Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 
News rund um den Kinderwunsch
amicella Network    ICSI bei normalem Spermiogramm: Nicht sinnvoll neues Thema
   Niedriger AMH: lohnt sich eine Insemination?
   Warum muss eine Mutter ihr Kind adoptieren?

  Erfahrung m. Glenville Methode?
no avatar
   InPhil
schrieb am 04.04.2009 16:42
Hallo zusammen, nachdem meine erste ICSI ja negativ verlaufen ist, bin ich mal in die Buchhandlung getapert und wollte sehen, ob es da Bücher gibt, die einem Mut machen. Ich war in zwei eigentlich ganz gut sortierten Buchhandlungen, aber die Auswahl geht wirklich gegen "0". Wo sind all die Berichte der Mütter, die es geschafft haben und wenn es noch so schwierig war??? Vermutlich hatten die alle. Wie auch immer: Ich bin dann doch noch auf ein wirklich interessantes Buch gestoßen: Dr. Marilyn Glenville, Vom Kinderwunsch zum Elternglück. Hier geht es um die ganzheitliche Betrachtung, wenn man schwanger werden möchte. So geht es in erster Linie auch um z. B. Ernährungsumstellung. Die ist zwar radikal, aber wenn es hilft?!?!

Hat hier schon einmal jemand die Glenville Methode ausprobiert?

Ich freue mich über eure Antworten und vielleicht weitere Tipps.

Liebe Grüße Insa


  Re: Erfahrung m. Glenville Methode?
no avatar
   *Jane*
schrieb am 04.04.2009 20:39
Ich glaube, wichtig ist, dass du es als hilfreich empfindest und dass du dich gut damit fühlst. Wenn die Ernährungsumstellung dazu führt, dass du dir keinen Genuss mehr erlauben darfst (ich kenne die Methode aber nicht), dann fände ich das nicht so ideal. Erzwingen kann man meines Erachtens nach nichts, auch nicht durch Selbstkasteiung. Und ein Patentrezept gibt es leider nicht.

Manche versuchen es mit TCM (Traditioneller Chinesischer Medizin, Homöopathie, Akupunktur, Massagen etc.) - jede wie sie es mag. Ich verlasse mich eher auf die Schulmedizin.

LG Jane

  Signatur   **************
ICSI positiv (Dez. 2003)
8 x ICSI negativ und 4 x Kryo negativ (Juli 2005 bis April 2010)
1 x H-ICSI negativ (Dez. 2008), 1 x H-Kryo negativ (Feb. 2009)
Plan B (Okt. 2010) - positiv



  Re: Erfahrung m. Glenville Methode?
no avatar
   Selena76
schrieb am 04.04.2009 21:01
hm, die Glenville Methode kenne ich nicht. Wie funktioniert die denn genau? Magst du etwas mehr dazu schreiben?

Ich habe einiges über "Preconception care" gelesen, u. a. auch von Herbert M. Shelton. Fand ich sehr interessant, war mir persönlich aber zu krass.
Ansonsten kenne ich die Forsight Study und versuche sie seit Anfang Dezember so halbwegs anzuwenden. Für einen Erfolgsbericht ist es also noch zu früh. zwinker Ausserdem zieht Männe nicht mit, und das ist eigentlich Voraussetzung. sehr treurig

Ich fasse mal kurz zusammen, um was es geht: Die britische Organisation hat in den letzten 25 Jahren die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Giftstoffen, Infektionen, dem Nährstoffhaushalt und der Fruchtbarkeit beobachtet hat.
In einer Studie wurden 367 unfruchtbare Paare begleitet. Die Paare wurden angewiesen, ihren Nährstoffhaushalt überprüfen zu lassen und ggf. zu supplementieren. Weiterhin durften sie nur biologische Lebensmittel (nur Vollkorn, kein Zucker, kein Tabak, Alkohol in Massen, mind. einmal grüne Rohkost am Tag) verzehren und mussten ihr Gewicht normalisieren und die Giftstoffe in ihrer Umgebung reduzieren (Amalgam, Wandfarbe, Kosmetik (= Paraben), etc).
Nach 3 Jahren hatten 9 von 10 Paare ein gesundes Kind gezeugt (einige der Paare hatten vor der Teilnahme an der Studie erfolglos die künstliche Befruchtung versucht ). Keines der Paare erlitt eine Fehlgeburt.


  Re: Erfahrung m. Glenville Methode?
no avatar
   Selena76
schrieb am 04.04.2009 21:34
Habe gerade das zur Glenville Methode gefunden: [www.marilynglenville.com]

Scheint im Grossen und Ganzen der Forsight Study sehr ähnlich zu sein, ausser, dass ich bei Glenville nicht von biologischer Kost gelesen habe, was wiederum ein Hauptbestandteil der Forsight Methode ist, da Pestizide unfruchtbar machen können (Xenoöstrogene, erbgutschädigend, teratogen).


  Werbung
  Re: Erfahrung m. Glenville Methode?
no avatar
   gelöschter User
schrieb am 05.04.2009 00:31
@Selena76: Du meinst sicher Alkohol in Maßen und nicht in Massen - das wäre ja spannend, wenn man sich regelmäßig volldröhnen müsste, um schwanger zu werden.... smile) (Sorry, es klang soo süß)

Ich bin skeptisch, was solche Patentrezepte angeht. Gesund leben ist sicherlich grundsätzlich eine sehr gute Methode für Lebensglück jeglicher Art. Aber Selbstkasteiung führt meines Erachtens eher nicht dazu. Etwas mehr Selbstdisziplin in Richtung gesunder Lebensstil täte mir allerdings sicher auch gut...

Sollte es helfen, versuche ich das auch mal! Also: Bitte berichten.

Liebe Grüße, sweetlara Blume


  Re: Erfahrung m. Glenville Methode?
no avatar
   InPhil
schrieb am 05.04.2009 09:21
Hmmh, schade, dass noch keiner Erfahrung hat.

Aber die Glenville Methode scheint tatsächlich der Forsight Method relativ ähnlich zu sein. Auch hier wird viel Wert auf Bio gelegt. Als großes No Go gilt vor allen Dingen Zucker und rotes Fleisch. Nach Möglichkeit sollte man auf Fleisch verzichten und viel, viel Fisch essen. Obst und Gemüse sowieso. Außerdem halt viel Vollkorn. Nichts Künstliches. Und dann geht es um die grundsätliche Veränderung des Lebensstils: regelmäßige Bewegung, regelmäßige Ruhepausen, gesunden Schlaf, Vermeidung von Stress etc. In einem weiteren Kapitel beschreibt sie die Vermeidung von Risikofaktoren etc.

Vor allem macht sie aber Mut, dass man auch mit über 35 noch sehr gut schwanger werden kann, wenn man ein paar Dinge einhält.

Selbstkasteiung hin oder her. Ich bin auch ein Schokofreak, aber oft ist es bei mir auch der Frust der letzten Monate gewesen, so dass man mir das auch ansieht - Idealgewicht sieht ein bisschen anders aus.

Ich werde es ausprobieren (wenn man sich zu 80 % an die Methode hält, dann macht man schon alles richtig - schreibt sie). Dies bedeutet: Wenn ich mich 5 Tage super daran halte, dann kann ich mir am Wochenende ja z. B. trotzdem mal eine Kugel Eis gönnen. Und die schmeckt dann sicher um so besser, weil ich sie mit vollem Genuss essen werde.

Also: ich probiere es aus und werde berichten. Vielleicht finde ich ja hier noch Mitstreiterinnen - gemeinsam klappt es häufig ja leichter...


  Re: Erfahrung m. Glenville Methode?
no avatar
   Selena76
schrieb am 05.04.2009 10:57
@Selena76: Du meinst sicher Alkohol in Maßen und nicht in Massen - das wäre ja spannend, wenn man sich regelmäßig volldröhnen müsste, um schwanger zu werden.... ) (Sorry, es klang soo süß)

hihi, habe den Sinnfehler gar nicht bemerkt. Party
Sorry, ich tippe auf einem ausländischen Laptop und habe keine Ahnung, wie man das deutsche S einfügt.

Ich bin skeptisch, was solche Patentrezepte angeht. Gesund leben ist sicherlich grundsätzlich eine sehr gute Methode für Lebensglück jeglicher Art. Aber Selbstkasteiung führt meines Erachtens eher nicht dazu. Etwas mehr Selbstdisziplin in Richtung gesunder Lebensstil täte mir allerdings sicher auch gut...

Es geht ja auch nicht um ein Patentrezept, sondern darum, den Körper gesund zu machen. Ein gesunder Körper ist normalerweiser fortpflanzungsfähig, denn die Natur strebt immer danach, Leben aufzuerhalten.... Ausserdem ist die positive Auswirkung einer optimalen Nährstoffversorgung auf die Fruchtbarkeit bekannt, sonst würde man ja nicht Paaren mit Kinderwunsch künstliche Vitamine verschreiben (zur besseren Spermienproduktion,... etc).

Von Selbstkasteiung kann gar keine Rede sein, mir macht es Spass, selbst zu kochen und Speissen zu zubereiten, so ganz ohne Maggie und Tiefkühlpizza. und der knackige Salat pro Tag gehört für mich zu einen der grössten lukullischen Genüssen. LOL


  Re: Erfahrung m. Glenville Methode?
no avatar
   Selena76
schrieb am 05.04.2009 11:13
Hallo InPhil,

kannst mich ja schon mal als deine Mitstreiterin betrachten, wenn du willst, die Methoden sind sich ja sehr ähnlich. Ja

Also ich lege vor allem Wert darauf, dass die Nahrungsmittel aus biologischem Anbau stammen, ohne Zusatzstoffe, dann versuche ich Zucker zu vermeiden, rotes Fleisch gibt es bei uns sowieso sehr selten, ausser Lamm, aber das auch nie mehr als 1x pro Woche.
Mich hindert das auch nicht daran, mal schön im Restaurant zu essen, wo es nicht biologisch ist und womöglich künstliche Zusatzstoffe verwendet werden, ein Marmeladenbrot (mit Zucker) gibt es auch ab und zu. Ich denke mir, dass es die Grundernährung ist, die zählt.
Ich war auch phasenweise sehr zuckerabhängig, doch wenn ich ihn fast ganz meide, ist mir komischerweise auch nicht danach. Drogen
Das Vermeiden von Zucker (und Auszugmehl) ist deshalb so wichtig, da ein hoher Insulinspiegel im Blut mit der Ausschüttung von Testosteron interferieren kann und die Eizellenreifung stört (PCO). Ausserdem ist er bekannterweise ein grosser Vitamin B und Kalziumräuber.

Bei mir happert es vor allem mit der regelmässigen Bewegung. Bin total unsportlich und mehr als Spazierengehen ist von mir nicht zu erwarten. Aber vielleicht langt das ja !?

Stressvermeiden ist auch oft leichter gesagt als getan, besonders im Büro. Ich bin sehr sauer


  Re: Erfahrung m. Glenville Methode?
no avatar
   InPhil
schrieb am 05.04.2009 12:11
Hallo Selena, stimmt, Bürostress ist fies. Habe ich leider auch, aber ich bin auf gutem Wege, nicht mehr alles an mich ranzulassen und ich übe mich in Gelassenheit. Das funktioniert! Du hast ja schon ein bisschen Vorsprung und bist schon über die Zuckersache hinweg. Ich habe schon den Kühlschrank aufgeräumt und der Süßigkeiten/Knabberschrank ist auch gleich geleert (nein, nicht in meinen Bauch schweigen). Mein Mann ist zurzeit nicht da und wird sich sicher wundern, wenn er nächsten Donnerstag wiederkommt... Bis bald, lg, Insa


  Re: Erfahrung m. Glenville Methode?
no avatar
   Selena76
schrieb am 05.04.2009 12:27
Ja, ich arbeite auch gerade daran, mit dem Ärger im Büro anders umzugehen. So leicht ist das aber auch wieder nicht, denn ich fühle mich einfach nicht wohl dort und die zwischenmenschichen Beziehungen dort sind mehr als kompliziert. Andersherum habe ich im Moment nicht die Kraft (und Lust), mein Leben auf den Kopf zu stellen und mir einen neuen Job zu suchen, der vielleicht auch nicht besser ist.
Du hast den Knabberschrank geleert... das ist natürlich eine wirksame Methode, doch zu der kann ich leider nicht greiffen, da mein Mann ein ganz Süsser ist! Ich eigentlich auch, doch jetzt lange ich halt beim Trockenobst, Nüssen und evtl Honig zu und hoffe, dass dies eine gesündere Alternative ist. smile


  Re: Erfahrung m. Glenville Methode?
no avatar
   unova
Status:
schrieb am 13.04.2011 08:41
Hallo!

Ich interessiere mich auch sehr für die Glenville-Methode bzw. Ernährungsumstellung bei Kinderwunsch und würde mich freuen, wenn ihr mir über eure Erfahrungen berichten könntet! Mittlerweile müsstet ihr ja schon Veränderungen gemerkt haben smile

LG


  Re: Erfahrung m. Glenville Methode?
no avatar
   caty71
schrieb am 28.12.2012 14:53
Also, ich habe Erfolg gehabt - kann natürlich nicht sagen, ob das der entscheidende Faktor war, denn auch das Schicksal spielt seine Rolle, aber ich bin nicht sklavisch den Vorgaben gefolgt, fand es hingegen gut, auf die Ernährung und sich selbst zu achten. Meinem Eindruck nach hat es sicher "mitgeholfen". Zum Stressabbau habe ich Yoga gemacht und viel frische Luft (Fahrrad oder zu Fuss) und habe mich nach kurzer Zeit (6 Wochen oder so) stark und gesund gefühlt.

Alles Liebe, Caty




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2020