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  Welches Protokoll zur Verbesserung der Einnistung?
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  Daisyblue
Status:
schrieb am 05.11.2011 10:54
Hallo ihr Lieben,

die Frage steht ja schon im Betreff. Ich bin momentan am Überlegen, ob ein Protokollwechsel meine Einnistungschancen verbessern könnte.

Wir haben wirklich schon alles untersucht und gemacht, doch bisher kam es nie zu einer Einnistung trotz Top-Embryonen und Heparin und Co.

Als letzte Möglichkeit bliebe uns ein Protokollwechsel vom Antagonisten zum Langen Protokoll. Das Einzige, was mich bisher davon abhielt, ist die Tatsache, dass die Embryonen immer top waren und ich sowieso nicht viele Eizellen produziere. Meine Angst ist, dass sich beim Langen Protokoll gar nichts mehr tut in meinen Eierstöcken.

Sollte ich diesen Schritt als Low responder wagen? Ich bin mir absolut unsicher und wäre auch sehr dankbar über eine Antwort vom Team. Hat das Protokoll überhaupt einen Einfluss auf die Einnistung?

Liebe Grüße,
Daisyblue


  Re: Welches Protokoll zur Verbesserung der Einnistung?
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  chocolat
Status:
schrieb am 05.11.2011 11:32
Hallo Baisyblue,

mir geht es genau wie dir, zwei erfolglose Versuche trotz guter Embryonen. Deshalb habe ich jetzt zusammen mit meinem Doc einen Protokollwechsel beschlossen.
Hatte zweimal Antagonistenprotokoll mit Puregon, beim ersten Mal 11 Eizellen (toll, mit 40), beim zweiten Mal nur noch 4, wovon eine befruchtete übrig blieb. Nach dem Reinfall wollte ich gerne was ändern und mein Doc ermutigte mich zum langen Protokoll, auch wenn ich schon älter und mein AMH nicht mehr ganz toll ist. Ich wage es jetzt. Der Doc meint, schlimmer kann's nicht werden und das denke ich jetzt auch. No risc, no fun. Ich mache also long protocoll mit Synarela und Menogon (total was anderes) und bin sehr aufgeregt. Falls es ein Reinfall wird, haben wir es zumindet versucht.
Ob es sich gelohnt hat, weiß ich in ca. 3 Wochen bzw. nach dem ss-Test.

LG und eine gute Entscheidung, choco


  Re: Welches Protokoll zur Verbesserung der Einnistung?
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  vitho
Status:
schrieb am 05.11.2011 14:49
Hallo,
auch ich stecke in der gleichen Situation - nur schon etwas weiter.
Auch ich hatte jetzt 2 x das kurze Protokoll nur mit Puregon stimuliert. Ich hatte eine "mittlere Ausbeute" beim letzten mal allerdings auch nur "4" befruchtete... Die Embryonen waren jedes Mal A bis B Qualität - aber geklappt hat es NICHT!
jetzt bei der 3. IVF umgestiegen auf´s lange Protokoll.
Ich hatte auch erst große Befürchtungen, dass nicht genug Eizellen heran reifen oder oder...
Ich habe jetzt 3 Wochen lang mit Decapeptyl jeden tag stimuliert und dann mit Puregon+Menogon+Decapeptyl stimuliert
Und siehe da: Heute war ich beim US und es sind 10 bis 12 Follikel da! bisher hatte ich noch NIE 2stellig!!!
heute abend werde ich auslösen und Montag morgen dann endlich PU.
Ich gebe zu, dass lange Protokoll war sehr LANGE! aber ich hoffe es lohnt sich...
Bin schon auf die Befruchtungsrate gespannt...
Im Vergleich... ich habe die Medikamente wirklich viel besser vertragen als beim kurzen Protokoll.
Ich fühle mich besser, obwohl ich mehr Eizellen habe...

mal sehen wie es jetzt weiter geht...

Liebe Grüße


  Re: Welches Protokoll zur Verbesserung der Einnistung?
avatar  Lectorix
Status:
schrieb am 05.11.2011 16:24
Hallo,
ein Protokollwechsel macht nur dann Sinn, wenn man die Eizellqualität verbessern möchte (d.h. qualitativ nicht so gute Eizellen da sind - ist bei dir ja nicht der Fall) oder die Zahl der Eizellen steigern will bzw. auch die Befruchtungsrate, sollte hier was im Argen liegen. Einen direkten Einfluss auf die Einnistung hat es nicht - es regelt lediglich die Voraussetzungen, die dann ggf. zu einer Schwangerschaft führen, indem gute Eizellen produziert und die Gebärmutterschleimhaut gut aufgebaut werden. Die Einnistung selbst liegt bei der Genetik des Embryos sowie den Bedingungen in der 2. Zyklushälfte (Gebärmutterschleimhaut, Progesteronspiegel). Solange die Befruchtungsrate und die Eizellqualität sowie die Werte der 2. ZH stimmen, sehe ich für dich als Lowie keinen wirklichen Grund, das Protokoll zu wechseln. Man kann sich überlegen - falls noch nicht erfolgt - wie stark man in den Bereich der Diagnostik bei Einnistungsstörungen reinschauen will. Ansonsten bleibt nichts anderes, als auf die genetisch passende Eizelle zu warten, auf dass diese sich mit der genetisch passenden Spermie verbindet und der daraus entstehende Embryo "gnädigerweise" auch noch Lust auf Einnistung hat...

  Signatur   Lieben Gruß,

Claudia

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1. Runde: 4 ICSIs und 2 Kryos 2004-2006: 1 Schwangerschaft (leider FG in 10. SSW wg. Chromosomenfehler beim Kind)
2. Runde: 1. ICSI neg. (Juni 2007), 1. Kryo neg. (Oktober 2007), 2. ICSI positiv (Projekt Schmunzelhase - Kathi kommt am 06.12.08 gesund zur Welt)
3. Runde: Es läuft... smile Kryotransfer 18.11., Piptitest positiv am 30.11., Bluttest am 3.12. mit 1101 etwas schockierend..., aber es ist nur "eines" und kommt als Michael am 29.07.2014 gesund zur Welt




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  Re: Welches Protokoll zur Verbesserung der Einnistung?
no avatar
  Daisyblue
Status:
schrieb am 06.11.2011 09:51
Hallo und vielen Dank für eure Antworten!

@Lectorix: Die Diagnostik haben wir komplett durch (Genetik, Gerinnung, Immunologie); alles ohne wesentliche Befunde. Heparin spritze ich mehr zur Sicherheit, um alles getan zu haben. Haben auch schon Cortison und einige diverse andere Dinge probiert.

Die Befruchtungsrate ist nahezu 100 % und die Embryonen waren bisher alle A und B- Qualität und zeitgerecht entwickelt (es waren sogar schon Morulas und Blastos dabei). GMSH war auch immer gut.

Deswegen bin ich ja so verzweifelt. Keiner weiß, woran es liegt. Mein Arzt überlässt es mir, ob wir das altbewährte Protokoll nehmen oder ein neues.




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