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  terminliche Organisation?
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  Julia333
schrieb am 21.02.2006 15:42
Hab da mal eine allgemeine Frage: es wird immer über die ganzen Behandlungen gesprochen, doch leider nie, wie sich das alles terminlich vereinbaren lässt (wenn man voll berufstätig ist).
Schafft man es, die Termine in einer Kiwu-Klinik so zu legen, dass man möglichst wenig Fehlzeiten hat oder bleibt einem am Ende nichts anderes übrig als den Chef und die Kollegen 'einzuweihen' ? schweigen

Viele Grüße,

Julia




  Re: terminliche Organisation?
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  Löwenzahn
schrieb am 21.02.2006 16:50
Hallo Julia,

davon hängt natürlich ab, wie weit Deine Kiwu-Praxis von Dir entfernt ist und wie flexibel Deine Arbeitszeiten sind. Es müssen schon mehrere Termine eingeplant werden, wobei lediglich für die PU ein ganzer Ausfalltag gerechnet werden muss. Bei mir (ICSI) war es so, dass ich morgens früh um 8 Uhr zu den US-Terminen gegangen bin (was in 10 Min. erledigt war) und danach zur Arbeit fuhr. Auch nach dem Transfer (der allerdings mehr Zeit in Anspruch nimmt, da man noch etwas liegen bleibt) kann man theoretisch arbeiten gehen.

Da ich nicht weiss, was Du für eine Behandlung planst, kann ich leider nur von meiner ICSI-Erfahrung berichten.

Ich muss allerdings auch sagen, dass es schon etwas blöd ist, weil man sich immer wieder andere Ausreden einfallen lassen muss, warum man später kommt (auch wenn es von der Arbeitszeit her kein Problem ist) und plötzlich mal einen Tag frei braucht (den man nicht besonders weit im voraus bestimmen kann). Ich komme mir manchmal vor wie der Lügenbaron und das ganze Thema hat mich auch ziemlich gestresst. Die anderen wundern sich einfach, warum man plötzlich so viele unvorhergesehene Termine hat...

Alles in allem muss ich pro Behandlung ca. 8 x zur Kiwu-Praxis - das ist schon ziemlich viel...

Alles Gute

Andrea




  Re: terminliche Organisation?
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  storitz
schrieb am 21.02.2006 17:03
liebe julia,

deine frage ist durchaus berechtigt, denn ehrlich gesagt, habe ich das anfangs mächtig unterschätzt. nun weiß ich nicht, inwieweit du schon alle voruntersuchungen gemacht hast, denn die habe ich gerade aller hinter mich gebracht. das waren schon einige, zumal öfters mal was unvorhergesehenes passiert. da entdeckt der kiwu-arzt ein myom und schickt mich zu nem spezialisten, dann musste die eine blutprobe nochmal gemacht werden. ich hatte etwa acht termine in zwei monaten nur zwecks information (musst du auch einplanen) und untersuchungen. und leider lässt sich das nicht immer auf acht uhr morgens legen. ich hab mir auch ne klinik in der nähe gesucht, die echt klasse ist. bin ich sehr zufrieden, und es erleichtert einiges, denn ich weiß zum einen manchmal gar nicht mehr, wie ich alle termine organisieren, aber auch die kollegen belügen soll, ohne dass es auffällt. allerdings hat mir mein kiwu-arzt dazu geraten, bei der arbeit nichts zu erzählen, denn klar, kein chef mag möchtegern-schwangere. noch kann ich es durchziehen, aber die termine werden mehr oder terminlich fest fixiert, wenn die ivf durchgezogen wird - und das wollen wir ja.

ich hab mir fest vorgenommen, dass - auch aufgrund meines alters natürlich - die ivf aboslute priorität hat und alles andere hinten anstehen muss. das geht schon irgendwie. aber man muss sich im klaren sein, dass wird anstregend und nimmt viel zeit und ideenreichtum fürs lügen in anspruchsmile

viel glück!

steffi




  Re: terminliche Organisation?
avatar  Lectorix
Status:
schrieb am 21.02.2006 17:09


Also, ich bin zwar nicht festangestellt, jedoch meist fest in Projekte als Selbständige eingebunden und mir geht es deutlich besser, seitdem ich keine Ausreden mehr suchen muss, sondern klar sage, dass ich zum Ultraschall gehe oder zur Blutentnahme und eben ein wenig später komme oder mal 'nen Tag nicht da bin. Meine Umwelt hat es ganz gut aufgenommen, allerdings muss ich es auch natürlich nicht allen sagen und bin meist auch vom Team unabhängig (d.h. entweder bekomm ich den Auftrag oder eben nicht und meist bekomm ich ihn smile).

Wäre ich fest angestellt, würde ich es ganz davon abhängig machen, wie sicher mein Job ist für den Fall, dass ich das Wort "Kinderwunsch" überhaupt äußere. Es bringt nichts, Roulette zu spielen, wenn der Chef sich ohnehin über Frauen mit Familiensinn mokiert. Ebensowenig, wenn man so nette Kolleginnen hat, die einem die Fehlminuten vorrechnen, selbst wenn man am Abend, wenn ebendiese Kolleginnen bereits zu Hause die Füße hochgelegt haben, die Fehlzeiten nacharbeitet... Ist alles eine Frage des Klimas. Aber man muss sich klar machen, dass einem auf Dauer die Ausreden ausgehen werden, außer man hat das Glück, dass es in der ersten oder 2. ICSI klappt.

LG

Claudia




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  Re: terminliche Organisation?
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  uschile
schrieb am 21.02.2006 17:09
Hallo Julia,

ja, die Termine häufen sich.
Und man hat Stress, Job und Termine unter einen Hut zu bringen, zumal ich in einer Praxis bin, in der ich auch schon mal geschlagene 2,5 Stunden gewartet habe.
Ich kann also nie wissen, wann ich wieder draußen bin.
Den 1. Termin morgens zu ergattern ist zwar toll, aber ich bin Lehrerin und mir ist es nachmittags lieber. Manchmal ging es nicht anders und ich musste vormittags hin. Und da entwickelt man sich tatsächlich zum kleinen Lügenbaron.
Wem das nicht liegt oder wem das auf die Psyche schlägt, sollte den Chef einweihen.

Ich habe mich nun doch dagegen entschieden, weil ich nicht möchte dass alles die Runde macht und weil mein Chefe im Sommer geht.

Außerdem habe ich schlechte Erfahrungen damit gemacht, im vorhinein zu wissen und damit zu sagen, wann ich fehle. Diesen Zyklus läuft es gut, die meisten liegt in den Ferien und hinterher nach PU habe ich ja die Krankmeldung.
Ansonsten hätte ich mich schon während der Stimu mal vom hausarzt krank schreiben lassen. Ich wollte ein paar Stunden noch geben, aber das wurde mir echt madig gemacht, so dass jetzt an oberster Stelle der Kiwu steht.
Egoistisch sein zu lernen ist schwierig, besonders für mich, da ich sehr ehrgeizig bin und auch weiß, dass wenn ich fehle, alles an Kollegen hängenbleibt. Aber es geht nicht anders - basta.

Noch etwas Positives: Fast alle hier sind berufstätig und schaffen es, die Termine zu vereinbaren, wenn auch ein paar Hürden damit verbunden sind. Du schaffst das auch!

Uschile


  Re: terminliche Organisation?
avatar  schneckenbeller
schrieb am 21.02.2006 17:27
Hallo Julia,
ich persönlich spiele lieber mit offenen Karten und habe mein ganzes Kollegium informiert, warum ich so oft fehle. Es beugt wenigstens wildesten Gerüchten vor....nein, nicht nur das, ich werde super unterstützt und ein Kollege wollte sogar meinen Unterricht für einen Tag - letzter Tag vor den Ferien - übernehmen, damit ich mir ja keinen Stress mache! Einfach Klasse. Aber das muss jeder selbst entscheiden, liegt auch am Gesamtklima am Arbeitsplatz....
Die terminliche Orga lässt sich ebenfalls etwas beeinflussen: Ich schiebe meine PU und Stimu in die Osterferien, hatte nämlich letztes Mal wegen einer Überstimu ca. eineinhalb Wochen gefehlt. Dazu schnupfe ich einfach etwas länger Synarelasmile.
LG
Christina




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