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  Frage zu Befunden nach FG
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  kadriensche
schrieb am 29.11.2009 20:51
Hallo,
ich habe so viele Fragen. Nachdem wir vor drei Wochen unser Baby in der 17. Woche verloren haben, sind nun die ersten Untersuchungsergebnisse da. Zuerst kam der pathologische Befund der Plazenta der da lautet unreifes Plazentagewebe (gering vaskularisierte Chorionzotten, diese zum Teil vermehrt fibrosiert) mit herdförmiger Endangitis obliterans der Zottengefäße. Es ist nicht sicher zu entscheiden, ob es sich um eine Aobortfolge oder dessen Ursache handelt.

Meine Ärztin geht davon aus, dass es wahrscheinlich die Ursache für den Abort ist.

Einen Tag später kam der Befund der genetischen Diagnostik, der mich sehr verwirrt hat. Die Ärztin in der Klinik hat uns kurz nach der Entbindung gesagt, dass sie zu 95%
sagen kann, dass es sich um einen Jungen handelt, es aber auch möglich ist, dass sie sich täuscht. Als ich mir das Baby nochmal angeschaut habe, dachte ich auch Hoden und Penis erkennen zu können, aber es war natürlich noch sehr winzig.
Der genetische Befund lautet, dass die Chromosomenanalyse einen normalen weiblichen Chromosomensatz 46,XX ergab und somit eine Chromosomenabberation als Ursache ausgeschlossen werden kann.
Weiter stand, dass im Fall eines weibl. Chromosomensatzes die Anzucht und Analyse mütterlicher Zellen nicht vollständig ausgeschlossen werden kann.
Denn die Gewebeproben stammen von der Plazenta.Ich hab ne Frage

Ich bin nun sehr verwirrt, da ich von einem Sohn ausgegangen bin. Wir haben ihm noch einen Namen gegeben und nun mag ich ihn nicht mehr verwenden, da wir nicht sicher sein können, was nun stimmt. Außerdem wissen wir nicht ob wir es tatsächlich mit dem Untersuchungsergebnis vom Baby zu tun haben.
Das ist für uns sehr wichtig, da das die 5. glücklose Schwangerschaft war und wir, wenn wir weitermachen natürlich wissen wollen, was der Grund für den Tod unseres Babys war.

Warum nimmt man denn nicht Gewebeproben vom Fetus? Das wäre doch dann ein eindeutiges Ergebnis?
Kann ich denn im nachhinein noch herausfinden, ob es Zellen von mir waren, die untersucht wurden. Z.B. durch eine Chromosomenanalyse von mir? Oder bringt das nix?
Wenn die Gefäßerkrankung der Grund für den Abort war, gibt es dann erfolgversprechende Therapien die bei einem neuen Versuch angewandt werden können?
Oder müssen wir damit rechnen, dass wir aufgeben müssen weil man nichts machen kann?

Ich weiß schon, dass wir das mit unserem Arzt besprechen müssen und nur der letztendlich Auskunft über die Richtung geben kann, aber da wir die KiWu-Klinik wechseln werden, haben wir dort erst im Februar einen Termin und ich halts solang nur schwer aus. Ich bin sehr dankbar, wenn ich eine ungefähre Aussicht bekommen kann, was möglich wäre.

Ich sag danke und schicke Grüße
kadriensche


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.11.09 22:22 von kadriensche.


  Re: Frage zu Befunden nach FG
avatar  franzis_vanessa6
schrieb am 29.11.2009 21:12
...ich kann dir leider nicht helfen.

doch ich möchte dich drücken und viel kraft für die nächste zeit wünschen.


  Re: Frage zu Befunden nach FG
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  Pacena73
schrieb am 29.11.2009 21:36
Hallo Kadriensche,

erstmal tut es mir sehr leid, dass Du Dein Kind hast gehen lassen müssen. Ich wünsche Dir ebenfalls ganz viel Kraft für die Zukunft.
Prinzipiell denke ich, dass es sehr wichtig ist, dass Du Rücksprache mit einem KiWu-Doc hälst aber das weißt Du wahrscheinlich selbst.
Die gering vaskularisierten Chorionzotten klingen für mich nach einer zu geringen Durchblutung der Chorionzotten, sprich es waren zu wenig Blutgefäße vorhanden. Vielleicht kann man das bei einer erneuten Schwangerschaft mit Heparin und/oder ASS vermeiden - das würde ich in jedem Fall ansprechen.
Bzgl. des Chromosomensatzes kannst Du jetzt nix mehr machen. Da der Chromosomensatz aus der Plazenta bestimmt wurde, kann es sein, dass sie nicht die Zellen des Kindes erwischt haben sondern Deine und somit würde es dann zu dem weiblichen Chromosomensatz kommen. Wenn Du nun wieder Deinen Chromosomensatz bestimmen läßt, wird es kein anderes Ergebnis geben (es sei denn Du hättest einen Fehler). Hier könnte nur eine genetische Analyse helfen aber dafür ist es ja leider zu spät. Warum sie nicht direkt die Zellen des Fötus untersucht haben, weiß ich auch nicht und verstehe ich auch nicht.

Ich wünsche Dir, dass Du vielleicht doch noch Antworten auf Deine Fragen bekommst.

Ganz liebe Grüße

Pacena


  Re: Frage zu Befunden nach FG
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  kadriensche
schrieb am 29.11.2009 21:57
Schon mal danke für Antworten. ASS 100 nehme ich schon lange täglich ein, auch Heparin habe ich mit Beginn der Downregulation gespritzt, da ich PAI-1- und MTHFR-Mutation habe. Darüberhinaus habe ich auch 5 mg Folsäure geschluckt.
Einziges Auffälligkeit war ein überaus niedriger hcg-Wert zu Beginn der Schwangerschaft.

Gruß
vom kadriensche


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  Re: Frage zu Befunden nach FG
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  Pacena73
schrieb am 29.11.2009 22:24
Hallo Kadriensche,

sorry, dass Du bereits ASS nimmst und Heparin gespritzt hast, wußte ich nicht - es war nur eine Idee wegen der Minderdurchblutung. Welche Dosis Heparin hast Du gespritzt? Gibt es da eine Möglichkeit in einer erneuten Schwangerschaft zu erhöhen?
Ich habe auch eine PAI1-Mutation und zusätzlich APS - laut meinem KiWu-Doc sollte ich Fragmin P forte (5000 I.E.) spritzen. Mein Gerinnungsphysiologe meinte aber, dass die Dosis zu gering sei und dass ich mind. 1 mg Clexane / KG Körpergewicht einmal pro Tag spritzen soll. Allerdings gilt das für das APS.
Hast Du schon mal mit einem Gerinnungsphysiologen gesprochen? Falls nein, vielleicht wäre das noch eine Möglichkeit.

Liebe Grüße

Pacena


  Re: Frage zu Befunden nach FG
avatar  Lectorix
Status:
schrieb am 29.11.2009 22:47
Liebe Kadriensche,
ich habe bisher leider nicht mitbekommen, dass du dein Kind vorzeitig hergeben musstest... Es tut mir unendlich leid und ich hoffe, ihr könnt eure Trauer (ggf. auch mit professioneller Hilfe - das ist keine Schande, sondern häufig eine starke Erleichterung, wenn man sich erst mal traut) gut bewältigen und fasst Mut für das Leben, das vor euch beiden liegt.

Ich bin irritiert wegen der Chromosomenanalyse - denn normalerweise nimmt man sehr wohl Zellen vom Kind. Es kommt drauf an, wie die vorzunehmenden Untersuchungen im Kreißsaal definiert waren. Im Nachhinein wird es nicht möglich sein, noch Gewebe vom Kind zu bekommen, auch eine Unterscheidung des bereits untersuchten Materials ist nicht möglich, denn auch die Plazenta wird für (ich weiß nicht mal, ob es überhaupt möglich ist heutzutage) weiterführende Untersuchungen mit dem Ziel, Mutter von Kind zu unterscheiden, nicht mehr zur Verfügung stehen.

Alles Weitere obliegt den wirklichen Spezialisten, gerade die Gefäßproblematik ist mir ehrlich gesagt zu schwierig zu beurteilen. Ich fürchte aber, dass man eher ein "Vielleicht oder vielleicht auch nicht" abschließend unter die Beurteilung setzen wird... traurig Total frustrierend aus meiner Sicht.

Liebe Grüße,
Claudia

  Signatur   Lieben Gruß,

Claudia

____________________________________________________________________________________________________
1. Runde: 4 ICSIs und 2 Kryos 2004-2006: 1 Schwangerschaft (leider FG in 10. SSW wg. Chromosomenfehler beim Kind)
2. Runde: 1. ICSI neg. (Juni 2007), 1. Kryo neg. (Oktober 2007), 2. ICSI positiv (Projekt Schmunzelhase - Kathi kommt am 06.12.08 gesund zur Welt)
3. Runde: Es läuft... smile Kryotransfer 18.11., Piptitest positiv am 30.11., Bluttest am 3.12. mit 1101 etwas schockierend..., aber es ist nur "eines" und kommt als Michael am 29.07.2014 gesund zur Welt




  Re: Frage zu Befunden nach FG
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  kadriensche
schrieb am 30.11.2009 09:08
Danke für eure Antworten.
Ich habe während der Schwangerschaft 3000 i.E Heparin gespritzt und das könnte sicher noch erhöht werden. Ich habe auch schon von Frauen gehört, die aufgrund vorausgegangener Plazentainsuffizienz die ganze Schwangerschaft über Infusionen bekommen haben.

Professionelle Hilfe ist schon geordert. Da hab ich keine Berührungsängste. Ich hab bisher die Erfahrung gemacht, dass unbearbeitete Trauer sich,irgendwann wieder irgendwo in Form von Körperlichen oder seelischen Beschwerden niederläßt.

Wegen der Chromosomenanalyse bin ich auch sehr irritiert und werde mich heute gleich hinters Telefon quetschen und mal nachfragen. Mit uns wurde besprochen, dass das Kind untersucht wird.

Die Gefäßgeschichte ist in der Tat frustrierend, ich habe die leise Hoffnung, dass man doch etwas machen kann. Aber die Angst dass nicht, tönt im Moment sehr laut.

Wir wechseln wie gesagt das KiWu-Centrum und sind ab nächstes Jahr in M-Pasing bei Prof. Dr.Dr. Würfel. Dazu hat uns die professionelle Hilfe geraten und uns gleich direkt einen Termin gemacht. Er soll uns dann den Weg durch die bevorstehenden Untersuchungen weisen. Bis dahin unternehmen wir nichts auf eigene Faust.

Drückt mir die Daumen, dass wir die Chance haben weiterzumachen. Adoption ist für uns eine Alternative, da wir aber schon so weit gekommen sind ist der Wunsch nach einem eigenen Kind im Moment noch stärker. Würde dann vielleicht auch kombinieren.

Viele liebe Grüße
vom kadriensche


  Re: Frage zu Befunden nach FG
avatar  Mariii
schrieb am 30.11.2009 11:05
hi,
wünsche dir viel Kraft.
Wollte nur noch mal was zu Junge oder Mädchen sagen. So früh kann man nicht eindeutig erkennen ob es ein Mädchen oder ein Junge wird, da gibt es diese Schwänzchen, was auch noch die Mädchen haben, es bildet sich dann erst zur Klitoris oder zum Gleid aus.
Unser Feindiagnostiker hat nur anhand der Stellungsrichtung dieses Schwänzchen gesagt ob es ein Mädchen oder ein Junge wird, nicht weil eine Klitoris zu erkennen war. Weshalb in der 17. Woche doch dies allein vom Aussehen ein wenis spekultaiv sein kann. Das wollte ich nur erwähnen. Wesahlb es da zu unterschiedlichen Ausagen kommen kann. Nun erst, nach der 20,zigsten Woche konnte man eindeutig erkennen welches Geschlecht sie hat.
Ward ihr in der 14. Woche auch zum FD? Um eventuell eine Untervesorgung der Nabelschnurr festzustellen?
Denn da wurde bei mir auch extra drauf geachtet, da ich auch Heparin spritze.
viel viel viel Kraft euch




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