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  bericht vom ado infogespräch (länger)
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   zuka
schrieb am 01.03.2006 13:20
Hallo ihr lieben

Hatten ja heute das info gespräch von der adoptionsvermittlung .
Im grossen und ganzen ist es doch ein recht schwieriger weg.
Die dame hat uns ein haufen papiere da gelassen, infomaterial,
fragebögen und und und …
ein seminar wird auch empfohlen, muss man nicht machen sollte man aber.
Zu diesem fahren wir im 3. mai wochenende für 2 tage in die eifel.
Ist natürlich nicht kostenlos, 125 € p.P. aber mit übernachtung und essen.
Wenn wir dann alles schriftl. hinter uns gebracht haben stehen weitere gespräche
und hausbesuche an. Nach ca. einem halben jahr sollte dann alles erledigt
sein, dann schreibt die dame einen sozialbericht über uns (den bekommen wir
aber nicht zur einsicht) und dann werden wir eventuell als adoptiveltern
„zugelassen“. D.h. das wir dann so ca. 2-4 jahre auf ein kind hoffen und warten.
Die dame sagte uns das pro jahr in unserem kreis 4 babys zur ado frei gegeben werden.
Darauf kommen dann ca. 15 mögliche adoptiveltern.
Wenn man dann das glück hat, ist es noch nicht mal sicher ob man das kleine
behalten darf, da die leibl. Mutter zur unterschrift beim notar ja nicht
gezwungen werden kann. D.h. das so lange sie nicht unterschrieben hat, gar
nix sicher ist. hat sie dann unterschrieben, übernimmt das jugendamt für ca.
1 jahr die vormundschaft und dann irgendwann wird die adoption durch einen
richterspruch rechtskräftig.
Also… mal abgesehen von der zeit die ins lande geht, sind da wohl genau so
viele nerven und tränen wie bei der kiwu behandlung im spiel.
Wir werden jetzt auf jeden fall alles vorbereiten und einreichen (lebenslauf,
lohnabrechnung, schufa auskunft, gesundheitszeugnisse u.s.w.).
Was nicht heißt, das wir uns nicht weiter behandeln lassen wollen.
So bald mein doc grünes licht gibt werden wir weiter dran arbeiten.
Da wir nur die beiden möglichkeiten haben möchten wir im moment beide
nutzen…
So, das war nun mein bericht.
Ich wünsche euch einen schönen tag und lass meine daumen wie immer für euch
hier.
Bussi. Kuss




  Re: bericht vom ado infogespräch (länger)
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   mjuka nicht eingeloggt
schrieb am 01.03.2006 13:32

Liebe zuka!

Ich finde euch sooooooooooooooo mutig und tapfer, wie ihr den Tatsachen ins Auge sehen könnt.
Wir haben uns vor Lottas Geburt auch ein Jahr lang mit der Überlegung zur Adoption herumgeschlagen und uns dagegen entschieden (waren aber noch nie bei einem Gespräch. War eher theoretisch, das Ganze!!!). Jetzt, wo wir ein Kind haben, würde ich mich anders entscheiden.
Ich wünsche euch viel Glück und Durchhaltevermögen in der einen wie der anderen Richtung.

Alles Liebe, Ute


  Re: bericht vom ado infogespräch (länger)
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   lisa 37
schrieb am 01.03.2006 13:36
Hallo, auch wir haben einen Adoptionsantrag gestellt, sind seit fast drei Jahren "getestet und für gut befunden worden", aber haben leider noch kein Baby bekommen. Zweimal waren wir angeblich in der engeren Auswahl, aber das wars auch schon.
Nachdem ich jetzt 37 Jahre alt bin, bekomme ich schon ein bißchen Panik, denn mit 40 ist dann man dann als Mutter fast schon zu alt.
Aber hoffen wir nur das Allerbeste und vielleicht haben wir ja doch Glück, so oder so.


  Re: bericht vom ado infogespräch (länger)
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   nele29nicht eingeloggt
schrieb am 01.03.2006 14:06
Hei Zuka!

Ich finde es auch toll wie ihr daran geht.
Nach unseren 4 negativen IUI waren wir auch bei einem Gespräch jetzt wollen wir auch nach unserem Umzug diesen Weg gehen.
Habe ein bischen Angst, da bei unserem ersten Gespräch schon heftig ins Detail gegangen wurde.

Wünsche Euch viel Glück und vielleicht können wir uns ja gegenseitig auf dem laufenden halten.
Übrigens auch wir werden weiterhin in behandlung bleiben.
Ich weiß ja das einige das überhaupt nicht gerne sehen zweigleisig aber das ist mir jetzt egal.
Wenn uns halt keiner glaubt das wir obwohl wir von unseren KIWU Problemen nichts wußten eh schon immer zusätzlich Adoptieren wollten dann halt nicht.

Grüße

Nicole


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  Re: bericht vom ado infogespräch (länger)
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   Amrum1999
schrieb am 01.03.2006 15:24
Hallo Zuka,

super!

ich wünsche Euch, dass es so oder so mit Eurem Baby klappt




  Ergänzung (lang)
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   Blüte
schrieb am 01.03.2006 15:42
Hallo ihr Lieben,

mal wieder schöne Grüße aus dem Ado-Forum winken.

Mir ist es unheimlich wichtig, auf die ein oder andere Tatsache in diesem Zusammenhang hinzuweisen.

Jedes Jugendamt und jeder Sozialarbeiter ist anders, jedes Elternpaar ist anders und all das führt dazu, dass auch der Bewerbungsprozess kaum vergleichbar ist.
Sicher, es gibt einige Eckpunkte, die beziehen sich vor allem auf die Papiere, aber der Rest ist nicht festgelegt.

Als Beispiel möchte ich nur kurz unseren Bewerbungsprozess schildern: Anruf beim Jugendamt (Januar), Erstgespräch (Februar), Sammeln der Papiere (Abgabe März), Hausbesuch (Mai): Anerkennung.
Ihr seht schon, KEINE Seminare, KEINE festgelegte Anzahl von Besuchen usw. Allerdings muss man zugeben, dass es bei uns auch sehr schnell ging.

Und ja, Ado ist auch ein steiniger Weg, ein ganz anderen als Kiwu-Behandlung, aber auch mit vielen Hindernissen, großen Geduldsproben, vielen Tränen (,die ewigen Wartezeiten schlagen schon auch auf's Gemüt). Es ist bestimmt nicht "die leichte Alternative", ganz bestimmt nicht.
Für Ado sollte man sich ganz bewusst entscheiden, es ist ein ANDERER Weg als das eigene Kind, man nimmt ein Kind mit einer ganz anderen Geschichte an und steht vor vielen Fragen, die leibliche Eltern nie beantworten müssen: "Wer waren meine Eltern?", "Warum haben sie mich weg gegeben?".

Auf all das bereitet der Bewerbungsprozess (theoretisch) vor und soll davor bewahren, dass man ein Kind annimmt, obwohl man lieber ein leibliches gehabt hätte. Eine schlimme Situation für das Kind.

Lange Rede kurzer Sinn, es gibt nicht DIE Adoption, ebenso wenig wie es DIE Kiwu-Behandlung gibt. Wer mehr Informationen benötigt, ist herzlich eingeladen alle Fragen im Ado-Forum zu stellen.

Viele liebe Grüße,

Blüte, die auf ein Adoptivkind wartet




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