viel liegen. Ergebnis negativ.
- März 2013 Kryostransfer. Das Auftauen haben leider nur 2 Embryonen überlebt. Beim Transfer gab es Probleme. Der Arzt musste mit einer Zange nach der Gebärmutter greifen um einsetzen zu können. Es hat danach noch geblutet, was wohl die Chance auf eine Schwangerschaft sehr verringert. Ergebnis negativ.
- Juni 2013 2 ICSI mit neunen Medikamenten.
Die Downregulation diesmal statt mit Nasenspray mit einer Spritze (Enantone), welche die Downregulation verstärken soll. Diese wurde mir 2 Mal gegeben, weil nach der ersten (nach 14 Tagen) 2 Hormonwerte noch zu hoch waren. Stimulation mit Menogon, 2 Tage 1,5 Ampullen, ab dritten Tag 2 Ampullen (11 Tage). Am Tag 10 war ich noch mal zur Ultraschalluntersuchung und die Ärztin hat nur max. 12 Eizellen gesehen. Dann das böse Erwachen nach der Punktion. Ich hatte wieder starke Schmerzen und die Nachricht: 23 Eizellen. Es waren nur 12 Eizellen weit genug entwickelt, 6 konnten befruchtet werden, die Weiterkultivierung (zu Blastozyten) haben nur 2 geschafft (ein Embryo in hervorragender Qualität, 12-Zeller). Der Transfer (nach 4 Tagen) erfolgte auf Anraten eines Arztes unter Narkose, weil es bei den vorherigen Transferen geblutet hatte. Der Transfer verlief gut und die Hoffnung war groß. Das Ergebnis war letztenendes aber wieder negativ, auch wenn ich mir 100% sicher bin, dass es erst zu Einnistung kam, aber nach 6 Tagen wieder abgestoßen wurde.
Fragen:
Warum kann zur Vorbereitung auf eine ICSI nicht in so niedriger Dosis Gonal gespritzt werden wie bei einer reinen Hormonbehandlung? Dann wäre die Gefahr zu viele Eizellen zu produzieren doch gebannt. Oder sind die Eizellen dann nicht weit genug entwickelt für eine Punktion?
Wäre es nicht besser gewesen bei der Downregulation mit Enantone-Spritze zur Stimulation wieder Gonal zu nehmen, weil da die Reaktion meines Körpers schon bekannt ist, und man vielleicht wenigstens bei unter 20 Eizellen gelandet wäre, was in Kombi mit Synarela wohl nicht zu schaffen ist. Oder vertragen sich die Medikamente nicht? Soll ich diesen Weg beim nächsten Versuch gehen?
Mein Arzt sprach mal davon, dass die letzte Möglichkeit wäre, mich für mindestens 3 Monate in die Wechseljahre zu versetzen und anschließend zu stimulieren, in der Hoffnung auf weniger Eizellen. Das hört sich aber sehr heftig/ belastend für den Körper an. Ist das wirklich der einzige/ beste Weg die Überstimulation zu verhindern?
Wir wissen einfach nicht, wie wir am sinnvollsten weitermachen sollen. Bitte helft uns mit Eurem Rat.
Danke!


  Re: Vertrauen in Arzt schwindet - Bitte um Hilfe
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   Anna67
schrieb am 15.07.2013 13:43
Zitat
Marita82

Fragen:
Warum kann zur Vorbereitung auf eine ICSI nicht in so niedriger Dosis Gonal gespritzt werden wie bei einer reinen Hormonbehandlung? Dann wäre die Gefahr zu viele Eizellen zu produzieren doch gebannt. Oder sind die Eizellen dann nicht weit genug entwickelt für eine Punktion?

Frage ich mich grad beim Lesen auch.
Natürlich kann niedrig dosiert werden.
Oder auch gar nicht stimuliert.
Er hat doch selbst gesagt dass 8 EZ gut waren mit 75 Gonal.
Und klar reifen die dann genauso.
Versteh ich nicht warum die dich so zuballern.
Gibt ja auch noch andere Protokolle.
ZB stimu mit Clomifen und 2/3 Menogon hinterher ist auch möglich.


  Re: Vertrauen in Arzt schwindet - Bitte um Hilfe
avatar    UschiBriest
schrieb am 15.07.2013 13:59
du scheinst wie ich ziemlich hohen AMH Wert zu haben. ich liege auch bei ca. 15.
Musste auch 2x tägl. Synarela nehmen und zwei Monate vorher die Pille...damit die Eierstöcke sich beruhigen. Hätte das nicht geklappt, hätte man über die 3-Monats-Spritze nachdenken können. Das wollte ich und mein Arzt aber auch nicht. Habe dann auch sanft mit Gonal 112,5 Einheiten stimuliert. Hatte dann 11 EZ, womit wi alle beim 1. Versuch zufrieden waren.
Warum wirst du so hochgeballert? Versteh ich nicht. Hast du die Pille im Vorzyklus genommen? Hast du 2x2 Hub Synarela genommen?


  Re: Vertrauen in Arzt schwindet - Bitte um Hilfe
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   Marita82
schrieb am 16.07.2013 08:12
Erstmal Danke für die Antworten! Auch, wenn das mein Vertrauen in den Arzt nicht unbedingt stärkt....
Vorher die Pille zu nehmen stand nie im Raum, bin ich auch selbst nicht drauf gekommen. Ich hab immer 2x1 Sprühstoß Synarela genommen - vielleicht war das ja auch zu wenig.

Ich hab heute noch einen Termin bei meinem Arzt, um zu besprechen wie jetzt weiterbehandelt werden soll. Ich werd ihm dann mal meine Zweifel und Fragen darlegen und hoffe, dass er das nicht in den falschen HAls kriegt. Ich hoffe, dass ich mich danach wieder sicherer und besser aufgehoben fühle in der Praxis. Das Schlimmste während der ganzen Behnadlung ist ja die psychische Belastung, aber die finanzille Seite ist auch nicht zu verharmolsen. Und das ist ja dann der letzte Versuch, der von der Krankenkasse mitbezahlt wird.

Mal sehen, was mir so vorgeschlagen wird...


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  Re: Vertrauen in Arzt schwindet - Bitte um Hilfe
avatar    UschiBriest
schrieb am 16.07.2013 08:50
ich hatte ohne Pille ca 60 kleine Follis....das ging natürlich gar nicht! deswegen 2 Monate die Pille, danach hatte ich ca 14 Follis zusammen in beiden Eierstöcken. Erst dann bekam ich das okay vom Doc.
Und Synarela musste ich 2x2 Hub nehmen, damit echt bloß nicht die ganz kleinen "unten liegenden" grins Follis mit wachsen wollen.
Du brauchst auf jeden Fall vorher etwas "Ruhe" in deinen Eierstöcken und dann die passende Dosierung.
Ich wünsch dir viel Glück für deinen Termin nachher!




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