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  Zur Diskussion über KiWu als Kassenleistung
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   atonne
schrieb am 06.01.2007 13:20
Hallo, ihr Lieben,

ich würde gern mal meine Erfahrung mit der Politik schildern, was KiWu als Kassenleistung betrifft. Einiges davon haben Politiker auch offen (aber natürlich nicht vor der Kamera) zugegeben...

Ich habe früher immer nicht verstanden, warum man eine so hohe untere Altersgrenze eingeführt hat, ist ja irgendwie unlogisch. Schließlich ist man ja unter 25 doch am fruchtbarsten. Der Sinn des ganzen ist (O-Ton Politker!) die armen jungen Frauen davor zu schützen, zu schnell in die Behandlung gedrängt zu werden, das würde aus Politkersicht vorallem ausländische Frauen betreffen. Also: untere Grenze eingeführt wegen eines Vorurteils.
Ich denke, ähnliches gilt auch für die obere Altersgrenze (vermutlich Vorurteil Karrierefrau, die sich spät für ein Kind entscheiden). Unberücksichtigt bleibt hier natürlich, dass viele es schon lange auf anderen Wegen probiert haben, bis sie dann bei ICSI/IVF landen.

Zu den Kosten, das ist doch auch ganz klar, wenn man sich mal Äußerungen von Politkern genau anhört: "Wer sich das nicht leisten kann, kann sich auch kein Kind leisten"... Das das totaler Blödsinn ist, sehen sie gar nicht. Ich würde mein Geld auch lieber für das Kind ausgeben, wenn es da ist, als vorher in Behandlungen stecken. Und so teuer ist ein Kind nicht, denn da hat man viel Hilfe von allen Seiten, während man die immensen Kosten der Behandlung selbst tragen muss und damit allein gelassen wird.
Die Angst ist also da, dass viele Leute ohne Geld mit Nachhilfe Kinder bekommen, die der Staat dann auch noch versorgen muss (naja, Vorurteile halt).

Was auch total unlogisch ist, dass die billigen Verfahren (nur Stimulation mit GV u.ä.) komplett bezahlt werden, die teuren Sache nur zum Teil oder gar nicht. Denn das passt nicht zusammen mit der Aussage, dass es versicherungsfremde Leistungen wären (und wenn sie das sind, dann sollte man sie doch gefälligst aus dem Steuertopf finanzieren).

Ich sage dazu nur Ich bin sehr sauer! Und dass das mal wieder zeigt, wie weit die Politik von der Wirklichkeit entfernt ist...

Viele Grüße, Atonne


  Re: Zur Diskussion über KiWu als Kassenleistung
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   gelöschter User
schrieb am 06.01.2007 14:04
hi antonne,

realsatire, da geb ich dir recht...hirnfrei, informationsfrei und von vorurteilen getrieben...politiker eben .

die beste restriktionsbegründung hast du aber noch vergessenClown...männer sollen auch nur assistiert bis 50 zeugen (egal wie alt die frau ist!!!) weil man damit künstlich das ende der weiblichen fertilität auch für den mann einführen möchte...hat sich sicher irgendeine hirnamputierte genderbeauftragte ausgedachtIch bin sauer...oder alice schwarzer höchstselbstgrmpf?...jedenfalls ist das scheiss hoch 3...sorry

anyway...wer die noch wählt hat selber schuld...und das ist beileibe keine demokratieverdrossenheit, sondern eine persönliche absage dieses parteipolitdedöns in seiner jetzigen form noch weiter zu legitimieren Ich bin sehr sauer...

sorry, aber über sowas kann ich mich auuuuufregenheiss....

danke für die info Kuss

winken reaba


  Re: Zur Diskussion über KiWu als Kassenleistung
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   gelöschter User
schrieb am 06.01.2007 20:28
Wißt Ihr, was ich noch viel schlimmer finde?

In Berlin hatten sie jetzt so einen Politiker in den Nachrichten, der war sehr dafür, den Rentenversicherungsbeitrag für Kinderlose kräftig zu erhöhen. Als ob es was bringen würde: unser Rentensystem ist marode (und verkehrt), und dadurch entscheiden sich auch nicht mehr Leute für Kinder. Aber abgesehen davon, dass Kinder oder keine ohnehin eine furchtbar persönliche Entscheidung ist, ist man als ungewollt Kinderlose dann dopppelt gekniffen:

Wir zahlen die Kosten für die Behandlungen zum Teil selbst (oder sogar komplett), und weil es eben nicht klappt, ist man dann trotzdem kinderlos, und muss mehr Abgaben machen. Finde ich eine Frechheit.

Wenn die das wirklich durchkriegen, und wir sind dann davon betroffen, weil es bis dahin nicht geklappt hat und wir uns die 3000 Euro nicht leisten können, da würd ich wirklich mal beim Anwalt die Klageaussichten besprechen...

Naja, Politik halt. Immer von der Tapete bis zur Wand gedacht.
Sorry, musste mal raus...


  Re: Zur Diskussion über KiWu als Kassenleistung
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   Tigerin
Status:
schrieb am 06.01.2007 21:00
Jaja, wenn das alles nicht so traurig wäre, müsste ich jetzt kräftig lachen!

Mit dem Hinweis darauf, dass GV mit Stimmu voll übernommen wird von den gesetzlichen Krankenkassen solltest Du jedoch vorsichtig sein. Ist ein bisschen 'ne Grauzone, denn abrechnungstechnisch läuft das häufig nicht unter Kinderwunschbehandlung, sondern unter Zyklusregulierung.

Ein wichtiges Argument gegen späte Mütter hast Du vergessen: Laut Adoptionsrichtlinien der Länder sollten - überspitzt ausgedrückt - Frauen ab vierzig nicht mehr Mutter werden, weil sie mit zunehmendem Alter nicht mehr mit ihren Kiddies zurecht kommen. Stichwort Pubertät. Warum auch potentielle Adoptivväter zu alt für ein kleines Kind sein sollen, ist mir nicht klar, zumal die Altersgrenze für assistierte Zeugung bekanntlich erst zehn Jahre später zuschlägt.

@Reaba: Jetzt sag mal (gerne per PN), wen frau überhaupt noch wählen kann!

LG

Tigerin
(die von einer Babyinvasion bei den Forenoldies träumt)


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  Re: Zur Diskussion über KiWu als Kassenleistung
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   reaba ne
schrieb am 06.01.2007 23:42
hallo tigerin,

dafür ist keine PN nötig smile...ich bin ein zutiefst politischer mensch, nur die option eine wählbare partei zu finden geht für mich gegen null...ich wähle kommunal und regional (um die schlimmsten pappnasen zu verhindern)...überregional oder gar auf bundesebene...ohne mich - das "kleinere übel" zu wählen habe ich längst aufgegeben, denn einmal an den trögen der macht etabliert werden sie alle zu ....na ooooiiiiinnnkkkgrins.

zu dem was "frau" wäheln kann...jede kleine revolution (z.b. kampf für frauenrechte) hat ihre zeit...wird die idee überstilisiert und zu tode geritten, dann pervertiert jede an sich gute idee irgendwann mal ins gegenteil (s. franz. revolution; niedergang des sozialismus etc.) ....nicht weil sie per se schlecht wäre, sondern einfach weil der grundgedanke nicht mehr dem erlangen von mehr freiheit gehorcht, sondern mittlerweile von ganz anderen mechanismen vereinnahmt worden ist. einfaches beispiel: lassen wir den gedanken der "selbstverwirklichung" bei weiblicher erwerbstätigkeit mal beiseite...wie würden unsere politischen strukturen und vor allem unser wirtschaftliches system reagieren, wenn die große mehrheit der frauen beschlösse nicht an der erwerbstätigkeit zu gunsten von kindern und familie teilzunehmen?

natürlich ist das szenario aus den verschiedensten gründen nicht wünschenswert....wird aber in unserem system eine gleichwertigkeit weiblicher berufstätigkeit und dem gegenpol familienarbeit propagiert oder gar im bildungssystem vermittelt??...wohl eher nicht...gibt mir zu denken - und das ist nur ein beispiel...und die vereinbarkeit beider lebensformen fordert konzessionen an beide funktionen der frau....keine aufgabe wird 100%ig wahrgenommen...oder man reibt sich daran auf (wenn man sich den luxus der ehrlichkeit gegen sich selbst erlaubt)....irgendwie sieht gelungene selbstverwirklichung also anders aus...mein ich mal smile....und politheinis, die nix besseres zu tun haben, als auch noch die nächste weibliche generation dazu zu verdonnern ohne signifikat die rahmenbedingungen zu verändern (im gegenteil; siehe elterngeld)...nööö, ohne michgrins.

also irgendwie revolutionäre grüsse grins

winken reaba




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