Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 
News rund um den Kinderwunsch
amicella Network    ICSI bei normalem Spermiogramm: Nicht sinnvoll neues Thema
   Niedriger AMH: lohnt sich eine Insemination?
   Warum muss eine Mutter ihr Kind adoptieren?

  Ich verstehe es nicht ganz….
no avatar
   Brilliant
Status:
schrieb am 23.02.2011 10:03
…hin und wieder lese ich von einer Eizellenspende, … leider weiß ich nicht wann ich mir dazu Gedanken machen sollte?
Mir ist schon klar, dass wenn Erbkrankheiten, Gen Defekte oder wenn irgendwelche andere Krankheiten vorliegen, dass sich keine Eizellen bilden können, einige diesen Schritt wagen.
Aber wann entschließt man sich dazu, diesen Weg zu wählen?
Wenn es z.B. bei einer IVF /ICSI (mehrere Versuche) es nicht zu einer Befruchtung kommt , obwohl Eizellen vorhanden waren, oder es wenn es trotz Befruchtung nicht zu einer Einnistung führt?

Grüsse

Brilliant


  Re: Ich verstehe es nicht ganz….
no avatar
   Bettina35
schrieb am 23.02.2011 10:34
Liebe Brilliant,

Ob Du Dir Gedanken zur EZS machen "solltest", kannst nur Du entscheiden. Die EZS ist ja nicht zwingend der zweite Schritt nach misslungener/ misslungenen ICSI/ IVF.
Es gibt viele Gründe, warum Frauen eine EZS wählen: erfolglose Bahandlungen, zu hohes Alter/ Menopause, Szerilitätsbehandlung nicht oder nicht mehr erfolgsversprechend oder: sie haben nach jahrelanger Behandlung einfach genug, wollen aber trotzdem noch ein Kind.
Eine EZS ist in Deutschland nicht legal. Daher wird sie nur im Ausland durchgeführt. Letztlich muss jede selber entscheiden, ob und wann eine EZS eine Alternative ist. Dabei muss man dann natürlich auch bereit sein, zu akzeptieren, dass das Kind nicht mit der Mutter biologisch verwandt ist. Dazu kommt, dass die EZS in vielen Ländern anonym ist, so dass die Kinder keine Chance haben, ihre biologische Mutter zu erfahren oder gar kennenzulernen. Aus der Adoptionsforschung weiß man aber, dass diese Suche und die Möglichkeit hierzu sehr wichtig ist. Deshalb gibt es auch viele Kritiker anonymer Geburten.
Also: auch ethisch nicht unbedingt für jede eine Alternative.


  Re: Ich verstehe es nicht ganz….
avatar    007 Wichtel
schrieb am 23.02.2011 11:51
Bettina hat ja schon so einiges aufgezählt. Ich als Betroffene dies mit meiner persönlichen Geschichte illustrieren:

Ich habe über EZSP angefangen nachzudenken, als meine damalige KiWuKl mir sagte, dass sie nicht bereit sind, mit uns eine Behandlung zu machen, weil die Chancen so gering seien. Das war ein knappes Jahr nach dem Tod unseres Kindes, das dort entstanden war. Bei dem ersten Versuch (damals war ich 39) hatte sich herausgestellt, dass ich Low responder war (hatte mir allerdings auch niemand gesagt) und dann wurde sie 2009 AMH getestet, der das bestätigte, und Inhibin-B. Dieser Wert katapultierte mich trotz funktionierendem Zyklus plötzlich jenseits der Wechseljahre. Fand ich zwar komisch, aber die KiWuKl würde schon recht haben.
Trotzdem entschlossen wir uns zu einem weiteren Versuch im Ausland - Abbruch vor Transfer. Für uns die Bestätigung, dass meine KiWuKl richtig gelegen hatte, und unsere einzige Hoffnung auf lebende Kinder in der EZSP liegen würde.

Nach einer negativen EZSP hörten wir von IVF/ICSI im natürlichen Zyklus, was uns eine Alternative zu sein schien.

Mittlerweile haben wir letztes Jahr drei negative Behandlungen mit meinem eigenen Material gemacht. Ich bin jetzt 43 und die Chancen auf eine ss mit gesundem Kind sinken beständig - und unser finanzielles Polster sowieso.

Noch sind wir nicht an einem Punkt, wo wir das Gefühl haben, dass wir unseren KiWu mit dem Tod enden lassen können. Deshalb peilen wir noch eine Behandlung hier an und danach eine EZSP. Sollte weder das eine noch das andere klappen, dann werden wir uns wohl damit abfinden müssen.

*****
Ein weiterer Punkt für EZSP ist für manche, dass sie keine Chancen auf dem "Adoptionsmarkt" sehen. Im Inland evtl. wegen des Alters, im Ausland wegen der hohen Kosten (30.000 € seien keine Seltenheit) - von den ethischen Problemen bei Auslandsadoptionen ganz zu schweigen.

Aber es ist so: Jeder Mensch muss sich selbst überlegen, was er/sie ethisch verantworten kann.


  Re: Ich verstehe es nicht ganz….
no avatar
   *Jane*
schrieb am 23.02.2011 15:13
Ich kann dir nur sagen, wann wir darüber nachgedacht haben: Nach sehr vielen negativen Versuchen mit ICSI/ Kryo, inkl. Samenspende (ohne Verbesserung der Embryonenqualität) und Ausschluss von Einnistungsstörungen (siehe auch Profil). Es war ein langer Weg dahin. Der Entschluss stand dann fest als wir sowohl von der Kraft her als auch finanziell keine eigenen Versuche im Inland mehr machen konnten.

LG Jane

  Signatur   **************
ICSI positiv (Dez. 2003)
8 x ICSI negativ und 4 x Kryo negativ (Juli 2005 bis April 2010)
1 x H-ICSI negativ (Dez. 2008), 1 x H-Kryo negativ (Feb. 2009)
Plan B (Okt. 2010) - positiv





Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2020