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  Ergebnis Bauchspiegelung - Endo und Tubenabgangsstenose
avatar    Haesi84
Status:
schrieb am 06.08.2012 14:47
Ihr Lieben,

letzte Woche war ich bei der Bauch- und Gebärmutterspiegelung. Hätte allerdings noch ein paar kleinere Fragen, die mir erst jetzt eingefallen sind Ich bin konfus
Endometriose ist bereits bekannt bei mir, es wurden diesmal kleine Herde an Blase und im Douglas entfernt.
Ich habe jetzt doch keinen uterus bicornis, sondern "nur" einen angedeuteten subseptus in der Gebärmutter. Angeblich wäre das aber nicht so schlimm.

Die Eierstöcke sind soweit unauffällig, allerdings wurde eine Tubenabgangsstenose an den Eileitern festgestellt, sprich die blaue Flüssigkeit floss im Rahmen der Chromopertubation nur zögerlich durch. Aber ganz zu sind die Eileiter nicht. Außerdem "zeigen die Tubenwände ebenfalls deutliche Defekte auf". Der Arzt meinte, dass die man die blaue Flüssigkeit wohl mehr durch die Wand sehen würde als üblich, d.h. die Eileiterwände nicht so dick wie normal sind.
Woher kommt das denn? Kann das auch irgendwie mit der Endometriose zusammenhängen?

Was kann man eigentlich noch so machen, um die Eileiter frei zu kriegen? Oder ist das Durchspülen da die einzige Methode? Denn dazu bräuchte man ja eigentlich keine Bauchspiegelung, da würde ja die HSG reichen, oder? Bin irgendwie verwirrt, weil die da gar nix weiter an den Eileitern gemacht haben.

Letzte Frage noch: können die Endoherde an Blase und Douglas eigentlich einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben? Dachte immer, das wäre nur ein Problem, wenn Eierstöcke bzw. Eileiter betroffen sind. So ganz will sich mir der Zusammenhang da nämlich nicht erschließen.

Bitte um eure Hilfe zur Entwirrung meiner Gedanken.

Liebe Grüße
Haesi smile


  Re: Ergebnis Bauchspiegelung - Endo und Tubenabgangsstenose
avatar    Lectorix
Status:
schrieb am 07.08.2012 23:27
Liebe Haesi,
ein "angedeuteter Uterus subseptus" ist in der Tat nicht tragisch, sofern nicht ein handfestes Septum in der Gebärmutterhöhle ist. Die Tubenwanddefekte können sowohl infektiöser Natur sein wie auch durch die Endometriose bedingt. Verklebungen der Eileiter lösen sich entweder durch leichtes Anschneiden oder Durchspülen. Drastischere Maßnahmen haben nicht zwangsläufig Erfolg, auch wenn man es mikrochirurgisch immer mal wieder probiert. Selbst wenn man hier die Eileiter durchgängig kriegt, ist immer noch die Frage, ob sie ausreichend beweglich sind, um die Eizelle aufzufangen und weiterzutransportieren. Die Alternative ist die IVF. Die HSG übrigens zeigt nur ein indirektes Bild der Eileiter, während man über die Bauchspiegelung wesentlich besser die Beweglichkeit und Durchgängigkeit beobachen kann - und eben auch bei Hoffnung auf Erfolg was an den Eileitern unternehmen könnte.

Selten kann die Endometriose über das Immunsystem die Einnistung stören. Daher ist es sinnvoll, aktive Herde auch anderswo als an Eileitern und Eierstöcken zu entfernen. Hinzu kommt, dass die Endometriose, wenn sie außerhalb des Genitaltrakts lokalisiert ist, gravierende Probleme im Körper bereiten kann - im Darm und Harnblase entsprechende zyklische Blutungen und Verklebungen, in der Bauchhöhle Verklebungen mit Schmerzsyndromen. Daher wird man auch diese Läsionen behandeln.

  Signatur   Lieben Gruß,

Claudia

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1. Runde: 4 ICSIs und 2 Kryos 2004-2006: 1 Schwangerschaft (leider FG in 10. SSW wg. Chromosomenfehler beim Kind)
2. Runde: 1. ICSI neg. (Juni 2007), 1. Kryo neg. (Oktober 2007), 2. ICSI positiv (Projekt Schmunzelhase - Kathi kommt am 06.12.08 gesund zur Welt)
3. Runde: Es läuft... smile Kryotransfer 18.11., Piptitest positiv am 30.11., Bluttest am 3.12. mit 1101 etwas schockierend..., aber es ist nur "eines" und kommt als Michael am 29.07.2014 gesund zur Welt






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