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  Grundsatzfrage: IVF oder ICSI bei Ü40
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   luischen
Status:
schrieb am 30.10.2011 09:52
Hallo Zusammen,

habe eine wichtige Grundsatzfrage.
Sind die Erfolgschancen bei Ü40, gutem SG mit ICSI wirklich höher ?????

Hatte bisher gedacht, dass ICSI nur bei eingeschränktem SG wichtig sei. Habe die -für mich- wichtige Vorstellung, dass der natürliche Selektionsprozess bei IVF wichtig ist, gerade wo die Eizellen doch schon soooo alt sind. Der KIWU-Doc stellte IVF jedoch als völlig veraltet dar und zieht Parallele zum Auto ohne Sicherheitsgurt. Bei uns hat es auch schon natürlich funktioniert, jedoch jeweils mit einer sehr frühen FG, so daß eine Interaktionsstörung auch kein Grund sein kann.

Frage mich, warum die KV IVF zahlen, wenn es so viel schlechtere Chancen bieten soll? Wir sind Selbstzahler und nebem dem besseren Gefühl, dass es "nur" klappt, wenn das beste Spermium den Weg findet und es auch nicht klappt, wenn die EZ zu viele Risiken birgt (dann soll es halt so sein), spielen die höhen Kosten natürlich auch eine Rolle.

Vielen Dank für Eure Antworten


  Re: Grundsatzfrage: IVF oder ICSI bei Ü40
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   Ratlose
Status:
schrieb am 30.10.2011 10:00
Hallo Luischen,

ich hab noch nicht gehört, dass ICSI per se bessere Chancen bieten soll (zumindest was dann die Lebendgeburtrate betrifft, ggf. bei den Schwangerschaft Raten erst mal schon) und kann eure Überlegungen zur natürlichen Auswahl gut verstehen- insbesondere bei guten SG: Nun kann ich natürlich nicht einschätzen, worin bei euch überhaupt das Problem besteht, außer im Alter (bin selbst Ü40, wir haben jedoch mehrere Diagnosen). Wegen der FG könnte man die Immunisierung mal testen vor einem neuen Versuch. Bei uns wollten die das ja damals gar nicht machen im KIWU, prompt hatten wir die Diagnose als wir es woanders haben untersuchen lassen!

Viel Glück für euch!!!


  Re: Grundsatzfrage: IVF oder ICSI bei Ü40
avatar    dino1996
Status:
schrieb am 30.10.2011 10:09
Wir haben uns für die Icsi entschieden, weil nur drei Eizellen hatte und eine davon sehr klein war, mein Arzt sagte dann, das die Befruchtungsrate damit höher sei und es bei so wenig Eizellen nicht viel teurer wird. Es haben sich bei uns auch zwei von den drei befruchten lassen.
Ich werde nächstes Jahr 42.
Liebe Grüße
Claudia


  Re: Grundsatzfrage: IVF oder ICSI bei Ü40
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   luischen
Status:
schrieb am 30.10.2011 10:13
Bei uns gibt es nebem dem Alter wohl keine anderen Gründe.

- humangenetisch alles i.O.
- super regelmässiger Zyklus mit ES
- gute AMH-Wert.

Danke für den Hinweis auf Immunisierung, davon habe ich noch gar nichts gehört.

Ach so, was mich wundert: Beim 1. Versuch wurde -ohne Erklärung- spontan vom langen Protokoll mit Synarella auf Anatgonist umgestellt. Ich weiss nicht warum. Naja, bis zum Start sind
es noc 2 Wochen. Viel Zeit zum Grübeln und rätselraten. Warum muss man zum Hilfsdokotor werden?????

Nochmal lieben Dank!


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  Re: Grundsatzfrage: IVF oder ICSI bei Ü40
avatar    Tilly Dunnage
Status:
schrieb am 30.10.2011 11:07
Hallo,

erstmal kann ich nur sagen: Was die KK zahlen oder nicht, ist kein gutes Beurteilungskriterium. Vor Jahren haben sie gar keine ICSI bezahlt, weil die Methode angeblich nicht genug erforscht sei. Es gibt immer wieder sinnvolle Behandlungen oder Medikationen in verschiedenen medizinischen Bereichen, die die KK nicht bezahlen weil zu teuer, äh sorry, nicht genügend Studien zur Wirkungsweise vorliegen.

Wir hatten bisher 3 IVF. Zwei mit gutem Befruchtungsergebnis, 1 mit schlechtem (nur 1 EZ von 11 befruchtet). Woran das lag, kann man nicht genau sagen. Bei dem letzten Versuch haben wir uns dann auf Anraten unseres Arztes zu einer ICSI entschlossen. Und siehe da: Von 7 EZ wurden bei 5 eine ICSI durchgeführt. Die anderen 2 waren von der Qualität her nicht so gut, man hat sie aussortiert. Die 5 haben sich alle befruchten lassen. Es hat sich zwar keins eingenistet. Aber für uns steht fest: Beim nächsten Mal gibt es auf jeden Fall wieder eine ICSI. Wir sind auch Selbstzahler und das Ganze kostet zu viel Geld um hier nochmal Roulette zu spielen.

Und eins kannst du mir glauben: Wäre die ICSI billiger als eine IVF, dann würden die KK nur noch ICSI's bezahlen.


  Re: Grundsatzfrage: IVF oder ICSI bei Ü40
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   Sebolina
Status:
schrieb am 30.10.2011 12:49
Vielleicht wäre ja 50% IVF, 50 % ICSI eine Alternative für Euch? Da hättet ihr beide Varianten mit im Boot.

Da ich nur 4 EZ hatte, hatte meine Kiwu dazu geraten. Bei uns hat die ICSI allerdings keinen Vorteil gebracht. Bei beiden Verfahren wurde je eine befruchtet und eine nicht. Wir machen in der nächsten Runde, wenn das Spermiogramm immer noch i.O. ist, nur IVF, eben weil die Eizelle dann das passende Spermium selber "aussuchen" kann. Wir glauben daran, dass sie den besseren Riecher hat, zumal selbst ein optisch perfekt aussehendes Spermium einen Defekt haben kann. ICSI ist aus unserer Sicht ebenfalls eine Sache des Glücks. Sollte bei der IVF die Befruchtungsrate schlecht sein, wäre das natürlich sch..., aber auch die ICSI wäre dann kein Garant gewesen.

Anders, wenn nur wenig Spermien da wären oder aber die Spermien Probleme haben, durch die Hülle der Eizelle zu dringen. Dann würden wir klar ICSI wählen. Ist also wie immer eine individuelle Entscheidung.


  Re: Grundsatzfrage: IVF oder ICSI bei Ü40
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   Mone2004
Status:
schrieb am 30.10.2011 13:58
Hallo,

es kommt meiner Meinung immer drauf an.

Wenn du mehrere EZ produzierst, das Spermiogramm auch gut ist, was spricht dann gegen die IVF? Wenn es euch aber so geht wie uns, nur wenige EZ und schwankendes Spermiogramm --> dann würde ich immer ICSI machen. Unsere erste IVF wäre fast auf eine Nullbefruchtung hinaus gelaufen, hätten sie nicht noch schnell eine Not-ICSI gemacht.

Von da an gabs nur noch ICSI´s.

Ob die Lebendgeburtenrate anders ist, weiß ich leider nicht, aber die Befruchtungsrate kann höher sein, oder?

LG Mone


  Re: Grundsatzfrage: IVF oder ICSI bei Ü40
avatar    Lectorix
Status:
schrieb am 30.10.2011 14:32
Hallo Luischen,
es ist freilich schon so, dass die ICSI mittlerweile so ausgefeilt ist, dass hier sehr gute Befruchtungsergebnisse erzielt werden können - und dies wesentlich einfacher und auch billiger als das noch vor 10 Jahren der Fall war. Ich denke, dies ist auch der Grund, warum die Indikationsstellung für eine ICSI von ärztlicher Seite gut aufgeweicht wird. Dennoch hat sich an den Kosten insgesamt nichts geändert und genau das bleibt der Knackpunkt. Dennoch darf man nicht vergessen, dass die IVF immer noch für alle Paare gut ist, wo das Spermiogramm wirklich gute Befruchtungsraten bewirkt. Soll heißen: Wenn man in der IVF zu guten Raten kommt, braucht man keine ICSI. Merkt man jedoch, dass man trotz gutem Spermiogramm in der ICSI bessere Raten erzielt als in der IVF, sollte man diesen technischen Fortschritt durchaus mitnehmen.

  Signatur   Lieben Gruß,

Claudia

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1. Runde: 4 ICSIs und 2 Kryos 2004-2006: 1 Schwangerschaft (leider FG in 10. SSW wg. Chromosomenfehler beim Kind)
2. Runde: 1. ICSI neg. (Juni 2007), 1. Kryo neg. (Oktober 2007), 2. ICSI positiv (Projekt Schmunzelhase - Kathi kommt am 06.12.08 gesund zur Welt)
3. Runde: Es läuft... smile Kryotransfer 18.11., Piptitest positiv am 30.11., Bluttest am 3.12. mit 1101 etwas schockierend..., aber es ist nur "eines" und kommt als Michael am 29.07.2014 gesund zur Welt






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