Spermiengewinnung posthum


Zumindest in England, wie der „Telegraph“ berichtet. Eine Frau hat ihren Mann während einer routinemäßigen Blinddarmoperation verloren. Kurz Vorher seien sich bei einig gewesen, dass sie noch ein Geschwister für ihre gemeinsame Tochter wünschten und waren im Begriff, dafür eine IVF-Behandlung in Anspruch zu nehmen.

Als der Mann während einer Blinddarmoperation verstarb, ließ die Frau einige Stunden nach seinem Tod noch Spermien per Hodenbiopsie gewinnen und einfrieren. Ob die Verwendung dieser Spermien erlaubt ist, wird noch gerichtlich entschieden, bis dahin bleiben die Biopsate zunächst eingefroren.

Während die Witwe angibt, dass ihre Menschenrechte verletzt würden, sollte man ihr nicht erlauben, ein weiteres Kind von ihrem verstorbenen Ehemann zu bekommen, sieht das Gericht die fehlende Einwilligung der Mannes als Problem an, da nur mündliche geäußerte Pläne vorgebracht werden können. Andererseits ist eine Blinddarm-Operation normalerweise kein Grund, sein Testament zu machen und seine Lebensplanung schriftlich niederzulegen.

In einem anderen Fall von 1995 wurde zugunsten der Frau entschieden, wobei jedoch ein schriftliches Einverständnis des Ehemannes vorlag.


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Kommentar

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1 Kommentar
  1. tintenklecks
    tintenklecks schreibt

    Das jagt mir ja Schauer über den Rücken. So große die Trauer über den Verlust ist, welche Funktion erfüllt das Kind in dieser Konstellation?