Welche Impfungen in der Schwangerschaft?


Ein ausreichender Impfschutz gegen die wichtigsten Infektionserkrankungen ist während der Schwangerschaft unbedingt anzuraten. Dazu zählen Impfungen gegen Röteln, Windpocken und Keuchhusten.

Immer wieder passiert es jedoch, dass eine Frau geimpft wird und von einer bereits bestehenden Schwangerschaft nichts weiß. Oder eine Impfung während einer Kinderwunschbehandlung durchgeführt wird und noch unklar ist, ob diese zu Erfolg führte.

Grundsätzlich sollte man versuchen, solche Situationen zu vermeiden und daher wird nach einer Rötelnimpfung sogar empfohlen, drei Monate zu verhüten, um Schädigungen des ungeborenen Kindes zu vermeiden.

Über die Gefahren einer Rötelnimpfung während der Schwangerschaft habe ich schon im letzten Jahr etwas geschrieben. In zwei Studien mit insgesamt mehr als 270 Frauen zeigte sich keine Gefährdung für die Kinder, wenn eine Rötelnimpfung während der Schwangerschaft durchgeführt wurde.

Ähnlich äußert sich auch das Online-Magazin „Impfbrief.de“ in einer aktuellen Veröffentlichung:

Wird eine Frau geimpft und stellt sich hinterher heraus, dass sie zum Zeitpunkt der Impfung schwanger war, besteht kein Grund zur Panik.

Totimpfungen wie zum Beispiel gegen Tetanus, Hepatitis B oder Influenza seien auch während einer Schwangerschaft unproblematisch, schrieb das Magazin. Lebendimpfungen hingegen seien mit einem größeren Risiko für das Ungeborene behaftet, dennoch machten auch sie keinen Schwangerschaftsabbruch notwendig.

Durch viele Hundert solcher Fälle wisse man inzwischen, dass eine versehentliche Impfung in der Frühschwangerschaft gegen Röteln oder Windpocken nicht zu den gefürchteten Fehlbildungen führe, wie die Krankheiten selbst sie verursachen könnten. Dennoch sollten Impfungen wann immer möglich vor einer Schwangerschaft durchgeführt werden, rät das Ärztemagazin. Frauen mit Kinderwunsch sollten ihren Impfstatus daher rechtzeitig prüfen lassen.

Man muss es also zusammenfassend nicht darauf ankommen lassen, aber es besteht auch kein Grund zur Panik, wenn eine Impfung in der Schwangerschaft durchgeführt wurde.


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Kommentar

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7 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    agnil schreibt

    das freut mich aber zu lesen, dass es nicht gefährlich ist. bin gerade mitten in einer stimu für IVF und es wurde festgestellt, dass mein mann hepatitis b positiv ist… ich bin aber nicht infiziert und auch nicht dagegen geschützt. habe mir schon überlegt ob ich mich jetzt noch kurzfristig impfen lassen könnte/dürfte

    lg, agnil

  2. Elmar Breitbach
    neckarfee schreibt

    Also ich gehöre zu den Frauen, die mal gegen Röteln geimpft wurden.

    Leider wurde in der Kinderwunschphase nicht der Impfstatus geprüft …
    Im Impfpass war ja alles ordnungsgemäß vermerkt.
    Dann Schwanger und beim Bluttest kam dann als Ergebnis: ganz schlechter Titer.
    Nachimpfung wurde keine vorgenommen (hat keiner gesagt, dass das möglich ist).

    Es gibt wohl ca. 2 % der Bevölkerung, bei denen Impfungen nicht zum gewünschten Ergebnis führen.

  3. Elmar Breitbach
    neckarfee schreibt

    Jetzt fällt mir noch was ein. Kenne eine Frau, die hatte Keuchhusten. Wurde vom FA während Schwangerschaft (trotz der dauernden Husterei) nicht festgestellt. FA hat den Husten
    brav mit homöopatischen Medis "bekämpft".

    Diagnose bekam sie dann während ihres Krankenhausaufenthalts (Anlass: Geburt!). War ganz schlimm, weil das Kind auch krank war(andere Erkrankung). Sie durfte dann die ganze Zeit mit Mundschutz zwischen Entbindungsstation (isoliertes Zimmer) und Kinderstation pendeln. Und alle haben einen großen Bogen um sie rum gemacht 🙁

  4. Elmar Breitbach
    jenni-33 schreibt

    ach, schlägt die impfkampagne jetzt auch noch hier ihre wellen? geht mal auf impfen pro/ contra, dann könnt ihr auch mal nachlesen, was die "ach-so-tollen-impfungen" alles anstellen können..

    auf das die impfhersteller immer reicher und mächtiger werden..

    echt schlimm, wie den menschen immer wieder angst und panik gemacht wird..das geschäft mit der angst halt..

  5. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    Angst und Panik verbreiten Impfgegener. Und Impfgegener können sich ihre Haltung nur deswegen leisten, weil sie in einer gut geimpften Umgebung leben.

    Wenn Sie nicht geimpft schwanger sind, dann möchte ich Ihnen nicht wünschen, dass sie einem aktuell rötelngeplagten Kleinkind Ihrer Gesinnungsgenossinnen über den Weg laufen.

  6. Elmar Breitbach
    Louette schreibt

    Mich würde interessieren, ob man nach einer Keuchhustenimpfung mit dem Schwangerwerden warten muss/soll, so wie es bei der Rötelimpfung ist. Ich habe erst jetzt gelesen, dass die Keuchhustenimpfung dringend empfohlen wird, wir üben allerdings schon und wollen das ungern "unterbrechen".
    Vor drei oder vier Jahren wurde bei mir der Rötel-Titer überprüft und war da in Ordnung, sollte ich ihn jetzt noch einmal überprüfen lassen?

    Vielen Dank für Eure/Ihre Antworten,
    LG
    Louette

  7. Elmar Breitbach
    Elmar Breitbach schreibt

    @ Louette: Wenn der Rötelntiter ok war, dann bleibt das so. Keuchhusten ist eigentlich erst nach der Geburt von echter Bedeutung