Kinderwunsch: Nachrichten aus Fach- und Laienpresse

Rötelnimpfung und Kinderwunsch: Was muss man beachten?

Wartezeit nach Rötelnimpfung: Wie lange muss man warten? Was passiert, wenn die Wartezeit zu kurz ist?

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Ein ausreichender Immunschutz gegen Röteln ist vor einer Schwangerschaft wichtig und daher wird allen Frauen empfohlen, sich rechtzeitig einer Rötel-Impfung zu unterziehen. Meistens erfolgt diese Impfung bereits im Kindesalter und schützt ein Leben lang vor dieser Infektion, jedoch gibt es immer noch Frauen, die ohne Impfschutz sind. Was muss man beachten bei Rötelnimpfung und Kinderwunsch?

Was passiert, wenn man Röteln während der Schwangerschaft bekommt?

Warum wird eine Impfung bei Frauen mit Kinderwunsch angeraten?

Weil es zu schwerwiegenden Organfehlbildungen beim Ungeborenen kommen kann, wenn die Mutter an Röteln in der Schwangerschaft erkrankt. Durch die Infektion mit Röteln kann es zu einer sogenannten Rötelnembryopathie kommen. Diese zeichnet sich durch vielfältige Fehlbildungen aus:

  • Fehlbildungen der Ohren und wie Innenohrtaubheit
  • Augenfehlbildungen: Katarakt (Augenlinsentrübung) und Mikrophthalmie (verkleinerter Augapfel)
  • Angiokardiopathien (Herz-Kreislauf-Fehlbildungen)
  • Mangelentwicklung mit Untergewicht
  • psychomotorische Entwicklungsstörungen

Ähnliche Fehlbildungen können übrigens auch bei anderen Viren auftreten, die den Mutterkuchen passieren, also z. B. Windpocken und Mumps.

Wie hoch ist das Risiko einer Infektion in der Schwangerschaft?

In Deutschland haben ca. 4 bis 7% aller Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter keinen ausreichenden immunschutz gegen Röteln, sodass bei durchschnittlich 800.000 Geburten pro Jahr 30.000 Neugeborene durch eine Rötelninfektion gefährdet sind.

Wie hoch ist das Risiko für eine Erkrankung des Kindes?

Bei einer Rötelninfektion sinkt die Gefahr einer Rötelnembryopathie mit zunehmendem Schwangerschaftsalter:

Schwangerschaftswoche Fehlbildungsrisiko
1. – 6. 50 %
7. – 9. 25 %
10. – 12. 20 %
13. – 17. 10 %
> 17. 4%

In den ersten 17 SSW können bei Kontakt mit Röteln-Viren Immunglobuline gegeben werden, wenn die Frau nicht geimpft ist. In diesen Fällen müssen weitere Kontrolluntersuchungen des Blutes durchgeführt werden.

Die übliche Empfehlung zur Rötelnimpfung und Kinderwunsch

Wenn die Bestimmung des Rötelntiters (Konzentration der Antikörper gegen Röteln) ergibt, dass kein ausreichender Immunschutz besteht, dann wird die Impfung empfohlen. Meist reicht eine Impfung aus, um einen lebenslangen Schutz zu erhalten. Die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts rät dennoch bei Erwachsen in folgenden Fällen zur Impfung:

  • Ungeimpfte Frauen oder Frauen mit unklarem Impfstatus im gebärfähigen Alter
  • Einmal geimpfte Frauen im gebärfähigen Alter
  • Ungeimpfte Personen oder Personen mit unklarem Impfstatus in Einrichtungen der Pädiatrie, der Geburtshilfe und der Schwangerenbetreuung sowie in Gemeinschaftseinrichtungen
Impfpass. Röteln, Pertussis, - alles drin?
© clipdealer,com

Da 5% der Geimpften nicht auf die Impfung ansprechen, ist es von Bedeutung, sich zu deren Schutz impfen zu lassen (Herdenimmunität)

Wartezeit bis zur Schwangerschaft nach Impfung

Üblicherweise riet man früher dazu, anschließend 3 Monate lang zu verhüten, um eine Infektion des Feten durch die Impfviren zu vermeiden. Inzwischen ist man dazu übergegangen, nur noch eine vierwöchige Verhütung anzuraten. Was passiert jedoch, wenn man sich impfen lässt, ohne zu wissen, das man bereits schwanger war? Wie hoch ist das Risiko, wenn eine Schwangere gegen Röteln geimpft wird?

Absolut kein Grund zur Panik

Inzwischen ist man generell etwas weniger zurückhaltend und daher wird auch 1 Monate Abstand zu einer MMR (Masern, Mumps, Röteln) als ausreichend angesehen. Zwei unten zitierte Studien mit 941)Bar-Oz B, Levichek Z, Moretti ME, Mah C, Andreou S, Koren G
Pregnancy outcome following rubella vaccination: a prospective controlled study.
Am J Med Genet A. 2004 Sep 15;130(1):52-4
bzw. 180 Frauen2)Josefson D
Rubella vaccine may be safe in early pregnancy
BMJ. 2001 Mar 24;322(7288):695
, die in der Frühschwangerschaft oder kurz davor geimpft wurden, zeigten keinen Anstieg von Fehlbildungen bei den geborenen Kindern, eine lediglich ein gering erhöhtes Fehlgeburtsrisiko. Eine neuere Studie mit sehr vielen untersuchten Frauen kam zum gleichen Ergebnis3)Castillo-Solórzano C, Reef SE, Morice A, Vascones N, Chevez AE, Castalia-Soares R, Torres C, Vizzotti C, Ruiz Matus C
Rubella vaccination of unknowingly pregnant women during mass campaigns for rubella and congenital rubella syndrome elimination, the Americas 2001-2008.
J Infect Dis. 2011 Sep 1;204 Suppl 2:S713-7. doi: 10.1093/infdis/jir489
. Hier wurde die Schwangerschaft von über 30.000 Frauen nachverfolgt, die während der Schwangerschaft gegen Röteln geimpft wurden oder innerhalb eines Monats nach der Impfung schwanger wurden. Auch hier konnten keine rötelntypischen Fehlbildungen bei den Kindern beobachtet werden.

Die Empfehlung wird sicherlich weiterhin sein, mindestens einen Monate nach einer Rötelnimpfung zu verhüten. Man sollte sich durch die Studienergebnisse nicht nicht dazu verleiten lassen, den Zeitraum zwischen Impfung und Schwangerschaft absichtlich  zu verkürzen, jedoch besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Anlass zur Sorge, sollte eine Impfung versehentlich während der Frühschwangerschaft erfolgt sein.

Impfversager: Keine Antikörper nach Rötelnimpfung, was tun?

Nach der ersten Rötelnimpfung kommt es bei 90-95% zu einer Entwicklung von Antikörpern, nach zweimaliger Impfung erhöht sich diese Rate auf etwa 99%. Impfempfehlungen der ständigen Impfkommission (STIKO) empfehlen die zweimalige Impfung als sicheren Schutz vor einer Rötelnembryopathie, eine nachfolgende Antikörperbestimmung wird nicht mehr empfohlen.
Nach einer zweimaligen Impfung kann davon ausgegangen werden, dass auch bei diesen Frauen eine Infektion des Kindes extrem unwahrscheinlich ist. Weitere Impfungen werden dann nicht empfohlen.

Literatur   [ + ]

1. Bar-Oz B, Levichek Z, Moretti ME, Mah C, Andreou S, Koren G
Pregnancy outcome following rubella vaccination: a prospective controlled study.
Am J Med Genet A. 2004 Sep 15;130(1):52-4
2. Josefson D
Rubella vaccine may be safe in early pregnancy
BMJ. 2001 Mar 24;322(7288):695
3. Castillo-Solórzano C, Reef SE, Morice A, Vascones N, Chevez AE, Castalia-Soares R, Torres C, Vizzotti C, Ruiz Matus C
Rubella vaccination of unknowingly pregnant women during mass campaigns for rubella and congenital rubella syndrome elimination, the Americas 2001-2008.
J Infect Dis. 2011 Sep 1;204 Suppl 2:S713-7. doi: 10.1093/infdis/jir489
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Kommentar

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121 Kommentare
  1. laralina schreibt

    um 100% sicher zu sein.Was gibt den Ausschlag zu den verschiedenen Wartezeiten. BZW was geschieht im Körper das der eine sagt es ist nach 4 Wochen beendet und andere nach 3 Monaten

  2. Elmar Breitbach schreibt

    @laralina: Die eine Aussage ist die, bei der man auf Nummer Sicher geht und diese 3 Monate würde ich auch jedem empfehlen, der das Ganze planen kann. Der Artikel oben besagt lediglich, dass man nicht in Panik geraten muss, wenn eine Impfung zum Zeitpunkt der frühen Schwangerschaft (versehentlich) erfolgte.

  3. Snoopy schreibt

    hallo,ich habe vor schwanger zu werden. nun ist mein Problem das ich eine colitis ulcerosa habe und Immunsuppressiva einnehme,diese aber auch nicht absetzten kann/darf.daher darf ich keine lebenistoffe bekommen.ist das Risiko doch schwanger zu werden zu riskant?

  4. Elmar Breitbach schreibt

    @Snoopy: Wenn wirklich alle anderen Frauen gegen Röteln geimpft wären, dann wäre es kein großes Risiko. Leider gibt es in Deutschland eine ziemliche Impfmüdigkeit, weshalb auch Röteln gelegentlich wieder auftreten. Sehr hoch ist das Risiko jedoch nicht. Also kein Grund, nicht schwanger zu werden

  5. Blümchen schreibt

    Hallo, wenn man versehentlich eine MMR impfung bekommen hat und sich herausgestellt hat das man doch einen ausreichenden Titer hat, frage ich mich warum man 3 Monate warten muß, Antikörper sind da und die reagieren auf die abgeschwächte form, oder nicht???
    Und, wartet man 3 Monate oder 3 Eisprünge ab. Dankeeeeeee

  6. Elmar Breitbach schreibt

    @Blümchen: grundsätzlich sollte man, wenn planbar, natürlich nach wie vor die drei Monate (nicht Eisprünge) abwarten. Hier geht es nur darum, dass es offenbar nicht weiter tragisch ist, wenn man versehentlich in der Frühschwangerschaft impft.

    Wenn Sie bereits einen iter haben, ist es vermutlich noch weniger von Bedeutung, aber ich würde sicherheitshalber trotzdem warten. Die drei Monate sind schnell vorbei

  7. sweet488 schreibt

    hallo!

    ich habe mich am 1.12.08 gegen Röteln Impfen lassen. In der Praxis fragte ich dann noch wie lang ich nicht Schwanger werden dürfte eine Arzthelferin erkundigte sich und sagte mir dann 6 Wochen. Später ging ich dann zum Frauenarzt zur rutine untersuchung und fragte dort nochmal und sie sagte mir 3 Monate. Was ist nun die richtige Information??? Nun hab ich heut morgen einen Test gemacht da ich eigentlich abnehmen wollt aber die Waage zeigte leider immer mehr an. :o( obwohl ich kaum Kohlenhydrate es und kaum süßes und mittags meine letzte Mahlzeit zu mir nehm. Naja und der Test war Positiv und nun mach ich mir riesig sorgen das was mir dem „Kind“ sein könnt.leider weiß ich auch nich seit wann ich Schwanger bin denn hab zwar schon im Oktober 08 meine Pille abgesetzt aber die Periode die ganze Zeit sehr unregelmäßig.Daher hab ich mir keine sorgen gemacht das ich sie das letzte mal im Dezember 08 hatte.

  8. Elmar Breitbach schreibt

    @ Sweet: Das ist Sinn des Artikels: Den Frauen in Ihrer Situation die Angst zu nehmen. Man muss es sicherlich nicht darauf ankommen lassen, aber wenn eine Schwangerscahft früher eingetreten ist, dann scheint das den oben genannten Studien zufolge nicht so dramatisch zu sein. Mehr als das, was da oben steht nd hier diskutiert wird, gibt es dazu jedoch nicht zu sagen. Mit anderen Worten: Eine Einzelfallbeurteilung ist selbstverständlich nicht möglich

  9. J.Ernst schreibt

    Hallo,

    ich wurde als Kind gegen MMR geimpft zuletzt 1996 ( mit dem zusatz „Lebend“ neben dem klebchn ?? )

    In meinen Schwangerschaften 2005 und 2007 hatte ich aber keinen Rötelnschutz mehr obwohl mir gesagt wurde dieser würde an sich vom Impfdatum noch bestehen.

    ich möchte mich nun erneut Impfen lassen und würde gerne 2 monate nach der Impfung mit einem neuen Kinderwunsch beginnen

    Gruß
    J.Ernst

  10. Julia schreibt

    Ich will ja wirklich nicht stänkern und ich bin wohl aus dem selben Grund auf dieser Seite gelandet wie alle anderen auch- das ist aus den vorangegangenen Nachrichten ersichtlich… Aber wenn ich den Artikel UND alle Fragen der Damen inklusive der Antworten von Elmar Breitbach gelesen habe, dann muss ich doch nicht die selbe Frage NOCH MAL stellen oder?

    Also ich habe KEINE Frage, da mir das, was geschrieben wurde sehr weiter geholfen hat!

    Ich danke Ihnen also, Elmar Breitbach!

    Gruß aus Berlin

  11. Elmar Breitbach schreibt

    Aber wenn ich den Artikel UND alle Fragen der Damen inklusive der Antworten von Elmar Breitbach gelesen habe, dann muss ich doch nicht die selbe Frage NOCH MAL stellen oder?

    Wahre Worte 😉

  12. Samonna schreibt

    Die Meisten machen sich halt nicht die Mühe, vorher alles zu lesen 😉

  13. Elmar Breitbach schreibt

    Ja, die meisten orientieren sich eher an diesem Szenario

  14. Jasmin schreibt

    Hallo, also irgendwie ließt man echt sooo vieles und vorallem verschiedenes im Internet mit diesem Rötelschutz. Habe mich seit heute mit befasst da wir Nachwuchs planen und jetzt auch total verunsichert bin und mein Hausarzt auch noch Urlaub hat… :-/ Bei meinen beiden vorherigen ss hatte ich einen Titer von 1:16 (wobei ich heute auch meine Frauenärztin anrief und diese meinte 1:16 wäre ok sollte aber trotzdem Blut vorher testen lassen wie mom. der Schutz ist…)beidem mir auch nie einer gesagt hat ich soll mich nachimpfen lassen (?) und das ist mitlerweile schon 7 Jahre her bzw. letzte ss war vor 4 jahren.
    Im Netzt ließt man dann das bei manchen der Impfschutz garnet anschlägt oder nur bedingt, dass 1:16 noch ok ist, auf einer anderen Seite ließt man man soll sich bei diesem Wert Nachimpfen lassen…. Da wird man ja total beschucke. Ich würde jeden Raten, was ich auch machen werde, Blutabnehmen lassen und den Titer bestimmen zulassen und sich dann weiter beim Hausarzt od Fa zu beratschlagen. Wenn man das Risiko damit ein krankes Kind zubekommen vermindern kann sollte man das echt vorher machen, man würde sich das hinterher sonst wenn was sein sollte bestimmt nicht verzeihen können und es ist ja keine Große sache… Nur das mit den 3 Monaten 🙁 Planten eigentlich für November.
    Alles Liebe

  15. anna schreibt

    Kann man heute die Pille absetzen und in vier Wochen die Röteln-Impfung erhalten? Oder sollte man die Pille solange weiter nehmen? Wenn ja, warum?

  16. Elmar Breitbach schreibt

    Man sollte die Pille einnehmen, weil es ein Risiko wäre, nicht zu verhüten. Weil man sich mit Röteln infizieren könnte, während der Schwangerschaft und eine Impfung versehentlich durchgeführt vermutlich kein Problem ist, man es jedoch nicht unbedingt absichtlich riskieren sollte.

  17. Dina schreibt

    Ich habe mich vor einen monat Impfen lassen und bin jetzt schwanger was soll ich tun?

  18. Elmar Breitbach schreibt

    @Dina: Was das Problemist oder vielmehr, dass das Problem vermutlich geringer als gedacht ist, steht oben. Anosnten sollten SIe das selbstverständlich mit Ihrem Arzt bereden

  19. Mona schreibt

    Hallo, ich hatte 1993 meine erste Rötelimpfung und 2001 die zweite. Muss ich mich nun nochmal Impfen lassen wenn wir dieses Jahr Schwanger werden wollen?

  20. Elmar Breitbach schreibt

    @ Mona: Nein. Die Impfung sollte reichen, wenn sie damals angeschlagen hat

  21. […] Grüne Kreuz in seinem Gesundheitsbrief des Monats März berichtet. Es besteht also kein Grund zu Panik, wenn während der Schwangerschaft sozusagen versehentlich gegen Röteln…, bestätigt auch Dr. Elmar Breitbach von […]

  22. MMR28 schreibt

    Hallo. Ich bin in großer Sorge. Am 31.3 war ich zur Untersuchung beim FA. Am nächsten Tag habe ich mich beim Hausarzt da ich nach Inndien fliegen wollte gegen Hepatitis A& B sowie gegen MMR (Mums Masern Röteln) impfen lassen. Vorgestern habe ich dann drei!!! SS Test aufgrund ausbleibender Periode gemacht. ALle Positiv. Ich bin nun wirklich fertig. Wie gefährlich ist es denn ?? Wann kann man eventuelle Schäden beim Baby feststellen und wie sicher ist das dann? Ist eine Abtreibung in diesem Fall zu empfehlen???

    HILFE!!! Kennt sich jemand aus? Gibt es Erfahrungswert???

  23. Elmar Breitbach schreibt

    LIebe MMR: Haben Sie den Artikel oben eigentlich gelesen? Eine Abtreibung ist nicht zu empfehlen, so steht´s da auch. Ich wünsche alles Gute.

  24. MMR28 schreibt

    Ja klar habe ich es gelesen, nur da steht nichts von 5 Imfungen in der ersten SSW !!!

  25. Elmar Breitbach schreibt

    Eben und deswegen kann Ihnen das auch nur derjenige beantworten,der Ihnen diese 5 Impfungen gegeben hat. Röteln scheint auf jeden Fall kein Problem zu sein, wie aus den Studien hervorgeht.

  26. MMR28 schreibt

    leider ist diejenige die mir die Impfungen gegeben hat zur Zeit im Urlaub 🙁 und ist auch keine Gynäkologin sondern normale Hausärztin….

  27. mir schreibt

    Hallo,

    Ich habe da mal eine ganz andere Frage…. Ich habe keinen Schutz mehr gegen Mumps, alles andere ja… Jetzt planen wir das 2. Kind. Muß ich mich vorher impfen lassen, bzw wird dieses empfohlen? Ich bin da inmoment noch im Zwiespalt…
    LG und Danke

  28. Elmar Breitbach schreibt

    Mumps ist keine Erkrankung, die in der Schwangerschaft ein echtes Problem darstellt und daher ist eine Impfung nicht zwingend notwendig wie bei Röteln.

  29. Julia schreibt

    Elmar Breitbach, Sie sind wirklich tapfer 😉 Ein Jahr nach meinem letzten Posting habe ich mich mal wieder auf dieser Seite umgesehen und Ihren Link auf das Frage-Antwort-Keiner-Hat-Mich-Lieb-Szenario gefunden. Ich bin schwer begeistert von dieser Darstellung und hab herzlich gelacht. Vielen Dank dafür!

    Alles liebe (ein weiteres Mal) aus Berlin,
    Julia

  30. Elmar Breitbach schreibt

    Da danke ich doch herzlich für dieses nette Feedback 😉

  31. Elena schreibt

    Hallo, ich möchte demnächst schwanger werden und da hat man natürlich viele Fragen. Ich war letztes Jahr schwanger, aber leider nur 13 Wochen und jetzt möchte ich Alles richtig machen, dabei ist Rötelnimpfung ein großes Thema. Frau Dr. Breitbach mein Respekt, Sie haben wirklich viel Geduld. Liebe Frauen, ich möchte genauso wie ihr möglichst schnell schwanger werden, aber es hilft doch nichts die Tatsache zu verdrägen, dass die Impfung notwendig ist und dass man lieber länger warten sollte um damit eine mögliche Schädigung des Kindes zu vermeiden. Man kann sonst was rauslesen, Fakt ist nach der Impfung (egal welcher) sollte man vorsichtig sein und lieber Zeit abwarten als danach schwanger zu werden und erst in der Schwangerschaft erfahren, dass das Kind Schaden davon getragen hat. Dass das Kind gesund zu Welt kommt hat die oberste Priorität! Geht einfach doch noch vor der Schwangerschaft zum Frauenarzt und lasst euch beraten, und einen Bluttest auf Bestimmung des Röteltiter machen. Ich wünsche allen Frauen eine angenehme und möglichst sorgenfrei Schwangerschaft.

  32. Elmar Breitbach schreibt

    Liebe Elena,

    das ist zwar nett gemeint, aber es steht hier bereits

    Und auch im Artikel. Deswegen verstehe ich Ihren salbungsvollen Beitrag jetzt gerade nicht so richtig.

  33. Tina schreibt

    Hallo!

    Ich hatte in der 7.Woche eine Ausschabung.Da laut Mutterpass mein Titer bei 1:16 lag, habe ich sofort einen Tag nach der Ausschabung eine Impfung erhalten.Auch nehme ich die Pille wieder.Muss ich die Pille wirklich 3 Zyklen lang nehmen? Reichen nicht 2 Zyklen aus?Der Eisprung ist ja eh erst 2 Wochen später.Das heißt ich hätte im Endefekt 2 1/2 gewartet.Ist das ausreichend?
    Vielen Dank!!

  34. viki schreibt

    Hallo!
    Mein Freund und ich möchten ab Anfang Januar mit der Kinderplanung beginnen. Nun wurde bei mir der Impfschutz gegen Röteln, Masern u. Mumps aufgefrischt, (Kombiimpfung – Rötelschutz bestand jedoch noch). Erst nach vollbrachter Impfung verriet mir die Sprechstundenhilfe, dass es sich um Lebendimpfstoff handelt und ich 3 Monate mit einer Schwangerschaft warten soll. Ich möchte jedoch nicht mehr warten, und wer sagt denn, dass es direkt auf anhieb klappt mit der Schwangerschaft. Hier wurde immer von dem evtl. bestehendem Risiko der Rötelimpfung gesprochen, wie schaut dies bei den anderen Impfungen aus? Und gibt es bei mir überhaupt ein Risiko, dass es nach der Rötelimpfung bei einer Schwangerschaft Probleme gibt, da ich ja noch einen bestehenden Schutz haben (letzte Rötelimpfung ist 6 Monate her). Ich möchte nicht mehr länger warten und möchte, wenn´s nicht direkt klappt, wenigstens für mich sagen können, dass wir geübt haben. Sollte es doch direkt klappen mit einer Schwangerschaft, ist die Impfung dann mind. 4 Wochen her… Ich möchte ja, dass mein Kind gesund zur Welt kommt.
    Vielen Dank im Voraus für eine Antwort!

  35. Elmar Breitbach schreibt

    Der obige Artikel bezieht sich auf die Situation, dass man VERSEHENTLICH eine Rötelnimpfung durchführt in einer noch nicht erkannten Schwangerschaft. Die Tatsache, dass die Ergebnisse sehr beruhigend sind, bedeutet nicht, dass man das Restrisiko BEWUSST in Kauf nehmen sollte.

  36. viki schreibt

    Ja, das mag sein, aber meine Frage ist damit noch nicht beantwortet.
    Gibt es für mich überhaupt ein Risiko, wenn ich ja noch einen Impfschutz habe, und wie ist das Risiko bei der Mumps- und Masernimpfung?

  37. Elmar Breitbach schreibt

    Masern und Mumps sind hier nicht das Thema. Das sollte der Arzt wissen, der Sie impft

  38. gehörlose Anni schreibt

    Hallo zusammen,

    heute habe ich eure Postingen durchgelesen und kann ich aber nicht merken, wer da und da geschrieben hat.

    Und ich würde mich daran interessieren.

    Nun würde ich Euch gerne mal eine kurze Erzählung darüber berichten.

    Vor meiner Schwangerschaft wurde ich schon sogar zweimal gegen Röteln geimpft lassen. Nach der Rötelimpfung wurde ich schwanger mit meiner Tochter, die grad 16 Monaten alt ist. Aber es war nicht so dramatisch, wenn ich an meiner Röteln denke. Nur hauptsächlich muss ich mich nur darauf beachten, wenn ein Person von der Röteln erkrankt hat. Dann verzichte ich auf dieser Person. So!

    Nach der Geburt meiner Tochter habe ich noch bisher nicht gemacht, dass ich nochmal das letzte Mal gegen Röteln impfen lassen werde. Natürlich werde ich dies jedenfalls machen, wenn ich gerne ein 2. Kind haben würde.

    Nun ist meine Frage:

    Wenn man dreimal gegen Röteln geimpft lassen wurde, ist man trotzdem nicht immmun zu bleiben.

    Wenn das 1. Kind da ist, sobald es zur KITA gehen soll. Jedenfalls muss man darauf beachten, wenn andere Kinder ihn von der Röteln angesteckt haben sein könnte. Man als Schwangerschaft mit dem Röteltiter muss sich jedenfalls vermeiden, mit dem 1. Kind zu kuscheln oder so. Oder wie?

    Wenn das 1. Kind schon gegen Röteln geimpft hat, ist es dann okay. Oder?

    Danke für Eure Antworten, voraus!

    Liebe Grüße,
    Anni

  39. Jane schreibt

    Guten Tag Dr. Breitbach! Das Thema Schwangerschaft nach Röteln-Impfung wurde ja von Ihnen bereits hinreichend behandelt. Daher habe ich mal eine andere Frage zum Thema Röteln-Schutzimpfung.

    Mein Röteln-Status ist unklar und mein Hausarzt will direkt nachimpfen ohne vorherige Titer-Bestimmung. Laut Aussage der Krankenkasse wird Röteln in MMR-Kombi geimpft und zwar durch 2 Impfungen im Abstand von 6 Monaten. Meine Frage wäre, ob dieser Abstand zwischen den beiden Impfungen eingehalten muss oder verkürzt bzw. ausgedehnt werden kann?

  40. Stern schreibt

    Hallo,

    habe ich habe wohl noch nie eine Impfung gegen Röteln bekommen. Mein Mann und ich wünschen uns allerdings schnell Nachwuchs. Ist es schlimm wenn man nicht gegen Röteln geimpft ist?
    Danke

  41. Elmar Breitbach schreibt

    Na klar ist das schlimm, wenn Sie sich in der Schwangerschaft mit Röteln anstecken. Und da es leider immer merh Impfverweigerer gibt, steigt die Chance, dass dies passiert. Über die Folgen können Sie sich informieren, wenn Sie mal nach Rötelnembryopathie googeln

  42. katha schreibt

    hallo..

    zwar fragen das hier viele aber eine direkte antwort auf meine frage habe ich noch nicht gefunden darum stell ich auch mal eine..

    ich wurde 1996 ind der schule gegen röteln geimpft.. nun versuchen mein freund und ich seit dezember 2010 *schwanger* zu werden.. da fiel mir mein impfbuch in die hände und ich habe keinen vermerk gefunden ob und wann ich eventuell diese impfung wiederholen muss.. mein frauenarzt hat mich allerdings auch nicht darauf hingewiesen..
    darum meine frage — muss ich überhaupt auffrischen oder nicht?

    vielen dank schonmal..

    ps.: meinen wert den hier manche angeben weiß ich auch nicht daher habe ich wirklich keine ahnung wie ich mich verhalten soll..

  43. Elmar Breitbach schreibt

    katha » Man kann den sogenannten Röteln-Titer bestimmen lassen. Der zeigt an, ob Ihr Körper ausreichend auf die Impfung reagiert hat und Sie immun sind. Üblicherweise reicht eine Impfung aus.

  44. katha schreibt

    Habe heute meinen fa erreicht ich bin immun gegen röteln.. Trotzdem vielen dank für ihre schnelle *wochenend* antwort das hat mich doch sehr beruhigt.. Alles gute weiterhin lg katha

  45. Brownie schreibt

    Nochmal meinen Respekt für Elmar Breitbach so geduldig die immer gleichen Fragen zu beantworten!!!
    Mann könnte ja eine Tabelle machen und hintendran empfehlungen ;o))

  46. Elmar Breitbach schreibt

    @ Brownie: Das würde auch nichts helfen. Die Fragen entstehen ja meist aus der Auffassung heraus, dass die eigene Situation mit diesen Informationen nicht abgedeckt und etwas ganz Besonderes ist. Und natürlich dadurch, dass man nicht erst einmal liest, bevor man fragt. So ist das halt im Internet 😀

  47. EnTe schreibt

    Hallo
    Ich wurde vorsorglich am 10.6. Gegen Röteln geimpft. Nun hab ich nach Durchsicht eines Blutuntersuchungsberichtes ( von dez.2009) festgestellt, dass ich schon gegen Röteln immun bin (wert 26,8 Ul/mL), da ich 1994 die Standard Impfungen bekommen habe. War die jüngste Impfung dann für die Katz? …oder muss man Rötelschutz pro forma immer wieder auffrischen? Wie ist denn der optimale Titer?
    Muss ich dann trotzdem 3 Monate verhüten oder darf ich dann schon früher in baby-Produktion gehen, weil ich ja schon immunisiert bin?

  48. Elmar Breitbach schreibt

    wenn sie bereits vorher nachweislich immun waren, dann brauch Sie nicht zu verhüten, da der Impfschutz lebenslang gilt. Aber fragen Sie bitte Ihren behandelnden Arzt, der die Werte besser interpretieren kann.

  49. Bluemoon851 schreibt

    Hallo, ich und mein Mann haben den Wunsch nach einem zweiten Baby.
    Bei meiner ersten Schwangerschaft hatte ich mir keine Gedanken gemacht und wusste nicht wie wichtig der Impfschutz ist. Nun möchte ich wieder Schwanger werden. Bei meiner ersten Schwangerschaft wurde ein Wert zum Röteln Test im Mutterpass niedergeschrieben:

    HAH: 1:128
    Röteln IgM: negativ
    Immunität anzunehmen: JA.

    Was genau bedeutet das? Bin ich jetzt auch noch ausreichend geschützt?

    Mein Sohn ist 2,5Jahre alt und kommt nächstes Jahr in den Kindergarten, Er wurde aber auch regelmässig geimpft.
    Wie groß wäre das Risiko wenn mein Sohn eine Kinderkrankheit mit nach hause bringt?

    Kann man die Immunität auch vor einem erneuten Impfen testen?

    Lieben Dank

  50. Elmar Breitbach schreibt

    @ Bluemoon851: Immunität anzunehmen: JA.
    Nicht böse sein, aber was soll das wohl heißen? Dass Sie immun gegen Röteln sind natürlich 😉