Was ist eigentlich eine Immunisierung?

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eine Schwangerschaft besteht zu 50 Prozent aus körperfremdem Gewebe. Daher ist es eigentlich natürlich, dass das Immunsystem auf die Schwangerschaft entsprechend reagiert und diese abstößt. Die Natur hat dagegen natürlich Mechanismen entwickelt, welche eine solche Abstoßung verhindern. Bei manchen Frauen sind diese Mechanismen jedoch nicht ausreichend ausgeprägt. Es kommt dann zu wiederholten Fehlgeburten oder zu Problemen bei der Einnistung (z. B. auch im Rahmen einer Reagenzglasbefruchtung). Man nimmt an, dass es bei solchen Frauen durchaus zu einer Einnistung kommt, die Frucht jedoch sehr früh wieder abgestoßen wird, so früh, dass der Schwangerschaftstest erst gar nicht positiv wird.

Es gibt spezielle Untersuchungen, welche diese Problematik erklären können. Sollte sich herausstellen, dass immunologische Gründe vorliegen können, weshalb eine Einnistung nicht oder nur sehr kurz stattfindet, dann ist eine entsprechende Therapie möglich. Die Immunisierung ist eine davon, dabei werden weißen Blutkörperchen des Partners unter die Haut der Frau gespritzt. Dies bewirkt eine Veränderung am Immunsystem (insbesondere die Ausbildung sogenannter “ schützende Antikörper „) welche eine Einnistung begünstigen können. Diese Methode ist umstritten und wissenschaftlich nur unzureichend abgesichert, was nicht heißen soll, dass sie nicht erfolgreich sein kann


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