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  PKV: Übernahme der Kosten für ICSI?
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   Anna72
schrieb am 21.12.2006 20:43
Hallo ihr Lieben,

ich habe eine Frage zur Kostenübernahme bei einer ICSI.
Mein Mann und ich sind ICSI Kandidaten. Mein Mann ist privat und ich gesetzlich versichert.
Mein Mann ist der Verursacher ( 2 schlechte SGs (Abstand 12 Wochen); OAT I-Syndrom).

Die KIWU-Praxis sagte uns, die PKV meines Mannes muss auf jeden Fall die Kosten tragen.
Nun haben wir einen Antrag gestellt und die wollen meine Hormonergebnisse und wollen auch, dass ich zu meiner GKV gehe und einen Antrag stelle (o.Ton: Ich sollte auch bei einer Ablehnung, nochmal bei meiner GKV nachhacken, und einen weiteren Antrag stellen!! (nur so um meine Zeit zu vergeuden..)). Und ich sollte auf jeden Fall einen Antrag bei meiner GKV stellen, bevor wir anfangen.

Wer hat Recht? Fallen meine Daten nicht unter das Datenschutzgesetzt?

Wir gehen davon aus, dass die PKV meines Mannes zahlen muss.
Hat eine von Euch eine "nette" Formulierung für die PKV meines Mannes um denen klar zu machen, dass sie zahlen müssen? Wir überlegen auch uns Hilfe durch einen Anwalt zu holen. Kennt jemand einen guten oder eine Stelle/Internetseite, die uns weiterhelfen kann??

So oder so fangen wir die 1. ICSI im Januar an. Bin aber ziemlich sauer. Da hat man wirklich schon genug um die Ohren wegen allem und dann muss man sich auch noch um sowas kümmern....Ich bin sauer

Ganz lieben Dank,

Anna


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.12.06 20:44 von Anna72.


  Re: PKV: Übernahme der Kosten für ICSI?
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   Drbbi78
schrieb am 21.12.2006 21:21
Hallo Anna,
ich bin in genau der gleichen Situation. GKV versichert und mein Mann privat. Deswegen haben wir uns alles an Infos besorgt, was es zu dem Thema gibt. Also eines kann ich Dir definitiv sagen: Die PKV Deines Mannes hat absolut kein Recht Deine Hormonwerte anzufordern. Das sind persönliche daten und Du hast kein Vertragsverhältnis mit denen.
Also es gibt ein paar gute Seiten zu dem Thema inkl. Gerichtsurteile, ich muss mal nachgucken, ob ich noch die Adressen finde.

Gruß Debbi


  Re: PKV: Übernahme der Kosten für ICSI?
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   Nuddel
schrieb am 21.12.2006 21:31
Hallo.

Bei uns ist es genauso. Mein Freund ist privat-, ich gesetzlich versichert. Auch meine Hormonwerte wurden mit angefordert (und die sind nicht sehr gut - PCO). Doch da im Arztbericht stand, dass aufgrund der schlechten Spermienqualität nur die ICSI infrage kommt (bei PCO hätte eine Hormonbehandlung ausgereicht) , wurde die Kostenzusage durch die PKV gegeben! Aber einreichen mussten wir sämtliche Unterlagen!

LG, Nuddel


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.12.06 21:32 von Nuddel.


  Re: PKV: Übernahme der Kosten für ICSI?
avatar    Lectorix
Status:
schrieb am 22.12.2006 12:09
Es müssen sämtliche Unterlagen eingereicht werden, daran führt kein Weg vorbei. Wichtig ist, dass die GKV den Antrag ablehnt und nicht etwa zustimmt, einen Teil zu zahlen, das klärt man am besten mit den Sachbearbeitern direkt vor Ort. Denn wenn eine Ablehnung da ist von der Partnerkrankenkasse und der Verursacher ganz klar dein Mann ist, dann muss die PKV die Kosten übernehmen.

Ich weiß nicht, wie wichtig heutzutage das mit der Ablehnung ist, aber bei uns war's damals noch so. Ich war damals über Beihilfe und PKV versichert und die Beihilfe hatte abgelehnt, meine PKV aber zugesagt und das gab Probleme, das haben wir aber glücklicherweise rechtzeitig herausgefunden und bevor wir dann die Anträge komplett bei meinem Mann einreichten, hatte ich vorher meine PKV noch bitten können, die Kostenzusage zu revidieren, was sie auch freudestrahlend taten. Erkundigt euch darüber aber noch mal genauer, es gibt hier auch einen speziellen Ordner über den ganzen Kostenkram bei [www.klein-putz.de], dem Partnerforum von hier, die wissen das ganz genau.

  Signatur   Lieben Gruß,

Claudia

____________________________________________________________________________________________________
1. Runde: 4 ICSIs und 2 Kryos 2004-2006: 1 Schwangerschaft (leider FG in 10. SSW wg. Chromosomenfehler beim Kind)
2. Runde: 1. ICSI neg. (Juni 2007), 1. Kryo neg. (Oktober 2007), 2. ICSI positiv (Projekt Schmunzelhase - Kathi kommt am 06.12.08 gesund zur Welt)
3. Runde: Es läuft... smile Kryotransfer 18.11., Piptitest positiv am 30.11., Bluttest am 3.12. mit 1101 etwas schockierend..., aber es ist nur "eines" und kommt als Michael am 29.07.2014 gesund zur Welt




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  Re: PKV: Übernahme der Kosten für ICSI?
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   Pui
schrieb am 22.12.2006 15:50
Hallo !

Bei mir und meinem Mann liegt die gleiche Konstellation vor wie bei dir! Wir haben alle Unterlagen und Werte, die wir hatten, eingeschickt. Warum auch nicht?!

Die PKV meines Mannes wollte die Antwort meiner GKV auch haben. Meine GKV hat nicht abgelehnt und übernimmt die Kosten, die mir zuzuordnen sind, zu 50 % nach GÖÄ. Die PKV meines Mannes wird 50 % der Kosten übernehmen, die meinem Mann zuzuordnen sind und die Beihilfe nochmal einen minimalen Teil von ihm (kann man vernachlässigen).
Die PKV hat uns gesagt, dass sie froh sind, dass wir keinen Anwalt eingeschaltet haben. Dann hätten sie den Vorgang in ihre Rechtsabteilung geben müssen und hätten es nicht so schnell bearbeiten können (ging wirklich bei allen beiden und der Beihilfe sehr schnell). Außerdem haben sie uns mündlich weitere Zahlungen zugesichert (auf mündliche Zusagen gebe ich nichts, aber es klappt tatsächlich!!!)

Also versuche es doch erst auf gütlichem Wege. Und wirklich erst anfangen, wenn die Kostenübernahme geklärt ist. Das haben uns die PKV und die GKV auch wärmstens ans Herz gelegt. Wenn man vorher anfängt, muss keiner mehr was übernehmen.

Unsere Kiwu-Praxis sagte uns auch, dass die PKV alle Kosten übernehmen muss und das wir sofort klagen sollen. Die hatten auch gleich einen Anwalt, der sich damit auskennt parat. Wenn du also doch klagen willst, frag mal in deiner Praxis nach.

Viel Kraft für die bürokratischen Hürden !!! (Ich mußte in der Zeit viel heulen, weil ich vor Aufregung nie richtig verstanden habe, wer was nun bezahlt. Zum Glück ist mein Mann da ruhiger und hat das alles gemanagt.)

für euch!

LG Pui


  Re: PKV: Übernahme der Kosten für ICSI?
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   Barb Kunze
schrieb am 22.12.2006 16:35
Hallo zusammen,

also, ich habe auch solche Probleme mit der Kostenübernahme. Habe ich weiter oben unter dem Titel "barbchen" geschrieben.
Ich bin privat versichert, mein Mann gesetzlich. Die Ursache liegt beim Mann.

Ich habe mich jetzt total belesen im Gesetz, da meine Versicherung ablehnt. Die GKV ist an den § 27a 5. Buch Sozialgesetzbuch verpflichtet, in dem u.a. steht, daß die Kosten zu 50% von der KK übernommen werden, wo der Patient versichert ist. Aber eben nur die Kosten, die an diesem Patienten durchgeführt werden. D.h. die für die ICSI notwendige IVF wird durch Deine GKV bezahlt, die Kosten, die bei dem Mann durchgeführt werden (z.B. Spermienaufbereitung, Befruchtung der Eizellen, eben das was extrakorpural durchgeführt wird) von der PKV (eben etwa die Mehrkosten für eine ICSI gegenüber einer IVF). Jetzt seid ihr ja in dem glücklichen Fall, daß die Ursache bei Deinem Mann liegt, sodaß sie eigentlich ihren Teil bezahlen müssen. Die GKV macht eigentlich weniger Probleme.

Bei uns ist es nämlich so, daß die GKV meines Mannes auch nur die extrakopuareln Kosten für die ICSI, also etwa 1100 EUR bezahlen werden, da ja nur er bei Ihenn versichert ist. Die anderen etwa 1100,-EUR wollten wir von meiner PKV genehmigen lassen. Die lehnen nun ab, weil die ICSI keine notwendige medzinische Behandlung an mir ist. (O-Ton: aus den Unterlagen ergibt sich bei Ihrem Ehemann eine eigenständige Idikation zur ICSI. Die IVF ist daher eine medizinisch notwendige Teileistung der ICSI-Behandlung ihres Mannes. Daneben ergibt sich keine eigenständige Idikation zur IVF bei Ihnen.) Die PKV muß sich nicht an den § 27a halten, denn für sie gilt nur, daß sie nur zahlen müssen, wenn ihr Mitglied auch "krank" ist.

Fazit, Du mußt alle Befunde bei den Versicherungen einreichen. Es kann natürlich sein, daß seine PKV nun behaupten kann, daß Du die Ursache bist und nicht ihr Mitglied, damit sie nicht zahlen müssen. Ich kann Dir nur beide Daumen drücken, wir haben unsseren Widerspruch auch wieder abgelehnt bekommen. Wir versuchen nun, die Ursache auf mich umzulegen, denn dann muß die PKV bezahlen.

Viel Glück.


  Re: PKV: Übernahme der Kosten für ICSI?
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   JackyO
schrieb am 22.12.2006 17:46
Wir sind auch in ICSI Behandlungen, beide privat versichert und haben nach einigem hin und her die bisherigen ICSIs bezahlt bekommen.

In den Versicherungsbedingungen befinden sich keienrlei Ausschlüsse bzgl. Kinderwunschbeahndlungen, so dass die PKV bezahlen muss.

Falls Du meinen Musterbrief benötigst, kannst Du mir eine Mail schreiben. Ich bin Rechtsanwältin und habe der PKV mit Klage gedroht, sie haben daraufhin sofort bezahlt.

Allerdings kann ich nur anraten, die Kosten der ICSI möglichst gering zu halten (indem man bei den Behandlungen angibt, man ist SELBSTZAHLER), dann zahlt man nur den einfachen anstattt des 2,3fachen Satzes. Die Kosten für ICSI variieren bei uns in verschiedenen Kliniken zwischen 3.000 -9.000 €!

Schöne Weihnachten


  Re: PKV: Übernahme der Kosten für ICSI?
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   gelöschter User
schrieb am 22.12.2006 20:28
Hallo Anna,


bei uns ist die gleiche Konstellation, und die PKV hat natürlich auch meinen Anteil übernommen.
Es gilt das Verursacherprinzip.

Reich ein Scheiben Deiner Praxis ein, aus dem hervorgeht, daß Deine Fertilität nicht eingeschränkt ist.
Laß Dich auf nichts anderes ein, Du mußt und solltest auch gar keine Untersuchungsergebnisse von Dir einreichen.Die PKV Deines Mannes hat auch darauf kein Anrecht.

Die Gesetzeslage ist eindeutig.Nachlesen kannst Du Formulierungshilfen und HInweise auf die entsprechenden Paragraphen auf der Seite www.klein-putz.de (ein Schwesternforum von wunschkinder.de).
Falls Du mit der Suche nicht zurecht kommst, schick mir eine PN.

Viel Erfolg und liebe Grüße




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