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  Genetische Translokation
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   Azeetah
schrieb am 06.11.2009 15:54
hallo liebes team,
liebe leute,

ich bin nun 31 und nach 2 bemerkten fehlgeburten eine Ende der 11 SSW (offener Bauch wurde bei Zytologie festgestellt) und eine in der 3SSW haben mein mann und ich uns genetisch untersuchen lassen. Gestern bekam ich das Ergebnis: Ich habe eine balancierte Translokation 16;22. Man weiß auch noch nicht ob in meinem Fall eine künstl. Befruchtung sinnvoll wäre und wie es ausschaut. Habe auf eurer Seite auch gelesen, dass man mir von einer Schwangerschaft gänzlich abraten könnte - wann ist das der fall, kann das bei mir der fall sein? Ich habe auch im Internet gelesen: “Klinische Bedeutung kann eine balancierte Translokation auch in der Krebsentstehung haben” muss ich jetzt auch noch Angst haben dass ich Krebs bekomme? Mein Opa starb mit 54 an einem Sarkom und meine Mutter vor 5 Monaten mit 55 an einem Adenokarzinom. Nun hab ich Angst dass ich nie ein Kind bekommen werde UND dass ich Krebs bekomme. Ich hoffe Ihr könnt mir helfen! Lieben Dank.


  Re: Genetische Translokation
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   Hope810
schrieb am 06.11.2009 16:20
Hallo,

das tut mir sehr leid!

Krebs ist in manchen Fällen vererbbar, also bestimmte Krebsarten (wie zB Brustkrebs) in der Familie erhöhen das eigene Risiko. Wie das in eurem Fall ist, kann euch sicherlich ein Arzt genauer erklären. Fragt doch diesbzgl bei dem Humangenetiker nochmal nach.

Wg der Translokation könnte man vielleicht PKD anstreben, wobei ich nicht weiß, ob man dann speziell nach diesen Translokationen (es wird ja eigentlich nach den "gängigen" Trisomien geschaut) suchen kann.... fragt da am besten den Kiwudoc. Aber sicher wissen hier auch andere ne kompetentere Antwort.

Ich drücke euch die Daumen!!!!


  Re: Genetische Translokation
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   Johannalie
schrieb am 06.11.2009 16:23
Am besten wendest du dich an ein Kinderwunsch Zentrum dass sich gut mit Polkoerperdiagnostik auskennt.
Man sollte wenn du eigene Kinder moechtest eine IVF durchfuehren und die befruchteten Eizellen auf genetische Defekte untersuchen und nur welche ohne den Defekt zurueck transferieren. Eine andere Option ist die Eizellspende, damit wuerde man das Problem umgehen, allerdings waere es dann genetisch nicht dein Kind.
Ich denke alle Optionen kann man hier nicht ausdiskutieren soweit wie es noetig waere. Soweit ich weiss beschaeftigt sich die Kiwu der Uni Bonn intensiv mit dem Thema. Kommt jetzt natuerlich darauf an wo du wohnst, aber das ist besser da zu Spezialisten zu gehen als in irgend eine Kiwu.
Ich hoffe ich konnte ein bisschen helfen.
Lg Johanna


  Re: Genetische Translokation
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   Nic19672
schrieb am 06.11.2009 19:52
Ich habe auch eine Translokation, allerdings 14/15. Wir haben vor, eine PKD machen zu lassen- das ist aber sehr schwierig! UNd teuer dazu. Wenn du magst, schick mir doch ne pin, dann geb ich dir meine Infos (wobei die eben auf 14/15 passen). Gerne!!!


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  Re: Genetische Translokation
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   sssssss
schrieb am 20.11.2009 16:46
Liebe Azeetah,

ich habe auch eine Translokation 2/3streichel. Ich glaube, in Sachen Krebs musst du dir keine Gedanken machen, davon habe ich noch nie gehört. Das mit dem Kinder bekommen allerdings ist schwieriger (aber nicht unmöglich). Bei einer balancierten Translokation besteht zu (theorethisch) 50 % die Möglichkeit, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Ob die anderen 50% automatisch zu einer Fehlgeburt führen, hängt von deiner Translokation ab. In den allermeisten Fällen ist das so, wenn nicht sind Behinderungen zu erwarten. Ich habe an der Uniklinik in Bonn eine Stimulationsbehandlung mit PKD gemacht. Es war gut, sich in fähige Hände zu begeben und mal an einen Ort zu kommen, an dem man mit dem Problem vertraut ist. Die Klinik in Bonn ist nicht kommerziell ausgerichtet wie viele andere private Kliniken in Deutschland, die die PKD auch durchführen. Es war die absolut richtige Entscheidung es zu probieren, auch wenn es leider nicht geklappt hat. Die Stimulation lief gut, mit 12 Eizellen, 8 konnten befruchtet werden, aber alle wiesen denselben Fehler auf. Der Schritt das zu akzeptieren war ganz schwer, aber jetzt ist es ok. Wir haben uns zu einer Eizellenspende in Tschechien entschieden. In Deutschland ist es ja leider verboten. Auch da begegnet uns absolute Professionalität und Sensibilität. Wir warten jetzt auf eine Spenderin. Auch wenn du überhaupt nicht an dem Punkt bist und es für dich hoffentlich eine andere Lösung gibt - für mich war es immer ein Stück tröstend, dass es diese Möglichkeit gibt und ich nicht zwingend ein Leben ohne Kind führen muss. Unser Ergebnis in Bonn war kein endgültiges NO für ein eigenes Kind. Die Ärztin hat es mir so erklärt - statistisch (nicht theorethisch - deshalb die Abweichung) ist bei einer Translokationspatientin unter sechs Eizellen eine, die funktioniert. Und manchmal würfelt man auch 20x bis eine Sechs kommt. Viel Glück dabei!




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