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  Negativ - Fragen u. Tipps für den nächsten Versuch ?
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   Imei
Status:
schrieb am 15.07.2012 19:42
Hallo winkewinke

Nach meinem "Negativ" letzte Woche macht man sich natürlich so seine Gedanken, was man in Zukunft anders und somit ggf. besser machen könnte.
Klar, es war erst die 1. ICSI, ich weiß auch von den "30%", aber: z.B. keine Kryos ! Sicher gibt es doch Dinge die man nächstes Mal anders macht, oder ? Ich tue mir schwer damit, wieder so nen "Blindversuch" zu starten !
Welche Untersuchungen können weitergeführt werden, damit man herausfindet, warum
a) meine Eizellqualität O-Ton Labor "so schlecht war, man hat es optisch schon gesehen"
b) die Befruchtungsrate weit unter Durchschnitt lag (an Punktion 8 Follikel, 5 Eizellen, nur 2 befruchtet)
c) der 9- und 8-Zeller B-Qualität an Tag 3 nach Punktion sich nicht eingenistet haben
Was bedeutet die mehrfach hier gelesene "Große Diagnostik" ? Macht es Sinn, weiterzuforschen ? Wir werden nur eine begrenzte Anzahl an "Frischversuchen" durchführen können... d.h. ich kann nicht bis zum Ergebnis einer 4. ICSI oder so warten um näher nachzuforschen.
Info noch zur ICSI: Long Protokoll, Stimu mit Gonal F 225 IE (9 Tage)
Das SG war am Tag der PU überraschenderweise gut (das SG laß ich mir nächste Woche noch aushändigen). Gibt es Fälle, wo man von ICSI auf IUI umschwenken könnte ?

Dann würde ich gern noch eine Beobachtung während meiner WS loswerden: ich hatte die ersten 7 Tage nach TF ein richtig gutes Gefühl (hoffentlich keine grüne Punkte ), so eine "große Wärme" (Durchblutung?). Am Tag 8 nach TF hatte ich so extreme Unterleibsschmerzen bekommen (hatte auch einen Beitrag eröffnet), ein plötzliches Stechen, extremes Ziehen (ähnlich Mens) ein paar Sekunden, dann Ruhe für ein paar Minuten. Dann gings wieder von vorne los. Hatte noch zu meinem Mann gesagt, daß ich mir so Wehen vorstelle (nur noch schlimmer). Das den ganzen Tag. Montags war wieder Ruhe.
Kann ich daraus etwas schließen ? Würde gern wissen was da los war.

Danke schonmal vorab für Eure Antworten - ich fühl mich als totaaaaaler Laie der einfach alles geschluckt hat was die Kiwu serviert hat - ohne nachzufragen. Das wird jetzt anders werden smile Ich will auch verstehen was warum so und so gemacht wurde.

LG Imei
und sorry dass es so lang wurde zwinker


  Re: Negativ - Fragen u. Tipps für den nächsten Versuch ?
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   *Jane*
schrieb am 15.07.2012 22:46
Bei dem was du beschreibst, sollte der zweite Versuch möglichst nicht genau so ablaufen wie der erste, was die Stimulation angeht. Es gibt offenbar Optimierungspotenzial. Ob man mit einem anderen Vorgehen zu besseren Ergebnissen kommt, lässt sich zwar nicht vorhersagen, aber einen Versuch ist es Wert. Beispielsweise könnte man versuchen, mit einem zusätzlichen LH-Anteil (Gonal enthält nur FSH) die Qualität der Eizellen zu verbessern. Ein anderes Protokoll (z. B. Antagonistenprotokoll) könnte vielleicht ein paar mehr reife Eizellen bringen. Manchmal ist auch die Pille im Vorzyklus in der Lage, die Eizellreifung gleichmäßiger stattfinden zu lassen und damit die Ausbeute zu erhöhen. Dein Arzt hat sicherlich Vorschläge, die auf deine individuelle Situation angepasst sind. Ich würde ganz allgemein mit der Frage hineingehen, wie man die Stimulation verbessern kann, d. h. wie man bessere Eizellen und möglicherweise auch mehr befruchtete Eizellen erreichen kann. Eine Dosiserhöhung allein fände ich unzureichend, wenn das Labor die Qualität der Eizellen bereits in Frage gestellt hat.

Was die Diagnostik angeht, so gibt es einige Dinge, die man frühzeitig abklären sollte wie bspw. die Funktion der Schilddrüse (inkl. Antikörper wegen eventueller Autoimmunerkrankungen). Auch eine Gebärmutterspiegelung kann man in Erwägung ziehen. Die Praxis, in der ich war, hat nach dem zweiten negativen Frischversuch auch die Gerinnung getestet sowie die Immunologie, allerdings war hier die Voraussetzung, dass die Qualität der transferierten Embryonen gut war. Man bekommt zwar hier im Forum schnell den Eindruck, dass Einnistungsprobleme häufig sind, allerdings ist das eine Verzerrung, da diese "schwierigen Fälle" sich besonders lange und intensiv hier austauschen. In den meisten Fällen liegt es leider an den Eizellen/ Embryonen, dass keine Einnistung stattfindet.

Unterleibsbeschwerden sind eine häufige Begleiterscheinung, allerdings ist es ungewöhnlich, dass es so heftig ist und dann schnell wieder verschwindet. Dafür habe ich leider auch keine eindeutige Erklärung. Ich würde am ehesten noch darauf tippen, dass der Darm beteiligt war. Dass es mit Pausen ablief und nach einiger Zeit wieder aufhörte, deutet unter anderem daraufhin. Durch das Progesteron in großen Mengen wird er träge und macht einigen Frauen Probleme. Das kann schmerzhaft sein. Die Ursache ist häufig schlecht lokalisierbar im Unterleib, weil die Beschwerden ausstrahlen.
Falls du eine Abstoßung der Embryonen vermutest, fände ich die Reaktion sehr heftig, wenn man bedenkt, was für ein winziger Zellhaufen sich da gerade einnistet.

Spermiogramme können stark schwanken. Die Frage ist, ob es nun gut genug und auch konstant genug ist, um auf eine IUI umzuschwenken. Es bringt nicht viel, wenn ihr am Tag der IUI dann wieder ein schlechtes SG habt.

Besprich das alles in Ruhe mit deinem Arzt. Am besten schreib dir die Fragen auf, damit du nichts vergisst. Mir hat das immer geholfen.

LG Jane

  Signatur   **************
ICSI positiv (Dez. 2003)
8 x ICSI negativ und 4 x Kryo negativ (Juli 2005 bis April 2010)
1 x H-ICSI negativ (Dez. 2008), 1 x H-Kryo negativ (Feb. 2009)
Plan B (Okt. 2010) - positiv



  Re: Negativ - Fragen u. Tipps für den nächsten Versuch ?
avatar    Rosenrot85
schrieb am 16.07.2012 09:15
Hallo Imei,

eigentlich wollte ich dir gestern abend schon schreiben, aber mit dem ipad ging das nicht so gut, deswegen hab ich's gelassen.
Du hast ja von Jane schon eine sehr ausführliche Antwort bekommen.

Noch kurz mein Senf dazu:

Ich kann total verstehen und finde es auch sehr gut, dass du dir um weitere Diagnostik schon zum jetzigen Zeitpunkt Gedanken machst.
Wichtig und unproblematisch zu prüfen ist die Schilddrüse.
Gebärmutterspiegelung und/oder Bauchspiegelung könnte man in Betracht ziehen - mir hat man auch nach der 3. ICSI gesagt, dass das nicht erforderlich ist, in anderen Kliniken wird dieses routinemäßig sogar vor der ersten ICSI angeraten; jede Klinik hält andere Dinge für sinnvoll. Das hat es mir auch immer schwer gemacht, wenn Doc A sagt "ja, dies sollte man tun" und Doc B dies für unsinnig hält.

Was die EZ-Quali angeht:
Ich hatte mit demselben Protokoll und derselben Vorgehensweise schon super Eizellen, aber einmal auch echt miese. Woran das gelegen hat, wusste auch niemand. Es _kann_ wohl also auch mal Zufall sein, wie die EZ-Quali im jeweiligen Behandlugnszyklus ausfällt.

Klar könntet ihr von ICSI auf IUI umschwenken, wenn es das Spermiogramm hergibt. Hier würde ich jedoch ein Kontrollspermiogramm machen lassen, um zu sehen, ob es sich jetzt insgesamt verbessert hat bzw. mal den Arzt zu dem Thema befragen.

Ich kenne das so, dass es nach einem negativen Ergebnis einen Besprechungstermin mit dem Arzt gibt. Vielleicht kannst du ihn dann ja mal auf deine Fragen ansprechen? Also, was er bzgl. der EZ-Qualität anders machen würde (Protokollwechsel?), was er von der Möglichkeit einer IUI hält und welche Diagnostik er jetzt anraten würde.
In unserer KiWu war es so, dass der Wunsch nach weiterer Diagnostik immer von uns kam und nie vom Arzt selber aus - also unbedingt ansprechen.

Liebe Grüße und alles Gute!
Rosenrot


  Re: Negativ - Fragen u. Tipps für den nächsten Versuch ?
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   Imei
Status:
schrieb am 17.07.2012 11:36
Hallo Ihr beiden,
erstmal ganz ganz herzlich DANKE für Eure Antworten, die mir sicher heute im Abschlussgespraech mi der Kiwu weiterhelfen werden. Meine Fragen sind notiert, werde zum Ergebnis des Gesprächs was hier schreiben.
Nochmals vielen lieben Dank !!!!!!
smile LG Imei




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