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  Umgang mit KIWU-Behandlung
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   rosa3
schrieb am 09.11.2004 10:18
Hallo,

mich würde mal interessieren wie offen ihr mit Euren Freunden, Bekannten und Verwandten über die Kinderwunschbehandlung redet. Mein Mann und ich haben uns dafür entschieden so gut wie niemanden davon zu berichten. Grund hierfür war die Art und Weise wie über andere Leute geredet wurde, von denen bekannt war, dass sie medizinische Hilfe für die Verwirklichung ihres Kinderwunsches in Anspruch nehmen müssen.

Wir haben nach zwei ICSI-Behandlungen eine Tochter und außer meiner Mutter und meinem Schwager weiss in unserem Freundes- und Verwandtenkreis niemand wie die Kleine "entstanden" ist.

Manchmal schäme ich mich dafür, dass ich zu der Behandlung nicht öffentlich stehe, besonders wenn in Diskussionen über Kinderwunschbehandlung so blöde und dazu noch falsche Argumente fallen. In den Diskussionen nehme ich zwar klar Stellung, aber aus dem Mund einer Betroffenen würden meine Argumente natürlich ganz anders klingen. Andererseits bin ich froh, dass wir mit unserem Vorgehen auf alle Fälle vermeiden, dass die Kleine von irgendjemanden auf eine unangenehme Weise damit konfrontiert wird, dass sie in einem Labor gezeugt wurde. Wenn sie es einmal erfährt, dann doch zum geeigneten Zeitpunkt durch uns.

Mit ist klar, dass ich zur Sensiblisierung unserer Gesellschaft zum Thema ungewollte Kinderlosigkeit und Kinderwunschbehandlung nicht den Beitrag leiste, den ich durch meine Situation und Erfahrung leisten könnte, aber momentan fühle ich mich nicht dazu in der Lage damit anders umzugehen.

Wie geht Ihr damit um? Oftmals bewundere ich Leute, die mit soviel Offenheit über ihre ungewollte Kinderlosigkeit und die zahlreichen Behandlungen berichten können.

Es grüßt Euch alle

Rosa


  Re: Umgang mit KIWU-Behandlung
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   törtchen
schrieb am 09.11.2004 10:42
Also während der KiWu-Behandlung habe ich nur meinen Eltern und meiner Schwester was erzählt. Ich bin ja jetzt durch ICSI/Kryo Schwangerschaft. Jetzt kommt es drauf an. Wenn wir in Gesprächen mit anderen Paaren merken, dass diese mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben outen wir uns schon mal. Ich denke, das hilft den Betroffenen doch auch noch mal ein bischen. Wir haben festgestellt, dass dieses Problem doch sehr verbreitet ist. Wir nehmen aber davon Abstand diese Info breit zu streuen. Ich glaube auch, dass viele Menschen nicht dieses Verständnis für einen solchen Eingriff (in die Natur) haben.
Gruß
törtchen


  Re: Umgang mit KIWU-Behandlung
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   Sallyc
schrieb am 09.11.2004 10:46
Hallo Rosa,

jedem binden wir es natürlich auch nicht auf die Nase, aber aus unserem Familienkreis wissen es fast alle. Im Freundeskreis halt unsere besten und engsten Freunde und ein enger Teil der Arbeitskollegen/Chefs von meinem Mann (war nötig, wegen Urlaub usw. da Behandlung im Ausland).

Erstaunlicher Weise haben alle unheimlich lieb reagiert. Hatte ein wenig befürchtet, d. dann die mitleidige Tour kommt etc. aber war echt ok.

Noch erstaunter war ich über die Erfahrungsberichte mehrerer Leute, die alle irgendwo irgendjemanden kannten der/die auch in Behandlung gewesen ist, oder sogar selbst in Behandlung war/ist.

Zu dir, ich denke wenn du nicht bereit bist, Freunden/Familie die "Wahrheit" zu sagen, dann ist das auch ganz ok so und du mußt dir kein schlechtes Gewissen machen. Wie ihr damit umgeht muß im Endeffekt für EUCH richtig sein und nicht für irgendjemand anderen.

Glückwunsch zu eurer "kleinen"!!




  Re: Umgang mit KIWU-Behandlung
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   NicoleH
schrieb am 09.11.2004 10:48
Liebe Rosa!

Unser Sohn ist bei der 3. ICSI entstanden. (Zuvor 11 Jahre Kiwu, IVFs, Kryos etc.) Jeder wußte es. Jeder kanns erfahren. (Oma und Opa haben mich damals sogar zum Transfer in die Kiwu-Praxis gebracht).
Mein Mann wollte zuerst, daß wir es dem Kleinen mal nicht sagen.... ich war strikt gegen ein Verschweigen. Ich habe schon während der Schwangerschaft für den Kleinen ein Tagebuch angelegt........ In der heutigen Zeit ist eine künstliche Befruchtung nichts ungewöhnliches mehr. Mein Sohn wird erfahren, daß er ein absolutes Wunschkind war, auf das wir lange Zeit warten mußten.
Ich stehe dazu. Ich bin stolz darauf. Ich bin der glücklichste Mensch der Welt, daß die Medizin mir mein kleines Wunder möglich gemacht hat.
Mein Freundeskreis hat sich langsam erweitert - um etliche Mütter und Väter, deren Kinder ebenfalls durch IVF oder ICSI entstanden sind. Jeder dieser Kontakte ist in unserem Leben eine Bereicherung.
Natürlich gibts auch Leute, die große Augen gemacht haben, keine Frage. Leute, die ein Problem damit haben "der Natur ins Handwerk zu pfuschen".

Jeder Mensch geht anders damit um. Wenn Du Dich manchmal nicht outen willst, ist das Deine Sache. Jeder muß für sich selber entscheiden, was das Richtige ist. Da mußt Du auch kein schlechtes Gewissen haben. Um Himmels willen. Außerdem ist so ein "Outing" auch situationsbedingt. Ich geh auch nicht zu irgendeinem Fremden hin und sag: Hey... darf ich vorstellen, das ist mein Kind, durch ICSI entstanden..... Bestimmt nicht.

Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen, daß Du den goldenen Mittelweg findest und ich schicke Dir ganz liebe Grüße

Nicole mit Bastian (geb. 31.01.04)




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  Re: Umgang mit KIWU-Behandlung
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   Marion- Lina
schrieb am 09.11.2004 11:36
Hallo Rosa!
Also, bei uns sind nur die besten Freunde eingeweiht, und der
Chef meines Mannes, weil er mit dem selben Problem zu tun hat.
Unser Sohn ist auf natürlichem Weg entstanden, nur mit dem zweiten klappt es einfach nicht. Falls es doch einmal klappen sollte, werden wir kaum jemandem erzählen, wie wir dieses Kind "gezeugt" haben, und ich denke, da fragt doch auch keiner nach, oder? Ich habe jedenfalls noch keinen in meinem Umfeld danach gefragt.
Ehrlich gesagt fällt es mir manchmal schwer eine Ausrede zu erfinden, wenn wir Termine in der Klinik haben -- aber da es unseren Eltern schwer fällt, die Buschtrommeln nicht zu schlagen ( nicht, dass sie gleich losrennen, und es allen auf die Nase binden, aber ihren engsten Vertrauten jubeln sie so etwas "unter dem Siegel der Verschwiegenheit" doch unter!!!) sagen wir es ihnen wohl nicht. Aber das muss jeder für sich selber entscheiden smile .Alles Gute für Euch und Eure kleine, liebe Grüsse Marion- Lina winken


  Re: Umgang mit KIWU-Behandlung
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   Dineh n.e.
schrieb am 09.11.2004 12:02
Hallo !!!!
wir haben es der Familie einen Tag vor der Pu erzählt....als ich dann tatsächlich mit Drillingen Schwangerschaft wurde, wurden wir von vielen gefragt ob wir in Behandlung sind...Ich habe dann gesagt dass wir "ein wenig nachgeholfen" haben, in welcher Form geht letzendlich keinem was an....
Als ich dann die Kinder verloren habe, sind wir offen damit umgegeangen dass es bei uns nicht so einfach klappt....als schutz vor Bemerkun gen wie "ihr seit ja noch jung, dann beim nächsten Mal etc..." denn solche zwar gut gemeinten Bemerkungen sind in unserer Situation dann doch eher schmerzvoll...
Es wissen immer noch icht alle Alles, so weird das auch bleiben....aber die meissten wissen dass das "kinderkriegen" ein sensibles Thema für uns ist, beachten dies und gehen dementsprechend damit um.......
die Leute die sowas für unnormal etc halten...na gut, die gibt es immer, aber ob man die dann nch zu seinem engeren Freundeskrei zählen will wäre dann ja mal zu überlegen....

LG
Dineh


  Re: Umgang mit KIWU-Behandlung
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   nikki+belana+melina+quinn
schrieb am 09.11.2004 12:56
Hallo winkewinke

bei uns wissen es ALLE, wir gehen sehr offen damit um, auch die Kinder "wissen" es schon, dass ich zum Arzt mußte, welcher die Mädels auch in Mamas Bauch gesteckt hat, mehr brauchen 3 jährige auch nicht wissen grins

Sie wissen auch um den Kaiserschnitt, sie spielen es mittlerweile auch schon nach, den Bauch aufschneiden, und das baby rausholen grins, ich hoffe sie bleiben so offen, und werden keine bösen Blicke ernten...

Und irgendwann muß ich ihnen auch die "unanständige"Seite des Schwangerwerdens, sprich das "Normale" verklickern, ich glaube damit hab ich mehr Probleme grins

Wir konnten oft Aufklärungsarbeit leisten und den Leuten den Wind aus den Segeln nehmen, dass es absolut nicht schlimm ist, nur der Ort ist halt ein anderer smile und dass es toll ist, dass die Medizin Leuten wie uns helfen kann smile

Viele Grüßé winken




  Re: Umgang mit KIWU-Behandlung
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   Manulein
schrieb am 09.11.2004 13:33
Hallo

wir gehn auch sehr offen damit um,weil dann ist es einfacher wenn man zu Terminen der behandlung muss.Man muss sich keine ausrede ausdenken,das beruhigt mich schon.Ausserdem hatten zwei meiner arbeitskolleginnen auch probleme damit Schwangerschaft zu werden.Es kam nie ein böses wort oder unverständnis das wir der natur nachhelfen müssen,nur ehrlich gemeinte Interesse.Die meisten Kollegen und alle Freunde/Familie kennen die erkrankung meines Schatzis und haben deshalb nachgefragt ob eine Schwangerschaft möglich ist und dann hab ich sie über die möglichkeiten aufgeklärt.Haben aber auch total liebe Freunde und Familie die uns unterstützen wo sie nur können,da ist totales Vertrauen vorhanden.Deshalb kann man auch über alles reden.

Liebe Grüße Manu




  Re: Umgang mit KIWU-Behandlung
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   Kätzle
schrieb am 09.11.2004 14:16
Hallo Rosa,

auch ich bin nach der 2. ICSi schwanger geworden und habe jetzt eine Tochter von fast 4 Jahren. Ausser meinen Eltern und meiner Schwester weiss eigentlich nur noch eine gute Freundin von mir Bescheid.

Wir sind jetzt in Behandlung für 2. Kind und hoffen natürlich, dass es nochmal klappt. Da in unserem Freundes- und Bekanntenkreis niemand mit diesem Problem zu tun hat, möchten wir es auch nach wie vor geheimhalten.

Möchtet Ihr auch noch ein 2. Kind?

Gruss

Kätzle


  Re: Umgang mit KIWU-Behandlung
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   PetraH
schrieb am 09.11.2004 14:54
Hallo Rosa,

in unserem Bekannten- und Freundeskreis sind etliche Paare, die ohne medizinische Hilfe nie schwanger geworden wären. Fast alle haben immer sehr offen über dieses Thema gesprochen. Zuerst war ich erstaunt über die Offenheit und dann erleichert, als wir feststellten, dass wir ebenfalls Hilfe benötigen.

Wir haben sehr von dem Wissen anderer profitiert (obwohl wir bisher noch nicht ss sind). Meiner Meinung nach hilft es aber auch schon sehr, zu wissen, man ist nicht allein. Deshalb schätze ich dieses Forum sehr. Man muss sich nicht outen, um Erfahrungen auszutauschen und alle wichtigen Informationen sind einfach zu finden.

Ich kann verstehen, das Du über das Thema im Bekannten-und Freundeskreis nicht reden willst. Jeder reagiert schließlich anders. Ich hatte auch welche dabei, die aus meiner Sicht rücksichtslos reagiert haben bzw. uns überhaupt nicht unterstützt haben.

Auf der anderen Seite hat es mich wahnsinnig genervt alle 4 Wochen von allen möglichen Leuten gefragt zu werden "na wann ist es denn endlich soweit". Der Druck der dadurch erzeugt wurde, war immens. Bis das ich dann gesagt habe, das wir in der Kiwu Behandlung sind, da waren dann alle ruhig.

Ich habe in der Phase der Versuche, sehr viel Mut zugesprochen bekommen und war froh darüber reden zu können, denn ich habe die Behandlung als sehr belastend empfunden. Ob ich allerdings bei einem nächsten Versuch nochmal darüber spreche weiß ich heute noch nicht.

Was später sein wird, weiß ich auch nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, das irgendjemand noch daran denken wird, wenn ein evtl. Kind mal da ist, ihm dann zu sagen "Du bist doch aus dem Reagenzglas". Ich halte unseren Bekannten- und Freundeskreis nicht für so taktlos. Abgesehen davon finde ich es aber auch gar nicht schlimm der Natur ein bisschen auf die Sprünge zu helfen.

Ich denke desto offener und natürlicher man mit diesem Thema umgeht, desto weniger Probleme wird es geben. Wichtig finde ich, wie gesagt, nur, dass die die es betrifft sich gegenseitig unterstützen und Erfahrungen austauschen. Das Thema zu tabuisieren hilft sicher niemanden. (Und toll ist ja, das man es eben auch anonym machen kann).

Liebe Grüsse
Petra


  Erneute Behandlung
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   rosa3
schrieb am 09.11.2004 16:12
Hallo Kätzle,

momentan starten wir unseren 1. ICSI-Versuch seit der Geburt unserer Tochter. Ab Anfang Dezember werde ich mit der Stimulation beginnen.
Aus diesem Grund setzte ich mich natürlich wieder intensiver mit der Frage auseinander, ob ich offener zu der KiWu-Behandlung stehe. Mit einem Kind werde ich natürlich ständig gefragt, ob wir ein 2. Kind wollen. Darauf antworte ich, dass wir es uns gut vorstellen können, aber es ja nicht immer eine Frage des Wollens ist, ob man ein Kind bekommt oder auch nicht. In diesem Zusammenhang sage ich auch immer, dass wir auf unsere Tochter auch länger gewartet haben. Damit ist das Thema dann auch für die Fragenden erledigt.
Wünsche Dir für die nächste Behandlung alles Gute und hoffe, dass es bei Euch wie auch bei uns bald mit dem Geschwisterchen klappt.

Viele Grüße

Rosa


  Re: Umgang mit KIWU-Behandlung
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   Tigerin
Status:
schrieb am 09.11.2004 19:55
Liebe Rosa,

in unserem Umfeld ist kaum jemand über unsere Kinderwunschkarriere eingeweiht. Meine eigene Mutter reagierte nicht gerade positiv als ich sie eingeweiht hatte. Die Schwiegereltern wissen nichts und werden nichts erfahren. (Das ist zwar ein bisschen schade, weil sie theoretisch die einzige Möglichkeit wären, teure Behandlungen zu finanzieren, aber mein Mann meint, es sei sinnlos, und ich fürchte, er hat recht) Ich habe die Erfahrung gemacht, dass relativ Fremde oder Leute, die wir nur flüchtig kennen, viel sensibler reagieren als unser näheres Umfeld. Meine Standartantwort auf die Horrorfrage ist: "Kinder werden einem geschenkt - oder eben nicht." Damit hat sich die Diskussion fast immer erledigt.

Diskrete Grüße

Tigerin




  Re: Umgang mit KIWU-Behandlung
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   paprika
schrieb am 09.11.2004 20:35
Hallo Rosa,

mit der Frage beschäftigen wir uns auch gerade... Bisher wissen einige wenige enge Freunde von unserer KiWu-Behandlung. Meiner Mutter hab ich bislang nichts davon erzählt, ob ich das machen werde, weiss ich noch nicht. Ich würde, wenn alles gutgegangen ist, vielleicht sagen, dass es nicht so einfach war.. Ich hätte aber genausowenig Lust auf bohrende Fragen zum Zeitpunkt des SST.

Wenn ich gefragt werde, lüge ich nicht, aber ich binde nicht jedem einzelnen die detailierten Diagnosen auf die Nase. Mir würde es nicht guttun, alles geheim zu halten, ist ja schliesslich keine Schande, und ich finde, genau das würde ich vermitteln, wenn ich ein Geheimnis draus machen würde.

Fazit: Wir gehen damit schon zurückhaltend und sorgsam um, aber bisher hatten wir nur gute Erfahrungen mit dem "Outing" gemacht..

Liebe Grüße,
Sandra




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