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  Verzweifelt
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   Honesty
schrieb am 12.03.2006 20:39
Erstmal ein herzliches HALLO an Alle!

Ich wende mich in meiner Verzweiflung an Euch, denn den Ärzten glaub ich schon bald nicht mehr!

Zum Problem: Habe seit ca 4 Jahren Zyklusstörungen und seit 3 Jahren komplettes Ausbleiben der Regelblutung. War natürlich bei halbjährlichen Kontrollen beim Gyn. Da ich ein sehr "empfindlicher" Mensch bin, schob ich das Ausbleiben der Blutung auf meinen stressigen Beruf und andere psychische Komponenten.
Als ich erfuhr, daß ich Tante werden soll regte sich der Wunsch nach einem eigenen Kind immer mehr. Mein Frauenarzt verschrieb mir Primosiston Tbl zum Auslösen der Blutung und Cyclacur zum Aufrechterhalten des Zyklus.
Das hat so lange funktioniert, bis die Therapie zu ende war, dann keine Blutung mehr.
Bei Ultraschall Untersuchungen wurde NICHTS festgestellt. Alles ok!
Keine Cysten, keine Verwachsungen nix.
Jetzt hab ich mir die Schilddrüse wieder einmal checken lassen, das Ergebnis latente Hypothyreose.
Mein Gyn sagte Tabletten nehmen, ein anderer keine Tabletten. So hab ich jetzt 5 verschiedene Meinungen. 3 für Tabletten 2 gegen.
Eine nähre Abklärung meiner Schilddrüse ist im Werden.
Heute habe ich einen Kinderwunschexperten (ist wirklich ein Experte) gefragt der meinte ohne meine VOrgeschichte näher zu kennen PCO. Ich bin übergewichtig, versuche schon lange erfolglos Abzunehmen. Habe Bluthochdruck und erhöhtes Testosteron (1.28). Andere Symptome passen zur SD-Uterfunktion andere wieder zum PCO. Beim US hat man nichts gesehen, ich habe explizit nocheinmal nachgefragt ob mein Gyn Zysten sieht --> NEIN keine Zysten. Gibts sowas?
Ich weiß nicht mehr weiter, kann mir einen privaten Arzt nicht leisten geschweige den Selbstbehalt bei einer IVF (z.B).

Ich bin wirklich verzweifelt, hat jemand von Euch einen Rat???
Was außer Agnukliman Tropfen gibt es in so einem Fall noch an Homäopathie?

Danke für Eure Geduld beim Lesen und für Eure Antworten
Liebe Grüße, Honesty


  Re: Verzweifelt
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   Rucola
schrieb am 12.03.2006 21:52
Hallo Honesty,

so von weitem kann es schon PCOS sein. Man braucht 2 von 3 möglichen Kriterien, um PCOS zu diagnostizieren, und die scheinen bei Dir gegeben zu sein: Zyklusstörung und zuviele männliche Hormone. Ca. 30% der PCOS Frauen haben unauffällige Eierstöcke, da wärst Du in guter Gesellschaft. Das Übergewicht könnte auf eine Insulinresistenz hinweisen, die oft damit vergesellschaftet ist.
Lies doch mal hier: www.pco-syndrom.de
Ich nehme seit ca. 7 Monaten Metformin, das ist eine erfolgversprechende, wenn auch langwierige Therapie.
Zur Schilddrüse kann ich leider nichts sagen. Aber insgesamt würde ich Dir eine Untersuchung beim Endokrinologen vorschlagen- dann weißt Du es genau.

Viel Erfolg!
Rucola




  Re: Verzweifelt
avatar    Lectorix
Status:
schrieb am 12.03.2006 23:04


Wie schon gesagt, ist PCOS nicht allein von den Zysten am Eierstock abhängig, wenn man es diagnostizieren möchte. Im Prinzip reicht schon allein das Ausbleiben Deiner Regelblutung sowie das erhöhte Testosteron und Dein Übergewicht aus, um Dir zumindest eine erweiterte Diagnostik angedeihen zu lassen, ferner möglicherweise auch, um Metformin anzusetzen. Darüber hinaus ist die latente Schilddrüsenunterfunktion auch ein wichtiger Faktor, der durchaus medikamentös im Fall von KiWu behandelt werden sollte.

IVF ist eigentlich - sofern Dein Mann ein normales Spermiogramm hat - nicht notwendig, wenn man durch die PCO-spezifischen Maßnahmen Deinen Zyklus in den Griff bekommt. Allerdings ist dies sehr anstrengend, daher sollte sich Dein Mann auf jeden Fall untersuchen lassen. Nicht dass am Schluss herauskommt, dass es ohnehin auf eine IVF oder ICSI hinauslaufen würde und Ihr für die nächsten 1-2 Jahre daraufhin Geld spart oder Euch gleich auf Plan B umstellt und möglicherweise Euch mit einem fremden Kind oder ein Leben ohne Kinder anfreundet (IVF ist ja nicht die einzige Lösung für das künftige Leben).

LG

Claudia






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