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  @ Lectorix oder die Docs - GM-Frage...
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   gelöschter User
schrieb am 03.01.2006 00:27
Huhu liebe Docs,

Achtung laaaaaaaaaaang...


ich muss mal eine Frage stellen, die mich seit längerem umtreibt....

Ich hab ja nun eine Maus, werde 42 und habe 10 Jahre für diese eine Maus gebraucht... also noch eine Maus kriege ich wohl eher nicht...

Nun hab ich da ein Organ, was voller Myome ist. Tut nicht weh, nervt nur... meine Gebärmutter.

Ich nehme wegen der Endo, die ich in der GM habe (tief in den Muskelzellen...) schon brav die Pille, und zwar ohne Unterbrechung. Derzeit Diane. Leider habe ich dauernd Schmierblutungen sehr treurig und gelegentlich keine Hormonentzugsmigräne, denn ich pausiere ja nicht, sondern einfach mal so 3 Tage Migräne so ein Mist!

Und seit der Geburt blute ich wie abgestochen, wenn ich Pillenpause habe grmpf

Alles in allem gefällt mir die Pillerei nicht. Habe MTHFR, ist dafür auch nicht gerade gut.


nun die eigentliche Frage:

Wie läßt man sich heutzutage die GM entfernen? Macht man es überhaupt noch? Wenn ja, wie?

Kann man die unten rausziehen? Oder per BS?

Wie lange ist man damit krank? Weil ich doch die kleine Maus habe...

Ich bin mächtig angefressen - äh - merkt man vielleicht.

Oder gibts Tips, wie man das sonstwie in den Griff kriegt? Utrogest schlucken oder so???????

Ich hab ne Frage

Fragende Grüße von angenervter Bluterin




  Re: @ Lectorix oder die Docs - GM-Frage...
avatar    Lectorix
Status:
schrieb am 03.01.2006 00:39


Freilich, Myome sind die Hauptursache, warum Gebärmuttern entfernt werden, da sie die häufigsten Tumore der Gebärmutter darstellen. Wenn Du mit dem Kinderwunsch abgeschlossen hast, dann kann man das durchaus in Angriff nehmen, auch im Hinblick auf Deine Endometriose.

Es gibt grundsätzlich zwei Wege, die Gebärmutter zu entfernen und das muss man bei der Frau individuell untersuchen. Ich schildere mal kurz den Diagnostikweg, wie er in der Frauenklinik gemacht wurde, wo ich Ärztin im Praktikum war, denn das ist der einzige Weg, den ich kenne, aber es gibt sicherlich noch andere. Meist sind uns die Frauen von den niedergelassenen Gynis zugewiesen worden. Wir haben standardmäßig vor der Gebärmutterentfernung eine Ausschabung gemacht, um bösartige Erkrankungen auszuschließen, welche eine ausgedehntere Operation notwendig gemacht hätten. Insbesondere bei komischen Blutungen aller Art wurden da unsere Oberärzte ziemlich kompromisslos und wir haben dabei auch den einen oder anderen Zufallstreffer gelandet, wo wir was im Frühstadium abgefangen haben. Dies ist jedoch in Deinem Alter eher unwahrscheinlich, wenn auch möglich.
Während der Narkose bei der Ausschabung konnte dann auch eine sog. Narkoseuntersuchung gemacht werden. Da die Patientin hier durch die Narkose sehr entspannt im Unterleib ist, kann man die Gebärmutter schmerzfrei tasten und sehen, wie groß und mobil sie tatsächlich ist. Gerade bei Endometriose ist dies wichtig, denn hier kann es ja aufgrund von Verwachsungen sein, dass sie zwar klein genug wäre, dass man sie vaginal rausbekommt, aber sie halt nicht mobil genug ist. Eine durch die Myome größere GM ist nicht zwingend ein Ausschlussgrund für eine vaginale Operation, man kann die Gebärmutter auch (sorry) in Teilen herausholen, wenn man die wichtigsten Arterien unterbunden hat.

Alles in allem ist die vaginale Methode schonender für die Patientin als ein Bauchschnitt. Jedoch bei nicht gut mobilen GM kommt es dazu, dass man an die Arterien nicht gescheit rankommt und die Verwachsungen ja auch Nachbarorgane betreffen können. Daher sollte dies - wenn Du Dich für diesen Eingriff entscheidest - ganz sensibel und vernünftig abgeklärt werden, um von vornherein den richtigen Zugang für Dich zu wählen. Lieber dann einen sicheren und sauberen Bauchschnitt, als mittendrin eine Umstellung von vaginal auf abdominal oder Blutungskomplikationen bei der vaginalen Operation.

Ach ja, es gibt noch eine Möglichkeit, wo die GM vaginal entfernt wird, jedoch über Bauchspiegelung (nicht Schnitt) von oben vorbereitet wird. Das ist relativ neu und wenn man einen guten Endoskopeur hat (ich hab das 2 oder 3mal mitgemacht, war wirklich nett), geht das auch ganz gut.

Lieben Gruß,

Claudia




  Danke Dir
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   gelöschter User
schrieb am 03.01.2006 13:04
smile das ist doch schon mal eine Info.

Tja, ich kämpfe mit mir - Beschwerden hin oder her, man gibt sowas sinnvolles nicht gerne weg grins

winkewinke von




  Re: @ Lectorix oder die Docs - GM-Frage...
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   Andra n.e
schrieb am 03.01.2006 14:49
Hallo Greta,

Das ist das zweite Mal dass ich diese Antwort schreibe, diese Seite streikte wieder, wolte nichts machen.
Zu erst mal eine Frage: warum hat man dir (du hattest ja Kaiserschnitt, oder?) dir dann nicht die Myome rausgeholt?
Dann: du hast nur ein paar Monate seit dem Geburt. Es dauert bis sich alles wieder einpendelt in deinem Körper.
Und die Gebärmutter nimmt man nicht so schnell raus.
Die hat einen Sinn im Körper einer Frau, nicht nur Kinderkriegen. Du bist noch jung. Vielleicht kommt es doch zu ein Geschwisterchen für Lena mit einem neuen Partner, und wer weiß sogar auf natürlichem Weg, weil dein Körper ja jetzt weiß wei man das macht.
Und ob danach die Hormonprobleme verschwinden weiß ich nicht.
Ja, ich bin keine Ärztin, aber es müßen auch andere Lösungen für dich geben.
Claudia hat gute ärztliche Kenntnisse wie man sieht, aber ich frage auch: lernt man in der Uni auch dieses kalte Blut? Es durchschauert mich einfach wenn ich Ärzte lese oder höre. Was machen sie mit ihre Gefühle? Man nimmt raus und tut und so...Boah! Es geht um Menschen mit Seelen hier und es tut auch weh! Ich könnte nicht mal eine Fliege oder ein Frosch schneiden.Brrrr.

Also viel Gesundheit,
Andra


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  Re: @ Lectorix oder die Docs - GM-Frage...
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   Mango
schrieb am 03.01.2006 15:50
Liebe Greta,

ich habe dein Posting mit Interesse gelesen, da ich auch eine Gebärmutter mit vielen und großen Myomen habe. Mir wollten sie sie am Anfang gleich rausnehmen (trotz Kiwu!), aber ich habe mich geweigert und dann einen Arzt gefunden, der alle Myome rausoperiert und die GM erhalten hat. Die OP war recht heftig (Bauchschnitt, Blutverlust), aber alles in allem gibt's schlimmeres. Die Beschwerden, die durch die Myome verursacht wurden (Schmerzen, starke und lang andauernde Blutung), sind vollständig weg (!) und ich habe meine GM noch und ich kann theoretisch auch schwanger werden. Deshalb: Ich würde mir das sehr gut überlegen!
Wenn du dich zur Entfernung der Gebärmutter entscheidest und das - wegen der Größe - sowieso per Bauchschnitt machen müssen, würde ich ehrlich gesagt erst mal versuchen, die Myome entfernen zu lassen. Vielleicht wirst du ja nochmal schwanger, wer weiß?

Weil die Situation bei mir so ähnlich ist und das mit dem Schwangerwerden nicht klappen will, interessiert mich, wie es bei dir trotz Myome geklappt hat? Kannst du mir noch einen Tipp geben?

Liebe Grüße, Mango




  also der "Kartoffelsack" war nicht das Hindernis smile)))
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   gelöschter User
schrieb am 03.01.2006 18:46
smile der Doc vom Kaiserschnitt nannte es eine "Kartoffelsack-Gebärmutter". Wenn das Kind raus ist, und man fühlt sie mal rasch vorm Zunähen mit der Hand an, fühlt sie sich wie ein Sack voller Kartoffeln an.... ich habe sogar ein Myom mit der Größe einer Pampelmuse *seufz*

Aber das war nicht der Grund, warum es lange bei mir gedauert hat. Ich habe MTHFR und auch immunologische Probleme - das waren die Hindernisse.

So ein Myom darf natürlich bei normalem Sex nicht den GM-Hals verschließen zwinker das wäre doof.

Aber ansonsten sind Myom-Operations-Narben oft viel größere Hindernisse - darauf nistet sich nämlich dann nix mehr ein, oder eben nur sehr kurz oder schlecht. FG ist die Folge. Daher hab ich mich vorher entschieden, die Dinger zu behalten smile

Die sind in der schwanger aber leider vermehrt gewachsen, ohne sich vernünftig zurückzubilden, die Schweinehunde.

Mit dem Kinderwunsch muss ich einfach mal abschließen, es ist traumschön mit Maus, aber auch der Dicke sagt, nochmal 24 Stimulationen, 3 FG oder sonstwas - das ruiniert mich. Und ihn. Und dann wird das Kind aufgrund meines Alters noch was haben oder so Nein das wäre eine zu große Herausforderung des Schicksals. Und Zufallstreffer in meinem Alter mit DER Endo sind eher selten sehr treurig

Insofern überlege ich halt, ob ich sie noch brauche. Nicht für eine Operation in den nächsten Wochen, sondern eher in Jahren. Weil die Maus ja auch aus dem Gröbsten raus sein muss.

So, viel geschrieben, was also rate ich Dir? Gründliche Diagnostik des Blutes (Reichel etc) und die Überlegung, dass Narbengewebe auch stören kann. Vielleicht per GMS nochmal "glätten" lassen???

winkewinke und viel Glück wünscht Dir




  Re: @ Lectorix oder die Docs - GM-Frage...
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   gelöschter User
schrieb am 03.01.2006 18:50
nein nein, Andra, bei meiner Endometriose ist ein Zufallstreffer nicht so wahrscheinlich. Und ich bin zufrieden mit einer einzigen Maus. Man kann das Glück ja nicht "verdoppeln". Ich bin inzwischen ziemlich über 40 und wenn ich an den Stress vor der Schwangerschaft denke - nochmal 4 Jahre die ganzen Behandlungen - damit tun wir uns keinen GEfallen. Man muss auch mal an die Beziehung denken, an den Mann. Der macht ja alles mit zwinker

Mal sehen - vielleicht bessert es sich ja noch. ABer wenn nicht oder wenn es schlimmer wird..... halte ich das nicht mehr allzuviele Jahre durch. Dann würde ich sagen, mit Mitte 40 wäre die Grenze erreicht Ja

Und wie schon Mango geschrieben - es ist nicht EIN Myom, sie ist voll davon sehr treurig

winken von






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