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  Unterstützung durch Partner
avatar    meg_48619
schrieb am 07.02.2008 09:40
Hallo zusammen! grins

Ich hab da mal ne Frage:
Ich habe zu Hause einen Partner, der zwar super lieb ist und den Kinderwunsch mit mit teilt, aber ich fühle mich von ihm etwas alleine gelassen. Meinen morgigen Termin in der KiWu-Praxis muss ich beispielsweise alleine hinter mich bringen, obwohl die gerne uns beide dabei hätten. Er scheint zu denken, dass der Kinderwunsch mein "Problem" sei. Wie mach ich ihm denn klar, dass ich seine Unterstützung dringend brauche? Welche Erfahrungen habt ihr mit euren Partnern?

Liebe Grüße
meg_48619


  Re: Unterstützung durch Partner
avatar    skegelchen
schrieb am 07.02.2008 09:52
Hallo meg,

das tut mir leid für Dich knuddel

Der Kinderwunsch betrifft euch beide, ich würde sogar meinen, bei KiWu-Behandlung noch viel mehr als auf natürlichem Weg.
Die müssen mit beiden reden, Untersuchungen werden gemacht, viele Fragen gestellt etc.
Du kannst nicht für ihn antworten und ebensowenig für ihn Blut abgeben und schon garkeine Spermaprobe- das wussten wir bei unseren Terminen auch nicht im Voraus, da hieß es dann einfach :ach ja wir benötigem noch Blut von Ihnen beiden... oder Herr XXX bitte noch eine Spermaprobe...

über seine Krankengeschichte kann ich doch auch keine Auskunft geben.

Also ich würde ihm das schon so sagen, dass der Termin euch beide betrifft und wenn nichts dringendes ist, oder es wegen der Arbeit nicht geht, warum sollte er dann zuhaus bleiben?

lg Sigrid


  Re: Unterstützung durch Partner
no avatar
   *Jane*
schrieb am 07.02.2008 09:55
Hallo Meg,

ich denke, du musst deinen Partner nicht unbedingt in alles einbeziehen, wenn er das nicht möchte. Meiner Erfahrung nach sprechen Männer nicht gern so häufig über das Problem und haben andere Strategien damit umzugehen. Das ist wohl auch der Grund, warum dieses Forum hauptsächlich von Frauen "bevölkert" wird. smile

Wenn es allerdings um Termine in der Praxis geht, bei denen die Praxis explizit sagt, dass er mit dabei sein sollte, dann solltest du ihm auch klar machen, dass er dort mit hin muss. Das gilt natürlich ebenso für Termine, bei denen du ihn gern dabei hättest (es muss ja nicht jeder Kontroll-Ultraschall sein). Wenn sein Kinderwunsch genau so groß ist, dann wird er sicherlich verstehen, dass zur Kiwu-Behandlung beide Partner dazugehören, auch wenn die Frau den größten Teil der Last zu tragen hat.

Versuch es mal in einer ruhigen Minute mit einem Gespräch, oftmals hilft das schon ein Stück weiter.

LG Jane

  Signatur   **************
ICSI positiv (Dez. 2003)
8 x ICSI negativ und 4 x Kryo negativ (Juli 2005 bis April 2010)
1 x H-ICSI negativ (Dez. 2008), 1 x H-Kryo negativ (Feb. 2009)
Plan B (Okt. 2010) - positiv



  Re: Unterstützung durch Partner
no avatar
   Sunale29
Status:
schrieb am 07.02.2008 10:02
Sehe ich eigentlich gleich wie Skegelchen, muss aber auch sagen dass ich zu 90% alle Termine alleine machen da mein Schatz aus beruflichen Gründen nicht kann.Zur PU nimmt er sich dann immer frei! Männer haben meiner Meinung nach sowieso ein klienes Problem mi künstlicher Befruchtung da es ja auch um Ihre Manneskraft geht *gg*! Meiner kann und will zum Beispiel mit niemanden darüber reden, obwohl es für mich schon fast eine ganz normale Sache ist. Er weiß auch nicht was er wieder mal nach einen negativ sagen soll. Er kann mir ja auch nicht wirklich helfen dabei! Damit muss ich eigentlich sowieso allein klar kommen. Aber da er weiß was für Strapazen die ganze Angelegenheit mir bereitet bekomme ich von ihnm immer wieder kleine Aufmerksamkeiten gezahlt. Wie 14 Tage Urlaub in Ägypten, Wellness Wochenenden usw... , dass ist seine Art und Weise mich zu unterstützen und danke zu sagen dass ich das alles auf mich nehme. Und wenn es mir wirklich mal beschissen geht und jemanden zum reden brauche habe ich gott sei dank viele tolle freundinnen die ich jederzeit "nerven" darf.


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  Re: Unterstützung durch Partner
no avatar
   windi
schrieb am 07.02.2008 10:42
Hallo meg

Ich schließe mich der Meinung meiner Vorgängerinnen an.

Ich denke wenn ihr noch so ziemlich am Anfang der ganzen Diagnoseprozedur steht, kann man ja noch gar nicht so viel über die eigentlichen Fruchbarkeitsprobleme wissen. Auch wenn viele Männer davon hören, gehen sie im Vorfeld felsenfest davon aus, dass da schon alles in Ordnung sein wird. So frei nach dem Motto " ich doch nicht" vielmehr wird sich dein Mann wie du schon sagst erst einmal auf dich verlassen aber das wäre grundlegend falsch.

Wir wissen ja nun als "erfahrene Amateurspezies" das die Realität anders aussieht, viele Männer haben auch einfach nur Angst das bei so einem Termin schlechte Nachrichten auf einen zukommen können und würden am liebsten einen riesen Bogen um einen Termin machen. Aber wenn ihr beide den festen Wunsch nach einem Kind habt und es nach langem probieren noch nicht geschnaggelt hat, dann ist es unbedingt erforderlich das bei so einem 1.Gespräch beide Partner anwesend sind. Klar gehört da ne Menge Überwindung dazu aber im gewissen Sinne können wir doch alle froh sein das die Medizin so weit entwickelt ist, dass auch Paaren mit schlimmen Diagnose zum Wunschkind verholfen werden konnte und das ist schon Grund genug für seinen Traum zu kämpfen. Nur allein geht das schlecht ist doch klar.

Mein Mann wollte bei jedem Termin, insofern er das arbeitstechnisch einrichten konnte, immer mit dabei sein, denn ich weiß aus Erfahrung das man dort ziemlich aufgeregt am Tisch sitzt und so viele Informationen oftmals nicht im Ganzen so erfassen und wiederholen kann. Drumm hören 4 Ohren mehr als 2.

Außerdem hast du hier das beste Forum der Welt erwischt, wenn du Fragen hast bekommst du immer gute Unterstützung sowie fachkundige und aufmunternde Antworten.
Toi Toi Toi

liebe Grüße Windi


  Re: Unterstützung durch Partner
avatar    meg_48619
schrieb am 07.02.2008 11:06
Hallo ihr Lieben!

Wow, erst einmal ein riiiiiesen "KNUDDEL" für so viele prompte Antworten. Danke danke danke! Ich weiss ja, dass das Thema für die Herren der Schöpfung nicht gerade das einfachste ist. Aber zumindest beim Erstgespräch hätte ich ihn so gerne dabei. Außerdem ist mir schon klar, dass anschließend erst mal nicht nur von mir Blutentnahmen etc. fällig sind. Das habe ich ihm auch gesagt. Aber er möchte trotzdem nicht mit. Naja, wird der wohl von mir einen Einzeltermin für sich mitgebracht bekommen zwinker
Ich wünschte mir halt nur, dass ich nicht immer erst um Unterstützung bitten muss. Mir fällt das alles ja auch nicht gerade leicht.

Aber es ist mir eine große Hilfe, hier auf offene Ohren und ehrliche Meinungen zu stoßen.
Vielen Dank dafür.

Gruß
meg


  Re: Unterstützung durch Partner
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   *Jane*
schrieb am 07.02.2008 13:05
Hallo Meg,

kann es sein, dass er sich vorm Spermiogramm ein wenig drücken möchte? Er wäre nicht der Erste, der aus diesem Grund nicht mitgehen will.

Beim Erstgespräch solltet ihr wirklich Beide dabei sein und ich würde auch versuchen, das durchzusetzen. Vielleicht kannst du ein wenig "pokern" und ihm sagen, dass du nur hingehst, wenn er mitkommt? Das könnte zwar daraus hinauslaufen, dass ihr den Termin verschieben müsst, aber spätestens bei seinem Einzeltermin muss er sich dem Problem sowieso stellen und du kannst ihn ja schlecht hintragen. Dann wird ihm vielleicht klar, dass es dir ernst ist und dass es nicht nur deine Sache ist.

LG Jane

  Signatur   **************
ICSI positiv (Dez. 2003)
8 x ICSI negativ und 4 x Kryo negativ (Juli 2005 bis April 2010)
1 x H-ICSI negativ (Dez. 2008), 1 x H-Kryo negativ (Feb. 2009)
Plan B (Okt. 2010) - positiv



  Re: Unterstützung durch Partner
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   Yareena
schrieb am 07.02.2008 15:37
Hi Meg!

Frag ihn mal warum er nicht will. Herumdrucksen gilt nicht.

Mach ihm klar wie sehr du auf seine Unterstützung angewiesen bist. Werte seine Rolle auf... das hilft oft. Er kann etwas tun, er ist nicht nutzlos. Vor was sollte er sich in deinem Beisein schämen? Ihr seid verheiratet...gibt es das Geheimnisse? Ich denke wenn man erst mal soweit ist und eine KiWu machen muss dann sollte es die erst recht nciht mehr geben.

Und ja, für die Männerwelt ist dieses Thema unangenehm. Das sorgt schon mal für schiefhängenden Haussegen. Aber je nach typus Mann wird sich auch ein Weg finden damit umzugehen.
Was Männer überhaupt nciht mögen ist wenn das Thema KiWu den Alltag bestimmt. redet übers wichtigste und nötigste und dann ist gut. Auch die Männer sind unter einem gewissen Druck und wir als redseligere Teil verstärken diesn unterbewusst häufig.
Musste ich auch erst lernen.....
Seitdem wir nebenbei mal eben drüber reden und ansonsten sehr selten, geht alles viel besser. Vor allem überrascht meiner ich immer wieder was er alles nachgelesen hat..... ups, da interessiert sich ja jemand doch fürs Thema....ergo: ohne Druck geht alles viel besser.
Verweigerungshaltung würde man das andere wohl nennen.

PS: Wenn dein Männe nicht mitwill könnte es unter Umständen schon schwieriger werden, denn es werden ja auch Bluttests angeordnet, Hepatitis, Aids etc. Da muss er ja auch durch.
Und natürlich das SG....das wird auch niemandem erspart bleiben....

Lieber Gruss
Yareena


  Re: Unterstützung durch Partner
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   Fidu
schrieb am 07.02.2008 16:12
Hallo,
Wenn ich mal als einer der "Wenigen" oder vielleicht der Einzigste ?? in diesem Forum,sprechen darf. Es ist so wie ihr alle geschrieben habt. Meistens haben die Männer Angst und zwar davor als nicht Zeugungsfähig dazu stehen. Nachher bekommt das noch einer raus, Oder auf dem Weg/in derPraxis erkennt mich jemand usw. Meist sagen sie sich die Frau ist sowieso Schuld an mir kann das nicht liegen. Früher habe ich das auch gedacht, zack eben Kinder bekommen.
Und man probiert immer und immer wieder und beim Arzt erfährt Mann ich bin Schuld. Da kann bei manchen doch die Welt zusammenbrechen. Das ist für einen Mann nicht einfach. Für die Frau natürlich auch nicht, wenn sie Schuld ist, ganz klar. Nachdem ich erfahren habe das ich das Problem bin, habe ich im Internet Tips gesammelt, wie Mann sein SG verbessern kann usw. Habe in der KiWuKl angerufen und einen Termin gemacht, weil ja unbedingt auch ein, zwei oder drei Kinder haben möchte. Und wenn sich das so anhört und liest, stellt man fest das wir obwohl wir Schuld sind. Die kleinsten Strapazen auf uns nehmen müssen. Die Jungs abgeben und fertig. Natürlich die Frau zu verwöhnengrins (obwohl das noch das Schwerste von allem ist) bitte nicht Hammer Hormone spritzen, PU, TF, eine Untersuchung nach der anderen, Blut abnehmen usw. Wenn die Männer das wüßten, was ihr durchmachen müsst (ich habe es gerade mit meiner Frau durch gemacht Ich hab ne Frage), also sich informieren, vielleicht im Forum mitmachen usw., würden sie bestimmt anders denken und auch so , ohne Bitten und Betteln mitkommen.
Das soll jetzt nicht heißen, das ihr Frauen uns mit dem Thema im Regen stehen lasst. Ich meine, wenn Mann doch gerne Kinder möchte, soll man nicht nur verwöhnen, sondern auch das nicht so Einfache des Kinderwunsches zu zweit machen. Es hilft Beiden, glaubt mir.

Lg
Andree




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