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  Eure Männer - wie gehen sie damit um?
avatar    Doro1972
schrieb am 01.01.2006 17:53
Hallo zusammen,

das obige Thema würde mich mal interessieren, insbesondere in den Fällen, wo der Mann der Grund für die ungewollte Kinderlosigkeit, zum
Beispiel durch schlechte Spermienqualität, ist.

Bei uns ist es im Moment echt schwierig, mein Mann grübelt nur noch rum, seit er das schlechte Ergebnis hat. Er sagte sogar, normalerweise würde sich ja keine Frau "so einen Partner" aussuchen, wenn sie das vorher wüsste. Er hat sogar gesagt, dass ich ihn, wenn ich vorher davon ´gewusst hätte, ich ihn doch bestimmt nicht geheiratet hätte... traurig

Das macht mich alles sehr traurig. Ich habe so gut wie möglich versucht, ihm klarzumachen, dass ich ihn nicht über seine Zeugungsfähigkeit definiere und dass es wahrlich genug andere Gründe gibt, für die ich ihn jeden Tag wieder heiraten würde... aber trotzdem belastet es ihn sehr.

Habt Ihr Tipps, wie ich ihn wieder etwas aufrichten kann? Es tut mir so wahnsinnig leid, aber ich weiß im Moment nicht, wie ich ihm sein Selbstbewusstsein wiedergeben kann... traurig


Traurige Grüße
Doro




  Re: Eure Männer - wie gehen sie damit um?
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   Ziträpfel
schrieb am 01.01.2006 18:06
Hallo Doro!

Das Problem kenne ich auch. Anfang 2005 erhielten wir das Ergebnis, daß Spermis meines Mannes zu langsam sind. Am Anfang
war ich auch ratlos! Sowohl wie bei den Frauen kratzt es am Ego des Mannes ! Schließlich liegt es in der Natur des Mannes und der Frau Kinder zu zeugen! Bei unerfülltem Kinderwunsch geht es nicht um "Schuld" ! Da hilft nur reden , reden und durch gesten im Alltag dem Mann zu zeigen, daß man Ihn seines wesenswillen geheiratet hat! Wichtig dabei ist vielleicht auch selbst positiv gestimmt zu sein!
Hört sich so altgescheid an, aber bei uns geht es dadurch leichter!
Liebe Grüße
Mechthild


  Re: Eure Männer - wie gehen sie damit um?
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   Sheila76
schrieb am 01.01.2006 19:17
Oh ja, das kenne ich auch von meinem Mann.

Am Anfang war er am Boden zerstört und wollte es niemals jemandem erzählen.
Ein paar Wochen später erzählte er es plötzlich seinem Freund und heute geht er ganz offen damit um.

Ein "Rückfall" bekam er als wir bei der ersten Kryo das Negativ einstecken mussten.
Er sagte: ..."ich bin Schuld das Du so unendlich traurig bist. Du hast den falschen Mann geheiratet."

Ich war völlig schockiert über diese Aussage und habe ihm das gleiche erklärt was Du deinem Mann gesagt hast.

Das hat ihn wieder aufgebaut.
Gib Deinem Mann Zeit und rede oft mit ihm darüber. Zeige ihm auch weiterhin wie sehr Du ihn liebst. Das wird schon !!!!

LG und alles Gute
Sheila ( mit einem Sternchen im Herzen )




  Re: Eure Männer - wie gehen sie damit um?
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   mausehaken1
schrieb am 01.01.2006 19:18
Oh ja das kenne ich....nach der 1. neg. ICSI hats bei uns auch noch mal richtig "reingehauen", je mehr ich wegen dem negativen Ergebnis geheult habe umso mieser gings ihm, dabei definiere ich immer UNSERE Situation und nie SEINE (auch im Kopf). Er verstehts aber auch nicht immer....Ansonsten schließe ich mich Mechthild an, zeigs ihm im Alltag, wie wichtig er dir ist, jetzt mehr denn je...
LG
Mausehäkchen




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  Re: Eure Männer - wie gehen sie damit um?
avatar    Lectorix
Status:
schrieb am 01.01.2006 19:43


Die Negativs hauen bei ihm schon immer ziemlich rein. Ziemlich hart für ihn war auch, dass ich beim Überstimulationssyndrom (das ich ja NUUUUR wegen ihm bekommen habe... zwinker) auf Geschäftsreise war und er - als ich die Fehlgeburt hatte - auf einem Lehrgang, wo er nicht wegkonnte. Natürlich gibt er sich regelmäßig die Schuld und fühlt sich schlecht, aber dann muss man ihm halt immer wieder klar machen, dass man es zwar ziemlich schittig findet, dass wir diesen Weg gehen müssen, ich ihn aber trotzdem gerne geheiratet habe und auch immer wieder tun würde.

Es ist aber wichtig, dass man sich gemeinsam überlegt, was passiert, wenn es aus irgendwelchen Gründen mit den eigenen Kindern nicht klappt. Dies und auch die Frage, ob man Reproduktionsmedizin weiter machen will und unter welchen Umständen, muss man sich immer wieder stellen und es geht meiner Ansicht nach nur, wenn beide dahinter stehen. Das ist bei uns eigentlich das Hauptthema, nicht, dass mein Mann ein mieses SG hat.

LG

Claudia




  Re: Eure Männer - wie gehen sie damit um?
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   Sharly
schrieb am 01.01.2006 20:08
Liebe Doro!

Auch ich kenne die Situation nur zu gut! Anfang 2005 haben auch wir erfahren müssen, dass die Spermienqualität meines Mannes ziemlich schlecht ist. Das Schlimmste war, dass mein Mann zuvor immer geglaubt hat, dass bei ihm alles i.O. sei und der Grund sicherlich bei mir liege (auch wenn er damit immer gespässelt hat, hat er es aber sicherlich Ernst gemeint). Es hat eine Zeit gedauert bis er dies verarbeiten konnte. Es kam dann soweit, dass er tatsächlich meinte, dass er es begreifen könnte wenn ich die Scheidung möchte. Ich habe ihn dann gefragt, würdest Du Dich denn von mir scheiden lassen, wenn ich nicht der "gesunde" Partner wäre. Er hat mir dann geantwortet:" Um himmelswillen nein"!

Gott sei Dank heilt die Zeit wunden. Mit jedem Tag den vorbei ging konnte er immer mehr damit Leben. Ich glaube es ist sehr wichtig, dass man darüber spricht. Auch das man sich damit auseinandersetzt was ist wenn uns auch eine ICSI nicht helfen kann.

Man(n) braucht eine gewisse Zeit bis er all das verdauen kann.

Dieses Schicksal ist ein sehr harter Prüfstand einer Beziehung. Ich denke, wenn man diesen zusammen meistert, hat man eine sehr sehr stabile Beziehung. Eigentlich kann einen doch dann nichts mehr umhauen, oder?

Wünsche Dir ganz viel Glück
Sharly




  Re: Eure Männer - wie gehen sie damit um?
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   scmm
schrieb am 01.01.2006 21:40
hi

kenne das auch viel zu gut
mein mann kam auch immer an und sagte ich bin ein loser, was hast du für ein mann geheiratet.
er sagte auch das er es zulassen würde wenn wir das mit fremd sperma machen würden.

er hat sich schon aufgegeben befor wir unsere erste ICSI gemacht haben.die erste war jetzt neg. hoffen auf den nächsten versuch.

ich wußte on anfang an unserer beziehung das es probleme geben kann und ichhabe ihntrotzdem geheiratet.
ich habe ihm auch immer gesagt das wir das zusammen meistern müssen und das keiner schuld hat, er hat sich ja nicht ausgesucht das er so schlechte werte hat.

seit einfach füreinander da, auch wenn es nicht immer einfach ist

liebe grüße sabrina


  Re: Eure Männer - wie gehen sie damit um?
avatar    Lischen
schrieb am 01.01.2006 22:48
Also ich denke mal mein Mann wäre auch ziemlich frustriert.
Aber ich finde die Männer haben dann trotzdem noch gut denn man kann ja was gegen schlechte Spermaqualität machen aber bei einer Frau die wirklich was schlimmes hat wo man halt Hormone und was nicht alles machen und einnehmen muss und es trotzdem nicht klappt finde ich ganz schön schlecht.
Also mein Mann wird jetzt auch untersucht.Denn da wir 2 Kinder haben und ich eigentlich schwanger werden müsste es aber seit 2 Jahren nicht werde wollen sie nun doch gucken ob sich was bei meinem Mann verändert hat.Ich werde dann berichten wie das Ergebnis ausgegangen ist.Und wie mein Mann reagieren wird wenns ein schlechtes Ergebnis ist


  Re: Eure Männer - wie gehen sie damit um?
no avatar
   *Jane*
schrieb am 02.01.2006 09:30
Hallo Doro,

bei uns liegt es auch am schlechten SG meines Mannes.

Glücklicherweise hat er jedoch nicht mehr so ein großes Problem damit, dass er auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen kann. Er hat sogar mit seinen (männlichen) Freunden darüber diskutiert, die - so wie dein Mann - der Ansicht waren, sie würden sich nicht mehr als vollwertige Männer fühlen, wenn sie so ein Ergebnis bekämen. Ich hatte den Eindruck, dass ihm diese Diskussion erstaunlicherweise sogar geholfen haben, besser damit klar zu kommen.

Gib deinem Mann etwas Zeit. Und wenn er wieder so etwas sagt, dass du ihn sicher nicht geheiratet hättest, wenn du es gewusst hättest, dann dreh den Spieß - so wie Sharly geschrieben hat - herum.

LG Jane




  Re: Eure Männer - wie gehen sie damit um?
no avatar
   dianar34
schrieb am 02.01.2006 09:42
Hallo,

ehrlich gesagt, haben wir recht wenig darüber gesprochen. Wir waren sehr schockiert und ich hab mich sofort mit aller Energie in eine ICSI gestürzt. Am Anfang dachten wir eine TESE wäre nötig und er hat immer etwas schmerzlich darüber gewitztelt, dass ich es gar nicht mehr erwarten kann, dass ihm die Eier aufgeschnitten werden....

Er weiß, dass ich bisher also von meinen bisherigen Partnern nie Kinder haben wollte und ich denke das hilft ihm. Er ist der erste und einzige Mann von dem ich mir ein Kind wünsche.

Es wäre für uns nicht so schlimm gewesen, wenn es nicht geklappt hätte, unser Glück hängt nicht davon ab. Aber es kommen schon immer wieder merkwürdige und sehr abwertende Texte von ihm. "Mein Sperma ist ja ungenügend usw.". Ich haue ihn dann im Spaß und sage dass ich es durchaus genügend finde und ich schließlich nicht jedes Jahre in Kind will...

Die Zeit wird hier wohl abhilfe schaffen.






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