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  Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
avatar    clydesbonnie
schrieb am 25.02.2011 10:24
Hallo ihr Lieben,

mein erster Clomi-Zyklus steht bevor und ich suche die, die genau wie ich einen regelmäßigen Zyklus haben, der von der Länge auch keinen Grund zur Klage gibt. Meine liegen zwischen 27 und 29 Tagen momentan, länger als 31 Tage sind sie nie. Ich habe auch immer Eisprünge, das einzige Problem sind SB vor der Mens und ohne Utro nicht immer die beste Gelbkörperphase.

Jetzt geht es also los mit meiner ersten leichten Stimu. Werde Clomi von ZT 3-7 nehmen und ZT 8/9 zum US. Geplant ist, den ES auszulösen. Die Kiwu hofft, das es damit klappen wird, bei uns ist nämlich kein Grund erkennbar, Hormone sind ebenfalls i.O.

Natürlich google ich wie ein Weltmeister, finde aber nur Aussagen, dass Clomi bei Frauen mit unregelmäßigen, langen oder anovulatorischen Zyklen erstes Mittel der Wahl ist, wenn PCO diagnostiziert wurde, oder oder oder. Selten findet man Infos im Zusammenhang mit leichter Gelbkörperschwäche bei einem regelhaften Zyklus und wenn, dann sind die sehr knapp.

Wer von euch hat ähnliche Zyklen und Clomi bereits genommen? Was hat sich geändert? Kam der Eisprung früher, später oder wie immer? Musste ausgelöst werden oder hat der Körper den ES weiterhin selbst hinbekommen? Wie haben ZS und GMS bei euch reagiert (vorher war ja vermutlich alles i.O. diesbezüglich)?

Danke euch vorab winken


  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
no avatar
   *Jane*
schrieb am 25.02.2011 10:34
Offenbar ist hormonell nicht alles in Ordnung, da ja eine - wenn auch leichte - Gelbkörperschwäche diagnostiziert wurde. Manchmal versucht man das mit Utrogest auszugleichen und hat damit Erfolg. Da eine Gelbkörperschwäche in der Regel aus einer gestörten Eizellreifung resultiert, macht es durchaus Sinn, die Ursache - nämlich die Eizellreifung - anzugehen. Das geschieht bei dir durch Clomifen. Das verbessert voraussichtlich nicht nur den Gelbkörper, sondern auch die Qualität der Eizelle. Das erhöht die Chancen auf Befruchtung, Weiterentwicklung und Einnistung. Wann der Eisprung kommt, wirst du abwarten müssen. Die Erfahrungen der Anderen helfen da nur bedingt weiter, da es individuell verschieden sein kann. Ähnliches gilt für ZS und GMS. Sollte letzteres durch Clomi schlechter werden, kann man auf Gonadotropine umsteigen.

LG Jane

  Signatur   **************
ICSI positiv (Dez. 2003)
8 x ICSI negativ und 4 x Kryo negativ (Juli 2005 bis April 2010)
1 x H-ICSI negativ (Dez. 2008), 1 x H-Kryo negativ (Feb. 2009)
Plan B (Okt. 2010) - positiv



  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
avatar    clydesbonnie
schrieb am 25.02.2011 10:44
Danke Jane,

meine Hormone vom Zyklusanfang waren nach Kiwu-Aussage alle in Ordnung. Da gibt es keine Hinweise auf eine GKS und sie sagte vorher, dass man dies da (meist) bereits sehen würde. Ein Bluttest in der 2. Zyklushälfte wurde nicht gemacht.
Dennoch habe ich 2-3 Tage Schmierblutungen ab ca. ES+11/12 und meine Temperatur braucht auch etwas Zeit, bis sie richtig in Hochlage ist. Mir scheint, dass es da Probleme beim Eisprung selbst gibt, möglicherweise durch zu wenig LH Ich hab ne Frage (Ovus sind nie sehr deutlich positiv).
Ich habe 4 Utro-Zyklen hinter mir, leider auch ohne Erfolg. Bin sehr gespannt, wie es mit Clomi wird. Das wird jetzt 3 mal versucht, dann soll die Stimu geändert werden. Und wenn auch das nichts bringt, sind wie IUI-Kandidaten.


  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
no avatar
   *Jane*
schrieb am 25.02.2011 10:58
Wenn nur am Anfang die Hormone kontrolliert wurden, kann man eigentlich nicht so richtig sagen, ob hormonell alles in Ordnung ist. Aber Clomifen ist auf jeden Fall einen Versuch wert, eventuell auch mit Auslösespritze.



LG Jane

  Signatur   **************
ICSI positiv (Dez. 2003)
8 x ICSI negativ und 4 x Kryo negativ (Juli 2005 bis April 2010)
1 x H-ICSI negativ (Dez. 2008), 1 x H-Kryo negativ (Feb. 2009)
Plan B (Okt. 2010) - positiv



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  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
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   Guery
schrieb am 25.02.2011 11:22
Eigentlich ist Clomifen nur zugelassen für Frauen mit gar keinen oder sehr langen Zyken > 35 Tage. Hier kann eine Einnahme über 5 Tage das Follikelwachstum anstoßen. Bei einer Frau mit regelmäßigen Zyklen hat Clomifen keinen Sinn. Alles was es macht ist die Wahrscheinlichkeit auf ein multibles Follikelwachstum erhöhen. Natürlich hat man bei 2-3 Follikeln theoretisch eine höhere Schwangerschaftsrate als bei 1 Follikel, aber gleichzeitig steigt auch das Mehrlingsrisko! Clomifen hat jedoch auch die unerwünschte Eigenschaft, dass es als Antiöstrogen bei einigen Frauen die Gebärmutterschleimhaut negativ beeinflußt und so eine Einpflanzung der Embryonen schwierig machen kann. Die Schwangerschaftsraten nach Clomifeneinnahme und GV oder IUI bei Frauen mit regelmäßigen Zyklen sind nicht höher als ohne Clomifen. Nur das Mehrlingsrisiko steigt! Falls man nach Clomifeneinnahme nur einen Follikel haben sollte, sinken sogar die Schwangerschaftsraten gegenüber einem natürlichen Zyklus. Wenn man nach Clomifeneinnahme den Eisprung mit HCG auslöst, besteht auch das Risiko eine Zyste zu bekommen, da das Clomifen noch länger im Körper bleibt und weiter wirkt. Die Kombination von Clomifen und HCG ist daher nicht gut. Wenn man Clomifen genommen hat, lieber mit 2 Fertigspritzen Decapeptyl 0.1mg der Eisprung auslösen. Funktionniert genau so gut, vermeidet aber Zysten.

Wenn man tatsächlich die Schwangerschaftsrate bei GV oder IUI etwas erhöhen möchte, kann man eine leichte FSH Stimulation mit 50-75 IU/Tag ab dem 3. Zyklustag versuchen. Wenn mehr als ein Follikel entstehen, steigen die Schwangerschaftsraten tatsächlich etwas an (ca 5% pro Versuch). Das Risiko auf Mehrlingsschwangerschaften aber leider auch.

Eine IUI macht nur bei eingeschränktem Spermiogramm einen Sinn. Bei unerklärter Kinderlosigkeit und gutem Spermiogramm lieber keine IUI, sondern häufiger GV um den Eisprung. Bringt genau so viel!

Falls trotz allem keine Schwangerschaft eintritt und Spermiogramm, Hormone und Zyklen normal sind, sind es meistens die Eileiter. Mann kann eine Bauchspiegelung machen, um das zu bestätigen, oder gleich eine IVF. Keine wertvolle Zeit mit GV oder IUI verschwenden. Max. 3-5 Versuche und dann an etwas anderes denken. Mit jedem erfolglosen Versuch, werden die Chancen beim nächsten Mal statistisch kleiner.

LG Guery


  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
avatar    Lila Lolli
Status:
schrieb am 25.02.2011 11:22
Ja, aber sicher doch. Durch Clomi werden mehr Eizellen produziert, somit ist die Chance Schwanger zu werden größer. Allerdings die Rate an Mehrlingsgeburten auch.
Da du Clomi vom 3-7 ZT nimmst, kannst du anhand von LH's ganz genau sehen, dass der Eisprung genau 7 Tage nach letztmaliger Einnahme von Clomi eintritt also bei dir ZT 14. So war es jedenfalls bei mir.
Der Unterleib ist etwas aufgebläht und es zwickt und zieht ab und zu mal, kann aber bei jedem anders sein.
Appetit wurde größer und Gewicht mehr. LG Kruemel2011


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.02.11 11:27 von Kruemel 2011.


  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
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   Serena15
Status:
schrieb am 25.02.2011 11:28
Hi,

bei mir dürfte es ziemlich ähnlich wie bei sein. Ich habe auch grad gestern was zu dem Thema gepostet (Clomifen und Eisprung oder so)... ich habe auch einen regelmäßigen ovulatorischen Zyklus. Meine Hormone in der 1. ZH waren auch i.O., aber in der zweiter Hälfte (ca. 22 Tag Blutentnahme) war dann ein Progesteron/Östrogenmangel zu sehen. SB habe ich eigentlich keine, nur etwas verkürzte zweite Zyklushälfte. Ich habe es dann auch ein paar Zyklen mit Utro probiert - leider auhc ohne Erfolg. Meine FÄ riet mir direkt zu Clomi, aber ich war skeptisch, denn im US wurde ja vor dem ES ein größenmäßig reifer Folli gesehen. Nun bin ich auch zu einer Kiwupraxis und dort hieß es auch: mit Clomifen die besten Aussichten, da Reifungsstörung. Ich habe jetzt den ersten Clomi- Zyklus (Einnahme 5-9ZT) hinter mir und war nicht wirklich zufrieden: Ich hatte 3-4 Follis (was mir eigentlich auch zu viel war). Der ES sollte, wenn sie 20mm haben, ausgelöst werden, aber er setzte von selbst ein und zwar sehr früh: der größte war 17mm, der Rest 14/15mm. Die GMSH war in diesem Zyklus auch nicht so gut aufgebaut und die ZS etwas zäher, aber das sind halt typische Effekte. Das ist aber nur eine persönliche Ansicht, meine Ärztin fand das jetzt alles nicht so schlimm und will es wohl genauso noch mal versucehn. Wie bei dir wurde mir auch max 3x Clomi und dann andere Stimulation mit IUI kombiniert vorgeschlagen. Ich denke mal, ich war enttäuscht, da ich ja normal einen ovulatorischen Zyklus hatte und und alles von ZS, GMSH und Folli im US eigentlich ganz okay aussah, wohingegen es jetzt mit clomi etwas chaotisch war. Wenn man keinen ES hat muss es toll sein unter Clomi Follis reifen zu sehen, aber das ist ja dann bei uns nicht so wenn man einen regelm. Zyklus hat.

Ich werde es halt nun weiter versuchen - fairerweise muss man ja auch zugeben, dass es lange Zeit ohne alles (also mit gezieltem GV und Ovu- Tests) sowie bei einigen Versuchen mit Utrogest nicht geklappt hat, also irgendwas passt nicht (SG Partner ist gut).
Bleibt also nur weiter probieren und vielleicht immer mal wieder weitere Untersuchungen zu machen, wenn es so nicht klappt.

Berichte doch bitte, wie es bei dir weiter geht,
LG Tiffy


  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
no avatar
   Serena15
Status:
schrieb am 25.02.2011 11:35
Hallo Guery,

wie Jane schon geschrieben hat, liegt ja der Gelbkörperschwäche oft eien Eizellreifungsstörung zugrunde und die
kann man nur durch Stimulation beseitigen. Du hast wohl recht, dass das Mehrlingssrisiko deutlich ansteigt, aber dafür
gibt es ja US. Es iwrd wohl immer zuerst mit Clomi probiert, da es am einfachsten und günstigsten ist. Die antiöstrogene Wirkung ist ein Nachteil, aber bei einem Folli der richtig reif ist (was ja sonst nicht der Fall ist) ist die Chance trotzdem besser als ohne.
Ichhabe jetzt von FÄ und Kiwuzentrum einhellig gehört, dass auch bei Gelbköperschwäche die Stimulation der einzige Weg ist das Problem zu beseitigen.... und ich habe ja einige Zeit mit gezieltem GV und Ovu- Tests bzw. mit Utrogest versucht und das immer erfolglos..


  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
avatar    clydesbonnie
schrieb am 25.02.2011 12:25
Danke für eure Antworten.

@ Guery

Meine Eileiter wurden mittels Echovist geprüft und sind ohne Verzögerung frei. Hinweise auf Endo, Verwachsungen etc. gibt es keine, da ich noch keine UL-OPs hatte, keine Infektionen oder Entzündungen und auch keine starke oder schmerzhafte Mens habe. PCO ist auch kein Thema. Eine BS ist aus diesem Grund nicht erforderlich.
Unser Spermiogramm ist normal, da gibt es keine Einschränkungen.

Was du zu den Zysten und dem Auslösen beschreibst habe ich anders herum mal gelesen. Wenn nicht ausgelöst wird, können die Follis weiter wachsen, es kommt nicht zum Eisprung und häufig entstehen Zysten. Wie ist es denn nun richtig Ich hab ne Frage Wird Decapeptyl nicht zur DR genommen? Hier im Theorie-Teil wird ausschließlich HCG zum Auslösen genannt. Wo hast du deine Informationen denn her? Sind das auch deine eigenen Erfahrungen?

@ Kruemel

Was das Tempo angeht: Ich habe meine Eisprünge zur Zeit ZT 11, allerdings glaube ich, dass ich da bereits ZT 14 bin und sich nur meine Blutung durch das Utro verschiebt. Seit ich Utro nehme hat sich mein Eisprung um genau die Tage nach vorne verschoben, die Utro meine Mens nach hinten verschiebt. Das konnte ich nun drei mal in Folge beobachten. Es wäre schön, wenn Clomi meinen Eisprung nach hinten verschiebt, die Eizellreifung also etwas verzögert und damit die Qualität auch erhöht. Das würde uns von daher auch entgegen kommen, weil wir eine WE-Beziehung führen und zur Zeit die Eisprünge freitags sind. Von daher besteht da große Unsicherheit bei mir. 1. US ist ZT 8/9 sein und ein Folli könnte da bereits bei 17-19mm sein (hatte diesen Zyklus 15mm ZT 7)

@ Tiffy

Ja, ich habe deinen Beitrag gestern gelesen. Da geht es uns ziemlich ähnlich. Meine größte Angst ist die, dass ich mich mit Clomi eher verschlechter und meinen so schönen Zyklus eher völlig durcheinander bringe. Da allerdings für das nächste halbe Jahr Stimu angesagt ist, muss ich mich von natürlichen Utro-unterstützten Zyklen wohl eh verabschieden und mich darauf einlassen. Ich beschäftige mich noch nicht lange damit und lesen immer wieder so widersprüchliche Aussagen zu Clomi - auch hier schon im Thread - das ist, was mich da bei so verunsichert. Ich soll nächsten Zyklus mal Utro weglassen und wir schauen, wie sich meine 2. Zyklushälfte ohne gestaltet, ob Clomi da irgend eine Verbesserung bringt. Schade eigentlich, denn ich habe so gute Erfahrung mit Utro gemacht, absolut keine Nebenwirkungen, kein PMS und eine traumhafte Hochlage ohne SB.

Ich halte dich da gerne auf dem Laufenden und berichte, wie es mir ergeht.

LG, Bonnie


  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
no avatar
   Serena15
Status:
schrieb am 25.02.2011 12:55
Hi Bonnie,

ja, Clomi soll auch die Lutealphase unterstützen und damit Utro überflüssig machen.
Allerdings wird es bei meiner Kiwupraxis standardmäßig bei Stimubehandlungen
dazu gegeben um die einnistung trotzdem zu unterstützen, grade wenn die
GMSH nicht so doll aufgebaut ist.
Mir hat es auch immer eher gut getan und den Zyklus um ca 1 Tag verlängert (ES etwas früher).
Mal sehen wie lange mein Zyklus jetzt mit clomi und utro ist... neben den kleinen Follis und
des überraschend frühen ES ohne Auslösen war dann auch der Zeitpunkt des GV nicht so perfekt
(wurde Do 16h angerufen, dass Do abend bester Zeitpunkt ist - da war mein Mann aber nicht da), so dass wir nur einmal und vielleicht etwas spät dann freitags dabei waren ... daher denke ich, dass es nicht geklappt hat.

Mal sehen, ich hoffe ich habe keine Zysten..
welche Dosis wurde dir empfohlen?

LG Tiffy


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.02.11 12:58 von Tiffy27.


  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
avatar    clydesbonnie
schrieb am 25.02.2011 13:11
@ Tiffy

Ich starte mit der üblichen Dosis von 50mg pro Tag, 5 Tage von ZT 3-7. Ich soll schon ZT 3 beginnen, weil mein Zyklus ja eher kürzer als länger ist. Habe mir schon Gedanken gemacht, ob es Sinn macht, im zweiten Clomi-Zyklus vielleicht nur auf die halbe Dosis zu gehen, wenn der Eisprung noch früher kommt oder ich zu viele Follis bilde. Werde das mal ansprechen.

Ich warte mal ab, wie sich das mit der GMS entwickelt und spreche sie noch mal auf Utro an. Vielleicht schaue ich aber auch erst einmal, wie sich meine 2. Zyklushälfte nach 4 Utro-Zyklen verändert hat (ich habe das Gefühl, dass Utro auch meine 1. Zyklushälfte verbessert) und wie Clomi ohne Utro-Unterstützung wirkt. Ich werde den noch nicht gemachten Hormonstatus in der 2.ZH wohl nachholen. Ist das Progesteron zu niedrig, wird es das wohl auch ohne Clomi gewesen sein oder Clomi wirkt sich nachteilig aus.

Hast meine Daumen, dass es dennoch geklappt hat
LG


  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
no avatar
   Blume2010
Status:
schrieb am 25.02.2011 13:52
Da mein Zyklus auch eine normale Länge hat und ich nur SB vor der Mens habe, soll ich ab ZT 5 nur eine halbe Tablette nehmen. Das hört sich auch sinnvoll für mich an.


  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
no avatar
   Guery
schrieb am 25.02.2011 14:07
@ Tiffi:

Zum Thema Gelbkörperschwäche:
Mein Arzt sagt, es sei noch nicht aussreichend geklärt, wo das eigentlich herkommt. Die Theorie ist, dass der Eisprung bei zu kleinen, noch unreifen Follikeln stattfindet. Wenn der LH Anstieg pathologischerweise zu früh kommt und der Follikel dabei erst 15-16mm ist, entsteht zum Einen eine qualitativ schlechte Eizelle, zum Anderen ist der Gelbkörper der daraus entsteht nicht stark genug und produziert zuwenig Progesteron. Utrogest in der zweiten Zyklushälfte verbessert zwar die Situation mit dem Progesteron, aber die Eizelle wird dadurch auch nicht besser.

Zum Thema Clomifen zur Verbesserung der Eizellreifung:
Wenn eine Frau das oben beschriebene Problem mit dem pathologisch zu frühem LH Anstieg bei zu kleinen Follikeln hat, bring eine FSH Stimulation meistens nichts! Clomifen vom 3.-7. ZT auch nicht. Clomifen besteht aus zwei spiegelbildlich zueinander angeortneten Molekülen, die unteschiedlich wirken. Das Zuclomifen hat eine lange Halbwertzeit und bleibt lange im Körper, es wirkt stimulieren. Das Enclomifen hat eine sehr kurze Halbwertzeit von 24h und hemmt den LH Anstieg. Das Problem von den kleinen Follikeln und der Gelbkörperschwäche ist der pathologisch zu frühe LH Anstieg, den man theorethisch mit Clomifen unterdrücken kann. Dazu muss es aber um den Eisprung herum gegeben werden, nicht am Anfang des Zyklus, denn sonst ist von dem nützlichen Enclomifen nichts mehr im Körper. Wußtet Ihr dass Clomifen eigentlich zur Empfängnisverhütung entwickelt wurde, weil es den LH Anstieg und somit den Eisprung unterdrückt? Das Problem war aber, dass die Follikel einfach weiter wachsen und Zysten werden, wenn man nicht den Eisprung künstlich auslöst, da es ja kein LH Anstieg gibt. Daher gibt man heute Clomifen früh im Zyklus, damit das Enclomifen bis zum Eisprung weg ist. Bei einigen Frauen wird es aber weniger schnell abgebaut und dann gibt es Zysten, wenn man nicht auslöst.

Zum Thema Auslösen mit Decapeptyl und Zysten in Kombination mit Clomifen und HCG:
Wenn man mit FSH oder Clomifen stimuliert kann es vorkommen, dass man am Tag der Auslösespritze Follikel mit einer Grösse von 11-14mm zusätzlich zu den reifen Follikeln hat. Diese Follikel platzen nicht, sondern gehen bei einem natürlichen LH Anstieg zugrunde. Wenn man HCG zum Auslösen verwendet, gehen sie nicht zugrunde, sondern können weiter wachsen, wenn sie weiter stimuliert werden. Da das stimulierende Zuclomifen noch im Körper sein kann, werden diese kleinen Follikel nach dem eigentlichen Eisprung weiter stimuliert und werden zu Zysten. Wenn man Decapeptyl zum Auslösen verwendet passiert das nicht. Decapeptyl ist ein GnRH Agonist, der zunächst einen starken LH und FSH Anstieg stimuliert, genau so wie bei einem natürlichen LH Anstieg. Daher gibt es zusammen mit Clomifen keine Zysten. Normalerweise nimmt man Decapeptyl zum Down-Regulieren. Daszu muss man es aber über mindestens 7 Tage hintereinander geben. Dann geht der stimulierende Effekt verloren, weil die Rezeptoren überstimuliert werden und es hemmt LH und FSH. Wenn man nur 1x 2 Fertigspritzen nimmt, kann man somit quasi einen natürlichen LH Anstieg provozieren.

LG Guery


  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
avatar    Nina_1978
Status:
schrieb am 25.02.2011 17:02
@Bonnie: noch ein wichtiger Tipp zum Clomi: auf jeden Fall auf die Auslösespritze bestehen! Beim Clomi werden die Follis eh größer bis sie springen und wenn man Pech hat, springen sie zu spät. Habe mal hier im Forum von einem Mädel gelesen, wo er bei 50 mm gesprungen sein soll. Ich hatte Glück und bei mir sind sie ohne Spritze gesprungen, allerdings hat Clomi bei mir gar nichts gebracht. Würde es in meiner Situation auch nie mehr nehmen.


  Re: Clomifen bei regelmäßigen Zyklen - macht das Sinn?
no avatar
   Glueck2105
Status:
schrieb am 25.02.2011 17:18
Also ich hab jetzt nicht5 alles meiner Vorrednerinnen durchgelesen, aber versuch auch mal mein Glück.

Also bei mir war es GENAU GLEICH!!! Hab immer einen ES, gaaanz regelm Zyklen. Daher musste ich auch Clomifen nehmen, da durch das Clomifen zum einen die Follis qualitativ besser reifen und daher besser zu befruchten sind und zum anderen du die Chance auf zwei oder drei Follis hast, wodurch die CHancen einer BEfruchtung und die Chancen dass eines sich gut einnistet größer sind. Somit hast du drei Zyklen auf einmal.
Ich hab auch 4 Monate mit Clomifen stimuliert, wurde aber leider nicht schwanger. Dann hat mit meine FÄ Puregon verschrieben. Puregon hat echt den Nachteil, dass man es sich spritzen muss und voll viel kostet aber auch dass es sich extrem gut auf die GM und auf den ZSchleim auswirkt. Also ich würde nicht allzu lang mit Clomi machen, sondern (was wir natürlich nicht hoffen) gleich auf Puregon umsteigen. Das ist echt besser. Hatte da ne viel bessere GSchleimhaut und besseren ZSchleim. UND Das Puregon kann man unendlich oft nehmen, das Clomi höchstens 6 Monate (und ist ciel ungesünder)

Also ich drück dir die Daumen!!!

LG




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