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  PCO und Fehlgeburten
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   gelöschter User
schrieb am 01.11.2004 19:46
Hallo zusammen,

ich habe schon öfters gelesen daß bei PCO ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko besteht. Ich nehme seit Feb. 2004 Metformin, bis jetzt hat sich der Zyklus ein wenig eingependelt liegt aber immer noch bei ca. 40 - 50 Tagen, ob ich aber jedesmal einen ES habe weiß ich nicht.

Meine Frage: was ist wirklich dran an dem Risiko und wie hoch muß man es einschätzen? Warum lassen manche FA Metformin absetzen, manche es die Frauen weiternehmen?
Kann Metformin eine Fehlbildung beim Kind verursachen?

Was soll ich als Frau mit recht ausgeprägtem PCO jetzt am besten tun? Wir warten noch auf das SG meines Mannes im Winter, wenn da unverändert schlecht ist (OAT III) werden wir eine Heterologe Insemination anstreben.




  Re: PCO und Fehlgeburten
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   KT
schrieb am 01.11.2004 20:08
Hi,

ich kopier Dir mal was her von: www.pco-syndrom.de
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Insulinresistenz- Metabolisches Syndrom
Auch wenn die Insulinresistenz nicht die alleinige Ursache für die Entstehung eines PCOS darstellt, so verstärkt die begleitende Hyperinsulinämie durch eine Steigerung der ovariellen und adrenalen Androgenproduktion den circulus vitiosus des PCOS. Das Verständnis dieser pathophysiologischen Zusammenhänge führte zum Einsatz der Insulinsensitizer in der Behandlung betroffener Frauen. Internationale Studien zeigten unter Therapie mit Metformin eine signifikante Senkung der Androgene, eine Erhöhung des SHBG und eine Normalisierung des Menstruationszyklus mit Verbesserung der Fertilität (Diamanti et al. 1998, Moghetti et al. 2000, Velazquez et al. 1994). Obwohl unter Metformintherapie eine signifikante Senkung der laborchemischen Hyperandrogenämie erreicht wurde und sich eine deutliche Besserung der Akne fand, zeigte sich der Hirsutismus-Score in vielen Fällen nur moderat gesenkt. Als mögliche Erklärung des mangelnden Therapieerfolgs kann eine erhöhte 5-a-Reduktase Aktivität in der Haut angenommen werden. Der offensichtlich bessere Effekt der Ovulationshemmer, insbesondere mit antiandrogener Komponente, auf den Hirsutismus wird jedoch mit einer Verschlechterung der metabolischen Parameter und einer Gewichtszunahme erkauft (Morin-Papunen et al. 2003). Positive Effekte der Metformin-Therapie lassen sich auch in Kombination Ethinyl-Östradiol/Cyproteron-Acetat (Elter et al. 2002) oder mit Clomiphen dokumentieren (Nestler et al. 1998). Erste Daten belegen, dass auch nicht-insulinresistente PCOS-Patientinnen von einer Metformintherapie profitieren. Ähnliche Effekte wurden in klinischen Studien für die Glitazone (Rosiglitazon, Pioglitazon, Troglitazon) gezeigt.

Orale Antidiabetika und somit auch Metformin werden allgemein als potentiell teratogen und in der Schwangerschaft als kontraindiziert angesehen. Eine Fortführung der Metformingabe in der Schwangerschaft ist zur Zeit Gegenstand kontroverser Diskussionen. Erste Studien zum Einsatz von Metformin bei schwangeren PCOS-Frauen ergaben keine erhöhte Rate an Entwicklungsverzögerungen oder Missbildungen der Feten (Glueck et al. 2002). Es zeigt sich jedoch eine Reduzierung der Gestationsdiabetes-Fälle und eine signifikante Senkung der Frühabortrate von 62 auf 26%.


Metformin verbessert erwartungsgemäß auch die Parameter des Metabolischen Syndroms, insbesondere die Insulinresistenz. Besonders hervorzuheben ist auch die Gewichtsabnahme bei vielen PCOS-Patientinnen, im Mittel etwa 6 - 10 kg in 6 Monaten. Zudem ergibt sich eine Senkung der Triglyceride, des systolischen Blutdrucks und eine Erhöhung des HDL-Cholesterins. Eine Zusammenstellung der Metformin-Daten finden Sie auch im Cochrane Review 2003 der Cochrane Library im Internet.
--------

Allgemein wird momentan aber wohl noch Metformin abgesetzt bei Eintritt einer Schwangerschaft da ebend die Risiken beim weiternehmen noch nicht wirklich abgeklaert sind.

Hoffe es hilft Dir etwas weiter, viel Erfolg,
Chrissy


  Re: PCO und Fehlgeburten
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   Lorena
schrieb am 01.11.2004 20:17
hi roxinchen
habe auch pco. seit nun zwei monaten nehme ich mönchspfeffer. habe seit da zyklen von 32 bezw. jetzt 31 tagen.
vielleicht wäre das auch ein versuch wert.
Lg
Lorena


  Re: PCO und Fehlgeburten
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   Banane
schrieb am 02.11.2004 13:32
hallo roxinchen,

an der erhöhten fehlgeburtsrate scheint wirklich was dran zu sein. ich habe auch pco, hatte 3 fg´s und 1 totgeburt in der 21.ssw. seit gut 1 monat nehme ich auch metformin, aber leider bemerke ich noch nix von seiner wirkung. aber mir wurde auch gesagt das die volle wirkung erst nach ca. 3 monaten besteht.
auf deine frage wegen der missbildungen kann ich nur sagen : mein arzt hat gesagt das es da noch keine ausreichenden studien darüber gibt. es kann sein das nichts passiert, es könnte aber auch sein das beim ungeborenen eine schädigung bei jedem organ sein könnte.
ich hoffe ich konnte dir etwas helfen. mach dir nicht zu viele sorgen
liebe grüsse
steffi


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  Re: PCO und Fehlgeburten
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 02.11.2004 21:03
Liebes Roxinchen,

je nach Ausprägung des PCO-Syndrom s kommt es zu hormonellen Verschiebungen, welche zum einen die EIzell- und Embryonenqualität negativ beeinflusst und zu frühen Aborten führen kann und außerdem wohl auch im weiteren Verlauf der Schwangerschaft negative Auswirkungen hat, welche Fehlgeburten begünstigen.

Das mit dem Metformin hängt wohl auch davon ab, wie risikofreudig Ihr Arzt ist. Es gibt einige Studien, welche keine Nebenwirkungen auf die Schwangerschaft erkennen liessen, aber als gesichert kann man diese Daten nicht ansehen

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite




  Re: PCO und Fehlgeburten
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   Frosch12345
schrieb am 01.02.2011 17:13
Hallo Roxinchen,

ich kann das auch nur bestätigen, hatte auch schon eine FG in 7.SSW und ich habe nur leichtes PCO,
Man, das ist echt deprimierend!!
Mir gehts genauso schlecht!!!
Ich hoffe, dass ich jemals ein gesundes Kind auf die Welt bringen kann!

Viele Grüße
Frosch...




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