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  Heulthread Achtung! lang...
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   Sterntaler1980
Status:
schrieb am 01.02.2006 19:13
Hallo zusammen,

ich heiße Vanessa, bin 25 Jahre alt und in einer eher unüblichen guten „Verfassung“. Wir haben den 28.07.2005, heute ist der 5. Hochzeitstag meines Mannes und mir.

Vor 5 Jahren versprachen wir uns durch dick und dünn zu gehen, alle Probleme gemeinsam zu lösen und als schrumpelig und alt den Enkelkindern beim spielen im Garten zu zuschauen.

Gleich eine Woche nach der Hochzeit beschlossen wir die Pille auf gut Glück einfach mal in der Schublade liegen zu lassen, ohne Zwang abwarten was passieren würde. Man belächelte die Situation noch, weil man es ja nicht gezielt versuchen würde. Im November 2000 wurde ich allerdings nachdenklich, ob wir tatsächlich immer genau an meinen fruchtbaren Tagen vorbei miteinander schlafen würden? Ab Dezember 2000 nahmen wir uns der Sache spezifischer an. Immer noch gut gelaunter Dinge turnten wir passend dazu im Bett herum, versuchten sämtliche Stellungen, die man uns empfohlen hatte, ließen hin und wieder sie Socken an, ich machte fein meinen Kerzenstand nachher oder legte mir ein Kissen unters Gesäß…. Dauerte nicht lang, die Launen sanken und ich fing an Temperatur Kurven zu malen, vll. hatten wir ja wirklich ein Händchen dafür meine Empfängnistage genau zu verpassen. Optimismus hin oder her, nicht nur der Mann wird in solchen Momenten an sich zweifeln. In diesem Jahr schloss ich meine Ausbildung als Zahnarzthelferin ab, mit mir zusammen Melanie, eine gute Freundin. Die Freude war groß als wir im Mai unsere Briefe bekamen. Sie blieb in der Klinik in der wir gelernt hatten, ich wechselte in eine Praxis. Es verging kein Monat bis sie strahlend vor meiner Tür stand und mir erzählte sie sei Schwanger. Ich freute mich für Sie, es war wundervoll, ich glaube ihre Glückshormone sprühten nur so auf mich über. Ich beschloss mich daraufhin untersuchen zu lassen, nun wollte ich natürlich umso mehr Mutti werden. Meine Untersuchung ergab ich würde zu wenig Gelbkörperhormone produzieren, mit den passenden Ergänzungshormonen würde man das locker in den Griff bekommen. Zwischenzeitig wechselte ich den Arbeitsplatz, hatte die Chance als Verwaltungsangestellte zu arbeiten. Die Zeit kam mir unendlich vor, Dezember 2001 feierten wir in einer wunderschönen Wohnung, mit Garten, einem Zimmer welches Kinderzimmer werden sollte und ein größeres Auto hatten wir uns auch schon besorgt … weil würde ja wohl bald endlich mal so weit sein. Im folgenden Jahr ließ sich auch mein Mann untersuchen, ein Spermiogramm wurde erstellt, wir mussten es zu hause machen und bestimmt eine halbe Std. brauchten wir bis zur urologischen Praxis. Das Ergebnis, „Sie haben träge Schwimmer, zu wenige und zu langsam“ … wir führten dies auf den langen Anfahrtsweg zurück. Wir versuchten es einfach weiter, meine Tabletten hatte ich zwischenzeitig auch schon wieder abgesetzt, da ich vermehrt depressiv wurde. Aufgrund meiner ganzen Operationen die ich seit meinem 18. Lebensjahr über mich ergehen lassen muss, sank schon bald meine Hoffnung auf ein Kind, manchmal redete ich mir ein, ich könnte gar nicht Schwanger werden. Mein Vertrag wurde Februar 2002 nicht verlängert, ich wurde arbeitslos. Im Mai daraufhin legte mein Mann gleich nach, die Firma bekam keine Aufträge mehr, sie konnten ihn nicht halten.
Wir kündigten die tolle Wohnung und zogen in eine kleine Wohnung, mit viel zu wenig Platz, viel zu wenig Licht und überhaupt weiß ich bis heute nicht was mich geritten hat, bis auf das sie günstiger war, hatte sie keinerlei Vorteile für uns. So sollte es sein … Wir hatten soviel Krach, es herrschte soviel dicke Luft und hinzu kamen meine Depressionen die wie aus dem Nichts erschienen. Trotz alle dem haben wir nie verlernt unsere abendlichen Pflichten einzuhalten. Vom Arbeitsamt aus musste ich eine Fortbildung besuchen und nebenbei hatte ich mir selber Beschäftigung gesucht und machte eine Ausbildung zur Fachkosmetikerin. Zu Hause eskalierte die Situation, mein Mann fühlte sich überfordert mit meinen Wünschen und Forderungen an ein Baby. Es hätte nicht viel gefehlt, dann wäre das Jahr 2003 zu unserem Scheidungsjahr geworden, wenn da nicht … ja wenn da nicht im Dezember folgendes passiert wäre.

Mittwoch, der 17.12.2003, ich war 9 Tage drüber, Klaus holte gleich einen Schwangerschaft in der Apotheke, schwer zu erkennen, aber deutlich genug, Schwanger. Gleich Donnerstag ging ich zu meinem neuen FA, da ich schmerzen hatte (die aber fast monatlich normal sind bei mir) sagte ich auch nur das ich schmerzen habe. Er machte Ultraschall, stellte nichts fest, ich war mundtot, sagte nichts. Zu Hause angekommen direkt wieder einen test gemacht, wieder positiv. Ein Anruf beim Arzt und ich solle doch am Freitag noch mal rein kommen. Die Vertretung war da, ihr Test fiel auch positiv aus, den Berechnungen nach müsste ich in der 6. SSW sein. Die Untersuchung war weniger schön. Eine Einnistung in dieser SSW müsste bereits zu sehen sein, war sie allerdings nicht in der Gebärmutter. Mit Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft wurde ich eingewiesen. Zwei Oberärzte und der Professor untersuchten mich, da sie sich unsicher waren. Ich wurde schließlich operiert. Am 22.12.2003 wurde ich entlassen, Entlassungspapiere besagen ich hatte eine frühe Fehlgeburt. Man fängt sich in solch einer Situation nur schwer. Noch heute nage ich daran. Man muss den Kopf heben und weiter machen, ich habe Kraft geschöpft mit meiner ersten, kurzen Schwangerschaft. Allerdings gehen wir nun sehr viel bewusster an das Thema ran. Mitte 2004 haben wir uns mit diesem Thema auseinandergesetzt, als hätten wir nie etwas anderes getan. Klaus ging zu einem neuen Urologen, ich zu einem neuen FA. Ich wurde auf den Kopf gestellt und Klaus bekam die gleiche Nachricht wie beim ersten Mal, hinzu kam allerdings, dass er eine Varikozele hat, die durchaus das Problem unterstreichen würde. Mir wurde nach einigen Untersuchungen gesagt, ich hätte das Poly Cystische Ovar Syndrom, hervorgerufen durch unter anderem unerfüllter Kinderwunsch, Depressionen, Anzeichen dafür wären Übergewicht, Akne ect. ect. allerdings bestünde Hoffnung das ich Schwanger würde, über eine Hormonbehandlung, der in Vitro Fertilisation oder Intracytoplasmatische Spermieninjektion. Das war mir alles zuviel, ich beschloss aufzuhören, abzuschließen und mich nicht weiter gesundheitlich fertig zu machen.

Der Wunsch nach einem Kind, der Wunsch nach einem Moment, wie glitzernde Augen eines Kindes wenn es das erste Mal bewusst einen Weihnachtsbaum erblickt, die ersten Worte, die ersten Schritte… wäre da nicht der Wunsch nach dem Wunder aus eigen Fleisch und Blut. Dieses Jahr hat Melanie Ihr zweites Kind und meine Nichte (angeheiratet) ihr erstes bekommen, wie soll man da aufhören….Aufgeben? Jetzt noch nicht!

Seit einem halben Jahr sind wir in der Kinderwunschklinik des Klinikums Aachen vorstellig. Ich habe kein Poly Cystisches Ovar Syndrom, mein Mann hat sich vor einer Woche die Varikozele zuöden lassen. Sollte sich das Spermiogramm diesbezüglich nicht verändern, werden wir für Ende des Jahres das erste Mal eine ICSI vereinbaren. Zumindest möchten wir unseren sehnlichsten Wunsch nach einem Kind unterstützen und nichts unversucht lassen. Die Hoffnung stirbt zuletzt … und ich mit Ihr!


Nachtrag, 01.02.2006, nachdem mein Mann sich hat die Varikozele veröden lassen, beschlossen wir es noch mal auf herkömmliche Weise zu versuchen. Besserung des Spermas sollte sich so ca. nach einem halben Jahr, nach der OP, eingestellt haben. Da man mir im Klinikum zusicherte, mit mir sei alles in Ordnung, sollte dem natürlichen Werdegang ja auch nichts mehr im Wege stehen. Dezember 2005 errechnete ich meine fruchtbaren Tage, sie lagen genau auf Weihnachten, wie schön dachte ich, das passt. Am 10.01.06 hätte ich meine Periode bekommen sollen, sie kam nicht. Ich wurde unruhiger und unruhiger, mit jedem Tag mehr an dem sie immer noch nicht kam, stieg für mich persönlich die Chance, es habe endlich funktioniert. Am 17.01. hielt ich es nicht mehr aus und ging zum Frauenarzt, erneut zu meinem Jugend FA (bis dato hatte ich natürlich schon zwei negative Pipitests gemacht). Er schüttelte den Kopf, sah mich an und fragte mich ob mir PCO was sagen würde. Ich nickte und schon war es wieder da, dieses Gefühl unfähig zu sein, unbrauchbar und einfach nur überflüssige Menschenmasse. Es kotzte mich einfach nur schon wieder an, was tut man da, ach her je JA nichts kann in so einem Moment schöner sein, als endlich umzufallen. Überall Eibläschen an den Eierstöcken, Akne, unerfüllter Kinderwunsch … und da waren sie wieder die Anzeichen für PCO, das kannte ich doch schon, ich dachte mit mir sei doch alles in Ordnung? Diesmal nahm ich die Diagnose ernster als beim ersten Mal. Ich las mir sämtliche Informationen im Internet durch. Das erste Problem, Übergewicht, gehe ich seit her aktiv an. Den FA erreiche ich seit meinem Termin am 17. nicht mehr, ich weiß nicht mal was meine Blutergebnisse ergeben haben, die Praxis ist von jetzt auf gleich geschlossen. Nach einigen Informations- und Erfahrungsberichten in Foren, machte ich gleich einen Termin bei einem FA der sich auf Kinderwunschbehandlung spezialisiert hat. Dieser Termin steht im März an, ich hoffe ich habe bis dahin schon etwas abgenommen, dann höre ich mir an was der Herr zu sagen hat. Sofern für uns die Möglichkeit besteht mit Medikamenten meinen Hormonhaushalt in den Griff zu bekommen und auch das Spermiogramm meines Mannes mitmacht, werden wir uns auf „kleinere“ Behandlungsverfahren einlassen können. Unser Traum würde augenblicklich platzen und verpuffen, wenn bei uns ausschließlich die künstliche Befruchtung zu einem eigenen Kind helfen würde, denn neben kleineren Problemchen, ist unser finanzielles Dasein für eine künstliche Befruchtung nicht gemacht. Ich garantiere für nichts, sollte ich im März erfahren, es gibt für uns nur diese Möglichkeit… ich verfehle als junge, reife Frau meinen Sinn wenn ich keine Kinder bekommen darf, wenn ich keine Kinder bekommen darf, sehe ich momentan keinen Sinn in meinem Leben…….



Grüße
Vanessa




  Re: Heulthread Achtung! lang...
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   Bienchen131182
schrieb am 01.02.2006 20:18
Hallo Maus!

Mir ging dein Thead sehr nahe,lass dich mal streichel .ich drück dir ganz fest die Daumen,das es mit einen Baby klappt.Nur aufgeben und fertig machen darfst du dich nicht auch wenn es leichter gesagt ist,wie getan


LG Nicole Bussi




  Re: Heulthread Achtung! lang...
avatar    Lectorix
Status:
schrieb am 01.02.2006 21:28


Weißt Du, das sieht jetzt erst mal wie ein riesig großer Berg aus... Aber selbst wenn nur die künstliche Befruchtung für Euch übrig bleibt, so wisst Ihr dann wenigstens, womit Ihr es zu tun habt. Für uns war's wie ein Faustschlag, als wir von einem Tag auf den anderen nur eine ICSI als Ausweg hatten. Seitdem wir einmal damit schwanger wurden, sind wir ziemlich mutig geworden, aber wir wissen andererseits auch, dass wir Zeit haben. Obwohl wir die Behandlung nach unseren 3 ersten Versuchen jetzt selbst bezahlen müssen, sparen wir halt und wenn's nur ein Versuch pro Jahr oder alle 2 Jahre wird. Wir sind beide erst 30 und haben noch gute 10 Jahre Zeit, es zu versuchen und bei Dir sind's ja noch 5 Jahre mehr. Du hast mit Deinen 25 Jahren so gute Chancen, schwanger zu werden, das bekommt Ihr vom Finanziellen dann mit Sparen auch hin und wenn's halt ein Jahr dauert, bis man's zusammen hat.

Ich drück Dir die Daumen, dass Ihr wenigstens einen Grund findet, warum es bei Euch nicht klappt. Denn auch wenn die Diagnose möglicherweise hart ist, aber man weiß dann wenigstens, wogegen man kämpft.

LG

Claudia




  Re: Heulthread Achtung! lang...
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   caro_2804
schrieb am 01.02.2006 21:38
Hallo Vanessa,

ich finde Dein Posting auch sehr traurig. Viele von uns haben ähnliche Erfahrungen hinter uns.
Doch ich möchte Dir gerne dazu schreiben, dass ich es nicht für gut halte, wenn Du nur ein Kind als Deinen Lebenssinn betrachtest. Der Sinn des Lebens ist Dein Leben selbst. Es ist nicht gut, wenn man sein ganzes Glück an das Dasein eines kleinen Menschen hängt. Ja natürlich gibt einem das ersehnte Kind eine Menge, aber in allererster Linie sollte es Kind sein, welches sein, das die Eltern braucht und es sollte nicht da sein, nur weil die Eltern es brauchen. Und so klingt das fast für mich, wenn ich lese, dass Dein Wunschkind den einzigen Lebenssinn für Dich darstellt. Vielleicht solltest Du neben der Kinderwunschbehandlung auch seelische Hilfe in Anspruch nehmen. Das ist keineswegs bös gemeint, nur ich weiß, wie schwer es ist mit unerfülltem Kinderwunsch zu leben und da kann man jede Hilfe gebrauchen. Ich wünsche Dir wirklich, dass es mit Eurem Baby klappt, aber ich wünsche Dir auch, dass Du wieder einen Sinn in Deinem Leben findest, der durch die Geburt eines Kindes noch bereichert wird. Du hast doch auch noch Deinen Mann und ihr liebt Euch, außerdem bist Du jung und intelligent, Du bist der Regisseur in Deinem Leben. Du bist für Dein Glück zuständig. Ich weiß, es ist schwer so etwas zu erkennen, wenn man so unglücklich ist, aber ich hoffe, dass auch Du wieder glücklich wirst!
Ich drück Dich mal ganz fest!

Caro




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  Re: Heulthread Achtung! lang...
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   KT
schrieb am 01.02.2006 22:14
Hallo Vanessa,

ich kann mich Caro nur anschließen, der Sinn unseres Lebens ist es sich nicht sich zu reproduzieren. Es mag komisch klingen, aber obwohl auch ich mir nichts mehr wünschen würde als endlich ss zu werden denke ich auch oft darüber nach ob man einem Kind diese Welt wirklich so absichtlich zumuten sollte. Ob man wirklich noch einen Menschen in diese Welt setzen muß oder ob es nicht besser wäre einem Kind was niemand will und was aber schon existiert ein liebevolles zu Hause zu geben. Wir sind doch eigentlich schon weit genug entwickelt um zu wissen, das der Sinn des Lebens nicht die Verbreitung unserer Gene ist. Okay, ich kann Dir auch nicht sagen was der Sinn des Lebens wirklich ist, aber mir erscheint das wirklich zu simpel. Es gibt so vieles womit man seinem Leben einen Sinn geben kann. Du hast einen Mann den Du liebst und der Dich liebt, Du bist auch für ihn verantwortlich.

Viele Grüße und Kraft,
KT




  Re: Heulthread Achtung! lang...
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   Tina0712
schrieb am 01.02.2006 22:24
Hallo,
mir ging dein Posting auch sehr na. Es tut mir sehr leid. Ich find es schlimm, das sich nicht mal die Ärzte richtig sicher sind bzw. so unterschiedlich Meinungen haben. Jede dieser Frauen hier im Forum wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind, aber du darfst es nicht zu deinem einzigen Lebensinhalt machen. Was mir sehr gut tut, ich gehe seit ein paar Monaten zu einer Psychologin und sie hilft mir wirklich. Psychologe hört sich für viele immer gleich ist die " bekloppt", das sind einfach Menschen die einen helfen können wenn man es selber nicht mehr schafft. Biite schöpfe neue Kraft, irgendwann wird es belohnt!
Ich wünsche dir alles gute und viel viel Kraft!
Liebe Grüße Tina




  Re: Heulthread Achtung! lang...
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   paprika
schrieb am 02.02.2006 10:03
Hallo Vanessa,

also erstmal: die Diagnose PCOS im Alter von 25 und eine mögliche Einschränkung der Spermienqualität ist kein Grund, mit dem Leben abzuschließen, auch wenn eine ICSI _momentan_ für euch finanziell nicht drinnen wäre. Und wenn's nur wegen dem Geld ist - das kann man auftreiben, sich Teile davon leihen, ansparen, etc..

Schau mal, ich hab auch PCOS und habe auch kurzfristig der eventuellen Unerfüllbarkeit meines sehr drängenden Kinderwunsches ins Auge blicken müssen, als der Arzt meinte, mit dem Spermiogramm geht nur ICSI. Aber deshalb mein Leben in Frage stellen? Besteht dein Leben nur aus Kinderwunsch?? Das fände ich traurig.. und dagegen musst du was tun..

Auch deinen zukünftigen Kindern zuliebe. Oder möchtest du als Kind der einzige Sinn im Leben deiner Mutter sein? Ich nicht. Ich finde das eine enorme emotionale Belastung und Verantwortung für ein Kind, der Lebenssinn der Mutter zu sein... ich würde diese Verantwortung als Kind nicht tragen wollen, sie würde mich erdrücken.

Es ist schon eine Sch**sssituation, mir isses auch übel gegangen, nachdem ich von der ICSI als einziger Möglichkeit erfahren habe. Aber es kann klappen. Bei uns hat's beim ersten Mal geklappt...

Liebe Grüße,
paprika




  Re: Heulthread Achtung! lang...
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   Hummelbienchen
schrieb am 02.02.2006 12:48
Hallo,

auch ich sage: ein Kind ist nicht der Lebensinhalt- darf es gar nicht sein. also da solltest du dich schon noch mal prüfen, warum du dich so darauf versteifst, unbedingt ein Kind haben zu müssen. deinem Partner gegenüber finde ich das auch nicht gerade fair.

zum PCO möchte ich aber auch noch was schreiben. das ist eine in meinen Augen sehr schnell gemachte Diagnose. mein Doc hat mir das auch mal um die Ohren geknallt und ist dann wieder zurückgerudert grins

Er sagte, es gäbe einige Indizien für PCO. die tatsächliche Diagnose könne aber nur durch eine Gewebeprobe gestellt werden.

ich würde mich also nochmal gründlich checken lassen. evtl. auch hinsichtlich einer vorliegenden Insulinresistenz. denn wenn die vorliegt, könnte auch dein Versuch abzunehmen, erschwert sein.

ja und dann: PCO hin oder her: wenn die Flitzer deines Mannes zu langsam, zu unbeweglich sind bzw. nicht mal wissen, wohin sie eigentlich schwimmen müssen, dann ist das eine Indikation für IVF oder gar ICSI, zumindest für Insemination.

und mit 26 hast du echt noch gute Chancen Ja

also, ich denke, da ist noch lange nicht alles ausgereizt und deshalb gibt es auch noch lange keinen Anlass zu verzweifeln Nein.

alles Gute
Hummelbienchen winken


  es geht immer wieder aufwärts
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   tily2
schrieb am 02.02.2006 15:36
Auch wenn Du gerade nicht dran glaubst...jede hat mal einen Hänger, aber gerade hier siehst Du doch, wievielen Frauen es genauso geht, wie Dir, und es kann klappen (Siehe Paprika...). Du bist noch jung - viele bekommen die Diagnose viel später und haben weniger Zeit. Selbstzahler seid ihr nicht, klar, ist es immer noch genug Geld, aber Ihr habt ja auch beide Arbeit.....also, Kopf hoch versuch, das Positive zu sehen, auch wenn es schwerfällt. Liebe Grüße von tily..


  Re: Heulthread Achtung! lang...
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   Sterntaler1980
Status:
schrieb am 02.02.2006 15:57
danke Euch ...

vllt. etwas überspitzt dargestellt, der "Sinn" meines Lebens... momentan mein Hauptsinn evtl. aber durchaus nicht in der Form, dass ich mein Leben ausschließlich danach richte, nein.

Es fühlt sich nur alles so kompliziert an, ich werde lernen müssen damit umzugehen, etwas anderes bleibt mir gar nicht übrig.

Was mich einfach nur reizt und unendlich viele tränen kostet, ist die Tatsache, dass ich bisher immer an die falschen ärzte geraten bin, nun war ich bei einem und wie erwähnt, nicht mehr zu erreichen... so langsam glaube ich, mir soll nicht geholfen werden... bin leider etwas abergläubisch und deute diese Aneinanderreihung von Ereignissen als ein Zeichen, dass ich es unterlassen soll...

Ein Arzt noch, wenn dieser eine lösung hat, dann soll es so sein, wenn nur schon irgend etwas nicht den Umständen entspricht, dann werde ich nicht lernen müssen, damit umzugehen wie schwer es ist Kinder zu "machen", sondern keine zu haben.

Fühlt Euch gedrückt

Vanessa




  Re: Heulthread Achtung! lang...
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   paprika
schrieb am 02.02.2006 16:05
Huhu Vanessa,

ich glaube, von "an falsche Ärzte geraten" können die meisten Frauen mit PCOS ein Liedchen singen, das gehört fast zur Diagnose dazu, hab ich den Eindruck. Ich bin irgendwann dazu übergegangen, nur mehr zu Ärzten zu gehen, von denen ich wusste, dass sie davon Ahnung haben. Und in Sachen Kinderwunsch bin ich auch relativ schnell in eine Kinderwunschpraxis gegangen.

Also, such dir einen gescheiten Arzt, der sich mit der Materie auskennt. Und versuch, nicht so fatalistisch zu sein. Auch wenn das nicht so ausschaut, aber du kannst eine Menge machen, um dir deinen Kinderwunsch zu erfüllen und musst dich nicht auf äußere Zeichen verlassen, die dir signalisieren, ob's nun sein soll oder nicht.

Vielleicht kann dir ja jemand hier einen Tipp geben, welche Ärzte bei dir in der Nähe empfehlenswert sind?

Liebe Grüße und viel Glück!
paprika




  Re: Heulthread Achtung! lang...
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   Hummelbienchen
schrieb am 02.02.2006 19:01
Ab in eine Kinderwunschpraxis, Marsch, Marsch! grins

Alles Gute
Hummelbienchen


  Re: Heulthread Achtung! lang...
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   heather
schrieb am 02.02.2006 19:45
Hallo Vanessa!

Deine Geschichte hat mich auch sehr berührt...
In vielem habe ich mich wiedergefunden, auch wenn die "Rollen" bei uns anders verteilt sind. Ich beschäftige mich auch aktuell viel mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Noch habe ich einigermaßen Kraft und Optimismus, auch wenn wir schon JAHRE vergeblich auf eine natürliche Schwangerschaft warten und uns jetzt langsam gedanklich auf eine IUI/IVF, vermutlich sogar ISCI einstellen.

Klar DARF ein Kind nicht einziger Sinn im Leben sein und wenn dem so ist, dann macht man garantiert in der Erziehung was falsch, aber ich habe auch Verständnis dafür, dass einen die Kinderlosigkeit echt depressiv machen kann.
Mein Mann und ich sind schon 8 Jahre verheiratet, haben schon ganz schön miteinander zu kämpfen gehabt, und er ist jetzt an dem Punkt, dass er sich keine langfrisitige Perpektive ohne Kinder vorstellen kann. Job, Haus, Finanzen, alles soweit in trockenen Tüchern ... fehlt nur noch ein Kind. Unser potenzielles Kinderzimmer im selbstgebauten Haus ist nachwievor eine einsame Rumpelkammer, ich arbeite seit vier Jahren halbe Stelle und wechel nicht, weils so gut passt mit der Familienplanung, die Ehe steckt inner Sackgasse und man entwickelt sich nicht weiter, sondern pflegt alte Verhaltensmuster, weil man sich ja irgendwie nicht verändern muss, er projiziert seine Unzufriedenheit gerne in ganz miesen Phasen voll auf mich, damit wir uns wenigstens beide sch... fühlen und so wirds alles nicht besser, sondern mit den Jahren immer komplizierter.
Dabei geht´s mit dem KiWu gar nicht um ein, zwei, drei Jahre - wir haben ja schon so einige Jahre ganz gut ohne Kinder hingekriegt - aber er hat KEIN Ziel mehr als Kinder aufzuziehen. Mit der Konsequenz, dass er, wenn alles nicht klappen sollte (alle Behandlungen vergeblich, für Ado wahrscheinlich schon zu alt), nicht nur unsere Ehe, sondern auch den Sinn SEINES Lebens in Frage stellt! So nach dem Motto: ich bin ersetzbar, unnütz, such Du Dir jemand anderes zum Kinder kriegen! sehr treurig
Und ich hab kaum ne andere Möglichkeit, ihn aus diesem Loch rauszuholen, als ihn früher oder später ein Kind zu schenken... Klar, Lieben, Unterstützen, Aufbauen, aber wenn das alles nicht hilft, und er obendrein eher ablehnend wird als Liebe anzunehmen ...?
Ich weiß, ich weiß, schlagt mich ruhig... das KANN keine gesunde Basis sein, um eine Familie zu werden. Aber was ist denn die Alternative?? Die Brocken hinschmeißen, aufgeben, den Partner hängen lassen, der eh schon nicht mehr an sich glaubt?
Irgendwas in mir glaubt noch daran, dass es weitergeht, und dass auch bei den miesesten Prognosen noch kleine Wunder möglich sind und dass Menschen, die sich total am Ende fühlen, wieder aus dem Loch auskommen können.

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Kraft, viel Glück und eine kraftige Portion Geduld und Optimismus, dass schon alles irgendwie wird - auch wenn Du das Licht am Ende des Tunnels gerade nicht so gut sehen kannst!! Ja




  Re: Heulthread Achtung! lang...
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   Sterntaler1980
Status:
schrieb am 02.02.2006 22:42
Fühlt Euch geknuddelt






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