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  Billirubinwert erhöht
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   MichaW
schrieb am 16.09.2008 10:47
Leider eine komplizierte medizinische Frage, aber vielleicht kann mir trotzdem jemand helfen:

Bei mir wurde bei einer Routine-Untersuchung beim Hausarzt festgestellt, dass ich einen erhöhten Billirubin-Wert habe. Wert wurde 2x nachkontrolliert - Ergebnis immer etwa gleich, nämlich Blutwerte super bis auf diesen einen Wert, Leber-US auch unauffällig. Mein Arzt meinte dann irgendwas von einer Morbus ..., d.h. es gäbe einfach Menschen, die diesen Wert generell erhöht haben, aber das sei nicht gefährlich und auch nicht behandlungsbedürftig. Allerdings sollte man es weiter im Auge behalten, da Grund auch ein "erhöhter Zellverfall" sein könnte.
Über diese Auskunft habe ich jetzt ein bißchen nachgegrübelt und jetzt würde mich interessieren, ob hier evtl eine Erklärung für meine qualitativ immer extrem schlechten EZ zu suchen sein könnte.
Da wir derzeit noch überlegen, ob wir einen 4. Versuch starten sollen, würde ich vorher gerne alles abgeklärt wissen, was für die Fehlversuche verantwortlich gewesen sein könnte...

Sollte ich einen Spezialisten aufsuchen (welchen?), welche Fragen soll ich meinem Arzt stellen (die KiWu-Geschichte ist ihm bekannt - vermutete auch schon, dass der Wert von der Hormonbehandlung kommen könnte...), kann ich irgendetwas selbst zu Verbesserung dieses Werts unternehmen, ...???

Danke!!

Micha


  Re: Billirubinwert erhöht
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   Pacena73
schrieb am 16.09.2008 11:00
Hallo Micha,

mein Mann hat das auch - wurde in der letzten Blutuntersuchung festgestellt. Wir fragten uns dann natürlich sofort, ob daher das schlechte SG kommen könnte. Dem ist aber wohl nicht so.
Aber soweit ich weiß, kann man nichts dagegen tun.
Ob das von Deiner Hormonbehandlung kommt, weiß ich nicht - glaube ich auch nicht. Mein Mann hat ja auch keinerlei Behandlung bekommen. Sein Arzt hatte gesagt, dass das manche Menschen einfach haben und das müßte man dann auch so hinnehmen und beobachten.
Wir habe nun nichts weiter dagegen unternommen. Ob es da Spezialisten gibt, weiß ich auch nicht aber die "Krankheit" kommt wohl auch nicht so häufig vor.
Ich glaube noch nicht einmal, dass Dir wirklich jemand sagen kann, ob das die KiWu-Behandlung beeinflußt. Hast Du mal danach gegoogelt?


Viel Glück

Pacena


  Re: Billirubinwert erhöht
avatar    Dadasophin
schrieb am 16.09.2008 11:06
Hallo!

Ich habe das selbe wie du nennt sich Morbus Meulengracht und ist im großen und ganzen nicht wirklich erforscht, da man davon ausgeht, dass es harmlos ist.

Ja vordergründig gibt es keine offensichtlichen Krankheitssymptome, außer vielleicht dem Iktarus (gelbe Augen) und manchmal auch ein eher gelblicher Hautton wie bei Gelbsucht.

ABER: ist durchaus nicht sooo harmlos, wie viele Ärtze meinen. Viele haben eine Reihe von Symptomen, die nicht spezifisch sind und rennen deshalb schon lange von einem Arzt zum anderen, um dann diese Diagnose zu bekommen. Darunter fallen z.B. Verdauungs- und Magenprobleme und vieles mehr. Aber natürlich kann keiner das nun dem erhöhten Wert wirklich zuordnen.

Es gibt ein klein wenig was zu beachten:
1. Du baust Alkohol und Medikamente, besonders Paracetamol schlechter ab, also übertreibs damit nicht
2. Du solltest dir viel Licht und Sonne gönnen
3. Viel frisches Obst und Gemüse essen

Von der Kiwubehandlung kommt das definitiv nicht und du kannst auch beruhigt weiter versuchen ss zu werden, es hindert dabei nicht (wie z.B. schlechte Schilddrüsenwerte) und stellt auch (soweit bekannt) kein Gesundheitsrisiko für das Kind dar.

Ich hoffe das konnte dir helfen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.08 11:07 von Dadasophin.


  Re: Billirubinwert erhöht
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   MichaW
schrieb am 16.09.2008 11:42
Danke für die Antworten!
Ist schon interessant, dass jeder Arzt einem was anderes erzählt. Z.B. hat meiner gemeint, gelbe Augen würde ich davon sicher nicht bekommen... Und dass ich Alkohol besonders langsam abbaue habe ich auch schon gemerkt, der Arzt hat mich darauf allerdings nicht hingewiesen.
Daran schließt sich aber noch eine Frage an, gilt das Abbau-Problem denn dann nicht auch für die Stimu-Hormone?? Könnte es nicht sein, dass die anders wirken, wenn sie langsamer abgebaut werden. Ich hatte beim letzten Mal bei relativ niedriger Dosierung im langen Protokoll (tgl 150 IE Puregon) extrem viele EZ, so dass die Dosis nach dem 1. US einen Tag ausgesetzt und danach reduziert wurde. Im Ergebnis war die Qualität der EZ sehr schlecht...

Micha


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  Re: Billirubinwert erhöht
avatar    Dadasophin
schrieb am 16.09.2008 12:23
Hm also ich spritze 60 Einheiten Puregon zur Stimu und habe damit 1 manchmal 2 Eier (für GV nach Plan). Also ich glaub nicht, dass es Auswirkungen hat. Jede reagiert anders auf die Hormongaben, jede hat eine andere Schwelle, deine ist einfach sehr niedrig und es langt schon weniger, was ja gut ist!


  Re: Billirubinwert erhöht
avatar    elfeline
schrieb am 16.09.2008 15:25
Hallo,
ich habe einen Morbus Meulengracht. Es handelt sich dabei um eine genetische Erkrankugn, von der viele Menschen betroffen sind. Im Regelfall macht sie keine Beschwerden. Mir wurde erklärt, dass die Erkrankung dazu führen kann, dass die roten Blutkörperchen schneller zerfallen. Das wird aber vom Körper prima kompensiert. In Zeiten unter Stress oder bei Infektionskrankheiten käme er wohl nicht ganz hinterher, daher bin ich dann manchmal besonders müde (wobei, wer ist das bei Stress oder Grippe nicht????). Das kann man dann aber auch prima am Ikterus und am Bili-Wert sehen.

Im Allgemeinen stört mich das aber überhaupt nicht.
Ich achte darauf, kein Paracetamol zu nehmen, Alkohol trinke ich ohnehin nicht. Ich soll keinen Leistungssport machen (das macht mir nun wirklich gar nichts aus) und Hochgebirge wäre wohl auch nicht so super (das habe ich ausprobiert, kein Problem). Achja, und Süßstoffe meiden.

Als es bei mir diagnostiziert wurde, sah das Blut echt schlimm aus (vorallem die Relationen) und trotzdem ging es mir super. Meine Ärztin hat damals bei der Uni nachgefragt, wie es mit Hormonen ist, ob man die nehmen dürfe, auch das ist erlaubt. Also nicht zu ernstnehmen, im Netz stehen dazu viele Schauermärchen, aber die sind bestimmt auch oft psychosomatisch überlagert. Die Erkrankung ist wirklich häufig!

Lg, tintenklecks


  Re: Billirubinwert erhöht
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   MichaW
schrieb am 16.09.2008 15:39
Danke Tintenklecks, das hat mich wirklich beruhigt.
Komisch, dass mir das mit dem Paracetamol keiner gesagt hat. Also lieber Aspirin nehmen??? Zum Glück greife ich ohnehin nicht oft in den Medikamentenschrank...

Wirklich beantwortet ist nur noch nicht, ob die Erkrankung möglicherweise Auswirkungen auf die Hormonbehandlung haben kann - dass sie erlaubt ist sagt ja noch nichts darüber, ob ihr Erfolg möglicherweise beeinflußt wird??

Micha


  Re: Billirubinwert erhöht
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   Anämie
schrieb am 21.07.2012 23:54
ich nehem mal an das du eine kugelzell oder sichelzell anämie hast,wird nur zu selten erkannt und morbus meulengracht diagnostiziert.
bei dieser ist das billi immer erhöht,gelbe augen von zeit zu zeit,dieses aber nur wenn der rote blutfarbstoff in massen
abgebaut wird ( hämolytische kriese ) wenn dan der körper dieses nicht mehr kompensieren kann folgt die ( aplastische kriese)
beide können durchaus durch viren (grippe etc ...und anderen erkrankungen schnell lebensgefährlich werden)

anzeichen sind :
ikterus,kopfschmerzen,blasse haut,dunkler urin,fieber,schüttelfrost,vergrößerte milz ..........
wenn der körper sehr gestresst ist kann man auch längere zeit immer sehr müde sein,obwohl man zb. gerade 8 stunden geschlafen hat.

und lieber paracetamol nehmen als aspirin oder ass ..... da diese blutverdünnend sind und das sich jeder denken kann
nicht besonders vörderlich sein kann...


ich lebe seit 31 jahren mit dieser krankheit,mal besser mal schlechter...


ach und zudem wird sie weitervererbt auf seien kinder...gibt aber dann 3 verschiedene formen...

wenn jemad fragen hat einfach fragen...
mfg kay


  Re: Billirubinwert erhöht
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   SL
schrieb am 15.05.2015 13:28
Hallo Micha,

da mein Mann, meine Schwiegermutter, mein Schwager und mein Sohn Morbus Meulengracht haben,kann ich Dir meine Beobachtungen mitteilen.
Mein Mann, meine Schwiegermutter und mein Schwager haben eine vergrößerte Milz und einen leicht vorzeitigen Verfall der Eryozyten. Der Bilirubinabbau ist bei allen verzögert, daher gerade bei Infekten sofort sichtlich erhöht, mal mehr mal weniger. Es gibt Schübe bei der Krankheit, Jahre, wo es gut geht, und Jahre wo es mehr Beschwerden gibt. Anscheinend gibt es auch einen Zusammenhang zwischen hormonellen Veränderungen und Verschlechterung des Allgemeinzustandes. Es gibt bei Schüben auch zeitweise Nahrungsunverträglichkeiten (Lactose/Fructose). die wieder verschwinden.
Die Ärzte sind bei dem Thema etwas überfordert, da es kaum Literatur dazu gibt. Da die Leber zum Teil reduzierter arbeitet, kann es immer sein, das egal, was Du zu Dir nimmst langsamer abgebaut wird, dies gilt für Viren, Bakterien, Hormone, Giftstoffe. Vitamin B12 ist gut für das Immunsystem und gerade bei Morbus Meulengracht, weil es die Leberfunktion unterstützt. Folsäure kann auch helfen, solltest Du bei Kinderwunsch ja sowieso nehmen. Meine Schwiegermutter ist übrigens 68 Jahre alt, hat immer noch gelbe Augen, aber ihr geht es sehr gut mit der Erkrankung und hat zwei gesunde (bis auf das MM) Kinder zur Welt gebracht. Morbus Meulengracht scheint zumindest in der Familie meines Mannes dominant vererbbar zu sein. Meinen älteren Sohn muss ich noch darauf testen lassen, ich vermute, dass er das auch hat.

LG




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