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  Doc.bitte: Regelschmerzen und PMS
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   Melika
schrieb am 19.06.2013 09:48
Liebes Ärzteteam, ich bin ziemlich ratlos und verzweifelt, bin 36 und seit ich meine Tage bekommen habe leide ich unter starken Regelbeschwerden, ich bin 1-2 Tage völlig ausser Gefecht gesetzt mit Krämpfen und Durchfall. Als ich dann die Pille bekam wurde es besser. vor ca. 10 Jahren machten mein Mann und ich eine Kinderwunschbehandlung, es wurde immer gesagt mein Progesteronwert sei so niedrig und ich bekam Utrigest und teilweise auch Spritzen. Die Behandlung führte nicht zum Erfolg, hatte zwei Fehlgeburten. Danach nahm ich erstmal keine Pille um meinen Körper zu schonen, nahm aber gg.die Dysmennorhoe Naproxen wodurch ich mir eine chronische Gastritis einfangen habe. also doch wieder Pille, erst Belara. Seit ca.zwei Jahren wird aber das PMS immer schlimmer, ich habe schon seit Zyklusmitte Brustschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfall, Stimmungsschwankungen usw. dann verschrieb mir mein Gyn.die stediril weil diese mehr Gestagen enthält. Es ist damit etwas besser geworden aber nicht wirklich viel. Eine Endokrinologin empfahl mir jetzt eine Östrogenfreie Pille, die Desirett. Ich soll diese drei Monate zur Probe nehmen. Ich verstehe nicht richtig warum kein Arzt mir nochmal Utrogest, also natürliches Progesteron, gibt. Ich nehme die Pille wirklich nur wegen den Regelbeschwerden, schwanger kann ich nicht werden ohne Hilfe. Was denken Sie, kann die Östrogenfreie Pille bei PMS helfen oder wäre doch Utrogest eine Idee? ich habe auch schon über eine Gebärmutterentfernung nachgedacht aber die Hormonproblematik würde ja bestehen bleiben.....


  Re: Doc.bitte: Regelschmerzen und PMS
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   *Jane*
schrieb am 19.06.2013 10:09
Hallo Melika,

aufgrund deiner beschriebenen Beschwerden würde ich vermuten, dass bei dir Endometriose vorliegt. Die Probleme (starke Schmerzen während der Regelblutung, Durchfall) sind sehr typisch dafür. Endometriose bedeutet, dass Gebärmutterschleimhaut an Stellen versprengt ist, wo sie nicht hingehört. Sie macht den Zyklus mit, wodurch es zu Entzündungen, Vernarbungen, Verwachsungen kommen kann, was Probleme verursacht, nicht zuletzt in Bezug auf den Kinderwunsch.

Eindeutig diagnostizieren kann man das nur mit einer Bauchspiegelung. Dabei könnte man ggf. Herde entfernen und gleich nachschauen, ob die Eileiter betroffen sind. Manchmal sind sie durch eine Endemetriose verschlossen oder nicht frei beweglich. Danach kann man dich mit einer Pille möglichst lange beschwerdefrei halten. Die Desirett wäre vielleicht ganz gut, da Östrogene bei Endometriose problematisch sind. Häufig verordnet wird die Cerazette, die man durchgehend nimmt.

Eine Gebärmutterspiegelung kann man mit der Bauchspiegelung verbinden um zu schauen, ob nicht noch andere Probleme wie z. B. Myome die Beschwerden verursachen.

Das hier ist natürlich keine Diagnose, sondern nur eine Vermutung, aber ich finde, du solltest es abklären lassen, denn es schränkt deine Lebensqualität deutlich ein und hätte ggf. Folgen für einen bestehenden Kinderwunsch.

Die Zyklusprobleme könnten unabhängig davon bestehen, würden aber unter der Pille keine Rolle mehr spielen. Von dauerhafter Anwendung von Utrogest würde ich abraten, wenn aktuell kein Kinderwunsch besteht. Habt ihr den Kinderwunsch bereits aufgegeben? Immerhin scheint dein Leidensdruck so groß zu sein, dass du über eine Gebärmutterentfernung nachdenkst. Das ist ein großer Schritt.

LG Jane

  Signatur   **************
ICSI positiv (Dez. 2003)
8 x ICSI negativ und 4 x Kryo negativ (Juli 2005 bis April 2010)
1 x H-ICSI negativ (Dez. 2008), 1 x H-Kryo negativ (Feb. 2009)
Plan B (Okt. 2010) - positiv



  Re: Doc.bitte: Regelschmerzen und PMS
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   Melika
schrieb am 19.06.2013 10:50
Danke für Deine Antwort. Endometriose wurde damals geringfügig fest gestellt, das stimmt. Kinderwunsch besteht nicht mehr, haben adoptiert smile ich leide wirklich sehr, jeden Monat fast zwei Wochen.....


  Re: Doc.bitte: Regelschmerzen und PMS
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   *Jane*
schrieb am 19.06.2013 11:14
Ich kenne es aus eigener Erfahrung, wie die Endometriose die Lebensqualität herabsetzen kann. Auch ohne Kinderwunsch wäre eine Bauchspiegelung vielleicht ratsam, da man dabei Herde entfernen kann. Oder du versuchst es gleich mit einer gestagenhaltigen Pille (also möglichst wenig Östrogene). Damit könnten deine Zyklusprobleme insgesamt verschwinden. Ggf. könnte man auch eine Wechseljahrstherapie machen. Such dir einen Arzt, der sich damit auskennt. Das kann man leider nicht bei jedem Gyn voraussetzen.

Bei Endometriose hilft eine Gebärmutterentfernung allein leider nicht in jedem Fall. Das wäre ein Mittel, wenn die Beschwerden auf Myome o.ä. zurückzuführen sind. Es müssten vermutlich auch die Eierstöcke mit entfernt werden (weil die Herde sonst den Zyklus ja weiter mitmachen) und damit wärst du mit einem Schlag in den Wechseljahren. Ich würde es erst mal auf hormonellem Wege (evtl. mit Bauchspiegelung vorher) probieren, ehe du zu radikaleren Mitteln greifst.

LG Jane

  Signatur   **************
ICSI positiv (Dez. 2003)
8 x ICSI negativ und 4 x Kryo negativ (Juli 2005 bis April 2010)
1 x H-ICSI negativ (Dez. 2008), 1 x H-Kryo negativ (Feb. 2009)
Plan B (Okt. 2010) - positiv





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