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  Kind trotz Erstdiagnose Azoospermie
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   Anina
schrieb am 19.01.2006 12:23
Hallo zusammen

Ich habe mich im Forum jetzt einige Zeit nicht mehr gemeldet, aber die Ereignisse haben sich bei uns überschlagen. Da mir dieses Forum wirklich sehr hilfreich war, möchte ich gerne in Kurzform (vielleicht eine Mutmachmessage für Einige von euch) berichten, wie es uns erging.

Ich beginne gleich mit dem Wesentlichen: Unser kleines Wunder ist heute 3 Monate alt, inzwischen 6,6kg schwer und auf natürliche Weise entstanden. Wenn ihr in meinem Profil nachlest, wird deutlich, wie unwahrscheinlich überhaupt eine Schwangerschaft für uns nach der Erstdiagnose Azoospermie (keine Spermien) vor gut 2 Jahren war.

Ich bin heute noch dankbar, dass wir uns nach dem (desolaten) Erstkontakt mit dem Urologen gleich an den ausgewiesenen Spezialisten bei solchen Diagnosen, Prof. Schulze am Hamburger UKE, gewandt haben. Dort wurden nämlich ein paar wenige Spermien gefunden (5 oder so, nicht Millionen, aber ein Licht im Dunkel). Nach einer Varikozelen-OP hat sich das Ergebnis nochmals erheblich verbessert und im Februar 2005 war ich schwanger von meinem Mann - einfach so, ohne weitere KiWu-Behandlung.

Mir ist bewusst, dass es da jemand mit uns ganz ganz besonders gut gemeint hat und der Ausnahmecharakter dieses Ereignisses bleibt für mich wunderbar. Und dennoch hoffe ich, manchen hier ein wenig Mut machen zu können. Ich weiss, dass dieses Mutmachen durch Dritte nicht immer gut ankommt, hoffe aber, dass ich ein wenig von meinem Glück auf möglichst viele von euch verteilen kann.

Ich sage nochmals ein herzliches Dankeschön an alle, die mir damals weitergeholfen haben und wünsche euch, dass sich eure Herzenswünsche erfüllen mögen.

Liebe Grüsse
Anina


  Re: Kind trotz Erstdiagnose Azoospermie
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   Melis007
schrieb am 19.01.2006 12:38
Hallo Anina,
das hört sich ja echt toll an.
Wurden die 5 Spermien im Sperma gefunden oder mit einer TESE?

LG
Melis


  Re: Kind trotz Erstdiagnose Azoospermie
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   Anina
schrieb am 19.01.2006 12:40
Hallo Melis

Sorry, hab ich vergessen zu schreiben: die 5 Spermien wurden im Sperma gefunden. Um eine TESE kam mein Mann rum, worüber er auch nicht allzu traurig war.

Liebe Grüsse
Anina


  Re: Kind trotz Erstdiagnose Azoospermie
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   Roma
schrieb am 19.01.2006 12:40
Liebe Anina,

und ob Du Mut gemacht hast. Das ist ja mal wieder eine Wahnsinnsgeschichte. Das kann man kaum glauben. Ich freue mich sehr für Euch. Alles Gute weiterhin.

Liebe Grüße

Roma


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  Re: Kind trotz Erstdiagnose Azoospermie
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   BineSa
schrieb am 19.01.2006 13:05
Hallo Anina,

schön, dass eine so traurige Diagnose dann doch zu einem so tollen Ergebnis geführt hat.

Alles Gute für euch und euren Krümel.
BineSa




  Re: Kind trotz Erstdiagnose Azoospermie
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   Melis007
schrieb am 19.01.2006 14:12

Hallo Anina,
das musst Du mir schon genauer erklären. Was war die Ursache für die Azoospermie? Mein Mann hat das auch und der hat am 25. schon die nächste TESE. Die erste im Dezember war negativ.
Danke im Voraus.


  Re: Kind trotz Erstdiagnose Azoospermie
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   silke2007
Status:
schrieb am 19.01.2006 15:44
Hallo Anina,

im März 2005 hatten wir auch die Diagnose Azoospermie bekommen. Bei den darauf folgenden Untersuchungen konnte man uns leider auch nicht sagen warum mein Mann keine Spermien im Ejakulat hatte. Hormonell und auch körperlich (Krampfader, Mumps) waren nicht der Grund. Bis heute sind wir auch nicht schlauer, nur das bei der TESE auch keine Spermien gefunden wurden.

So sind gehen wir nun den Weg der heterologen Insemination.

Ich freue mich für euch das es trotz allem geklappt hat und das ihr einen gesunden Sohn in den Händen haltet. Das gibt Mut für alle mit der Diagnose Azoospermie.


Liebe Grüsse.

Silke


  Re: Kind trotz Erstdiagnose Azoospermie
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   *Jane*
schrieb am 19.01.2006 22:21
Viel Freude mit deinem kleinen Wunder! Alles Gute für euch!

LG Jane




  Re: Kind trotz Erstdiagnose Azoospermie
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   Anina
schrieb am 19.01.2006 23:03
Hallo Melis

Wir haben bis heute den Grund für die Azoospermie nicht definitiv herausgefunden. Meine Spekulation ging am Ende sogar dahin, dass ich die häufigen sehr heissen Bäder meines Mannes im Verdacht hatte. Hab daher extra ein Badethermometer gekauft und Bäder über 39 Grad "verboten". Das Thermometer tut inzwischen im Kinderbadewännchen seine Dienste...

Ich denke nicht, dass die Azoospermie damals eine Fehldiagnose war. Dazu waren die Werte folgender SGs immer noch zu schlecht. (Obwohl der erstuntersuchende Urologe von damals uns deutlich gesagt hat, dass wir nie genetisch eigene Kinder haben könnten und uns auch nicht auf TESE, Kiwu-Behandlung, etc. hingewiesen hat). Es konnte offensichtlich auch schon per Ultraschall gesehen werden, dass das Hodengewebe in der Funktion eingeschränkt ist.

Prof. Schulze untersuchte damals zuerst nochmals eine frische Spermaprobe meines Mannes (ich denke, mit genaueren Methoden als im Labor des oben genannten Urologen). Er fand besagte ca. 5 Spermien, was dann Anlass gab, auch die existierende Varikozele zunächst behandeln zu lassen (da sie ja auch für eine Ueberhitzung im Hoden sorgte). Hätte sich nach der Varikozelen-Verödung noch keine Verbesserung des SG ergeben, hätte man zu einer TESE greifen können.

Meine Ueberhitzungstheorie stützt m.E. auch, dass nach der Varikozelen-Verödung die Werte sukzessive besser geworden sind, obgleich jedes SG noch starke Einschränkungen aufgewiesen hat - die Anzahl der nach 24 Stunden überlebenden Spermien hat zugenommen.

Was ich noch erwähnen möchte, sind die Vitamine und homöopathischen Tröpfchen, die uns meine Frauenärztin verschrieben hat (hab sie und deren Dosierung in meinem Profil aufgelistet). Man kann daran glauben oder nicht, gut getan haben sie uns beiden in jedem Fall und gut 2 Monate später war ich schwanger. Das Schöne daran war auch, dass mein Mann und ich beide etwas für unseren KiWu tun konnten, und das, ohne dass ich Hormone schlucken musste oder mein Mann als "alleiniger Symptomträger" dastand.

Es gibt viele Erklärungsversuche, dass es bei uns dann doch noch sehr rasch auf natürliche Weise geklappt hat. Letztendliche Gewissheit über den Grund werden wir wohl nie erhalten. Während des gesamten Zeitraumes wurde mir jedoch immer mehr bewusst, dass ich mir den Sinn meines Lebens selbst geben muss und ich diese Sinnsuche nicht einem kleinen Menschlein aufbürden darf. Ich könnte nicht sagen, dass ich von meinem Kinderwunsch schon losgelassen hätte, aber ich wurde etwas bereiter, zu akzeptieren, was immer auch kommen würde. In der Retrospektive schreibt sich so etwas leicht, sagen jetzt wahrscheinlich manche...

Wie auch immer, ich wünsche dir und deinem Mann viel Erfolg bei der TESE und bei dem, was anschliessend kommt. Mein Tip für euch: wendet euch sofort an die absoluten Spezialisten hierfür - und da ist Prof. Schulze einfach top. Er weiss, wo er suchen muss und es wird nicht unnötig viel Hodengewebe dabei zerstört.

Alles alles Gute und liebe Grüsse

Anina


  Re: Kind trotz Erstdiagnose Azoospermie
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   Melis007
schrieb am 20.01.2006 07:55
Hallo Anina,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Bei uns sei das Hodengewebe geschädigt. Wir vertrauen Prof. Schulze auch. Dafür haben wir 800 km Strecke (Einweg) in Kauf genommen. Er ist der operierende Arzt nächste Woche. Ich bin so froh, dass es ihn gibt.

Liebe Grüße und alles Gute für die Zukunft mit eurem Nachwuchs wünscht Melis




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