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  Frage zu steuerlicher Absetzbarkeit der künstl. Befruchtung
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   werbemaxe
schrieb am 03.04.2009 15:04
Hallo,

wir (unverheiratet) hatten schon 3 ICSIs hinter uns (bisher leider erfolglos). Meine Freundin hat bei Ihrer Steuererklärung diese als außergewöhnliche Belastung angegeben, so wie das ein neues Steuergesetz ja vorsieht.
Nun schreibt uns das Finanzamt, daß sie noch eine ärztliche Bescheinigung brauchen, ob eine Empfängnisunfähigkeit bei der Frau oder eine Fertilitätsstörung des Partners besteht.

Bei uns ist letzteres der Fall.

Wer weiß, wie dies gehandhabt wird. Kann man die künstlichen Befruchtungen NUR absetzen, wenn Probleme bei der Frau bestehen?

Wer kennt sich da aus?

danke!


  Re: Frage zu steuerlicher Absetzbarkeit der künstl. Befruchtung
avatar    ~Annika~
schrieb am 03.04.2009 15:09
Frag mal die liebe Tante Schweden smile
die hat richtig Ahnung Ja
Wir werden es dieses Jahr auch mal probieren ...
Alles Liebe!
Annika


  Re: Frage zu steuerlicher Absetzbarkeit der künstl. Befruchtung
avatar    Schweden
schrieb am 03.04.2009 15:20
Liebe werbemaxe,

das steht zwar in den Richtlinen drin, aber es gibt mittlerweile ein Urteil, das das ganze etwas abmildert.

Finanzgericht Düsseldorf v. 11.08.2003 - 7 K 3527/02 E EFG 2003 S. 1786
Aufwendungen für eine homologe künstliche Befruchtung der Ehefrau, die aufgrund der
Zeugungsunfähigkeit des Ehemannes entstehen, stellen bei gemeinsamer Veranlagung der
Ehegatten als außergewöhnliche Belastungen abziehbare Kosten einer Heilbehandlung dar.


Das ist die Richtlinie, auf die sich die Kollegen bestimmt beziehen....

Künstliche Befruchtung
Aufwendungen für eine künstliche Befruchtung, die einem Ehepaar zu einem gemeinsamen Kindverhelfen soll, das wegen Empfängnisunfähigkeit der Ehefrau sonst von ihrem Ehemann nicht gezeugt werden könnte (homologe künstliche Befruchtung), können außergewöhnliche Belastungen sein (> BFH vom 18.6.1997 – BStBl 1997 II S. 805). Dies gilt auch für ein nicht verheiratetes Paar, wenn die Richtlinien der ärztlichen Berufsordnungen beachtet werden, insbesondere eine fest gefügte Partnerschaft vorliegt und der Mann die Vaterschaft anerkennen wird (> BFH vom 10.5.2007 - BStBl 2007 II S. 871).

Aufwendungen im Zusammenhang mit

 der Befruchtung von Eizellen einer empfängnisfähigen aber mit einem zeugungsunfähigen
Mann verheirateten Frau mit dem Samen eines Dritten (heterologe künstliche Befruchtung)
(> BFH vom 18.5.1999 – BStBl 1999 II S. 761) und

 einer künstlichen Befruchtung nach vorangegangener freiwilliger Sterilisation (> BFH vom
3.3.2005 – BStBl 2005 II S. 566).
sind keine außergewöhnlichen Belastungen.


Das Urteil bezüglich Unfruchtbarkeit der Frau stammt aus 1997, die Entscheidung wenn auch "nur" FG Düsseldorf und für Verheiratet aus 2003. Vielleicht klappt es, wenn Du damit begründest.


  Re: Frage zu steuerlicher Absetzbarkeit der künstl. Befruchtung
no avatar
   keiki
schrieb am 03.04.2009 19:06
leider gibt es eine freigrenze und nur die kosten die darüber liegen wirken nachher steuermindernd - hat uns leider garnix gebracht oder positiv formuliert - wir verdienen zuviel für 2 icsi´s im jahr




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