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  Epigenetik von Kryokindern
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   Anonym1
schrieb am 10.06.2013 14:47
Hallo,

erst mal möchte ich mich dafür entschuldigen das ich heute anonym schreibe.

Ich beschäftige mich im Moment mit meinem ersten Kryoversuch und mache mir alle möglichen Gedanken. Unter anderem beschäftigt mich der Gedanke um die Gesundheit der Kryokinder. Ich denke da weniger an die Gesundheit im Kindesalter (die ist ja mittlerweile erforscht) als an die evtl. Spätfolgen, die ja bis jetzt gar nicht erforscht sein können. Ich bin auf folgenden Artikel gestoßen:

[www.spiegel.de]

Im letzten Absatz geht es um die evtl. epigenetischen Veränderungen die für mich nicht ganz abwägig sind. Ich wünsche mir so sehr Kinder habe aber sehr große Angst vor dem Gedanken das sie evtl. eine niedrigere Lebenserwartung oder im Erwachsenenalter andere Probleme haben könnten.

Ich würde mich über Eure Gedanken zu dem Thema freuen.

Viele Grüße.


  Re: Epigenetik von Kryokindern
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   *Jane*
schrieb am 10.06.2013 15:13
Hallo,

ich habe Kryo-Kinder und noch dazu aus einer Embryonenspende. Vor allem letzteres ist der Grund, warum ich mich unter anderem ein bisschen mit Epigenetik beschäftigt habe. Diese Wissenschaftsdisziplin steht noch recht weit am Anfang, d. h. von gesicherten Erkenntnissen, was sich wie auswirkt, kann man nicht sprechen. Es gibt zum Beispiel Studien, die einen Einfluss der Ernährung der Großeltern(!) (v.a. extreme Situationen wie Hunger etc.) auf die Entwicklung und Lebenserwartung der Enkelkinder nachweisen. Es gibt sehr sehr viele Faktoren, die zum Teil unkontrollierbar sind und die ebenso bei "normalen" Schwangerschaften Einfluss nehmen. Die Kryokonservierung ist nur einer davon.

Eventuelle Probleme, Krankheiten, eine niedrige Lebenserwartung - natürlich will jede Mutter/ jeder Vater seine Kinder davor bewahren. Man wird jedoch nie eine Garantie dafür bekommen. Krankheiten können vererbt werden, ohne dass man etwas davon weiß, es kann Komplikationen bei der Geburt geben, Unfälle passieren...

Nicht dass ich falsch verstanden werden: Ist ein Risiko eindeutig bekannt, z. B. für eine Erbkrankheit, dann sollte man abwägen, ob man dieses Risiko eingeht oder nicht. Aber die Furcht, dass irgendetwas einen negativen Einfluss haben könnte, lähmt einfach nur, zumal man nie alle negativen Faktoren ausschließen könnte. Wie lautete der Spruch? "Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden."...

LG Jane

  Signatur   **************
ICSI positiv (Dez. 2003)
8 x ICSI negativ und 4 x Kryo negativ (Juli 2005 bis April 2010)
1 x H-ICSI negativ (Dez. 2008), 1 x H-Kryo negativ (Feb. 2009)
Plan B (Okt. 2010) - positiv



  Re: Epigenetik von Kryokindern
avatar    Sweet Angel
Status:
schrieb am 10.06.2013 15:20
Leider kann dir das keiner beantworten, ob die Lebenserwartung geringer sein wird. Bisher steht ja nur fest das die ältesten Kryobabys, die ja heute zwischen 25-30 jaher alt sind keinerlei gesundheitlichen Einschränkungen zu anderen aufweisen. Ich würde mich nicht so verrückt machen. Google kann manchmal ein ziemlicher Feind sein und wenn man sucht, findet man zu jedem Thema, jede Variante irgendwo eine studie. Letzlich sind studien, aber auch nur Wahrscheinlichkeitsberechnungen und keine wirklichen Fakten. Auch das Kryo Babies größer sind als andere, das kann ich nicht so sehen. ich hab ja zwei Kryo babies udn bisher gehören beide zu der zarteren Sorte. Vesuch es ohne Kryo mal zu sehen. Du wirst nie wissen, wie alt dein Kind werden wird, ob Kryo, Frischversuch oder auf ganz normalem Wege. Es gibt Familien, wo die sterblichkeitsrate in jüngeren Jahren höher ist als in anderen familien. Wie das wirklich aussieht kann man denn wohl erst in 60-80 Jahren an anderen Studien sehen.


  Re: Epigenetik von Kryokindern
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   gelöschter User
schrieb am 10.06.2013 15:30
Ich sehe das wie Jane. Und mir macht der zitierte Artikel keine " Angst" . Denn er zeigt eigentlich nur, dass man nichts weiß. Vielleicht sind Kryo- Kinder nur deshalb im Ergebnis schwerer, weil nur die wirklich robusten Embryonen den Einfrier- und Auftaucorgang ueberleben?
Es gibt im Leben keine Garantie. Ganz hart ausgedrückt, mein Vater starb mit 55 an Krebs und er wurde ganz normal gezeugt.
LG
Simone


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  Re: Epigenetik von Kryokindern
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   gelöschter User
schrieb am 10.06.2013 17:35
Jane hat das sehr schön geschrieben.

Uns wurde in der genetischen Beratung nach Lupinchens Tod gesagt, dass rein gar nichts dagegen sprechen würde, ein Kind aus einer Kryokonservierung zu bekommen.

Eine Garantie hast Du nie. Ich habe in der Schwangerschaft nur Bio gegessen, bin bei laufender Mikrowelle aus dem Raum gegangen, etc.
Trotzdem war meine Tochter schwerkrank. Es war einfach PECH.
So viele andere epigenetischen Faktoren gibst Du Deinem Kind mit, von denen Du gar nichts weißt.
Übrigens gibt es auch Studien mit Mäusen, dass Angstzustände der Mutter in der Schwangerschaft beim Kind die Epigenetik verändern. Diese Kinder sind weniger stressresistent.

Angst gehört zum Leben einer Mutter dazu. Es ist die Kunst, mit dieser Angst zu leben, ohne dass sie Dein Leben erschwert.

LG Nozilla


  Re: Epigenetik von Kryokindern
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   Anonym1
schrieb am 11.06.2013 13:53
Vielen lieben Dank für Eure Antworten!

Ihr habt wohl alle Recht. Man kann ja nie alle Risiken ausschließen und es gibt jede Menge Risikofaktoren in unserem Leben und unserer Umwelt. Mein Mann hat das auch schon zu dem Thema gesagt, aber mit ihm will ich über das Thema nicht mehr sprechen. Er sagt ich mache mich zu sehr verrückt. Deswegen ist es schön von Euch eine Meinung zu hören! smile

Angst vor etwas lähmt einen wirklich. Ich sollte versuchen das abzustellen was nicht ganz einfach ist.




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