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   Naffy
Status:
schrieb am 07.02.2011 12:57
Wir haben uns gestern mal wieder darüber unterhalten, wir es weitergehen soll.
Aktueller Stand war:
Er nimmt seit kurzem, für mind. 3 Monate „Orthomol fertil plus“ und wir lassen dann noch mal ein Spermiogramm machen…. Ich ermittele an Hand von LH-Tests meinen Eisprung.
Nicht sehr Erfolg versprechend, aber wir geben die Hoffnung noch nicht auf.
Er fand eine ICSI noch nie gut, meinte aber mal, dass es rausgeschmissenes Geld sei, wenn wir irgendwann sowie so heiraten würden und vorher eine, als Selbstzahler machen würden.
Also kurz… wir lieben uns, können uns vorstellen zu heiraten, aber es hat noch keiner den anderen gefragt…. So weit so gut.

Gestern überlegte ich, ob man als Selbstzahler nicht besser direkt nach Brüssel sollte, wenn man sich für eine ICSI entscheidet. Er wunderte sich, wie weit ich schon voraus denken würde, da wir da noch gar nicht sind. Wir stellten wieder fest, dass er mal mehr- mal weniger von einer ICSI hält, eigentlich aber dagegen ist. Mir aber auch nicht den Wunsch vom eigenem Kind verbauen möchte. Ich wiederum möchte nicht, dass er Behandlungen zustimmt, die er ethisch falsch findet.
Ich hab viel geweint gestern, weil der Wunsch nach einem Kind bei uns unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Er kommt damit klar, dass wir vielleicht keins bekommen. Würde sich aber auch riesig freuen, wenn ich schwanger wäre, aber halt auf natürlichem Wege. Er ist ja nicht völlig unfruchtbar, sondern hat „nur“ OAT (in welchem Grad weiß ich immer noch nicht).

Jetzt weiß ich nicht weiter. Wir wollen jetzt erst mal die 3 Monate abwarten. Ich überlege aber wieder, eine Bauchspieglung machen zu lassen. Vielleicht ist ja bei mir auch was nicht i.O…. Dann können wir es lange versuchen.
Hab auch schon überlegt, mich von dem Kinderwunsch zu verabschieden und wieder zu verhüten. Jeden Monat diese Enttäuschung mache ich nun seit 3 Jahren mit, irgendwann kann ich einfach nicht mehr.
Es ist nicht so, dass wir uns gestritten hätten, das kommt bei uns sehr selten vor. Wir diskutieren alles offen und konstruktiv aus. Wir können, Gott sei dank, offen miteinander reden, auch wenn´s manchmal weh tut. Unser Kinderwunsch ist halt nur unterschiedlich ausgeprägt.

Ich will ihn auch nicht irgendwann "überredet" haben. Wenn er nicht will, ist es eine Entscheidung die ich mit trage. Es ist dann unsere Entscheidung, auch wenn ich für ein Kind weiter gegangen wäre. Ich will dafür nicht unsere Beziehung auf´s Spiel setzten.
Ich würde ihn auch heiraten, wenn wir keine Kinder haben können….
In 3 Monaten wissen wir zumindest ob die teueren Medi´s die Schwimmer verbessert haben….

Frag mich nur grad, ob ich die einzige bin, die mehr möchte als der Partner….


  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
avatar    Laulau69
schrieb am 07.02.2011 13:27
liebe naffy.
schwierig, wenn beide unterschiedlich stark beteiligt sind. aber sehr gut ist schon mal, dass ihr reden könnt.
deine position ist mir allerdings auch nicht ganz klar: du willst ein kind und würdest auch gern eine ICSI machen, willst aber nicht, dass dein mann mitmacht, wenn er nicht 100prozentig davon überzeugt ist. gegenfrage: würdest du dann sagen - okay, dann eben nicht?
wenn du sagst, dass du deinen mann nicht überreden willst - ganz ehrlich: was willst du dann? bist du sicher, dass du deshalb auf ein kind verzichten willst. und wenn du sagst, er sagt vielleicht, hoffst du dann nicht, dass er vielleicht-ja meint.

ich denke, wir frauen winden uns manchmal, weil es uns fast peinlich ist, wie überirdisch so ein wunsch nach einem kind sein kann - und was wir alles bereit wären dafür zu tun.

ich für meinen teil bin inzwischen dazu übergegangen, mit meinem mann die nächsten schritte ganz klar und präzise abzusprechen. welche behandlung wir machen, was das bedeutet, wie wir uns den zeitrahmen vorstellen, wen ich anrufe und so weiter. gerade dann, wenn es um neuland geht, ist das für mich sehr wichtig.
ich bin ohnehin die treibende kraft - also kümmere ich mich auch, ich informiere mich, ich schlage vor, ich suche nach frauen, die sich damit auskennen.
so ein kind ist ein gemeinsames produkt: also will ich auch wissen, woran ich bin bei ihm. ich frage dann - und wenn er einmal JA gesagt hat zu einer entscheidung (zum beispiel eizellspende oder eben ICSI), dann gilt das. da geht es dann nicht mehr darum, ob er nun 90 oder 70 prozent überzeugt ist. ich will ja schließlich ein JA hören.
also: wenn du eine ICSI willst, dann sag das klar und bitte ihn, sich eine meinung zu bilden. und die kann nicht vielleicht heißen.

viel glück für dich und euch.


  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
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   Naffy
Status:
schrieb am 07.02.2011 13:43
Du sagt es schon richtig. Es ist ein gemeinsames Produkt.
Da gibt es für mich keine Einzelentscheidungen.
Wir werden eine gemeinsame Entscheidung treffen. Hinter der wir dann auch beide stehen.

Ich weiß was ich will, aber er weiß es noch nicht. Er hofft noch, dass es so klappen könnte. Damit wir uns nicht dafür- oder dagegen entscheiden müssen.
Ich bin auch die die sich Infos holt und sie weiter gibt. Natürlich hoffe ich, dass aus dem „Vielleicht“ ein „Ja“ wird. Aber wenn es das nicht wird, bzw. ein „Nein“, ist für mich klar. Dann nicht.
Entweder stehen wir beide zu 100% dahinter oder es gibt keine Behandlung.
Dann werde ich hoffentlich einen Weg finden, mich damit abzufinden.


  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
avatar    chocolat chaud
schrieb am 07.02.2011 13:48
Wie alt bist du denn? Irgendwann wird ja der Faktor Alter auch insofern eine Rolle spielen, als dir nicht ewig Zeit bleibt. Irgendwann werden die Chancen auf Erfolg durch eine ICSI geringer, und das sollte man(n) auch bedenken, und 3 Jahre KiWu ist ja schon viel.
Natürlich kann man auch bei OAT einen Glückstreffer landen, aber dass die Chancen eher sehr, sehr gering sind, sollte dein Mann sich auch klarmachen...


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  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
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   Naffy
Status:
schrieb am 07.02.2011 14:15
Ich werde in wenigen Wochen 30, er 45. Wir sind seid 5 Jahren zusammen.
Das es nicht besser wird, wissen wir. Wir wissen auch, dass die Entscheidung dieses Jahr fallen muss… ob nun dafür oder dagegen.
Darum geht es ja im Grunde auch nicht. Ich fragte mich halt nur, ob wir die einzigen sind, die da unterschiedliche Denkweisen haben. Das ist, wie gesagt nichts schlimmes, mich hat es halt nur interessiert ob Ihr von vorn herein immer einer Meinung wart…


  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
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   Filou06
Status:
schrieb am 07.02.2011 16:54
Also ich finde diese Situation sehr schwierig....und du bist ja nun auch noch nicht sehr alt...
Vielleicht sagst du jetzt wenn er nein sagt dann verzichtest auch du...aber was wird in einigen Jahren sein...vielleicht wirst du ihm dann Vorwürfe machen weil du wegen ihm darauf verzichtet hast...ich hoffe ich hab mich richtig ausgedrückt...

Also ich bin ganz ehrlich das ich nicht darauf verzichten würde wegen der Einstellung meines Mannes. Denn es ist trotzdem unser Kind sein Samen und meine Eizelle. Was anderes ist das natürlich bei Eizellen oder Samenspende....

Aber für mich war schon immer klar das zu meinem Leben auch Kinder gehören und ich bin dankbar das es mittlerweile diese Möglichkeit der künstlichgen Befruchtung gibt.

Anders würde ich das sehen wenn mein Mann aus gesundheitlichen Gründen keine Kinder mit mir bekommen könnte, ich denke da muss man dann eine Lösung finden. Aber auf Grund seiner Einstellung würde ich persönlich nicht darauf verzichten. Vor allem weil er am wenigsten dafür durchmachen muss.

Ist allerdings alles meine persönliche Meinung...und mein Mann steht Gott sei Dank auch dahinter...


  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
avatar    ^^GrueneGurke^^
Status:
schrieb am 07.02.2011 17:33
Wenn er 45 ist, ist es auch egal, ob ihr verheiratet seid. Da muesst ihr selbst zahlen.

Ansonsten hilft es immer den Mann mal mit kleinen Kindern allein zu lassen. zwinker


  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
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   Filou06
Status:
schrieb am 07.02.2011 18:00
Ne selber zahlen müssen sie noch nicht ....Gezahlt wird doch wenn Frau nicht älter als 40 Jahre und Mann nicht älter als 50....winkewinke


  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
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   Silvesterkind
Status:
schrieb am 07.02.2011 19:03
Liebe Naffy,

es ist so, als ob Du meine Situation vor 3 Monaten beschrieben hättest. Ich hatte auch sofort, als ich meinen Freund kennenlernte, einen starken (erneuten) Kinderwunsch und habe ihn nach einem Jahr erfolglosem Üben in die KiWuklinik geschleppt. Dort die Diagnose: OAT II-III. (3 Spermiogramme haben es bestätigt). Er wollte am Anfang auch nichts von ICSI hören, er sagte er würde auch damit leben können, kein Kind zu bekommen, beziehungsweise dass mein Sohn Einzelkind bleibt. Ich dagegen nicht. Er hat auch 3 Monate Orthomol genommen, es hat Null gebracht. Ich will nicht jede Hoffnung zerstören, aber ich habe fast nie von jemandem gelesen, dem das Zeug wirklich geholfen hat. Aber vielleicht (in unserem Fall war es so) ist es wichtig für ihn, die Pillen zu nehmen, damit er das Gefühl hat, dass er auch "aktiv" etwas tut.

Ich denke gar nicht mal, dass Dein Freund keinen starken Kinderwunsch hat, ansonsten würde er kaum Tabletten schlucken. Es ist nun mal so, dass Männer schwer akzeptieren können, nicht fruchtbar zu sein. (Und, selbst wenn er "nur" OAT hat, und in drei Jahren nichts passiert ist, ist er so gut wie unfruchtbar). Es verletzt sie in ihrer Männlichkeit, und sie können, im Gegensatz zu uns Frauen, kaum darüber sprechen weil sie sich schämen. Sie können auch schwer akteptieren dass ihre Partnerin Spritzen und Vollnarkosen ertragen muss, nur weil sie nicht genug Spermien haben. Ich habe auch erst im nachhinein mitbekommen, wie sehr mein Freund sich Sorgen um die bevorstehende ICSI macht, vor allem hat er Angst dass ich meine Gesundheit aufs Spiel setze, es offen zugeben würde es aber nie.

Was Dein Freund sagt "wir können eine ICSI machen wenn wir irgendwann heiraten", klingt für mich danach, dass er das Problem so lange wie möglich aufschieben will. So war mein Freund auch. Zwar wollten wir nie heiraten, aber er hat auch immer gesagt "vielleicht ein paar Jahre warten" und so was. Das zeugt von großer Angst.

Ich habe meinen Freund überzeugen können und ich starte am Freitag mit der Downregulierung für die 1. ICSI. Wie ich das gemacht habe? Sanfter, aber bestimmter Druck. Das hat mit "überreden" nichts zu tun. Oder, besser gesagt, wenn er Dich wirklich liebt, wird er auch zustimmen. Du sagst zwar, Du kannst Dir vorstellen auch ihm zuliebe auf Kinder zu verzichten. Bist Du Dir echt sicher? Ich kenne einige Paare wo einer wegen dem anderen kinderlos geblieben ist. Glücklich ist keiner geworden, und irgendwann war es bei allen zu Ende. (Letztens eine Freundin die sich nach zehn Jahren Beziehung getrennt hat, weil er keine Kinder wollte, und jetzt von einem anderen schwanger ist) Wenn man sich beide einig sind, kann man sicherlich auch ohne Nachwuchs ein Leben lang glücklich sein, aber nicht wenn der Wunsch auf einer Seite so stark ist. Du würdest ihm es unbewusst immer wieder vorwerfen, und er würde, jedes Mal dass Du einen Tief hast, sich schuldig fühlen. Mein Freund hat es letztendlich eingesehen, dass er, wenn er bei seinem "Nein" zur ICSI bleibt, unsere Beziehung aufs Spiel setzen würde.

Ich wünsche Dir viel Kraft bei Deiner Entscheidung.

Liebe Grüße,

Silvesterkind


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.02.11 19:08 von silvesterkind.


  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
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   Naffy
Status:
schrieb am 07.02.2011 19:08
Warum sollte ich ihm in ein paar Jahren Vorwürfe machen???
Ich entscheide mich doch bewusst mit ihm zusammen zu bleiben, selbst wenn er gegen eine ICSI wäre.
Dann kann ich ihm doch später keinen Strick draus drehen….
Außerdem kann er ja auch nichts dafür, dass er unfruchtbar ist…
Er hat halt seine eigenen Werte und Einstellung so wie wir alle. Nur das seine anders ist als meine oder Eure.
Ich finde da überhaupt nichts Schlimmes dran. Natürlich wäre es anders schöner.
Aber jetzt mal im Ernst…. Ich will mit diesem Mann ein Kind… und nicht mit irgendeinem…

Ich bin echt etwas geplättet im Moment. Ich verlasse ihn doch nicht weil er möglicherweise keine ICSI will!
Und es ist ja auch nicht so, dass er gar keine Kinder will…. Er möchte schon, er mag Kinder total gerne… aber halt nicht um jeden Preis. Ich versteh nicht wo das Verständnisproblem bei der ein oder anderen hier liegt.

Beim einen ist bei Spendersamen das Ende der Fahnenstange erreicht, beim anderen bei einer Eizellenspende, beim nächsten bei einer Leihmutter und bei ihm halt „schon“ bei einer ICSI
Das ist doch nichts Schlimmes….

Hatte hier mit vielem gerechnet, aber nicht mit so viel Unverständnis.
Versteht mich bitte nicht falsch. Ich bin nicht böse, nur verwundert.
Ich hab einfach nur gedacht: hier wird es doch sicher noch das ein oder andere Paar geben, bei dem die Entscheidung auch nicht einfach war, weil´s evt. unterschiedliche Meinungen gab...
Was ich wie gesagt, auch gar nicht schlimm finde….

Aber es freut mich, wenn ihr Euch direkt einig wart… Ehrlich….

Lieben Gruß


  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
avatar    clydesbonnie
schrieb am 07.02.2011 19:21
Hey naffy,

ich habe ein ähnliches Exemplar zu Hause sitzen. Dazu muss ich sagen, dass er schon mal verheiratet war und auch zwei Töchter hat, mit der Familienplanung hatte er eigentlich bereits abgeschlossen, bevor wir uns kennen gelernt haben. Gott sei Dank musste ich mich nie zwischen Beziehung und Kinderwunsch entscheiden, er plant wieder neu und mit mir und es darf gerne noch ein gemeinsames Kind sein, mehrere aber nicht mehr. Das ist in Ordnung und ich hatte mich da auch selbst schon drauf eingestellt, da es wegen meines Alters (bin 36) und meiner Selbstständigkeit mit zwei oder drei Zwergen schwer werden würde.

Eben wegen dieser Vorgeschichte geht er das ganze natürlich wesentlich entspannter und ruhiger an. Männer sind da wohl sowieso anders, Vatergefühle sind selten angeboren, es tickt keine innere Uhr und sie haben ohne einen Zyklus auch mehr Abstand zum Thema. Das muss man sich immer vor Augen halten, dennoch ist es natürlich schwer und auch bei uns ist schon die ein oder andere Träne geflossen, wenn die Umstände (WE-Beziehung) und das Timing nicht so zusammen passten.

Wir haben spät mit der Diagnostik begonnen und müssen uns Gott sei Dank nicht mit einer KB befassen. Ich fürchte, das wäre ein ähnlich schwieriger Weg geworden, ihn auch dazu zu bewegen.

Auch wenn es schwer fällt, versuche deinen Partner damit nicht zu überrennen. Ich bin mir sicher, er wird den Weg mit dir gehen. Er muss aber die Entscheidung selbst treffen und nicht das Gefühl haben, überrannt worden zu sein. Vielleicht nutzt du die Zeit wirklich dazu, auch dich mal auf den Kopf stellen zu lassen. Und wenn ihr noch nicht in einer Kiwu seid: ich würde mich dort beraten lassen, möglicherweise ist bei euch ja auch eine IUI möglich und der Schritt ist für deinen Partner gedanklich nicht mehr so groß?

Alles Gute!


  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
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   Silvesterkind
Status:
schrieb am 07.02.2011 19:32
Hi Naffy,
vielleicht hast Du mich missverstanden. Ich habe nie gesagt, dass DU ihn verlassen solltest, wenn er keine ICSI will. Ich habe nur gesagt, dass ich einige Paare kenne wo es so war, und dass ein einseitiger Kinderwunsch eine immense Belastung für eine Beziehung sein kann. Deinem ersten Posting nach zu urteilen

Zitat
Naffy

Ich hab viel geweint gestern, weil der Wunsch nach einem Kind bei uns unterschiedlich stark ausgeprägt ist. .
<<

ist es so, dass Dich das Thema sehr mitnimmt. Aber wenn Du auch glücklich mit ihm sein kannst, ohne Kinder, dann ist ja alles super. Ich meinte nur, dass Männer bei der Entscheidung für eine ICSI meistens nicht "die treibende Kraft" sind, wie Laulau so schön geschrieben hat. Sie tun sich mit der Entscheidung "ja oder nein" eher schwer, weil sie auch nicht so viel darüber lesen oder sich erkundigen, und womöglich um ihre Partnerin Angst haben. Für viele Männer ist eine ICSI das große Unbekannte. Vielleicht würde es euch helfen, mit dem Arzt in Ruhe zu reden und sich erklären zu lassen, wie bei einer ICSI detailliert vorgegangen wird. Meinem Freund hat es super geholfen, als die Ärztin ihm erklärt hat, dass die Gesundheitsrisiken für mich im Promillebereich liegen.

Ich wünsche Dir nach wie vor viel Glück, wenn auch ohne Kinder, dann mit dem Mann Deiner Träume!

Silvi

PS Wir waren uns keineswegs sofort einig, er hat 6 Monate gebraucht, um "Ja" zu sagen!!


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.02.11 19:36 von silvesterkind.


  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
no avatar
   Naffy
Status:
schrieb am 07.02.2011 19:35
Danke für Dein Verständnis. Das ist lieb von Dir.
Wir waren bereits in der KIWU- Klinik. War auch ok.
Ich überrenne ihn auch nicht. Ganz im Gegenteil, ich empfinde mich als ziemlich zurückhaltend.
Er hat auch keine Ängste oder gekränkten Männlichkeitsgefühle. Er steht dazu, das er unfruchbar ist, auch anderen gegenüber.

Er war auch schon mal verheiratet, allerdings ohne Kinder. Er war immer schon der Meinung. Was kommt, dass kommt und was nicht, halt nicht. Er hätte da noch nie nachhelfen wollen.

Ich kann verstehen, dass das in diesem Forum etwas abwegig klingt, aber ich habe früher selber so gedacht… nur habe ich meine Meinung geändert und er halt nicht….


  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
avatar    Nina_1978
Status:
schrieb am 07.02.2011 19:38
ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß es der Kiwu bei Männern meist nicht so groß ist wie der bei Frauen.
In fast allen Fällen (meiner eingeschlossen) ging die Initiative von der Frau aus. Klar, man sollte ihn nicht überfahren und wenn er absolut dagegen ist, kann man auch nicht viel machen, aber meistens sind die Männer dann doch glücklich, wenn das Kleine erstmal da ist, obwohl sie selber nicht unbedingt die Initiative ergriffen hätten.
Die Männer stellen sich beim Thema Kiwu-Zentrum aber auch immer extrem an. Bin froh, daß "die Schuld" zumindest wahrscheinlich ausschließlich bei mir liegt, das ist schon mal einfacher. Mein Mann war bisher nicht zu einem SG zu bewegen, Gott sei Dank brauchen wir auch keins, es hat ja dreimal bei uns relativ schnell geklappt.
Ich muß sagen, ich hege manchmal schon einen leichten Neid auf Frauen, deren Männer voll hinter dem Kiwu stehen. Ich höre immer nur, mach Dir nicht so viel Streß, das wird schon und wir haben ja noch Zeit..
Hätte ich auf meinen Mann gehört, würden wir jetzt vielleicht erst anfangen mit der Kiwu-Zeit. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte da jetzt noch das Jahr Wartezeit, die ganze Diagnostik, die BS und die 2 FGs vor mir, bin ich froh, daß ich auf meine innere Stimme gehört habe..


  Re: ICSI: Ich dafür, er „eigentlich“ dagegen.
no avatar
   79angel
schrieb am 08.02.2011 06:52
Hallo Naffy,

hat Deinem Mann mal jemand gesagt, wie schlecht die Chancen stehen, auf natürlichen Wege schwanger zu werden???

Hat er vielleicht Angst? Angst um Dich???

Macht er sich selber Vorwürfe wegen dem OAT?

Ich würde meinen Mann auch nicht verlassen, aber es gibt Frauen, die tun so etwas! Deshalb wirf es hier niemanden vor, wenn sie danach fragen!

Aber Du wirst es bereuen, ich habe eine Bekannte, die hat auf Kinder verzichtet, weil er schon hatte, tja Beziehung ging doch auseinander und sie war dann zu alt und ist nun alleine!
Man muss halt alle Lebenswege überdenken!

Viel Glück




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