Rauchen beeinflusst das Geschlecht des Kindes


Dass Rauchen die weibliche und männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigt, ist hinreichend bekannt und bewiesen. Wenn man also schwanger werden möchte, sollte man es tunlichst bleiben lassen. Eine neue Studie zeigt jedoch einen Vorteil des Nikotins im Zusammenhang mit Kinderwunsch und Schwangerschaft: Mit der Menge des Nikotinkonsums lässt sich das Geschlecht des Kindes steuern.

Ist dies eine Mär, wie so vieles, was zum Thema „Mädchen oder Junge“ an guten Tipps existiert? Die wissenschaftliche Studie wurde immerhin in dem renommierten Fachblatt „Fertility and Sterility“ publiziert, was die Schlussfolgerungen der Untersuchung zwar auch nicht zur unumstößlichen Wahrheit werden lässt, aber immerhin impliziert, dass es sich um seriöse Forschungsergebnisse handelt.

Raucherinnen bekommen eher Jungen

Für die Studie wurden 2.108 Einlingsschwangerschaften untersucht, die in den Jahren zwischen 1993 und 2002 eintraten. 665 Raucherinnen und 1.443 nichtrauchende Mütter fanden Eingang in die Untersuchung.

Betrachtete man alle Schwangerschaften, so kamen auf 100 Mädchen 109 Jungen (Ratio: 1,09). Diese Ratio betrug bei Raucherinnen 1,26 und Nichtraucherinnen 1,03. Es kamen bei Nikotinkonsum der Mutter also 126 Jungen auf 100 Mädchen, was einen signifikanten Unterschied zu den Nichtraucherinnen bedeutet.

Zahl der vorhergehenden Schwangerschaften spielt ebenfalls eine Rolle

Bei rauchenden Mütter spielte auch die Zahl der bereits geborenen Kinder eine Rolle: Beim ersten Kind war die Geschlechtsverteilung am ausgeprägtesten beeinflusst, sie betrug hier 1,47. Beim zweiten Kind war es 1,35. Ab dem dritten Kind gebaren die Raucherinnen jedoch mehr Mädchen als Jungen (0,92).
Bei den Nichtraucherinnen zeigte sich ein solcher Unterschied in Abhängigkeit von den bereits geborenen Kindern nicht.

Wer also nur Jungen bekommen möchte, sollte während der ersten beiden Schwangerschaften rauchen und nach dem zweiten Kind das Rauchen einstellen. Schon interessant, was man so alles herausbekommt, wenn man lange genug in den Daten eines Geburtsregisters herumsucht.


Beratis NG, Asimacopoulou A, Varvarigou A
Association of secondary sex ratio with smoking and parity
Fertility Sterility Volume 89/3: 662-667


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21 Kommentare
  1. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Das kann ich jetzt so gar nicht nachvollziehen. Ich erinnere mich an eine schon recht lange zurück liegende Nachricht, dass Raucherinnen eher Mädchen bekommen, weil nämlich die männlichen Embryonen anfälliger gegen Umweltgifte sein sollen. Weibliche Embryonen sollten eher damit fertig werden. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob diese Nachricht hier stand. …

  2. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Ja, Rebella, ich erinnere mich auch daran.

  3. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    So ist das mit empirischen Studien. Deren Ergebnisse stehen und fallen mit der Stichprobe, die untersucht wird.

  4. Elmar Breitbach
    atonne schreibt

    Ich finde solche Studien echt schlimm, weil es doch immer irgendwelche Frauen gibt, die das jetzt als Entschuldigung für das Rauchen während der SS hernehmen werden :-(…

  5. Elmar Breitbach
    miez37 schreibt

    Öm, ich dachte, das Geschlecht des Kindes wird vom Mann bestimmt? Was tut es da zur Sache, ob Frau während der SS raucht. da ändert sich ja das Geschlecht nicht mehr oder etwa doch? Oder sllte damit gesagt werden, dass weibliche Embryonen die ersten Tage/Wochen nicht überleben und deshalb eben ncih zur WElt kommen? Dabei heißt es doch immer, dass die männlichen Wesen die schwächeren sind und deshalb generell weniger Jungs als Mädchen geboren werden?
    Also, gings jetzt um das Rauchen während der SS oder um das Rauchen vor und während der Zeugung? Dass z.B. die Eizelle einer Raucherin lieber männliche Spermien reinlässt? Wurde auch recherchiert, ob der Vater Raucher ist?

  6. Elmar Breitbach
    Krümel schreibt

    Verstehe ich auch nicht so ganz, ob während der SS oder während der Zeugung? Kann so oder so nicht gesund sein, verstehe sowieso die Frauen nicht, die
    voll weiterqualmen in der SS! Was tun die bloß dem Kind an?

  7. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    vor und während der Zeugung natürlich. Wenn´s erst mal einen Schniedel hat, bekommt man den auch mit Nichtrauchen nicht wieder weg 😉

    Und die Empirischen Studien machen es sich immer recht einfach: Sie stellen statistische Zusammenhänge fest und man kann dann sehen, wie man die Ergebnisse erklärt.

    Ich fand´s eigentlich eher unterhaltsam…

  8. Elmar Breitbach
    miez37 schreibt

    Wollte nur noch mal anmerken, dass meine Mutter vor ihrer 1. SS eine starke Raucherin war und 2 Mädchen bekommen hat und meine Schwägerin ist militante Nichtraucherin und hat 3 Jungs. Wenn ich da jetzt ne Studie draus machen würde, wäre das Ergebnis: Starkraucherinnen bekommen intelligente hübsche Mädchen. :o))

  9. Elmar Breitbach
    Moro schreibt

    Meine Schwägerin rauchte auch-und wurde nach acht Monaten schwanger.
    Das Rauchen gab sie sofort auf-sie erwartet beim 1.Kind ein Mädchen.
    Trotz des vorherigen Rauchens.

  10. Elmar Breitbach
    Vielseitigkeit schreibt

    Wie heißt’s so schön: "traue keiner Studie die du nicht selbst gefälscht hast…

    Leider gibt es zu dieser Studie keinen Link, um genaueres nach zu lesen…!

  11. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Beratis NG, Asimacopoulou A, Varvarigou A
    Association of secondary sex ratio with smoking and parity
    Fertility Sterility Volume 89/3: 662-667

    ist oben nachgetragen, hatte ich leider vergessen

  12. Elmar Breitbach
    Coshida schreibt

    Statistiken halt, wahrscheinlich kann man auch per Statistik berechnen, dass Frauen die in der Schwangerschaft grüne Unterwäsche tragen ihr Kind eine Woche vor ET bekommen *lol* ….

  13. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    Öh, das läßt sich auch noch nach der Zeugung beeinflussen. Einfach dadurch, dass die Embryonen mit dem schwächeren Geschlecht die Schadstoffattacken häufiger nicht überleben.

  14. Elmar Breitbach
    E. Breitbach schreibt

    Ok, diese Negativauslese gilt sogar für den Rest der Schwangerschaft, zumindest aber für die Frühschwangerschaft. Das stimmt.

  15. Elmar Breitbach
    miez37 schreibt

    Aber die schwächeren sind doch denke ich die männlichen Embryonen? Sorry Doc, aber Männer sind und bleiben Weichlinge.

  16. Elmar Breitbach
    reaba schreibt

    hmmm..
    wenn männliche embryonen solche "weicheier" sind, dann wäre die geschlechter-relation unter neugeborenen ja fast ein indikator für umweltbelastung 😉

    speziell aufs rauchen bezogen:
    gabs nicht auch mal eine studie (durchaus älter) die besagte, dass rauchende männer mehr x-spermien im ejakulat haben und somit per se mehr mädchen zeugen?

  17. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Und wieso werden dann männliche Embryos das starke Geschlecht?
    Und man müßte auch heraus finden was genau wird gestört: das Embryo, oder die Einistung.
    Interesant ist aber dass Raucherinen und Raucher trotzdem Kinder kriegen, überhaupt.
    Und das Problem liegt vielleicht höher später, wenn die Kinder den Rauch direkt einnehmen.
    Ob da unten,im Bauch, so viel Rauch ankommt?

  18. Elmar Breitbach
    Greta schreibt

    Muss ich bei dem Gedanken an Adoption nun Rauchen oder nicht, wenn ich ein Mädel bevorzugen würde?????

    Also Rückschlüsse gibts ja, da ist man baff…

  19. Elmar Breitbach
    Rebella schreibt

    "Ich" – nein, der Rauch kommt nicht an, aber die Sauerstoffkonzentration im Blut sinkt. Daher wird der Embryo unzureichend mit Sauerstoff versorgt. Das zumindest ist die Hauptbelastung die rauchende oder passiv rauchende Schwangere ihrem Kind antun.

  20. Elmar Breitbach
    Ich schreibt

    Ja, Rebella, so ist es. Ich weiß.
    Mein letztes Satz war ein Witz nur.

  21. Elmar Breitbach
    monchekibsch schreibt

    also ich habe noch gelegentlich geraucht als ich noch nicht wusste, dass ich schwanger bin. Als ich den positiven Test in der Hand hatte, wusste ich dass es aus mit rauchen war. und es war ein Junge. ich rauche seit 3 jahren nicht mehr. Vielleicht wird es ja wirklich ein Mädel?