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  Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
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   Micki33
schrieb am 30.12.2005 12:55
Hallo zusammen,

jetzt habe ich noch mal eine Frage: Wie macht IHR das? Sprecht ihr offen mit Eltern / anderen Verwandten und/oder Bekannten über eure Behandlung und eure Situation ??

Ich frage deshalb, weil wir uns inzwischen eine ganze Lügenburg aufgebaut haben und uns ziemlich blöd dabei fühlen. Andererseits wollen wir halt irgendwie nicht, dass die Sache rauskommt, haben Angst vor Reaktionen/Unverständnis usw.

Aber ich komme bald dann auch in Erklärungsnöte beispielsweise auf der Arbeit, muss immer neue Ausreden finden... Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich??

lg
Micki


  Re: Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
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   maria30
schrieb am 30.12.2005 13:06
Also, ich spreche nicht mit jedem darüber. Aber meine Eltern und Schwiegereltern wissen schon Bescheid. Und auch auf der Arbeit habe ich es inzwischen meinem Chef mitgeteilt. Gerade während der ivf habe ich keine Lust, mich mit ständigen Ausreden zu belasten. Allerdings muß man es dann auch aushalten, immer wieder nach dem Stand der Dinge gefragt zu werden. Das muß jeder für sich entscheiden. Ich habe es als große Entlastung erlebt, daß meine Eltern informiert sind. Sie unterstützen uns dabei bedingungslos und haben großes Verständnis. Aber im Freundeskreis weiß nur eine Freundin Bescheid. Denn ich habe keine Lust von jedem darauf angesprochen zu werden und möchte auch nicht, daß jeder darüber urteilt. Manche Leute haben schon eine komische Meinung zu diesem Thema und so Sachen wie "Du mußt sich nur entspannen, dann klappt das auch so!" mag ich mir nicht anhören müssen!
Aber wichtige Leute in meinem Leben sollten schon darüber Bescheid wissen, damit sie mich besser verstehen können. Unsere Freunde wundern sich schon, warum wir so schnell geheiratet haben und uns so zurückgezogen haben, das macht den Kreis der Menschen um uns rum schon kleiner!
Ist schon eine schwierige Entscheidung!!!!! Ich hoffe, du triffst die richtige Wahl...maria




  Re: Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
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   Elchi 1
schrieb am 30.12.2005 13:07
Hallo Micki !!!
Wir haben auch lange mit uns gerungen.Von unserer Familie wissen es meine Eltern und unsere besten Freunde.
Auf der Arbeit habe ich nichts gesagt,da ich genau weiß,das meine Chefin dafür kein Verständnis hat und es bestimmt auch weiter erzählen würde.Aber die Entscheidung müßt Ihr für Euch treffen,bei mir war es aber so,dass ich froh war,jemanden zum reden zu haben.
Wünsche Euch für das Neue Jahr alles Gute
LG Elchi


  Re: Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
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   Anja 3
schrieb am 30.12.2005 13:17
Hallo!
Ich kannte das alles schon von meiner Schwester, die auch 3 ICSIs gemacht hatte. Bei ihnen wussten es nur wir und die Eltern, später auch erst die Freunde.
Wir haben direkt unseren Eltern und Schwestern Bescheid gesagt, als wir starten wollten. Dann haben wir es unseren Chefs auf der Arbeit gesagt. Diese mussten Bescheid wissen, da mein Mann ja auch zur Punktion und so spontan frei brauchte. Ich arbeite als Kinderkrankenschwester und musste also auch spontan zu Untersuchungen können etc.
Es ist auch gut , dann mit Eltern etc. offen sprechen zu können. Sylvester werden wir es unserer engsten Freunden sagen, da alle mittlerweile Kinder haben.
LG Anja




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  Re: Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
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   Kaiya
schrieb am 30.12.2005 13:24
Hallo Micki,

wir gehen relativ offen mit dem Thema um.

Wer fragt, bekommt auch eine ehrliche Antwort.

Aber meine Schwiegermutter weiß zum Beipsiel nicht Bescheid, da sie es bestimmt weiter erzählen würde.

Unsere guten Freunden sind informiert und fragen zwischendurch auch immer mal nach, wie es aktuell ausschaut. Möchte dann auch nicht lügen und finde es auch ganz gut, dass man mal offen darüber sprechen kann.

Meine Chefin weiß auch so mehr oder weniger Bescheid. Sosnt wäre es mit den Fehlzeiten viel zu schwierig. Da ichnicht einfach Urlaub nehmen kann. Von den Kolleginnen musste ich auch einge informieren. Aber nur grob.

Ich denke, dass das "Problem" heute sehr weit verbreitet ist und man kein großes Geheimnis daraus machen sollte. Letzteendlich liegt die Entscheidung aber ja auch bei jedem selbst und den Gegenüber muss man sich auch genau ansehen.

Auf blöde Sprüche habe ich auch keine Lust - und wo die kommen könnten, da halte ich lieber meinen Mund.

Lieben Gruß
Kaiya




  Re: Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
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   LeeLee
schrieb am 30.12.2005 13:25
Hallo Micki,

ich geh mittlerweile relativ offen mit der Sache um.
Nach 2 KKH-Aufenthalten (ELSS und MA) kann man das
Ganze eh nicht geheimhalten. Sowas führt meist nur
zu falschen Spekulationen.

Bei uns wissen es die Eltern, Geschwister, mein Chef,
meine Arbeitskollegen und unsere Freunde.
Ich würds jetzt nicht jedem auf die Nase binden, die
meisten denken, wir wollen keine Kinder.

Aber ich denke auch, es ist nichts wofür man sich schämen
muß. Bis jetzt bin ich so auf jeden Fall ganz gut gefahren.

LG
Susanne




  Re: Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
avatar    Lectorix
Status:
schrieb am 30.12.2005 13:34


Hallo,

bei den ersten Versuchen wussten unsere Eltern, Geschwister und die engsten Freunde Bescheid. Im Laufe des 2. Versuchs, als es dann klappte, wurden es immer mehr, als ich mit der Überstimulation im Krankenhaus lag. Hier sagte ich auch meinen wichtigsten Kunden und Partnern Bescheid, damit wir uns bei den Projekten entsprechend abstimmen konnten. Mit der Fehlgeburt wurden es dann noch mehr, da insbesondere die schlauen Tröster, die uns anrieten, es doch gleich in den nächsten Zyklen wieder zu versuchen, von uns über unsere Situation informiert wurden, dass es eben nicht einfach mal so auf natürliche Weise in einem Folgezyklus wieder probiert werden kann, sondern dass hier viel Zeit, Mut und Geld mit dranhängt.

Ich sehe momentan überhaupt keinen Grund, unsere Abhängigkeit von der Reproduktionsmedizin vor irgendjemandem zu verheimlichen, wenn mir jemand mit dummen Sprüchen oder andererseits mit echtem Interesse an unserer Kinderlosigkeit kommt. Ich schäme mich dessen nicht, mein Mann sich auch nicht, andererseits müssen wir auch kein Schild vor uns hertragen zwinker Wir haben uns mittlerweile darauf eingependelt, dass wir - wenn die Sprache drauf kommt, warum wir keine Kinder haben oder wir merken, dass jemand anders Probleme mit dem Kinderkriegen hat - unsere Situation schon erklären. Das wird gut aufgenommen und wenn man aber merkt, dass die anderen Leute das nicht hören wollen, investieren wir auch keine weitere Energie mehr da rein und halten unseren Mund.

Nur lügen tun wir nicht mehr, das ist uns zu anstrengend.

LG

Claudia




  Re: Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
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   Sandy_32
schrieb am 30.12.2005 13:46
Hallo Micki,

wir sind eigentlich von Anfang an im Freundeskreis und in der Familie offen mit dem Thema umgegangen, was aber leider doch nicht immer so gut war.
Bei einer Freundin sind wir z. B. auf totales Unverständnis gestoßen und der Kontakt ist nun leider mehr oder weniger ab-
gebrochen. Aber da habe ich auch gesehen, was wirklich wahre Freunde sind!

Auf der Arbeit hatte ich es nie gesagt; allerdings haben mir die "Notlügen" ganz schön zu schaffen gemacht. Naja, und nun wurde ich im Oktober aus heiterem Himmel betriebsbedingt gekündigt. Ich vermute, daß meine Fehlzeiten und mein Wunsch, kürzer zu treten, evtl. der Grund dafür sein könnten.
Naja, wie man es macht, ist es verkehrt.

Ich finde, Du solltest Dir dies gut überlegen und es so machen, wie Du es für richtig hältst.

Viel Glück dabei!


Sandy




  Re: Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
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   atonne
schrieb am 30.12.2005 13:51
Hallo, Micki,

wir haben es relativ vielen Leuten erzählt, einfach, weil in unserem Alter die Frage nach KiWu doch sehr massiv kommt und ich keine Lust auf ständige Ausreden hatte.
Wir unterscheiden allerdings, wieviel wir einzelnen Leuten erzählen, je nach Vertrautheit. Mein ehemaliger Chef wusste nur, dass es nicht einfach so klappt, mein neuer Chef weiss noch gar nichts, weil ich ihn noch nicht so richtig einschätzen kann. Die Familie weiss alles, einige Freunde auch, andere nur, dass es ein medizinisches Problem ist.
Das schützt übrigens auch vor dem "Entspannen"-Spruch, weil medizinische Probleme lassen sich eben nicht mit Entspannen lösen. Wenn es mir total auf die Nerven geht, werde ich auch schon mal grantig und sage, dass von Entspannung eben keine Samenleiter wachsen - spätestens dann ist das Gegenüber ruhig LOL.

Gruss, Atonne




  Re: Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
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   Micki33
schrieb am 30.12.2005 16:13
Hallo,

DANKE an euch alle, die ihr mir mit euren Antworten geholfen habt!!!

Micki


  Re: Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
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   KatiinDC
schrieb am 30.12.2005 16:41
Mein Mann und ich wir gehen mit diesem Thema ganz offen um, auch im Umgang mit anderen Menschen. Das war allerdings nicht immer so und diese ewige Heimlichtuerei hat uns ganz schoen zuschaffen gemacht. Natuerlich gehen wir nicht in alle Details, aber wenn uns jemand konkret fragt, dann sagen wir halt, dass wir etwas "Assistenz" beim Kinderkriegen brauchen. Gute Freundin und unsere Familie weiss auch dass wir zu einer KW Klinik gehen und manche Freunde sind auch sehr interessiert. Man weiss ja nie, wer vielleicht mal in der gleichen Lage ist....

Natuerlich stossen wir auch auf Leute, die das ueberhaupt nicht verstehen und denen erzaehlen wir dann auch nichts.

Meine Eltern sind okay damit, aber ich denke, sie verstehen nicht immer alles und sind wahrscheinlich ein wenig ueberfordert damit.

- Katja




  Re: Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
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   Dineh
schrieb am 30.12.2005 17:51
HAllo,
wir gehen jetzt bei der zweiten IVF sehr offen damit um.
Es war viele aber schon klar dass wir bei der Drillings-SS "nachgeholfen" haben, daher brachte Lügen auch nicht mehr viel...
Bei uns weiss die Familie, die engstenn Freunde und Leute mit denen wir öfter zu tun haben BEscheid.Ich für meinen Teil finde das sehr entspannter.Man muss sich keine Lügen mehr zurecht suchen und bis jetzt haben wir von den meissten auch positive Reaktionen bekommen.
Natürlich gibt es immer ein paar Schlaumeier dabei, aber da ich viele habe die mir den Rücken stärken können diese Dummbacken dann auch echt egal sein.....

LG
Dineh




  Re: Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
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   friedaK
schrieb am 30.12.2005 18:01
hallo micki,

bei mir ist es so, dass ich mein herzchen auf der hand trage. das heißt, alle wussten von unseren behandlungen. (siehe profil)

ich fand es immer toll, zu wissen, dass andere mit uns fühlen und an uns denken. das hat mir und meinem freund viel kraft gegeben.

es kommt aber sicher auch auf die leute an.

ich drück dir die daumen,
friedaK




  Re: Sprecht ihr mit Eltern/Verwandten/Bekannten drüber?
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   uschile
schrieb am 30.12.2005 19:03
Hallo,

meine Eltern und mein Bruder wissen Bescheid, und das schon von Anfang an. Da ich mich nicht selbst spritzen wollte, musste einer von ihnen "ran", wenn mein Mann auf Seminar war oder so.
Da ich ein sehr gutes verhältnis inenrhalb meiner Familie habe, wollte ich das auch so. Meiner Mama kann ich eh nichts verheimlichen, die merkt's immer, wenn es mir nicht gut geht.

Die Familie meines Mannes weiß nichts, was ich ehrlich gesagt blöd finde. Ich denke, sie würden nicht so viel hineininterpretieren, wenn ich z.B. während der Wartezeit keinen Alkiohol trinke, wenn sie es wüssten. Aber mein Mann ist noch nicht soweit, bzw. dort redet man nicht über solche Sachen.

Einer Freundin gegenüber habe ich es im Sommer auch angedeutet, wir hatten in ziemlich intensives Gespräch und da habe ich es einfach gesagt, dass es für uns schwierig ist, ein bayb zu bekommen und wir über Gv nach Plan schon lange hinaus sind. Sie fühlte sich dann schuldig, da sie zuvor immer nachgehakt hatte, wann es bei uns soweit sein wird.

Ach ja, meine Cousine weiß es noch. Mit ihr hatte ich schon zu meiner Kinderzeit tolle Gespräche.

Falls aber in Zukunft noch einmal die Sprache daraufkommt im Freundeskreis, werden wir reinen Wein einschenken. Ich denke sowieso immer, dass ich von bestimmten Personen "beäugt" werde, ob ich schon schwanger bin oder nicht.

Aber eines werde ich nicht tun: Es bei der Arbeit erzählen. Da habe ich mich nach langem Ringen im Dezember absolut dagegen entschieden. Die Kollegen sind zwar nett, aber ich habe nicht das Verhältnis zu ihnen, dass ich über meine ungewollte Kinderlosigkeit und die Behandlung sprechen möchte. So blöd es auch ist, dort werde ich weiterlügen.
Und die Kollegin, die mich vor der letzten PU mal dumm angemacht hat, weil ich schon wieder fehlen musste, gehe ich aus dem Weg und halte meinen Mund.

Uschile




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