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  Weihnachtstraurig
avatar    *Charly
Status:
schrieb am 27.12.2006 01:06
Tja, nun ist es also vorbei. Das Familienfest. Wir hätten ein Kind haben können, gut sechs Wochen alt. Oder auch einen Schwangerschaftsbauch. Keins von beiden hat geklappt. sehr treurig

Es war ein harmonsiches Fest, doch Ja. Mein Mann hat sich allergrößte Mühe gegeben. Er hat geputzt, gekocht, er gibt sich alle Mühe. Er hat mich mit Geschenken überhäuft. Was man halt so kaufen kann. Und doch hat auch er Tränen geweint. Sein Sohn textet ihm. Und ich stehe daneben.sehr treurig

Wir beide haben trotz Versuchen keine Kinder. Werden vielleicht, wahrscheinlich auch keine haben. Der Beste versucht alles. Wir haben gekämpft. Dennoch schwindet meine Hoffnung und jedesPositiv hier tut mir im Moment unendlich weh. Jeder Tcker, jedes Fotot verdeutlicht mir, was wir uns so sehr wünschen. Was nutzen mir die Ticker? Für uns hat sich die Mühe der Behandlung nicht gelohnt. Ich bin nicht neidisch. Es ist nicht meine Schwangerschaft, nicht mein Kind. Aber es hilft mir auch nicht.

Meine Schwiegermutter findet, ich solle den Sohn meines Mannes als Familienmitglied akzeptieren. Er findet, ich erschwere ihm das Leben, zwinge ihn zu einem Doppelleben. Aber ich kann das nicht. Dieses Kind ist nciht mein Kind. Dieses Kind ist nicht unser Kind. Bei mir wird kein Grund gefunden, warum es nicht klappt, warum es trotz guter Embryonen zu keine Einnistung kommt. Ich gelte als gesund. Dennoch hat mein Mann ein Kind und ich nicht. Wir nicht.

Ich werde immer älter. Es wird immer schwieriger. Ich versuche, mich damit abzufinen. Ich versuche den Gedanken zu Ende zu denken. Es tut so unendlcih weh. Und wenn ich weine, dann tue ich dem Besten weh und mache ihm Angst. Angst, dass ich ihn verlasse oder verbittert werde.

Schon lange gehe ich erst lange nach ihm schlafen - wenn er denn zu Hause ist. Ich habe Angst. Ich mag nicht angefasst werden. Die ICSI hat mich in meinen Augen häßlich gemacht. Ich mag keinen Sex haben, ich mag nicht hoffen und enttäuscht werden. Hinzu kommt die ständige Trennung. Ich fremdel, es fällt mir schwer, immer wieder neu zwischen allein und zusammen zu wechseln.

Ich möchte mich verkreichen und wünsche mir den Alltag herbei, in dem ich hier mit Hund und Katz alleine bin, arbeite und all die Lebenshoffnungen verdrängen kann.

Gruß,
Charly


  Re: Weihnachtstraurig
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   anja_100
schrieb am 27.12.2006 06:56
Hallo Charly,

ich kann deine Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Du trauerst um dein nicht vorhandenes Kind. Und das hört sich für mich genau so bitter an, wie die Trauer mit der ich mich gerade auseinandersetze. Die Trauer um meine beiden Söhne, die ich wenige Stunden nach der Geburt wieder hergeben mußte.

Das Leben kann fies und gemein sein und kann einem richtig was abverlangen. Wehr dich nicht gegen die Trauer, laß Sie zu, rede drüber, setz dich mit ihr auseinander. Tränen vergießen ist richtig gut. Auch wenn es sich natürlich scheiße anfühlt. Aber dann besteht auch nicht die Gefahr, daß du verbitterst.

Und sei gut zu dir und laß dir Zeit.

Ich hoffe, das hört sich alles nicht zu platt an.

Fühl dich gedrückt!

Alles Liebe.

Anja


  Re: Weihnachtstraurig
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   queenatti
schrieb am 27.12.2006 10:46
Liebe Charly,

ich kann dich sehr gut verstehen. ich bin auch gerade dabei, das kind zu verlieren, dass in der siebten woche nicht mehr bei mir bleiben wollte. seit heiligabend habe ich bauchkrämpfe und immer wieder blutungen. mein mann steht hilflos daneben und kann mir nicht helfen. für ihn ist es auch nicht so schlimm, er hat eine 16jährige tochter aus erster ehe, auf die er so stolz ist. dann steh ich immer daneben und denke warum warum warum können wir kein gemeinsames kind haben. gerade weil er ein kind hat und viellleicht auch weil er ein mann ist kann er nicht verstehen wie fertig ich bin. ab freitag ist er für zwei wochen im ausland. ich bin auch ganz zerissen: einersteits habe ich angst alleine zu sein wegen der schrecklichen depression, andereseits bin ich froh wen er weg ist, weil ich mich dann "richtig in meinem schmerz gehen lassen kann". wegen der behandlungen usw. waren wir auch seit ende oktober nicht mehr sexuell aktiv.
ich wünsche mir und dir alle kraft der welt um dies zu überstehen.

queenatti


  Re: Weihnachtstraurig
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   Hummelbienchen
schrieb am 27.12.2006 11:28
ach Süße streichel
es tut mir leid, dass auch du das erfahren musst streichel
auch wir mussten schon erkennen: auch ICSI ist leider keine Garantie. wir stürzen uns in diese Behandlung, weil wir daran glauben, dass sie DER Weg ist. in unser technikgläubigen Welt, in der offensichtlich alles möglich ist, sind wir überzeugt, dass wir es damit schaffen. doch leider kann auch sie der Natur nur einen Schupser geben traurig oft ist es DER Schupser, den die Natur gebraucht hat. aber oft ist eben auch dieser Schupser nicht ausreichend. die Entstehung eines Menschenkindes ist nicht monokausal...
du musst ICSI machen, weil dein Mann schlechte Spermien hat. du wirst trotzdem nicht ss. obwohl bei dir augenscheinlich alles o.k. ist. - willkommen im Club traurig
ich kann dir nur raten, alles abzuchecken. denn vielleicht ist ja doch eine weitere Hürde zu nehmen. eine Hürde von der keiner annimmt, dass sie da ist, weil das Problem ja ausgemacht zu sein scheint... ich/ wir gelte/n als austherapiert, doch ich bin mir sicher, es ließe sich was finden, wenn ich die Kraft hätte, weiter zu machen. wenn ich das Wunder von Miez sehe, zweifle ich oft, ob meine Entscheidung richtig war. doch ich bin mir sicher, dass es auch denn bei mir nicht klappen würde... und nach den ganzen Versuchen ist dann eben auch mal "gut"

aber ich denke, dass DU noch nicht aufgeben solltest Nein

und sein Kind... das ist, denke ich, wirklich verdammt schwierig. doch wenn du die Chance hast, dich um ein Kind zu kümmern, als Ansprechpartnerin, "Kummertante" oder Freundin für es da zu sein... dann ist das immerhin eine Chance.

mir kam diese Weihnachten die Idee, wie gerne ich mit den Kindern unserer ehemaligen Nachbarn den Tag verbracht hätte. wie gerne ich sie nachmittags den Eltern "abgenommen" hätte, damit sie in Ruhe vorbereiten können... aber ich schaffe es ja nicht mal "unterjährig", ihnen klar zu machen, dass ich mich freue, wenn ich die Racker nehmen darf... - irgendwie scheint die Überzeugung vorherrscheind zu sein, dass für andere Leute Kinder eine Last sind... v.a. sicherlich für solche, die keine Kinder haben, denn warum sonst haben sie keine eigenen? - wie sollte ich sie dann an Weihnachten nehmen dürfen? wo das traditionell das Fest der Familie ist?

natürlich hätte es mich auch irgendwie traurig gemacht. denn wie schön wäre es, all das mit eigenen Kindern zu erleben. doch irgenwie denke ich: besser "irgend"ein Kind an Weihnachten als gar keine glänzenden Kinderaugen, gar kein Kinderlachen... und sein Kind ist immer hin ein Teil von ihm...

nein, ich glaube, ich bin nicht die richtige, um dich aufzumuntern...
möge es im neuen Jahr für dich dennoch viele Lichtblicke geben, Hummelbienchen Bussi


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  Re: Weihnachtstraurig
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   storitz
schrieb am 27.12.2006 12:14
liebe charly,

deine worte stimmen auch mich sehr traurig, denn ich kann deine gefühle gut nachvollziehen. nichts ersetzt ein eigenes kind, auch wenn das die außenwelt oft anders sieht und man dafür verurteilt wird.

bedenklich stimmt mich deine beziehung derzeit. du ziehst dich zurück, ausgerechnet von der person, die deine größte stütze ist. versuche mit ihm drüber zu reden, dass du dich unattraktiv findest, nicht mehr begehrenswert, dass jede berührung für dich angst bedeutet....ich kenne das. ich habe mit meinem mann auch genau darüber geredet, denn ich habe während der vier behandlungen mächtig zugelegt, und sex können wir inzwischen an der hand abzählen. all das sind aber leider oft die begleiterscheinungen einer solchen quälenden behandlung.

öffne dich ihm, damit nicht eure zweisamkeit darüber kaputt geht. denn sonst gehst du mit kaputt. er wird dich verstehen, denn du schilderst ihn sehr lieb.

ich spüre auch die einschläge, die immer näher kommen und mir verdeutlichen, dass die chancen auf ein kind sehr gering sind. wir denken über ein danach nach. wir versuchen in gedanken auch ein leben ohne kind zu akzeptieren, denn das wichtigste ist, dass wir gesund sind und uns haben. eine adoption kommt für uns nicht in betracht. aber noch hoffen wir....

ich drück dich ganz feste und vielleicht tröstet es dich, dass du mit dieser situation nicht allein bist

knuddel

liebe grüße,

steffi


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.12.06 12:15 von storitz.


  Re: Weihnachtstraurig
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   Claudii
schrieb am 27.12.2006 12:47
Ich kenne das!
Ich habe heut Morgen auch wieder einen neg. SST in der Hand. Seit 4 Jahren ist es mein größter Wunsch eine Familie zu haben. Es klappt nicht.
Mein Partner hat 2 Kinder die im vorbei gehen entstanden sind. Ich habe sie erst 1 mal kurz gesehen. Weil ich Angst hatte, vor der Konfrontation mit Ihnen. Ich schäme mich dafür, aber es tut sooo weh. Er hat das , was ich wohl nie haben werde! Ich fühle mich so unbrauchbar . Ich funktioniere nicht!!
Da ich weiß, daß die Kinder ihm wichtig sind und wir schon einmal wegen denen getrennt waren, muß ich zurück stecken. Und das heißt das sie morgen für 2 Tage zu uns kommen.
Ich habe einen negativen SST und er seine Kinder. Keiner kann verstehen wie weh es tut. Erst recht kein Mann und erst recht keiner der Kinder hat.
Habe Angst das meine Beziehung daran zerbrechen wird!
LG Claudia




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