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  Blastozysten-Transfer in Österreich
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   Melusine
schrieb am 01.11.2004 12:48
Hallo,

ich bin neu hier und habe ein Frage:

Hat jemand Erfahrungen mit Blastozystentransfer in Österreich? Gibt es hier jemanden, der eine solche Behandlung bereits hinter sich hat und auch PKV versichert ist? Wie sieht es mit der Kostenübernahme durch die PKV aus? Für eine Voruntersuchung bei einer Klinik in Österreich hat meine Kasse nur etwa ein Viertel der Kosten übernommen, mit der Begründung, dass diese Summe den in D üblichen Sätzen nach der Rechnung der österreichischen Praxis entsprechen würde. Wer kann mir helfen: Wie müssen Re´s formuliert sein, damit sie auch von deuschen PKVs voll übernommen werden? Gibt es hier vielleicht einen Arzt der mich diesbezüglich beraten oder auch konkret unterstützen kann? Wir wollen das natürlich alles vor einem eventuellen Blastozysten-Transfer möglichst genau abklären, damit wir uns dann nicht neben der emotionalen Belastung auch noch gleichzeitig mit den finanziellen Themen auseinandersetzen müssen.

Zum Hintergrund: Wir haben bereits 3 erfolglose Inseminationsversuche hinter uns und sind nun auf der Suche nach erfolgversprechenden Behandlungsalternativen auf den Blastozystentranfer gestoßen, der nur in Ö zulässig ist, aber wesentlich bessere Schwangerschaftquoten hat, als die klassische ICSI in D. Da ich meinen Körper nicht unnötig belasten will und den bestmöglichen Behandlungsweg nehmen möchte, der medizinisch im Augenblick zu Verfügung steht, wollen wir den Blastozysten-Transfer nächstes Frühjahr ins Auge fassen. Inzwischen versuchen wir nicht den Mut zu verlieren und lassen uns von einem TCM-Arzt mit traditioneller chinesischer Medizin behandeln, damit wenigsten der Körper natürlich optimal eingestellt ist, soweit das bei uns möglich ist.

Ich bin für jeden Tipp und jeden Erfahrungsbericht sehr dankbar
Mit herzlichen Grüßen
Melusine Hilfe


  Re: Blastozysten-Transfer in Österreich
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   Claudia
schrieb am 01.11.2004 13:04
....auch in Deutschland ist der Blastozysten-Transfer erlaubt (max. 3 Embryonen 5 Tage) nur im Ausland (auch Österreich) dürfen die
Embryonen noch länger weiterkultiviert werden. Dies alles steht im "Wiki" (siehe oben). Ich selbst bin auch privat krankenversichert und habe bereits eine negative ICSI hinter mir, die komplett (auch der Blastozystentransfer) von der Krankenkasse übernommen wurde( vier Versuche wurden von Anfang an bewilligt). Für eine Behandlung im Ausland zahlt meine/unsere private Krankenkasse (mein Mann und ich sind beide bei der derselben Krankenkasse privat versichert und mein Mann ist der "Verursacher) allerdings nicht, weil die Behandlungsmethode nicht unserem gesetzlichen Standard in Deutschland entspricht, d.h. die Stimulation und die Medikamente werden bezahlt, nur die Behandlung in Österreich(Punktion und Transfer) ca. EUR 2.000,-- nicht. Ich werde jetzt noch eine ICSI hier Anfang des Jahres hier in Deutschland starten, sollte dies nicht zum gewünschten Erfolg führen, dann haben wir uns überlegt den dritten Versuch in Österreich im Sommer 2005 zu wagen. Ich hoffe ich konnte weiterhelfen, liebe Grüße


  Re: Blastozysten-Transfer in Österreich
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 01.11.2004 23:33
Liebe Melusine,

ob nach dem statistisch ja leider nicht sehr unwahrscheinlichen Ereignis von 3 vergeblichen Inseminationen gleich ein Blastozystentransfer im Ausland der Weisheit letzter Schluß ist, wage ich zu bezweifeln. das ist meiner Meinung nach in mehrerlei Hinsicht über das Ziel hinausgeschossen. Zum einen ist die Frage nie abschließend geklärt wordem ob der Blastozystentransfer zu besseren Schwangerschaftsraten führt (in den USA führt ihn nach anfänglicher Hype mittlerweile niemand mehr durch) und wie eingangs erwähnt wird man/frau durch 3 vergebliche Inseminationsversuche nicht gleich zu einem aussichtslosen Fall, der gleich die Maximaltherapie benötigt. Zum Blastozystentransfer finden Sie viele Infos hier: [www.wunschkinder.net]

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite




  Re: Blastozysten-Transfer in Österreich
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   Melusine
schrieb am 02.11.2004 10:55
Liebes Team,

herzlichen Dank für ihre rasche Antwort!

Kann es sein, dass Sie denken, dass ich mich nach drei erfolglosen Inseminationsversuchen für einen aussichtlosen Fall halte? Dazu könnte ich ihnen von Herzen antworten, dass ich das keinesfalls tue. Vielmehr bin ich gerade dabei die weiteren Möglichkeiten auszuloten. Daher habe ich auch eine sehr konkrete Frage gestellt. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir eine möglichst konkrete Antwort zu meiner Frage geben könnten (Erfahrungsberichte zu Kostenübernahme etc.)

Kann es außerdem sein, dass Sie von einem Blastozystentranfer im Ausland generell nichts halten? Wenn ja, warum nicht? Welches weitere Vorgehen schlagen Sie denn vor?

Unsere Kinderwunsch-Praxis hat nach den schlechten Spermiogramm-Befunden meines Mannes eine IVF vorgeschlagen. Davon bin ich allerdings nach meinem jetzigen Wissenstand keinesfalls überzeugt. Die körperliche Belastung ist für mich ebenso groß, wie bei der ICSI. Da bis zum heutigen Tag keiner im Vorfeld feststellen kann, ob die "Eiweiß-Bohrer" der Spermien meines Mannes überhaupt funktionieren, kann mir auch keiner sagen, ob die IVF überhaupt Aussicht auf Erfolg hat - das ist dann pures Trial-and-Error an meinem Körper! Was spricht also dagegen gleich die ICSI zu machen? Was sind nach Ihrer Meinung konkrete Vorteile, wenn ich eine IVF oder ICSI in Deutschland mache? (Die Anfahrt von München nach Österreich ist für mich nicht das Thema).

Sie verstehen sicher, dass ich ich nur gut informiert entscheiden kann, welches weitere Vorgehen für mich und meinen Körper das richtige ist.

Ich freue mich auf Ihre Antworten und wünsche Ihnen einen wunderschönen Tag
Melusine


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  Re: Blastozysten-Transfer in Österreich
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   Melusine
schrieb am 02.11.2004 10:56
Liebes Team,

herzlichen Dank für ihre rasche Antwort!

Kann es sein, dass Sie denken, dass ich mich nach drei erfolglosen Inseminationsversuchen für einen aussichtlosen Fall halte? Dazu könnte ich ihnen von Herzen antworten, dass ich das keinesfalls tue. Vielmehr bin ich gerade dabei die weiteren Möglichkeiten auszuloten. Daher habe ich auch eine sehr konkrete Frage gestellt. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir eine möglichst konkrete Antwort zu meiner Frage geben könnten (Erfahrungsberichte zu Kostenübernahme etc.)

Kann es außerdem sein, dass Sie von einem Blastozystentranfer im Ausland generell nichts halten? Wenn ja, warum nicht? Welches weitere Vorgehen schlagen Sie denn vor?

Unsere Kinderwunsch-Praxis hat nach den schlechten Spermiogramm-Befunden meines Mannes eine IVF vorgeschlagen. Davon bin ich allerdings nach meinem jetzigen Wissenstand keinesfalls überzeugt. Die körperliche Belastung ist für mich ebenso groß, wie bei der ICSI. Da bis zum heutigen Tag keiner im Vorfeld feststellen kann, ob die "Eiweiß-Bohrer" der Spermien meines Mannes überhaupt funktionieren, kann mir auch keiner sagen, ob die IVF überhaupt Aussicht auf Erfolg hat - das ist dann pures Trial-and-Error an meinem Körper! Was spricht also dagegen gleich die ICSI zu machen? Was sind nach Ihrer Meinung konkrete Vorteile, wenn ich eine IVF oder ICSI in Deutschland mache? (Die Anfahrt von München nach Österreich ist für mich nicht das Thema).

Sie verstehen sicher, dass ich ich nur gut informiert entscheiden kann, welches weitere Vorgehen für mich und meinen Körper das richtige ist.

Ich freue mich auf Ihre Antworten und wünsche Ihnen einen wunderschönen Tag
Melusine


  Re: Blastozysten-Transfer in Österreich
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   Melusine
schrieb am 02.11.2004 11:06
Liebe Claudia,

ich habe mich sehr über deine prompte Antwort gefreut und habe gestern noch ein wenig weiter recherchiert. Dabei bin ich auf diese, wirklich sehr komplette Zusammenstellung zum Thema Kostenübernahme etc. gestoßen (bezieht sich alles auf die Praxis Prof. Zech in Bregenz)

[www.klein-putz.net]

Vielleicht kann ich dir damit auch ein wenig helfen. Ich wünsche euch alles Gute für eure weiteren Versuche

Herbstlich bunte Grüße von
Melusine


  Re: Blastozysten-Transfer in Österreich
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 02.11.2004 20:45
Zitat

Kann es sein, dass Sie denken, dass ich mich nach drei erfolglosen Inseminationsversuchen für einen aussichtlosen Fall halte?
Ja, das kommt so rüber
Zitat

Daher habe ich auch eine sehr konkrete Frage gestellt. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir eine möglichst konkrete Antwort zu meiner Frage geben könnten (Erfahrungsberichte zu Kostenübernahme etc.)
Ich habe mehrere Stunde Zeit investiert um die in dem Link genannten Informationen zum Blastozystentransfer zusammenzustellen. Dies halte ich für sehr konkret. haben Sie verständnis, wenn ich nicht alles noch einmal hier hereinkopiere, sondern nur den Link heineinstelle. Zu den Kostenübernahmen kann ich nichts sagen und habe daher auch nichts dazu geschrieben

Zitat

Kann es außerdem sein, dass Sie von einem Blastozystentranfer im Ausland generell nichts halten? Wenn ja, warum nicht? Welches weitere Vorgehen schlagen Sie denn vor?
Ich habe nichts gegen den Blastozystentransfer, ich sehe nur keine überzeugenden Gründe einen solchen durchzuführen. Ich kenne Ihre Befunde nicht, und kann daher nicht sagen, was man Ihnen am besten vorschlagen sollte. Die logische Folgebehandlung nach mehreren fehlgeschlagenen Inseminationen wäre die IVF
Zitat

Was spricht also dagegen gleich die ICSI zu machen?

Die nach wie vor unklare Datenlage. Mit der ICSI werden Spermien vom Biologen oder dem behandelnden Arzt nach lichtmikroskopischen Kriterien ausgewählt. Die Selektion durch die Eizelle fällt weg. Obwohl anzunehmen ist, daß Fehlbildungen der entstehenden Kinder nur geringfügig erhöht sind, kann man nicht abschließend etwas über mögliche Gefahren der ICSI sagen. Deswegen ist reproduktionsmedizinischer Konsens, eine ICSI nur durchzuführen, wenn eine Indikation besteht. Was bei Ihnen nicht der Fall zu sein scheint, wiewohl ich die Befunde nicht kenne

Zitat

Was sind nach Ihrer Meinung konkrete Vorteile, wenn ich eine IVF oder ICSI in Deutschland mache?

Ich finde die Frage falsch gestellt. "Was spricht für eine Behandlung im Ausland" wäre die Frage, welche ich stellen würde




  Re: Blastozysten-Transfer in Österreich
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   Claudia
schrieb am 03.11.2004 14:54
Liebe Melusine,
vielen Dank für Deinen Hinweis, wir werden es dann zu gegebener
Zeit verwenden.
Wir haben uns aus folgenden Gründen für die ICSI entschieden, dass Spermiogramm meines Mannes ist sehr schlecht, d.h. zu wenig bewegliche Spermien und dann tickt dann noch die biologische Uhr. Ich werde im Februar 40 Jahre alt und somit haben wir keine Zeit mehr zum "experimentieren". Auch von Seiten
unserer Kinderwunschklinik wurde dazu geraten.
Ich finde es nur mehr als legitim sich eingehend mit dem Thema zu befassen und fand die Reaktion des Team-Kinderwunsch auch etwas befremdlich.
Ich wünsche Euch viel Erfolg bei Euren Bemühungen, liebe Grüße
aus dem ebenso herbstlichen Frankfurt Claudia


  Re: Blastozysten-Transfer in Österreich
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   Paula_1
schrieb am 04.11.2004 20:23
Liebe Melusine,

mir scheint, als ob "Team Kinderwunschseite" ein Arzt folgender Kategorie ist: "Ich will helfen, kann mich aber in meinen Patienten nicht einfühlen".
Dies ist verständlich, jedoch schwierig bei dem Thema Kinderwunsch. Deshalb empfehle ich ihm das Buch eines seiner Medizinerkollegen: Oliver Sacks "Der Tag an dem mein Bein fortging"

Meiner Meinung nach empfielt sich das Ausland durch die niedrige Erfolgsrate in Deutschland. Woanders können "die´s" scheinbar besser...

Übrigens ist der Impact auf deinen Körper bei IVF, ICSI und Blastotransfer immer ziemlich der selbe. Du kannst es dir also eigentlich selber aussuchen, ob du gleich die "sichere Nummer" (Blasto in Ö) vorziehen möchtest.

Liebe Grüße - und ja nicht in die Patientenecke drängen lassen!

Paula


  Re: Blastozysten-Transfer in Österreich
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 04.11.2004 23:29
Hm liebe Paula

man mag mir ja vielleicht zu recht vorwerfen, daß ich Melusines Anfrage und ihre Hintergründe dazu überinterpretiert habe.

Ihre Vermutungen über meine Person sind sicherlich ebenso spekulativ.

Schon deswegen, weil ich z. B. das Buch bereits gelesen habe smile

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite




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