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  Stimulation low responder AMH 0,2
no avatar
   Gruebelmonster
schrieb am 13.11.2011 13:18
Hallo Zusammen.

ich werde demnächst 39 Jahre und habe einen AMH-Wert von 0.2. Zudem bin ich übergewichtig.
Bezüglich Kinderwunsch befinde ich mich in einer KiWU-Praxis.
Ich habe zusätzlich eine Amenorrhoe seit vielen Jahren.

Meine Ärztin hatte mich letztes Jahr mit Menogon HP stimuliert, 225 iE und es kamen 2 wunderbare Follikel heraus.
Dieses Jahr möchte wir eine ICSI machen und das Protokoll soll mit 300iE gemacht werden.
Meine Frage lautet nun:

1. Ist die Dosis zu hoch gewählt, oder üblich? Oder wird normalerweise noch höher dosiert?
2. Wie verteile ich die Dosis am besten? Sollte ich besser morgens und abends spritzen? Wieviel Menogon HP darf man max. auf einmal sptitzen?
3. Hat jemand auch so einen schlechten AMH-Wert gehabt und hat mit entsprechenden Protokoll viele EZ bekommen und ist schwanger??

Ich bedanke mich herzlichst für Eure Antworten!


  Re: Stimulation low responder AMH 0,2
avatar    Dana Scully
Status:
schrieb am 13.11.2011 15:04
Hallo Gruebelmonster!

Ich kann dir zwar nicht auf alle Fragen antworten, aber ich versuch mal mein Bestes: smile
Mein AMH ist bei 0,1. Also noch ne Runde schlechter.
Hab grad meine 2. IVF hinter mir, bzw bin in der Hibbelphase. Ich bin 28, normalgewichtig und hab, wie du in meiner Sig sehen kannst ne schwere Endo OP hinter mir.
Die erste IVF verlief gar nicht gut. Trotz Stimmu mit Clomi und 2 Ampullen Menopur konnten nur 2 Follis punktiert werden, davon waren aber am nächsten Tag beide degeneriert, d.h. es befand sich keine Eizelle darin. Das war ein riesen Schock!!!
Jetzt, zwei Monate später, nachdem ich für ca. 6-7 Wochen DHEA verschrieben bekommen habe (schau mal im Forum, soll zur Verbesserung des AMH Wertes führen), ist zwar mein AMH noch nicht wirklich gestiegen, aber ich hatte 4 Punktierte Follis, zwei liesen sich wunderbar befruchten(3 und 4 Zeller), die anderen zwei waren wieder ohen EZ. Seit Freitag trage ich sie (hoffentlich immer noch!!!) in mir. Stimuliert habe ich mit 4 (!) Ampullen Menopur und dieses mal ohne Clomifen, was aber trotzdem ganz schön ins Geld geht. Wenn man einen niedrigen AMH Wert hat, ist es umstritten, dass "Viel hilft viel". Es kann auch in einem spontanen Zyklus ohne Medis punktiert werden. Hat angeblich auch schon bei vielen geklappt. Wir wollten diesen Monat einfach mal "volle Pulle" ausprobieren.
Mein FA hielt nicht so viel vom DHEA, aber er sagte, man kanns ja mal probieren, kaputt machen kann man ja nichts dadurch. Mit dem niedrigen Wert klammert man sich ja doch an jeden Strohhalm. Auch wenn er noch so klein ist.
Ob es jetzt daran lag, dass sich doch zwei haben befruchten lassen, keine Ahnung.
Obs was wird, ist wieder was anderes. Aber ich bin schon mal mega Glücklich, dass es zum TF kam.
Ich wünsch dir alles Gute,
ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiter helfen, trotz des langen Textes,
lg Steffi
ps. Ich habs immer Abends gespritzt, damit falls Nebenwirkungen kommen, ich dann schlaf.


  Re: Stimulation low responder AMH 0,2
no avatar
   Ratlose
Status:
schrieb am 13.11.2011 17:39
Hallo,

ein Spontanzyklus ohne Medis kommt soweit ich weiß in dem Alter nicht mehr in Frage, weil erfolglos, aber: Mein AmH ist und war 0,13 (bin 40), und die ständige Dosissteigerung im KIWU war kontraproduktiv. Erst mit Elonva (speziell für LOWIES) hats geklappt, und ich hatte 6 gute Eizellen! Habe zwar ein wenig zugespritzt in den letzten tagen, war aber nur 225 Gonal und 2 Ampullen Menogon für 3 oder 4 Tage insgesamt. Ich würde nach Elonva mal fragen, das gibts als Depotspritze und das ist damit unterm Strich bei uns sogar preiswerter gewesen als die anderen Versuche!!!!!

LG!


  Re: Stimulation low responder AMH 0,2
avatar    Lectorix
Status:
schrieb am 13.11.2011 22:29
Liebes Grübelmonster,
worauf man heutzutage bei Low respondern verzichtet, sind Dosierungen jenseits der 450 IE, teils waren die noch höher und das war völliger Käse (rein von Kosten und Nebenwirkungen gesehen). Zu der Frage, wie viel man injizieren "darf", gibt es keine fixen Grenzen. Natürlich wird man nicht auf Teufel komm raus eine Überstimulation provozieren, aber wann es bei einer Frau individuell zu einer Überstimulation kommt, ist sehr unterschiedlich. Es gibt auf jeden Fall keine Erfahrungen, wie hoch man dosieren muss, um toxische Wirkungen hervorzurufen - davor stehen immer die Probleme der Überstimulation, die ja auch nicht von der Hand zu weisen sind, wobei das bei Low respondern keine besondere Rolle spielt. Die Dosierung muss nicht verteilt werden, sondern kann auf einmal gegeben werden.

300 IE sind zwar knackig, aber nicht übermäßig hoch. Und man kann das jetzt im 2. Versuch schon ausprobieren, ob dabei möglicherweise mehr dabei rumkommt, als die 2 EZ. Wenn nicht, wird man sich etwas anderes überlegen, evtl. ein wenig mit den Medikamenten selbst bzw. mit der Downregulation herumspielen - oder eben mit der geringen Eizellmenge arbeiten.

Zur dritten Frage kann ich nicht viel antworten, da ich meinen AMH-Wert nicht kenne und auch nicht bestimmen lassen werde. Von der wissenschaftlichen Seite her ist es so, dass ein niedriger AMH-Wert ein höheres Risiko aufweist, schlecht stimulierbar zu sein. Es gibt immer noch ausreichend Frauen (15 %), die trotz eines niedrigen AMH-Werts gut stimulierbar sind und umgekehrt solche, die Low responder trotz eines guten AMH-Werts. Aber dennoch ist beim überwiegenden Anteil schon so, dass eine schlechte Stimulierbarkeit mit einem erhöhten AMH-Wert einhergeht. Dennoch kann man durch ein pfiffig gewähltes (und gut ausprobiertes) Protokoll vielleicht so 3-4 gute Eizellen bekommen. Oder wenn gar nichts geht, kann man immer noch auf die Spontanzyklen ausweichen - somit Kosten sparen und evtl. einen längeren Atem beim Warten auf die genetisch passende Eizelle haben. Es gibt durchaus Optionen, aber an dem Punkt seid ihr noch nicht smile

  Signatur   Lieben Gruß,

Claudia

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1. Runde: 4 ICSIs und 2 Kryos 2004-2006: 1 Schwangerschaft (leider FG in 10. SSW wg. Chromosomenfehler beim Kind)
2. Runde: 1. ICSI neg. (Juni 2007), 1. Kryo neg. (Oktober 2007), 2. ICSI positiv (Projekt Schmunzelhase - Kathi kommt am 06.12.08 gesund zur Welt)
3. Runde: Es läuft... smile Kryotransfer 18.11., Piptitest positiv am 30.11., Bluttest am 3.12. mit 1101 etwas schockierend..., aber es ist nur "eines" und kommt als Michael am 29.07.2014 gesund zur Welt




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  Re: Stimulation low responder AMH 0,2
avatar    resi_t
Status:
schrieb am 14.11.2011 07:59
Hallo,

mein AMH war zwar mit 0,4 noch etwas höher (trotzdem für mein Alter sehr schlecht, mit 25 AMH 0,5 mit 26 dann 0,4).

Insgesamt hatten wir 6 eigene Versuche. Es stellte sich heraus: bei mir hilft viel nicht viel, außer dass es den Geldbeutel leert.
Hatten sowohl das Antagonisten (mit hoher Stimu und auch niedriger Stimu), das kurze und lange Protokoll durch.
Die ersten 4 Versuche (bei denen auch alle Protokolle getestet wurden, mit hoher Stimu) führten alle zum Abbruch. 2x vor und 2x nach Punktion. Folikel gab es 0-3, aber wenn die Punktion stattfand waren entweder keine EZ drin oder diese hatten eine schlechte Qualität.

Dann haben wir milder stimuliert, im 5. und 6. Versuch nur noch 2 Ampullen Menogon (das sind 150 i.E.) und zusätzlich Clomifen - das ganze im Antagonisten Protokoll.
Es gab einmal 3 und einmal 5 Folikel (bei der Punktion jeweils 3 EZ) und immerhin ließen sich hier zumindest jeweils 1 EZ befruchten, so dass es zum Transfer kam (wenn auch nur Einzelkämpfertransfer).

Bei mir stellte sich also raus, dass eine milde Stimu (und vor allen das Antagonisten Protokoll) nicht schlechter ist als eine mit hoher Dosierung.
Wenn wir mit eigenen EZ weitergemacht hätten, dann so.

In meinem Profil findest du alle Infos dazu, wie und mit was stimuliert wurde.




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