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  Zu wenig Spermien...für Schwangerschaft
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   larssonlupo
schrieb am 04.03.2011 09:48
Hallo,

vor ca. 1 Jahr wurde mir ein Hoden aufgrund eines Tumors entfernt. Dieser Hoden wies eine deutlich höhere Spermienproduktion als der verbliebene Hoden auf. Ein Spermiogramm zeigte, dass der verbliebene Hoden nur ca. 500.000 Spermien produziert, was ein sehr niedriger Wert ist. Den nachgewiesenen Spermien wurde jedoch eine gute Beweglichkeit nachgewiesen. Nach der Kryokonservierung meines Spermas ließ ich dann noch eine einmalige Chemotherapie zu (Carboplatin mono).

Nun will meine Freundin ein Kind von mir. Bei der geringen Konzentration an Spermien..., besteht da überhaupt eine Chance auf Schwangerschaft?

Hinweis: Zum gemachten Spermiogramm vor 1 Jahr litt ich sehr unter Stress und Angstgefühlen. Die beiden Spermaproben die ich abgegeben habe entstanden nur unter sehr großer psychischer Belastung. ich habe bei der Abgabe des Ejakulats nicht einmal richtig eine Errektion, also die typische Geilheit, verspürt. Können solche Faktoren Einfluß auf die Spermienproduktion nehmen?

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie stehen die Chancen für eine Schwangerschaft meiner Freundin?
Übernimmt der verbliebene Hoden eine stärkere Produktion von Spermien?

Danke für Antworten und Meinungen,..


  Re: Zu wenig Spermien...für Schwangerschaft
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   Silvesterkind
Status:
schrieb am 04.03.2011 10:11
Hallo,
im Voraus möchte ich sagen, ich bin keine Ärztin, lediglich durch die Unfruchtbarkeit meines Freundes habe ich mich im letzten Jahr öfters mit dem Thema auseinandergesetzt. 500.000 Spermien sind leider für eine Schwangerschaft auf "normalen" Weg sehr, sehr wenig, egal wie die Beweglichkeit ist. "Normal" wäre 20 Millionen pro Milliliter, also, bei 2 ml Ejakulat (Sperma), zirka 40 Milllionen Spermien. Es ist natürlich nie ausgeschlossen, dass Deine Freundin auch mit solchen Werten schwanger werden kann, nur sind die Chancen extrem gering. Bei meinem Freund sind zirka 5 bis 10 Millionen pro Milliter vorhanden (wir haben mehrere Spermiogramme machen lassen) und selbst damit würde uns gesagt, die Wahrscheinlichkeit für eine spontane Schwangerschaft sei gering. Auf jeden Fall müsstest Du ein zweites Spermiogramm anfertigen lassen, im Abstand von drei Monaten vom ersten, weil die Werte schwanken können. Stress, Angst, psychische Belastungen und so weiter haben, so wurde uns von mehreren Ärzten gesagt, keinerlei Einfluss auf die Spermienproduktion. Selbst wenn sich die Diagnose bestätigen sollte, bleibt euch aber auf jeden Fall den Weg einer ICSI. (künstliche Befruchtung). Das sollte zumindest möglich sein.

Ich wünsche euch viel Glück,

Silvesterkind


  Re: Zu wenig Spermien...für Schwangerschaft
avatar    chocolat chaud
schrieb am 04.03.2011 10:17
Würd mich dem anschließen. 500.000 ist sehr wenig, das wird wohl auf eine ICSI rauslaufen. Aber dafür reicht es allemal.


  Re: Zu wenig Spermien...für Schwangerschaft
avatar    ^^GrueneGurke^^
Status:
schrieb am 04.03.2011 10:20
Ich wuerde nochmal ein SG machen lassen. Was du da beschreibst, ist wohl das SG kaum aussagekraeftig. traurig

Im Grunde sagt man 500.000 braucht man fuer eine IVF. Fuer eine IUI mind 5Mio ( [www.wunschkinder.net] << hier lesen)

Fuer eine ISCI braucht man pro Eizelle 1 Spermium.

Also nochmal schauen, wie das SG jetzt aussieht (ohne Stress und alles rein zwinker ) Evt auch direkt in einer KiWu machen lassen (ist einfach professioneller)

Und dann ueberlegen, wie es weitergeht. Theoretisch muss es nur 1 Spermium bis zur Eizelle schaffen, das Problem ist, dass der Weg dorthin schwierig ist. Theoretisch kann es reichen (wenn bei der Freundin ales top ist, sprich Hormone stimmen und die Eileiter frei sind).




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  Re: Zu wenig Spermien...für Schwangerschaft
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   Wintersonne
Status:
schrieb am 04.03.2011 17:48
Hallo,

ich würde auch noch mal ein Spermiogramm machen lassen. Am Besten in einer KiWuKlinik, denn die schauen sich die Sache doch oft etwas genauer an als der Urologe. Man kann eben nicht anders sagen, ob sich die Produktion von der Chemo erholt hat oder ob der Hoden die normale Funktion wieder erreicht.

Mein Mann hat recht ähnliche Werte, und eine ICSI ist wohl der einzige Weg. Aber immerhin ein Weg! Nur mal so als Vergleich: Ihm hatte man mit 20 gesagt er würde nie Kinder kriegen und hat dementsprechend in festen Beziehungen nie!! verhütet. Und es gibt keine Kinder.

Versucht es einmal bei einer KiWuKlinik. Dann weißt Du mehr und ihr müßt nicht mehr raten.

Alles Gute,

Sonne


  Re: Zu wenig Spermien...für Schwangerschaft
avatar    Lectorix
Status:
schrieb am 04.03.2011 21:46
Hallo,
also wenn dieses Ergebnis das endgültige ist, also auch ein neueres Spermiogramm die gleichen Werte zeigt, dann wird es mit den vorhandenen Spermien schwierig, auf natürlichem Weg ein Kind zu zeugen. Per künstlicher Befruchtung ist es erheblich leichter (mein Mann und ich springen in die Luft und tanzen Lambada, wenn er 500000 hat, das wäre ein absoluter Schokoladenwert bei ihm), zumindest ein paar befruchtete Eizellen zu bekommen - und dann kommt es drauf an, ob die auch noch Lust haben, sich einzunisten.

Zitat

Nach der Kryokonservierung meines Spermas....
Was ist denn daraus geworden? Taugt das nicht für eine Insemination?

Zitat

Und dann ueberlegen, wie es weitergeht. Theoretisch muss es nur 1 Spermium bis zur Eizelle schaffen, das Problem ist, dass der Weg dorthin schwierig ist. Theoretisch kann es reichen (wenn bei der Freundin ales top ist, sprich Hormone stimmen und die Eileiter frei sind).
Das stimmt leider nicht - wäre zu schön, um wahr zu sein. Aber Befruchtung ist absolutes Teamwork aus mehreren Hunderttausend Spermien, die an der Eizellwand "knabbern", bis sie soweit bereit ist, dann eine der Spermien (meist aus den "hinteren Reihen") durchzulassen.

  Signatur   Lieben Gruß,

Claudia

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1. Runde: 4 ICSIs und 2 Kryos 2004-2006: 1 Schwangerschaft (leider FG in 10. SSW wg. Chromosomenfehler beim Kind)
2. Runde: 1. ICSI neg. (Juni 2007), 1. Kryo neg. (Oktober 2007), 2. ICSI positiv (Projekt Schmunzelhase - Kathi kommt am 06.12.08 gesund zur Welt)
3. Runde: Es läuft... smile Kryotransfer 18.11., Piptitest positiv am 30.11., Bluttest am 3.12. mit 1101 etwas schockierend..., aber es ist nur "eines" und kommt als Michael am 29.07.2014 gesund zur Welt






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