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  weiterführende Diagnostik nicht in jedem Fall ausreden lassen!
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   bujazza
Status:
schrieb am 16.08.2012 20:08
Für Interessierte, die gerne eine weiterführende Diagnostik machen würden, doch der Arzt dies ablehnt:

Nachdem ich gestern eine Gebärmutter- und Bauchspiegelung hatte, möchte ich kurz von meinen Erfahrungen berichten:

Mein Mann und ich starteten vor einem Jahr im Dezember mit den Behandlungen. Da wir nur Kryosperma von schlechter Qualität zur Verfügung haben, sind wir auf ICSI angewiesen. Als Verursacher stand also ganz klar mein Mann fest, ich selbst wurde kaum untersucht, abgesehen von den üblichen Blut- und Ultraschalluntersuchungen.

Nach zwei negativen ICSIs und einem negativen Kryo-Versuch meinte der behandelnde Arzt, wir sollten einfach so weitermachen wie bisher. Weiterführende Diagnostik bei der Frau wird bei ihnen in der Praxis frühestens ab dem 5. Fehlversuch gemacht. Da sich jedoch unsere Spermavorräte dem Ende zuneigen, beharrte ich darauf, dass zumindest eine Gebärmutterspiegelung gemacht wird, da ich immerhin vor 2 Jahren eine größere Myom-OP hatte und auch gelegentlich Schmerzen auftreten. Der Arzt lehnte diese ab, da es viel zu früh dafür sei und ich ihn am Ende verklage, wenn bei der OP etwas schiefgeht.

Wir haben aus verschiedenen Gründen die Praxis gewechselt und ich ließ auf eigene Faust die Schilddrüse beim Endokrinologen checken sowie eine Gerinnungsdiagnostik bei Dr. Reichel-Fentz machen (letztere ohne Befund). Der neue KIWU-Arzt schickte mich außerdem zur Spiegelung.

Lange Rede, kurzer Sinn: Nachdem ich zu Beginn als gesund galt, weiß ich nun, dass ich sowohl eine Schilddrüsenunterfunktion habe, als auch durch die Myom-OP verursachte starke Verwachsungen im Bauchraum und am rechten Eierstock (der nicht mehr durchgängig ist). Zudem wurde noch Endometriose im Douglas-Raum festgestellt.

Die Schilddrüse ist nun eingestellt, die Verwachsungen wurden gelöst und die Endometriose wurde entfernt. Nun können wir endlich in die nächste ICSI starten. Eine Garantie auf Erfolg gibt es natürlich nach wie vor nicht, aber vielleicht sind unsere Chancen etwas größer. Zumindest meinten die Ärzte in der Klinik, dass sowohl die Verwachsungen als auch die Endometriose eine Einnistung negativ beeinflussen können.

Das ist super


  Re: weiterführende Diagnostik nicht in jedem Fall ausreden lassen!
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   Manulein
schrieb am 16.08.2012 20:34
Hallo

ich kann mir dem nur 100 % anschliessen

Mein Mann galt als Verursacher, ich ausser PCO was keine probleme machte galt als Gesund, die FG wären Pech gewesen, das war bis ungefähr der 4 FG so.
Ich habe vorher schon Untersuchen machen lassen die aber ausser erhöhte NK´s und keine schützenden AK OK waren, das wurde aber nicht wirklich ernst genommen grmpf

Hab mich nach und nach weiter untersuchen lassen auf eigene Faust, siehe da es kam einiges raus :

- Antiphospholipid-Syndrom
- CD4/CD8 Index mit 3,25 erhöht ( Normwert 1,10-2,30 )
- T-Supressorzellen CD 8 zu tief mit 16,96 ( Normwert 19 - 48 )
- Faktor 8 etwas niedrig aber da ich Blutgruppe 0 habe noch in der Norm
- beim grossen Blutbild sind auch ein paar Werte verschoben
- NK´s sind mit 9,37 in der Norm...endlich, denn sonst war er immer erhöht
- 4G/5G Polymorphismus heterozygot
- A-488G Polymorphismus heterozygot
- crossmatch weiter negativ, keine schützenden AK
- Fibrinogen in der oberen Norm, laut PROCAM Studiebei dem Wert erhöhtes Risiko für Herzinfakt

habe mir heute noch Blut abnehmen lassen wegen Schilddrüse, der TSH wert ist immer weiter gesunken, das letzte mal wurde es im Dezember 2011 kontrolliert, er war mi 0,35 noch gerade so im Normbereich. Bin mal gespannt wie er jetzt ist.

Ohne Cortison, Clexane, ASS, Intralipid, Metformin kaum eine Chance Schwanger zu werden bzw zu bleiben.

Es heisst zwar nicht das es jetzt mit den Medis klappt ( habe alles ausser Cortison schon bei 2 Schwangerschaften erfolglos eingenommen ) aber zumindest siehts es besser aus als vorher wo man gar nicht wusste was los ist.
Man glaubt mir nun endlich das was nicht in ordnung ist.

Ganz liebe Grüße
Manu


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.08.12 20:37 von Manulein.


  Re: weiterführende Diagnostik nicht in jedem Fall ausreden lassen!
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   Schnauzentier
Status:
schrieb am 16.08.2012 23:10
Hallo.
Der Beitrag kommt für mich wie gerufensmile
Ich hab Pco und die Jungs von meinem Mann sind zu Lahm.
Die "standartsachen" sind alle schon getestet.
Nach 4 Zyklen GvnP, 3 IUI und 2 Icsi´s bin ich immer noch nicht schwanger.....
Nach der zweiten IUI hatte ich einmal einen Hcg-wert von7,2 bei es +14....
Bis auf die zweite Icsi, waren bei allen versuchen die vorraussetzung immer sehr gut.
Das ist doch nicht normal... Oder?


  Am besten VOR dem 1. Versuch ALLES überprüfen lassen...zahlen die Krankenkassen
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   Pelulu
Status:
schrieb am 16.08.2012 23:37
Hallo, genau das wollte ich auch schon posten.

Bloss nicht blind den Ärzten vertrauen, sondern kritisch hinterfragen!

Nach 3 erfolglosen ICSI für insgesamt 18.000 Euro (Privatversicherte sind Goldkunden!) hab ich gottseidank die KLinik gewechselt und wurde von der neuen Klinik erstmal zur Gebärmutterspiegelung geschickt (die bisherige Klinik hätte natürlich weitergemacht....Langenhagen weiss, wie man den Leuten das Geld aus der Tasche zieht). Dort hat man ein Septum in der GM festgestellt, das operiert werden muss (habe 2 Meinungen dazu eingeholt). Bei der OP wird auch zum ersten Mal eine Bauchspiegelung gemacht, was heissen könnte, dass man dort auch noch was findet (Endometriose, Zyste...), was eine Einnistung verhindert.

WARUM WIRD BEIDES NICHT V O R EINEM ERSTVERSUCH VERANLASST? Beide Untersuchungen (GMS und BS) werden von der GKV übernommen.
Ich kann nur JEDER raten, auf diese Untersuchungen zu bestehen, zumindest vor einer kostenintensiven IVF/ICSI!!!

Frechheit, wie manche Praxen sich auf unsere Kosten (finanziell, physich und psychisch) bereichern. Aber mit uns kann man es ja machen, weil jedem bekannt sein dürfte, wie gross unser Wunsch ist nach einem Kind.


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  Re: weiterführende Diagnostik nicht in jedem Fall ausreden lassen!
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   Tabea3
Status:
schrieb am 17.08.2012 09:48
Vielen Dank für diesen Beitrag!

Ich hab zwar erst eine negative kryo hinter mir - lt. KiWu ist lediglich der Sperma meines mannes Schuld und ich hab leichtes PCO.
2008 wurde ich schon mal spontan schwanger - mein Sohn stammt aus der vorherigen Beziehung. Aufgrund dieser Tatsache macht man bei mir KEINE Untersuchungen.

Mich ärgert das total!!!

Ich gehe ab jetzt zusätzlich zur KiWu-Klinik zu einem Wahlarzt, der auch in der Klinik arbeitet. Ich bestehe darauf, dass alle wichtigen Werte bei mir angeschaut werden! Ich will ja nicht meine hart erarbeiteten Kryos in den Wind schießen!

Mein letzter Kryo-Versuch wurde zudem noch gemacht, obwohl der Aufbau der GSH nicht gepasst hat und auch eher zu hoh aufgebaut war!!! Ich bin sooo sauer - teilweise ist das Ganze echt eine Geldabzockerei!!!! Grrrrrrrr....

Ich kann allen nur empfehlen, darauf zu bestehen, dass alle wichtigen Untersuchungen schon vor der 1. ICSI gemacht werden! Und bei den US immer nachfragen, wie der Stand der Lage ist. In meiner Klinik sagen einige Ärzte einfach immer nur "passt schon" - und ein anderer Arzt sagt "passt nicht". Manche sind ehrlich und kritisch, manche sehen das locker.....ALSO IMMER HARTNÄCKIG NACHFRAGEN!!!

Alles Gute und lg, Tabea


  Re: weiterführende Diagnostik nicht in jedem Fall ausreden lassen!
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   bujazza
Status:
schrieb am 17.08.2012 11:17
Bei den hohen Kosten, die wir alle aufbringen müssen und insbesondere im Hinblick auf unsere Zukunft, die vom Behandlungserfolg abhängt, ist es doch mehr als wichtig, dass man dem Arzt voll und ganz vertrauen kann. Also auch dahingehend vertrauen kann, dass alle notwendigen Untersuchungen gemacht werden.

In meinem Fall gab es ja tatsächlich mehrfach Hinweise darauf, dass bei mir eben nicht "alles prima" ist. Doch es wurde nur abgewiegelt. Der Arzt ist weder auf die erhöhten Schilddrüsenwerte weiter eingegangen, noch auf meine Schmerzen nach dem Transfer im Bereich, wo das Myom entfernt worden war, noch auf seine eigene kurze Anfrage während eines etwas schwierigeren Transfers, ob ich schon einmal von Endometriose gehört hätte (weil die Kanüle nur schwer durch den Muttermund zu führen war). Als ich ihn anschließend auf seine Bemerkung ansprach, hieß es nur, er habe sich getäuscht, da wäre nichts.

Bei uns kam ja dann noch hinzu, dass der Arzt uns nach einem kurzen Blick in den Computer eine falsche Auskunft darüber gegeben hat, wie viele Spermavorräte noch vorhanden wären.

Verstehen kann ich das wirklich nicht. Ist das Fahrlässigkeit oder Geldgier? Oder bin ich einfach hysterisch und es zählt eh nur, dass die GMS gut aufgebaut ist?

Letztlich bleibt uns allen nur zu wünschen, dass wir Glück und Durchhaltevermögen haben und die richtigen Entscheidungen treffen, gemeinsam mit dem Arzt oder auch alleine.


  Re: weiterführende Diagnostik nicht in jedem Fall ausreden lassen!
avatar    leandra75
Status:
schrieb am 17.08.2012 11:30
Hallo,

Hier haben einige von euch geschrieben , sie hätten Untersuchungen auf eigene Faus veranlasst, z.V. Blutuntersuchungen, heißt das als Selbstzahler oder hat auch ein Arzt überwiesen?

lg


  Re: weiterführende Diagnostik nicht in jedem Fall ausreden lassen!
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   bujazza
Status:
schrieb am 17.08.2012 12:03
@Leandra

Da ich privat versichert und beihilfeberechtigt bin, kann ich dir das nicht beantworten, da ich keine Überweisung benötige. Der Arzt in der der neuen KIWU-Klinik hätte jedoch die Gerinnungsdiagnostik und die Schilddrüsenüberprüfung veranlasst, wenn ich nicht bereits selbst zum Endokrinologen und zu Reichel-Fentz gegangen wäre. Auch zur GS und BS hätte er mich überwiesen. So hat er mir einfach die Karte der zuständigen Ärztin an der Klinik gegeben und ich habe mich dort vorgestellt.

Private und Beihilfe haben die Untersuchungen bislang komplett übernommen, selbst die Gerinnungsdiagnostik bei Reichel-Fentz, von der es hieß, die Privaten zahlen das nur sehr selten und nur bei eindeutiger Begründung durch einen Arzt, wurde nun erstattet. (Wobei ich nicht weiß, ob sich diese Einschränkung durch die Private nicht eher auf die immunologische Abklärung bezieht, die wir aber nicht gemacht haben.)


  Re: weiterführende Diagnostik nicht in jedem Fall ausreden lassen!
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   Manulein
schrieb am 17.08.2012 14:54
Hallo

auf eigne Faust heisst ich habe entweder den Frauenarzt oder den Hausarzt gesagt was ich möchte und die haben dann die Überweisung ausgestellt, war kein problem. Die KK hat die meisten untersuchungen gezahlt. Wir hatten mehrere FG gehabt, bei manchen Untersuchungen gibt es wohl bestimmte Vorraussetzungen die erfüllt sein müssen damit die KK zahlt.
Ich glaube bei Dr.Reichen Fentz ist dies der Fall, aber da wir ja so oder so gründe hatten, hab ich gar nicht danach gefragt. Einfach mal anrufen Ja

Ganz liebe Grüße
Manu


  Re: weiterführende Diagnostik nicht in jedem Fall ausreden lassen!
avatar    leandra75
Status:
schrieb am 17.08.2012 15:03
Also bei mir ist es so, dass mein Doc zwar superschnell mit der Bauchspiegelung war bei anderen Untersuchungen aber sehr zurückhaltend ist.
Nach meiner FG hätte ich gern gerinnungsdiagnostik gemacht.
Mein Kiwudoc meinte nach einer FG noch nicht, meine Gyn meinte ja, dass einzige was dann gemacht wurde war ein Quicktest.
Sd wurde gemacht.
Ich frage mich ehrlich wieso nicht vor so einer aufwendigen teuren Behandlung wie IVF alles abgeklaerte wird, sondern man sagt, erst nach einer bestimmten Menge Fehlversuchen.




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