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  Diskussion über Kassenleistung... traurig
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   Babywunsch!
Status:
schrieb am 05.01.2007 10:37
Hallo ihr Lieben,

gerade hatten wir hier auf der Arbeit eine Diskussion über die Kostenübernahme von KiWu-Behandlungen.

Mir geht echt der Hut hoch! Eine junge Mutter, die bei uns Arbeit, meint, die Kassen wären für sowas nicht zuständig. Sie wären dafür da, Grundversorgungen wie Zahnbehandlungen, Krebstherapien etc zu zahlen, aber eben nicht für sowas!

Klar, dass man so eine Einstellung hat, wenn man schon einen süssen Fratz Zuhause hat...

Wie seht ihr das?

LG


  Re: Diskussion über Kassenleistung... traurig
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   kibik
schrieb am 05.01.2007 10:52
Da lohnt doch keine Diskussion, wenn das Mädel so ignorant ist.
Weißt Du, was ich Jahr für Jahr in die Krankenversicherung einzahle? Und war noch nie ernsthaft krank - Solidaritätsprinzip hin oder her : jetzt will ich mal was sehen für mein Geld und erzähl mir keiner, dass Sterilität keine Krankheit ist !
Wenn die Kollegin das tatsächlich so sieht, wie sie behauptet, kann sie ja die Kosten für ihre Geburt im Krankenhaus rückwirkend gern selber zahlen - Schwangerschaft und Geburt sind ja keine Krankheiten, gell?
heiss


  Re: Diskussion über Kassenleistung... traurig
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   Aurifex
schrieb am 05.01.2007 11:07
Hallo meine Liebe,

als erstes: Nicht aufregen!!!!!!!!!!!!!!! Das schadet nur Dir!!! streichel

Dann hier meine eigene Meinung mit einem kleinen bisschen (Halb-)Wissen gemixt:

Soviel ich weiß, ist Kinderlosigkeit eine von der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) anerkannte Krankheit - deshalb zahlen die Krankenkassen ja auch teilweise IUIs und hormongestützte Behandlungen, auch die Diagnostik für ICSI und IVF wird ja bezahlt. Sie (die KK) zieren sich ja auch nur bei den teuren Behandlungen (ICSI/IVF).

Das Problem ist glaube ich, dass die "Kinderlosigkeit" so vielfältige Ursachen hat (nur sie, sie/er, nur er, Vorerkrankung, keine erkennbare Ursache und ... und ... und..) und somit jeder irgendwo ein Schlupfloch findet, um aus den Kosten rauszukommen.

Fakt ist, dass die Behandlungen sehr teuer sind - es liegt im Interesse des Staates, dass viele Kinder auf die Welt kommen -> der Staat darf von mir aus herzlich gerne die KKs finanziell unterstützen und uns in den großzügigen Genuss voll bezahlter Versuche kommen lassen - fänd ich gut.

Und wenn der Staat schon nicht finanziell unterstützt, sollte er wenigstens alle, die unqualifizierte Bemerkungen zum Thema KiWu haben mit Geld- oder Gefängnisstrafen belegen, dann wäre entweder Geld vorhanden oder wir würden nicht mit blöden Bemerkungen immer wieder aus der Fassung gebracht werden (so, ich wollte schon immer mal polemisch werden, sorry).

Ich wünsche Dir trotz allem einen schönen Tag und fühl Dich feste gedrückt (und lass Dich nicht ärgern),

Annette


  Re: Diskussion über Kassenleistung... traurig
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   _sandra_
schrieb am 05.01.2007 11:16
Hallo!

Ich denke auch da lohnt keine Diskussion. Da ist jede Mintute verschwendbare Zeit weil es ist einfach so das es Personenen denen es nicht so ergeht sich nicht in die Lage hineinversetzten können oder wollen.

Also nicht aufregen, es schadet uns nur.

Liebe Grüße

Sandra


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  Re: Diskussion über Kassenleistung... traurig
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   trudy39
schrieb am 05.01.2007 11:52
Zitat

Soviel ich weiß, ist Kinderlosigkeit eine von der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) anerkannte Krankheit - deshalb zahlen die
Krankenkassen ja auch teilweise IUIs und hormongestützte Behandlungen, auch die Diagnostik für ICSI und IVF wird ja bezahlt. Sie
(die KK) zieren sich ja auch nur bei den teuren Behandlungen (ICSI/IVF).

Aber leider nur bis max. 40, demnächst wirds ab 65 deshalb auch keine HerzOPs mehr geben, weil sich das ab dem Alter einfach nicht mehr lohnt (das war Galgenhumor).
Über diese feste Altersgrenzen, ob nach unten oder oben, könnte ich mich aufregen. Vor allem finde ich 40 viel zu früh angesetzt, von mir aus bei Frauen feste Grenze bei 50 und dazwischen je nach Werten. Wenn die das doch wenigstens an Messwerten festmachen würden, ob danach noch eine Chance besteht schwanger zu werden oder nicht. Aber ab 40 geht nichts mehr, egal wie groß die Chancen nach den Werten noch sind. Außerdem ist es ungerecht, da bei Männern die Grenze viel höher liegt. Dann bitte doch eine einheitliche feste Altersgrenze für Männer und Frauen, evtl. in Kombination mit der individuellen Prognose. Außerdem kann man sich das KW-Alter ja nicht immer aussuchen, z.B. wenn man erst spät einen Partner findet bei dem man es verantworten mit ihm Kinder in die Welt zu setzen oder .


  Re: Diskussion über Kassenleistung... traurig
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   Aurifex
schrieb am 05.01.2007 12:12
Hallo Trudy,

stimmt, ich hätte auch schon gerne mit 24 Jahren (oder so in der Ecke) Kinder bekommen. Nur mein Mann hat sich halt lange versteckt gehalten und sich erst relativ spät "finden" lassen. Die Alters-Thematik habe ich mal völlig außen vor gelassen - ich fühle mich definitiv nicht wie 40!!!

Viele liebe Grüße, Annette


  Re: Diskussion über Kassenleistung... traurig
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   vivian2
schrieb am 05.01.2007 12:20
Früher hat die Krankenkasse das ja auch alles bezahlt. Aber seit der Gesundheitsreform hat sich eben alles geändert.

Keine Kinder bekommen zu können ist eben immer noch ein Tabu-Thema.
Wie oft hören wir dass wir uns doch keinen Stress machen sollen oder irgendwelche Vitamine in uns reinstopfen sollen.

Das ganze Thema versteht niemand, der nicht wirklich betroffen ist. Von Problemen will immer keiner was hören.
Kinder bekommen wird früher oder später mal was für die "Bessergestellten".

Also nicht aufregen. Das bringt doch gar nichts. Es kann ja jeder seine Meinung dazu haben.
Man muß ja nicht jeden Menschen verstehen...


  Re: Diskussion über Kassenleistung... traurig
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   Brummbärchen
schrieb am 05.01.2007 12:39
Nun ja, aufregen lohnt sich wirklich nicht.............glaube auch dass die Kiwu-Behandlung auf Dauer nur für die "besser verdienenden" drin ist. Mit uns kann man es ja machen *seufz*

Hab mich diese Woche eh schon aufgeregt, war bei meinem Gyn da ich mir wohl leider einen schönen Pilz eingehandelt habe, ich habe ein Privatrezept (!) bekommen da die KK die Medies für Pilzerkrankung nicht mehr übernehmen Hammer. Da geht mir echt die Hutschnur hoch........

LG
Ute


  Re: Diskussion über Kassenleistung... traurig
avatar    Candia
schrieb am 05.01.2007 13:18
Aufregen lohnt sich da wirklich nicht...ähnliches hab ich auch schonmal von einer Kollegin zu hören bekommen, Mutter von 2 Kindern, nach dem Motto: "ist doch deren Sache wenn die ein Kind wollen, da können wir ja nun nicht für zahlen" Ich bin sehr sauer
Diese Einstellung haben leider viele Leute, die nicht in dieser Situation stecken...

LG Tina


  Re: Diskussion über Kassenleistung... traurig
avatar    Lectorix
Status:
schrieb am 05.01.2007 13:26
Ich bin in der Tat nicht der Meinung, dass dies Sache der Krankenkassen ist, sondern des Staats. Denn der Staat sollte das Interesse daran haben, dass Kinder von Leuten in die Welt gesetzt werden, die wirklich Kinder haben und großziehen wollen und nicht nur als "Unfall" nebenher laufen lassen. Meist handelt es sich ja um Leute, die zahlungskräftig sind und die ihren Kindern dann auch eine entsprechende Ausbildung angedeihen lassen können, ob das jetzt akademisch ist oder in ganz normalen nichtakademischen Berufen, einfach die Tatsache, dass zwei Menschen sich bewusst für Kinder entscheiden, gibt diesen Kindern einen guten Start.

Leider verschließt der Staat immer noch die Augen vor der Entwicklung, ist der Meinung, wir wollten gar keine Kinder in die Welt setzen. Gerade im Rahmen unserer KiWu-Behandlung habe ich extrem wenig Leute getroffen, die bewusst keine Kinder wollen, meist steckt - wenn auch vordergründig das anders gesagt wird - eine KiWu-Geschichte dahinter. Ich kann und will nicht verstehen, wie das auf Dauer weitergehen soll. Es ist kein rein gesundheitliches Problem, sondern eines, was den Ausbildungs-, Arbeits- und Rentenmarkt betrifft und daher fällt es für mich in den Bereich des Staats.

  Signatur   Lieben Gruß,

Claudia

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1. Runde: 4 ICSIs und 2 Kryos 2004-2006: 1 Schwangerschaft (leider FG in 10. SSW wg. Chromosomenfehler beim Kind)
2. Runde: 1. ICSI neg. (Juni 2007), 1. Kryo neg. (Oktober 2007), 2. ICSI positiv (Projekt Schmunzelhase - Kathi kommt am 06.12.08 gesund zur Welt)
3. Runde: Es läuft... smile Kryotransfer 18.11., Piptitest positiv am 30.11., Bluttest am 3.12. mit 1101 etwas schockierend..., aber es ist nur "eines" und kommt als Michael am 29.07.2014 gesund zur Welt




  Re: Diskussion über Kassenleistung... traurig
avatar    redhair
Status:
schrieb am 05.01.2007 16:26
also ich kann mich Lektorix nur anschließen denn auch für mich liegt hier die Verantwortung einfach mal beim Staat denn so wie ich heute in den Nachrichten gehört habe ist die deutsche Bevölkerung wieder gesunken und irgendwann wird das so sein das es n9icht genügend Fachkräfte mehr gibt weil nur die Leute sich für Kinder entscheiden die ihren Kindern keine Zukunft bieten wollen da es eh nur ein Unfall gewesen ist.Tja vielleicht wacht der Staat ja irgendwann mal auf aber glauben dran kann ich net mehr !!!


  Re: Diskussion über Kassenleistung... traurig
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   KT
schrieb am 05.01.2007 19:57
Hi,

schließe mich auch eher Lectorix an. Allerdings frage ich mich wer eigentlich in diesem Land der Staat ist. Ich hatte es mal so gelernt, dass wir alle der Staat sind, also die gesamte Bevölkerung, nur fühlt sich das irgendwie gar nicht danach an. Der Staat finanziert sich aber zumindest mal aus unseren Steuergeldern (und den Krediten die ständig neu aufgenommen werden). Wenn der Staat also für die Kosten der KiWu-Behandlung aufkommen soll, dann müssen wir auch bereit sein die Kosten aus Steuergeldern zu finanzieren.
Ich finde das ganze jedoch auch sehr zweischneidig, denn ich bin nicht der Meinung, dass es in D zu wenig Kinder gibt. Keine Population kann ins unendliche wachsen (was aber z.B. für unser Rentensystem nötig wäre) sondern strebt einem bestimmten Gleichgewicht zu. Daher sollte es lieber zukunftssichere/belastbare Konzepte für die weitere Entwicklung D's geben die ebend auch über die nächste Wahl hinausreichen. In wie weit in diesem Konzept Kinder einen Platz hätten weiß ich nicht, aber berücksichtigt werden müssen sie ja. Dann kann man auch darüber entscheiden inwieweit KB staatlich finanziert werden sollte, denn es trifft einfach immer mehr Paare und ich bin mal so naiv zu behaupten, dass es nötig wäre.

Aber ob es eine wirklich faire und gerechte Lösung gibt? Ich wage es zu bezweifeln, finde aber trotzdem, dass es jedem Paar was eine realistische Chance auf eine Schwangerschaft nach KB hat diese Chance auch gegeben werden sollte, ggf. auch mit einer angepaßten Selbstbeteiligung.

Sorry für das Wirr-Warr aber bekomme es nicht besser ausgedrückt.

Viele Grüße,
KT




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