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  was soll ich machen? (vorsicht eventuell abtreibung bei bekannter)
no avatar
   etwas ratlos
schrieb am 01.09.2008 12:17
hallo,



bitte nicht böse sein, dass ich heute anonym schreibe, aber ist irgendwie besser so.

zu meiner frage: ich bekam einen anruf von einer ehemaligen kollegin, die seit jahren 2 freunde hat: einen mit dem sie zusammenlebt und einen, den sie immer wieder sieht. seit jahren kann sie sich für keinen entscheiden, allein sein will sie aber auch nicht.

jetzt hat sie sich seit monaten wieder gemeldet und gesagt, sie braucht meinen rat, weil sie sonst mit niemandem darüber sprechen kann. sie ist ss und weiss nicht von wem. jetzt will sie das problem möglichst schnell "lösen", aber vielleicht auch nicht. und will unbedingt gerade mit mir darüber sprechen.

ich selbst habe ein kind und wünsche mir ein 2. baby. bei uns geht es nur mit ivf/icsi. irgendwie habe ich absolut kein verständnis, und trotzdem am telefon "funktioniert".

sie ist anfang 30, hat einen sicheren job. sie weiss nicht bescheid, dass es bei uns nicht einfach so klappt.

ich weiss nicht, was ich tun soll. ich glaube nicht, dass ich objektiv mit ihr reden kann. ich kann ihr die entscheidung aber auch nicht abnehmen, zumal ich das gefühl habe, dass sie sich schon entschieden hat.

beim ss werden gibt es wirklich keine gerechtigkeit!


was würdet ihr an meiner stelle tun?


  Re: was soll ich machen? (vorsicht eventuell abtreibung bei bekannter)
avatar    Kira4711
schrieb am 01.09.2008 12:34
Hallo liebe ratlos...

das ist wirklich eine schwierige Situation..., kann ich gut nachvollziehen. Die Kollegin scheint großes Vertrauen in dich zu haben, dass sie dir davon erzählt und sich von dir Hilfe verspricht.
Nun ist es aber so, dass du ihr wahrscheinllich die Hilfe, die sie braucht, nicht geben kannst, auch wenn du es gern würdest. Ich denke, es wäre wichtig, offen und ehrlich mir ihr darüber zu sprechen, und ihr von eurem Kinderwunsch zu erzählen, und dass du Sorgen ganz anderer Art hast. Dies würde ich aber nicht vorwurfsvoll tun, denn selbst wenn wir uns in die Situation deiner Kollegin nicht hineinversetzen können, bedeutet das nicht, dass es für sie nicht unheimlich belastend ist. Sage ihr einfach, du bist nicht die richtige Person, die mit ihr darüber sprechen kann, weil du nicht objektiv sein kannst. und wenn du ganz offen und ehrlich bist, wird sie dich hofentlich auch verstehen.
Soweit erst mal. Mal sehen, was die anderen schreiben. knuddel


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.09.08 12:35 von Kira4711.


  Re: was soll ich machen? (vorsicht eventuell abtreibung bei bekannter)
avatar    Lectorix
Status:
schrieb am 01.09.2008 12:35
Weiß deine Kollegin von deinem Kinderwunsch und deiner medizinischen Lage? In diesem Fall würde ich sie bitten, sich hier Rat von jemand anderem zu holen, weil du hier nicht objektiv sein kannst. Es geht nicht. Ich habe mir, als ich noch praktizierte, immer sehr schwer getan, Abtreibungsaufklärungen zu machen, als wir von unserer ICSI-Karriere wussten, so dass ich das am Schluss gar nicht mehr machen musste, da die Professionalität - selbst wo ich eigentlich kein Abtreibungsgegner bin - einfach nicht vorhanden sein kann. Wahrscheinlich würde ich ihr das sogar sagen, selbst wenn sie nicht wüsste, dass ich ICSI zum Schwanger werden brauche, einfach damit sie mal sieht, was wirklich Probleme mit Kinderkriegen und dem Leben an sich sind... Das muss nicht mal vorwurfsvoll geschehen, sondern einfach sachlich und dann wird sie hoffentlich verstehen, warum sie bei dir keinen objektiven Ratschlag haben kann.

Es kann gut sein, dass sie sich schon entschieden hat und jetzt dafür Rechtfertigung sucht. Aber die wird sie bei niemand finden und bei dir schon gleich dreimal nicht.

  Signatur   Lieben Gruß,

Claudia

____________________________________________________________________________________________________
1. Runde: 4 ICSIs und 2 Kryos 2004-2006: 1 Schwangerschaft (leider FG in 10. SSW wg. Chromosomenfehler beim Kind)
2. Runde: 1. ICSI neg. (Juni 2007), 1. Kryo neg. (Oktober 2007), 2. ICSI positiv (Projekt Schmunzelhase - Kathi kommt am 06.12.08 gesund zur Welt)
3. Runde: Es läuft... smile Kryotransfer 18.11., Piptitest positiv am 30.11., Bluttest am 3.12. mit 1101 etwas schockierend..., aber es ist nur "eines" und kommt als Michael am 29.07.2014 gesund zur Welt




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.09.08 12:36 von Lectorix.


  Re: was soll ich machen? (vorsicht eventuell abtreibung bei bekannter)
avatar    Murmel06
schrieb am 01.09.2008 12:36
Hallo

das ist total bitter ich glaube ich würde ihr sagen das es mir leid tut aber ich nicht die richtige ansprechpartnerin bin und dann würde ich ihr noch sagen das wir eben diese schwierigkeiten mit dem Schwangerschaft werden haben damit sie sich nicht zurückgestosen fühlt du kannst ihr auch raten zu pro familia zu gehen ich finde es auch das es keine gerechtigkeit gibt

LG Murmel06


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  Re: was soll ich machen? (vorsicht eventuell abtreibung bei bekannter)
no avatar
   AufJedemMisthaufenWächstEinBlümelein
Status:
schrieb am 01.09.2008 12:36
Hallo meine Liebe,

ich hatte einen ähnlichen Fall.

Mein Tipp: Tue dir das nicht an! Du wirst leiden wie ein Hund. Und sie später auch.

Ich habe es meiner Freundin damals auch nicht sagen können, vor allem, weil sie mich damit überrascht hat. Aber wenn ich gewußt hätte, was sie mir sagen will, wäre ich - aus heutiger Sicht - nicht hingegangen.

Ich habe es meiner Freundin erst fast ein Jahr später sagen können. Und ihr tat es sehr leid und sie hat deswegen vor lauter schlechtem Gewissen lange nicht schlafen können und ist jetzt völlig übereifrig mit mir.

Doppelfazit: Erspart es euch beiden, dass Ihr Euch trefft.
Du kannst unmöglich objejktiv sein, wirst Dich aber als gute Freundin natürlich versuchen zu verbiegen und Deine Gefühle außen vor zu lassen. Und das tut weh. Ich habe tagelang geheult. Das schlimme ist: Ich habe dannach den Kontakt mit ihr erst mal auf Eis legen müssen. Es tat mir unglaublich weh, Ihr in die Augen zu sehen. Es brauchte fast ein Jahr, bis ich den Mut aufbekam, es Ihr zu sagen.

Daws ist mein Rat. Tue nur das, was Dir gut tut. Vielleicht magst Du es ihr schon jetzt sagen?

Alles Liebe,

Blümelein Blume


  Re: was soll ich machen? (vorsicht eventuell abtreibung bei bekannter)
avatar    Dadasophin
schrieb am 01.09.2008 12:36
Ich würde es Ihr sagen, wenn du nicht mir Ihr darüber sprechen kannst und Ihr eventuell Adressen nennen, wo Sie eine Beratung zu der Sache bekommt (muss Sie ja eh hin, wenn Sie eine Abrasio will). Je nachdem, wie gut du zu Ihr stehst kannst du Ihr deine Gründe nennen oder es nicht tun, aber mach Ihr klar, dass es nichts gegen Sie ist und dass du Ihre "Notlage" nachfühlen kannst, aber du halt nicht in der Lage bist Ihr zu helfen.


  Re: was soll ich machen? (vorsicht eventuell abtreibung bei bekannter)
avatar    Lizy
Status:
schrieb am 01.09.2008 12:45
Hallo Du Ratlose,

das ist schon harter Tobak - ich glaube, an Deiner Stelle würde ich ihr die Wahrheit sagen, dass Ihr genau mit den gegenteiligen Schwierigkeiten zu kämpfen habt und sie bitten, sich einen anderen Berater zu suchen. Ich wüsste ehrlich auch nicht, was ich dazu sagen sollte. Vielleicht rüttelt sie das ja sogar wach, wer weiß.

Alles Liebe und ich weiß, es klingt abgedroschen ... dennoch: Kopf hoch!
Lizy


  Re: was soll ich machen? (vorsicht eventuell abtreibung bei bekannter)
no avatar
   etwas ratlos
schrieb am 01.09.2008 12:57
vielen dank für die antworten. ich bin wohl offensichtlich nicht die richtige ansprechpartnerin, das sagt mir auch mein bauch. aber die wahrheit über unsere situation möchte ich ihr auch nicht sagen. werde mir also etwas anderes einfallen lassen müssen.

mein mann hat das gespräch mitgekriegt, und vorgeschlagen, sie solle das kind doch austragen und uns zur adoption überlassen (kein scherz!!!!) na ja, männer eben.

nochmals vielen dank fürs verständnis, und es stimmt, meine situation ist meine und ihre ist ihre.


  Re: was soll ich machen? (vorsicht eventuell abtreibung bei bekannter)
no avatar
   Bärchen68
schrieb am 01.09.2008 13:00
Hallo winkewinke,
also, es ist total komisch gerade, aber ich war 1999 in genau so einer Situation schweigen. Meine damalige Kollegin erzählte mir, sie wäre schwanger und wüsste nicht, ob von ihrem langjährigen Mal-Partner, Mal-Ex-Partner oder von ihrem neuen Lover Ich hab ne Frage. Sie sagte damals, sie wüsse nicht, was sie machen soll etc. Also alles fast genauso. Nur dass es bei ihr nicht um Abtreibung ging, sondern für welchen Mann sie sich entscheiden solle Achso!. Für den finanziell besser gestellten, aber nicht mehr so geliebten Partner oder für den neuen, aber ewig klammen neuen Freund.
Ich sagte ihr, sie solle doch ein paar Tage wegfahren, um ganz für sich alleine und in neutraler Umgebung eine Entscheidung zu treffen, was sie auch tat. Sie entschied sich für den Mann, mit dem sie mal zusammen war, mal wieder nicht, dessen Familie sie nicht mochte, der ihr aber ein gesichertes Leben bieten konnte. Auf die Idee eines Vaterschaftstests kam sie wohl damals nicht schweigen.
Ich weiß noch, dass das Kind in den Kindergarten kam, aber heute haben wir keinen Kontakt mehr.
An einem Gespräch zum Thema Abtreibung hätte ich mich eh nicht beteiligt Nein, weil das für mich nur in absoluten Ausnahmefällen (Lebensgefahr, unheilbar krank etc.) in Frage käme. Ansonsten indiskutabel.
Ist schon manchmal komisch, dass Geschichten sich so gleichen können!

Lieben Gruß + lass' Dich zu nichts nötigen winken
Bärchen68


  Re: was soll ich machen? (vorsicht eventuell abtreibung bei bekannter)
avatar    Kira4711
schrieb am 01.09.2008 13:29
Zitat

aber die wahrheit über unsere situation möchte ich ihr auch nicht sagen. werde mir also etwas anderes einfallen lassen müssen.
streichel Warum denn nicht, hast du nicht so ein gutes Vertrauensverhälntis zu ihr? Ich denke mir nur, mit welcher Geschchte du auch immer ankommen wirst, sie wird dir anmerken, wenn es nicht die Wahrheit ist... und das regt zu weiteren Spekulationen an, das ist doch auch nicht so schön!


  Re: was soll ich machen? (vorsicht eventuell abtreibung bei bekannter)
no avatar
   Blüte
schrieb am 01.09.2008 14:12
Hallo Ratlose,

verweise deine Freundin an das Jugendamt oder an eine Beratungsstelle von Pro Familia.

Selbst wenn du nicht in der gegenteiligen persönlichen Lage wärst, wärst du aller Wahrscheinlichkeit nach überfordert, wie JEDER Laie. Um diese Situation deiner Freundin zu lösen bedarf es eines umfangreichen Wissens über ALLE Möglichkeiten, aber auch einer professionellen Distanz. Auch wird dies nicht in einem Gespräch zu erledigen sein, dies ist ein Prozess, der im Sinne des ungeborenen Kindes möglichst rasch begonnen werden sollte.

Verdränge für den Moment deine eigene Situation und versuche deine Freundin zu einer professionellen Beratung zu bewegen. Abnehmen kann ihr die Entscheidung aber niemand.

Gute Nerven,

Blüte




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