Warum Menschen keine Vogelgrippe übertragen


Die Übertragung der Vogelgrippe von Mensch zu Mensch ist sehr unwahrscheinlich. Und um sich bei einem Vogel anzustecken, müsste man ihn schon zerhäckseln und einatmen. Oder in einem sehr engen Kontakt mit den Tieren leben.

Ich weiß, passt thematisch nicht, interessiert aber vielleicht trotzdem den einen oder anderen. Also weiter:

Um von H5N1 infiziert zu werden, muss der Virus an speziellen Rezeptoren andocken, so die Ergebnisse aktueller wissenschaftlicher Untersuchungen, die gestern via Reuters verbreitet wurde und in „Nature“ publiziert werden. Die Rezeptoren gibt es zwar auch beim Menschen, jedoch ausschließlich tief in den Lungen und nicht in den oberen Atemwegen. Eine Vermehrung von Viren in den oberen Atemwegen ist jedoch Voraussetzung für eine Übertragung von Mensch zu Mensch.

Der US-Wissenschaftler Kawaoka hat nach Versuchen mit menschlichen Zellen feststellen können, dass H5N1 mehrere Mutationen durchlaufen müsste, um zwischen Menschen verbreitet werden zu können. Dies ist nicht auszuschließen, gegenwärtig lassen unterschiedliche Variationen des Virus solche Tendenzen nicht erkennen.


Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir nach Themen geordnet in unseren FAQ gesammelt.
Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

10 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Reaba schreibt

    Schön zu wissen und danke für die Info!

    Ist echt lange her, daß ich meine letzte Krähe inhaliert habe :-)…*lol*

    Und trotzdem hat die Regierung ein 65 Mio Programm aufgelegt um Impfstoffe zu entwickeln….merkwürdig, aber ist bestimmt nur ein Klacks von den Kosten einer flächendeckenden Versorgung mit Tamiflu für alle Bürger.

  2. Elmar Breitbach
    Nella schreibt

    Und da die Grundaussage (die Moleküle zum Andocken für H5N1 finden sich nur in den tiefen Lungenabschnitten des Menschen (und der Katze)) zeitgleich von einer anderen Arbeitsgruppe in "Science" publiziert wurde, scheint es sich auch nicht um Wissenschaftsbetrug zu handeln 😉

    Hoffen wir mal, dass die notwendigen Mutationen auf sich warten lassen!

    Nella

  3. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Tja Nella, man wird misstrauisch, das stimmt 🙂

  4. Elmar Breitbach
    Reaba schreibt

    das hier

    http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=23670

    klingt aber wesentlich weniger beruhigend 🙁

  5. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Wieso,

    da geht es um die Problematik bei der Erstellung eines Impfstoffs. Das dies problematisch wäre wie bei einer normalen Grippeimpfung auch, steht ja ausser Frage.

  6. Elmar Breitbach
    Reaba schreibt

    stimmt, sogar noch etwas problematischer als bei der "normalen" Grippe…..was ich halt nicht ganz verstehe ist der relative Hype, der um H5N1 gemacht wird, wenn man wie Sie schreiben, dafür wirklich kontaminierte Vogelteile tief einatmen müßte, damit es überhaupt zu einer Infektion beim Menschen kommen kann, die dann auch noch fast unmöglich übertragbar wäre.

    Hat mich eben einfach etwas erstaunt….aber ich weiß auch extrem wenig über das Mutationsverhalten von Viren, H5N1 im speziellen 🙂

  7. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Mutanten wo man hinschaut, liebe Reaba. Manche sehen aus wie normale Menschen. Manche sitzen sogar im Auto und fahren auf der A2 hin und her. Und ich sage Ihnen: das sind die schlimmsten, ich sehe sie jeden morgen und sie sehen immer anders aus und sind eine Gefahr für Leib und Leben 🙂

  8. Elmar Breitbach
    Reaba schreibt

    schön vorsichtig fahren….und besonders wenn Federn an den Typen drankleben: nicht zu tief einatmen :-)!

    LG Reaba

  9. Elmar Breitbach
    Nella schreibt

    Mutanten wo man hinschaut! Wie wahr….

    @ Reaba: das Problem bei H5N1 ist zum einen das Problem des Influenza-Virus: die können nicht einfach nur wie jedes andere Virus mutieren – die können ganze Genabschnitte mit anderen Stämmen austauschen. Das heißt, H5N1 könnte sich von einem zeitgleich in dem Patienten vorkommenden anderen "normalen" Influenza-Virus das nötige Stück Gen für die Infektiosität schnappen. Während die spanische Grippe wohl durch eine einzelne Mutation so tödlich wurde, kam die Grippewelle 1957 am ehesten durch so einen Austausch zustande. Allerdings im Vogel (oder Schwein?) und sprang dann auf den Menschen.
    Somit besteht Angst vor einer möglichen Gefahr in der Zukunft.
    Aber: es sollte keine Angst vor der derzeitigen Lage bestehen. Wer ißt schon rohe Hühner oder Katzen?!?
    Von einigen möglichen Mutanten mal abgesehen…. 😉
    Nella

  10. Elmar Breitbach
    Reaba schreibt

    Hallo Nella,

    faszinierende Wesen, diese Viren…. auf eine eher schaurige Art allerdings. Dann ist es eigentlich weiterhin beunruhigend, weil den Übersprung auf die nächste Art haben die H5N1er dann ja schon geschafft (Vogel auf Säugetier, also Katze und der Marder) – heißt ja dann, daß sich in einer infizierten Katze H5N1 den Genabschnitt für "Kontamination" beim eventuell in der Katze befindlichen Gen für Katzenschnupfen schnappen kann und somit wieder auf neue Rezeptoren anspringt (z.B. weiter außen am Körper befindliche Schleimhäute)….eher ungünstig, nicht?

    Wie gesagt, nicht wirklich beruhigend….aber der Doc hat schon Recht: die täglich im Alltag auftauchenden Mutanten haben größeres Gefahrenpotential ;-)!

    LG Reaba