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  IVF-Kinder: Steifere Blutgefäße und damit höheres Herzinfarktrisiko
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   Jane555
schrieb am 12.06.2013 13:49
Hallo,

ich habe eine Tochter nach erfolgreicher ICSI 2011 zur Welt gebracht und wollte demnächst einen neuen Versuch starten.

Jetzt bin ich auf folgenden Artikel vom März 2012 gestoßen der mich schon sehr beunruhigt. Der Herzspezialist Prof. Urs Scherer hat nachgewiesen das IVF/ICSI Kinder steifere Blutgefäße und eine verdickte Innenschicht der Halsschlagader haben. Außerdem hat er recht sicher nachgewiesen das dies mit der IVF an sich und nicht mit anderen Faktoren zusammenhängt (wie die Infertilität der Eltern).

Hier ein paar Links zu der Studie:

[www.insel.ch]

[newsbloggers.ch]

[www.sprechzimmer.ch]

[circ.ahajournals.org]

[www.nzz.ch]

Die Originalstudie in Englisch verstehe ich nicht so recht. Mich würde interessieren ob wirklich jedes Kind diese steiferen Blutgefäße und damit ein erhöhtes Herzinfarktrisiko hat oder ob das nur ein gewisser Prozentsatz ist. Wenn es wirklich alle IVF Kinder hätten fände ich das schon erheblich.

Vielleicht kann ja sogar Dr. Breitbach selbst etwas dazu sagen. Er hat uns ja schon so manche Studie verständlich gemacht.

Viele Grüße, Jane

Nachtrag: Hier der Link zur Originalstudie mit Zahlen und Diagrammen:
[circ.ahajournals.org]


5 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.06.13 09:23 von Jane555.


  Re: IVF-Kinder: Steifere Blutgefäße und damit höheres Herzinfarktrisiko
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   gelöschter User
schrieb am 12.06.2013 18:25
Ich finde die Kinderzahl zu gering um daraus auf alle IVF-Kinder schließen zu können.
Zudem müssten für eine wirkliche Vergleichsmöglichkeit einige Faktoren mehr berücksichtigt werden als nur die IVF.
Da stellt sich nämlich schon mal die erste Frage: Waren das nur IVF-Kinder oder auch ICSI-Kinder?
Es müssten die gleichen Stimulationsmedikamente verwendet werden, die gleichen Laborbedingungen (z.B. Nährlösungen etc.), die gleichen Zusatzbehandlungen (wie Blastos) etc. vorhanden sein, um harte Daten zu bekommen.

Es gibt viele beunruhigende Studien (z.B. auch zu erhöhten Krebsraten nach IVF bei den Kindern) - aber sie sind nur schlecht übertragbar auf alle IVF-Kinder.

Du gibst Deinen Kindern noch sehr viel mehr epigenetische Faktoren mit, die deren ganzes Leben beeinflussen können. So gibt es eine schwedische Studie, dass sich das Ernährungsverhalten der Großeltern noch 2 Generationen weiter auswirkt und z.B. für erhöhte Diabetesraten verantwortlich ist.

Wenn Du Kinder bekommen möchtest, gehst Du immer das RIsiko ein, dass sie nicht gesund sein könnten.
Dafür leben sie! Ich finde, das ist sehr viel mehr wert als ein mögliches RIsiko eines Herzinfarktes in 50 Jahren.
Ein Herzinfarktrisiko werden übrigens wohl die meisten Menschen in unserer Industrienation vererben.

LG Nozilla


  Re: IVF-Kinder: Steifere Blutgefäße und damit höheres Herzinfarktrisiko
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   Lena mit Kinderwunsch
schrieb am 12.06.2013 18:35
Hallo Jane,

ich glaube, das ist alles reiner Quatsch!
Es macht keinen Unterschied, ob ein Kind auf künstliche oder natürliche Weise gezeugt wird!
Dieser Typ ist bestimmt ein konservativer intoleranter "Wissenschaftler", der gegen jede Art von alternativen Methoden ist und versucht über diese "Studie" den Leuten weiszumachen, dass die Kinder kränker sind als die "normal" gezeugten Kinder.
Ich würde dem keinen Glauben schenken und den Kinderwunsch weiter verfolgen.
Schließlich gibt es auch bei "normal"gezeugten Kindern auch etliche Krankheiten, die man bei der Zeugung und der Geburt nicht voraussehen kann.

Viel Glück und Erfolg


  Re: IVF-Kinder: Steifere Blutgefäße und damit höheres Herzinfarktrisiko
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   Jane555
schrieb am 12.06.2013 20:12
So wie ich das verstanden habe geht es um IVF und um ICSI Kinder. Es wird allgemein von Kindern gesprochen die im Reagenzglas gezeugt wurden. Davon das Laborbedingungen betrachtet wurden habe ich nichts gelesen...

Es stimmt das man immer ein Risiko eingeht wenn man ein Kind bekommt das es nicht gesund ist. Aber wenn man das vorher schon weiß...


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  Re: IVF-Kinder: Steifere Blutgefäße und damit höheres Herzinfarktrisiko
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   gelöschter User
schrieb am 12.06.2013 20:39
Ja, von Laborbedingungen wird nicht geschrieben, weil die einfach nicht vergleichbar sind. Damit kannst Du in eine Studie eine richtig schöne Verzerrung/Bias bekommen.

Und IVF und ICSI in einen Topf zu werfen, finde ich schwierig. Weil die schlechte Spermienqualität bei ICSI einfach auch noch ein Risikofaktor mehr ist im Vergleich zur IVF.

Wenn Du Dich so verunsichern lässt oder lassen willst, dann ist die einfache Konsequenz daraus: Keine KB mehr und Deiner Tochter einen Lebensstil beizubringen, der Herzinfarkten vorbeugt. Und ach ja, nicht ins Hochgebirge mit ihr fahren - war ja auch ein Studienergebnis!

Entschuldige meinen Sarkasmus.

LG Nozilla


  Re: IVF-Kinder: Steifere Blutgefäße und damit höheres Herzinfarktrisiko
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   gelöschter User
schrieb am 12.06.2013 21:33
Zitat
Jane555
Aber wenn man das vorher schon weiß...

Man weiß es eben nicht. Wie Nozilla schon schrieb, fuer eine seriöse Studie sind die Zahlen zu gering. Und es wird ja nicht gesagt, dass alle mit Hilfe von IVF/ ICSI gezeugten Kinder erkranken. Sie haben allenfalls ein hoeheres Risiko zu erkranken.
Es gab ja schon diese Woche einen ähnlichen Beitrag. Dort habe ich bereits von meinem natuerlich gezeugten Vater geschrieben, der mit 55 Jahren an Krebs erkrankte und daran starb. Mein Großvater mütterlicherseits hatte dummerweise die gleiche Erkrankung. Das macht nun fuer mich ein deutlich erhöhtes Risiko, ebenfalls zu erkranken. Ich lebe trotzdem gerne. Der Mensch hat irgendwie immer ein erhöhtes Risiko fuer irgendeine Erkrankung. Wenn man das fuer seine Kinder ausschließen moechte, darf man einfach keine zeugen.
LG
Simone




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