Einkünfte aus Samenspenden nicht steuerpflichtig


In der Onlineausgabe des Spiegel war nachzulesen, dass die größte Samenbank der Welt in Dänemark zu Hause ist. Ich hätte diese jetzt in vielen anderen Ländern vermutet, aber nicht im kleinen Dänemark.

Dort ergab sich ein steuerliches Problem für die Spender, welche nun zu deren Gunsten entschieden wurde:

Das Finanzministerium hat beschlossen, dass die Ablieferung von Spermien in der mit über 300 Spendern größten Samenbank der Welt nicht als einkommenssteuerpflichtige Arbeit, sondern weiter als steuerfreie „Transportvergütung“ eingestuft wird.

Das ist aber kein steuerliches Problem, sondern geradezu existenzbedrohend war die Tatsache, dass die Spender die Finanzbehörden über ihre Tätigkeit hätten unterrichten müssen. Und das große Interesse an Samenspenden aus Dänemark ist vor allem darauf zurückzuführen, dass dort als einem der letzten Länder Europas eine vollständig anonyme Samenspende möglich ist. Seit April 2007 sieht eine EU-Richtlinie vor, dass alle Spenden registriert werden müssen.

Inwieweit vor dem Hintergrund der EU-Richtlinie die dänische Regelung Bestand haben wird, bleibt abzuwarten. Die Bereitschaft junger Männer, ihre Spermien zu spenden, wird sicherlich abnehmen:

Vor zwei Jahren schränkte Großbritannien die Anonymität von Samenspendern ein – nun hat jedes Kind, wenn es volljährig ist, das Recht, den Namen seines Erzeugers zu erfahren. Innerhalb eines Jahres schrumpften die Spenderzahlen auf der Insel um die Hälfte.

Auch in Deutschland haben Jugendliche im Alter von 18 Jahren das Recht, zu erfahren, wer ihr leiblicher Vater ist.


Noch Fragen?

Dann haben Sie in unserem Kinderwunschforum die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen oder Fragen an unsere Experten zu richten. Und hier finden Sie die Übersicht über zahlreiche andere Foren von wunschkinder.net.
Die am häufigsten gestellten Fragen haben wir nach Themen geordnet in unseren FAQ gesammelt.
Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

4 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Schweden schreibt

    Guten Morgen,

    ich mußte ja ein wenig bei der Überschrifte schmunzelen…eine ähnliche Frage habe ich während meiner mündlichen Prüfung beantworten müssen…*g*

    LG
    Schweden

  2. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Die erste Version der Überschrift war: Spermienspenden müssen nicht versteuert werden…
    Ich habe es gerade noch gemerkt

  3. Elmar Breitbach
    Schweden schreibt

    *g*

    Meine Frage in der Prüfung war, ob Kinder zeugen eine unternehmerische Tätigkeit ist für die man Umsatzsteuer zahlen muss….tja und wenn das nachhaltig und mit Gewinnerzielungsabsicht gemacht wird, dann hält auch Vater Staat die Hand auf…von der Einkommensteuer ganz zu schweigen….aber selbst der Auftragskiller muß im Grunde Steuern zahlen. *g*

    Lg
    Schweden

  4. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Wäre ja noch schöner, wenn das zu versteuern wäre. Immerhin läßt sich die Verwendung der Spermien ja auch nicht von den Steuern absetzen. Ich nehme mal an, auch nicht in Dänemark.

    Was die abnehmende Spenderzahl betrifft – dafür steigt aber deren Qualität. Das heißt, es werden mehr Männer dabei sein, die auch dazu stehen.